Die Zukunft des Katalogisierens. Erschließung leichtgemacht

“I´ve seen the future of online catalogs, and its name is LibraryThing”


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

10 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Vorstellung

Preise und Mitgliedschaftstypen

Bücher eintragen

Der Kern der Seite: die persönliche Bibliothek

Hilfe und FAQ

Community Features

Widgets und Werkzeuge

Wer kann LibraryThing nutzen
Autoren
Bibliotheken
Beispiele für Bibliotheken, die LT nutzen
Verlage
Buchhandel

LibraryThing Local

Persönliches Fazit

Anhang

Allgemeine Vorstellung

Mit dem Slogan 'Was steht in deinem Bücherregal?' ist der Kern von LibraryThing beschrieben. Leute aus aller Welt sollen ihre Bücher katalogisieren, ihre Bibliothek präsentieren und mit anderen Leuten, die einen ähnlichen Geschmack und ähnliche Interessen haben, in Kontakt treten.

LibraryThing ist ein von Tim Spalding, Webentwickler aus Portland, Maine, entwickelter Dienst, der ursprünglich nur für ihn selbst und seine Freunde zur Katalogisierung eigner Bücher gedacht war. Diese mehrsprachige und reine Webanwendung, das heißt, dass zur Nutzung keine weitere Software installiert werden muss, gehört zur Klasse der Social Software und startete Ende August 2005. Momentan zählt sie (16. 04. 2009) 678,242 Benutzer und 38,323,741 verschiedene Bücher, allerdings steigt die Zahl der hinzugefügten Bücher stetig. Inzwischen nutzen auch immer mehr Bibliotheken LibraryThing und organisieren dort ihre Bücher. Das Besondere an diesem Dienst ist neben der sehr einfachen und leichten Bedienung unter anderem die automatische Anreicherung der Titel durch die “soziale Komponente”: Bücher von anderen Nutzern können mit einem Mausklick in die eigene Bibliothek aufgenommen werden, die Inhaltserschließung erfolgt durch Tags (Schlagworte), es entstehen Gruppen von Nutzern mit gemeinsamen Interessen… Natürlich kann man sich per RSS über Neuigkeiten, Benutzer und ähnliches informieren lassen. Neben Tim Spalding arbeiten noch fünf weitere Bibliothekare und Entwickler für LibraryThing.

Die Webseite verwendet keine Werbung, erhält aber Reflink-Gebühren von Online- Buchhändlern, die Abbildungen von Buchcovern zur Verfügung stellen.

Preise und Mitgliedschaftstypen

Wie so oft ist die einfache Mitgliedschaft zunächst kostenfrei. Alle Funktionen sind in der einfachen Mitgliedschaft verfügbar, nur die Anzahl der Bücher in der eigenen Bibliothek ist auf 200 begrenzt. Wer mehr will, hat die Wahl zwischen einer jährlichen Mitgliedschaft (10$) oder einer lebenslangen (25$). Aber im Grunde stimmt das nicht genau denn LibraryThing hat eine sehr eigenwillige Preispolitik. Die oben genannten Preise sind nur die empfohlenen Preise. Man kann beim Bezahlen selbst zwischen verschiedenen Preisen wählen, die bei der jährlichen Mitgliedschaft von 6$ bis zu 20$ gehen und für die lebenslange Mitgliedschaft bei 19$ bis 55$ liegen. Übrigens: nach Ablauf der Jahresmitgliedschaft wird kein Buch gelöscht, sondern es ist nur kein weiteres hinzufügen von Büchern möglich. Der Betrag kann per Paypal oder per Moneybookers beglichen werden.

Bibliotheken und andere nichtkommerzielle Einrichtungen zahlen 15$ pro Jahr. Dieses Preismodell hat sich auch nicht geändert, nachdem 40% des Unternehmens im Mai 2006 vom Gebrauchtbuchhändler AbeBooks übernommen wurden. AbeBooks wurde wiederum 2008 von Amazon gekauft. Die Mehrheit hält weiterhin der Gründer Tim Spalding

Bücher eintragen

Als erstes kann man natürlich seine Bücher eintragen. LibraryThing zeigt sich hier sehr flexibel und ermöglicht das Eintragen auf unterschiedlichsten Wegen.

Mit der Eingabe von Titel, Autor oder ISBN werden die Bestände der Library of Congress, des GBV oder wahlweise kommerzieller Buchhändler wie Amazon.com durchsucht. Die Suche über Amazon läuft über den Amazon E-Commerce Service, die Suche über Bibliotheken nutzt das Z39.50-Protokoll. Je nach Quelle werden Dewey oder LoC-Nummern und Schlagworte übernommen. Neben den bereits genannten, stehen noch 694 andere Datenquellen aus verschiedenen Ländern und in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Unter anderem die Nationalbibliothek Kanadas, die Yale University und im deutschen Sprachraum der VÖBB, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die UB Braunschweig, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sowie die ETH und Universität Zürich (NEBIS) und die Universität Basel. Wenn die Titelsuche bis dahin erfolglos war, gibt es noch andere Wege, um Bücher hinzuzufügen. So zum Beispiel die Suche über Tags oder die erweiterten Einstellungen; das Hinzufügen erfolgt hier ohne Nachfrage beziehungsweise durch die Eingabe von aufgeklebten Bordes-Produkt-Codes. Der Nutzer hat auch die Möglichkeit den gewünschten Titel manuell einzutragen. Sehr viel Mühe hat man sich mit den Importmöglichkeiten gegeben. Universal-Import importiert Daten flexibel aus Dateien (akzeptiert werden unter anderem TEXT, CSV, XML, HTML und RTF) und Webseiten. Unterstützt Delicious Library, BookCollector, Listmania!, Amazon Wishlists - sogar selbstgebastelte Datenbanken. LibraryThing unterstützt auch eine Vielzahl Spezialformate wie Tags und Rezensionen aus VOX Konten, sowie aus Anobii, Shelfari und Goodreads exportierte Dateien. Und selbst die Eingabe von Büchern unter Verwendung eines Barcode-Scanners, der gegen ein Entgelt (15$) bei LibraryThing erhältlich ist (Cue Cat), ist möglich.

