Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Estudios de género

Kommunikation und Gender

Geschlechtsspezifische Kommunikation ist frauendiskriminierend

Título: Kommunikation und Gender

Trabajo , 2012 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anna Teresonok (Autor)

Estudios de género
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Einleitung

Das Thema Kommunikation bietet ein breites Inhaltsspektrum mit interessanten und für die Soziale Arbeit relevanten Anregungen. Ein Themenbereich erscheint in gesellschaftlich-soziologischem Kontext von besonderer Bedeutung: die Geschlechtergerechtigkeit. Sie steht im Fokus der Forschungsfragen, des politischen Diskurses und fordert zu einer analytischen Auseinandersetzung mit der Genderkommunkation heraus.
Die Wirkung von Sprache als Thema der Genderforschung, die Interaktionen zwischen Männern und Frauen in den Blick nimmt, ist ein gesellschaftliches Thema, da Kommunikation als ein Instrument der Unterdrückung von Frauen eingesetzt werden kann und wird. Damit trägt Kommunikation zur Diskriminierung und Benachteiligung von Frauen bei und konstruiert gleichzeitig Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern.

Dazu bedarf es einen Überblick über die sprachtheoretischen Erkenntnisse von J. Austin, der Kommunikation als „Sprechakte“ (Austin 2010, S. 7) und damit als eine Grundlage des Handelns versteht. In Anlehnung an seine theoretischen Ansätze werden differenziertere Theorien weiterentwickelt, in deren Fokus die „Konstruktion“ der „Geschlechtsidentität“ (Butler 1991, S. 22) gestellt wird. Darunter auch Das Unbehagen der Geschlechter. Dieser aussagekräftige Titel der wirkungsmächtigen und bis heute diskutierten Gender-Studie Judith Butlers von 1991 weist bereits darauf hin, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede als Folge einer Konstruktion von Geschlechterwirklichkeiten gibt, die auf vielfältige Faktoren zurückzuführen sind.
Dabei konnten sich auch andere Autoren/innen aus verschiedenen Fachdisziplinen auf die Grundlagen der Sprachwissenschaft und Kommunikationstheorie beziehen und geschlechtsspezifische Sprech- und Verhaltensweisen untersuchen. Asymmetrische Kommunikation zwischen Männern und Frauen ist auch von Paul Watzlawick und Anderen bearbeitet worden, doch die spezifischen Studien zu diesem Themenfeld stammen zumeist von Frauen.

Im ersten Teil der Hausarbeit werden zentrale Begriffe definiert. Im ersten Kapitel erfolgt eine Erläuterung der Sprechakttheorie nach Austin. In Anlehnung an seinen handlungsorientierten Ansatz wird das geschlechtertheoretische Modell von Judith Butler mit ihrer kritischen Haltung gegenüber dem Begriff „Subjekt“ (Butler 1991, S. 16) in den feministischen Theorien dargestellt. Vor diesem Hintergrund behandelt sie die disbalance in der Machtverteilung unter den Geschlechtern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Definition der Begriffe Kommunikation und Gender

1.1 Kommunikation ist Sprache und Handlung

1.2 Gender und das weibliche Geschlecht

2. Sprache und Geschlecht produzieren Machtgefälle

2.1 Diskriminierung von Frauen durch Sprache

2.2 Geschlechtsidentität als ein normatives Konstrukt

2.3 Sozialisation und Mädchendiskriminierung an den Schulen

2.4 Kommunikative Merkmale der Geschlechter in Konversationen

2.5 Machtverhältnisse werden durch Rollenzuschreibung vorstrukturiert

3. Ausblick

3.1 Kernaussagen der Analyse geschlechtsspezifischer Kommunikation

3.2 Kommunikation der Geschlechter als sozialpolitisches Thema

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Sprache, Geschlecht und Macht in der Kommunikation. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie geschlechtsspezifische Sprechweisen und normative Konstruktionen von Geschlechtsidentität zur Benachteiligung von Frauen beitragen und welche Bedeutung dies für die Soziale Arbeit hat.