Wurde das entsprechende Buch über einen der zahlreichen Wege gefunden, wird das Werk über einen Klick automatisch in die eigene Liste eingepflegt. Die Nutzung von MARC-Daten großer Bibliotheken ermöglicht einen hohen Standard der Bücherlisten.

Sehr praktisch ist die Zusammenfassung von verschiedenen Ausgaben, Auflagen und Übersetzungen zu einem Werk. Diese FRBR-Methode bringt Informationen aller Besitzer eines Buches, egal welche Sprache oder welche Auflage ihr eigenes Buch hat, zusammen. Zudem wird so die gelegentlich auftretende Vielfalt ein bisschen geordnet.

Der Kern der Seite: die persönliche Bibliothek

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Ansichten der eigenen Bibliothek. Einmal in Form einer Liste, die nach den verschiedensten Kriterien sortiert werden kann: so zum Beispiel nach Buchtitel, Autor, Datum (Erscheinungsjahr der Ausgabe), Tags, gemeinsame Exemplare, ISBN, Bewertung, Sprache, Originalsprache und Eingetragen am (Datum, an dem das Buch in die Bibliothek aufgenommen wurde). Zudem hat man bei der Anzeige der Liste die Auswahl zwischen 5 verschiedenen Anzeigestilen.

Die verschiedenen Stile, A-E, beinhalten dann eine Kombination aus den möglichen Angaben: Titel, Autor, Datum, Tags, Bewertungen, Kommentare, weiteren Besitzer, Google Books, Systematik der Library of Congress (LoC), Hinzugefügt am, Stichworten und ISBN.

Und dann kann man sich seine Bibliothek noch als Umschlagansicht anzeigen lassen. Hier stehen einem meist mehrere mögliche Umschlagbilder zur Verfügung, die teilweise Amazon entnommen sind oder von anderen LibraryThing-Mitgliedern hochgeladen wurden. Man kann es natürlich auch den anderen Mitgliedern gleichtun und selbst Bilder einscannen und hochladen.

Wer Privatsphäre möchte, kann den andern Mitgliedern den direkten Einblick in seine Bibliothek verweigern. Aber die meisten Nutzer gestatten den freien Blick auf all ihre Bücher.

Hilfe und FAQ

Der Link zur FAQ/Hilfe findet sich etwas versteckt im Footer jeder Seite. Hier stößt man sehr schnell auf den möglichen Knackpunkt, denn die FAQ stehen nur auf Englisch zur Verfügung. Allerdings sind weitere Sprachen in Arbeit. Abgehandelt werden die üblichen Hilfsthemen, wie Getting Started, Your Account - Lost Passwords - Username Changes – Deletions, Key Features, Combining, Extra Fun, General Book Stuff, For Libraries, Other Help. Witzig finde ich hier die Möglichkeit, sich die Hilfe in Haiku-Form anzusehen.

Aber es gibt auch ein Forum - und sogar eine deutschsprachige Ecke. Hier wird rege kommuniziert und es scheint viele engangierte Mitglieder zu geben. Beim Überfliegen der Themen wird aber auch die "Baustelle" LibraryThing deutlich. Es gibt immer wieder Beispiele für kleinere Probleme wie fehlgeleitete Links, bisher noch nicht umgesetzte Funktionswünsche oder auch unbeantwortete Fragen.

Community

Die Stärken der Software kommen zum Tragen, wenn man die Community-Features benutzt. Ähnlich zu Social Bookmarks bekomme ich nämlich zu jedem Buch andere Menschen angezeigt, die dieses Buch ebenfalls besitzen, und kann so durch deren Bibliotheken auf interessante Neuerscheinungen aufmerksam werden, indem ich deren Listen durchgehe oder nach gewissen Stichwörtern suche.

Auch können Gruppen angelegt werden; diese beinhalten dann einfach die Bücher aller Mitglieder und bieten ein Forum, um über die Werke zu diskutieren, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Ein Problem solcher Dienste ist nach einer bestimmten Zeitspanne die Fülle, die geboten wird, und die trotz Tags und Sortieralgorithmen erdrückend sein kann; dafür hat man sich die Rubrik "Zeitgeist" einfallen lassen. Hier trifft die Statistik auf den Nutzer. Man findet die neuesten Einträge, die Bücher und Autoren, die am besten und auch am schlechtesten bewertet werden, die größten Bibliotheken, und viele weitere Top-Ten-Listen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die Zukunft des Katalogisierens. Erschließung leichtgemacht
Untertitel
“I´ve seen the future of online catalogs, and its name is LibraryThing”
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft )
Veranstaltung
Problemorientierte Programmierung
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
10
Katalognummer
V213436
ISBN (eBook)
9783656415930
ISBN (Buch)
9783656416562
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zukunft, katalogisierens, erschließung, i´ve, librarything”
Arbeit zitieren
Andrea Klein (Autor), 2009, Die Zukunft des Katalogisierens. Erschließung leichtgemacht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213436

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