  • Grundlagen der Sprechakttheorie nach J. L. Austin
  • Diskursanalytische Betrachtung der Geschlechterrollen nach Judith Butler
  • Analyse sprachlicher Diskriminierungsmechanismen und Machtasymmetrien
  • Rolle von Sozialisation und Institutionen bei der Konstruktion geschlechtsspezifischer Differenzen

Auszug aus dem Buch

2.1 Diskriminierung von Frauen durch Sprache

Die verschiedenen Facetten und Themen rund um Geschlechterverhältnisse sind inzwischen ein selbstverständlicher Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, in den Medien und auf der politischen Ebene aller Parteien im Bundestag. Dies war nicht immer so und konnte erst über die 68-er Bewegung etabliert werden. Das Grundproblem besteht in der bisher nicht verwirklichten Verfassungsnorm aus Artikel 3 Abs. 2 GG. Dort ist neben der Feststellung einer Gleichberechtigung von Männern und Frauen zusätzlich festgehalten, dass der Staat die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern fördere und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinwirke.

Solche Nachteile wurden und werden in der feministischen Forschung in der Kommunikation zwischen Männern und Frauen, vor allem aber in den Sprechweisen über Frauen oder dem Weiblichen gesehen. So konnte Luise Pusch 1984 zeigen, dass viele Sprachkonventionen das Weibliche ausblenden „Was die Frauen betrifft, so steht es bis heute nicht eindeutig fest, ob sie Menschen sind.“ (Pusch 1984, S. 16). Aus ihrer Sicht dominiert die maskuline Kultur in der Kommunikation. Sprachregelungen implizieren Frauen nur und verleihen dem Männlichen Macht, Frauen sind allenfalls nur „mitgemeint“ (Pusch 1984, S. 27). Hierzu finden sich zahlreiche Beispielsätze wie, Liebe Kollegen, liebe Bürger usw. Frauen werden in solchen Sätzen nicht repräsentiert nur mitgemeint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition der Begriffe Kommunikation und Gender: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch die Erläuterung der Sprechakttheorie nach Austin und führt in das geschlechtertheoretische Modell von Judith Butler ein.

2. Sprache und Geschlecht produzieren Machtgefälle: Hier wird detailliert analysiert, wie Sprache als Instrument der Machtausübung fungiert, welche Rolle gesellschaftliche Normen spielen und wie Diskriminierung in Schulen sowie Konversationen entsteht.

3. Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Kernaussagen zusammen und diskutiert die Kommunikation der Geschlechter als ein zentrales sozialpolitisches Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Gender, Sprache, Machtverhältnisse, Geschlechtsidentität, Diskriminierung, Sprechakt, Sozialisation, Geschlechtergerechtigkeit, Feminismus, Soziale Arbeit, Rollenzuschreibung, Machtgefälle, Maskulinum, Geschlechterkonstrukt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Kommunikation und Geschlecht sowie die daraus resultierenden Machtverhältnisse in der Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die linguistische Genderforschung, die Theorie der sozialen Konstruktion von Geschlecht sowie die Auswirkungen dieser Konstrukte auf Alltag und Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die analytische Auseinandersetzung mit Genderkommunikation, um aufzuzeigen, wie Sprache zur Benachteiligung von Frauen beiträgt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen diskursanalytischen Ansatz sowie eine Literaturanalyse grundlegender Theorien von Austin, Butler, Watzlawick und Pusch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit sprachlicher Diskriminierung, der Normierung von Geschlechtsidentität und der Analyse von Interaktionsmustern zwischen den Geschlechtern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Gender, Machtgefälle, Sprechakt, Rollenzuschreibung und soziale Konstruktion.

Wie definiert der Autor das Konzept der Sprechakte nach Austin im Kontext von Gender?

Austin versteht Sprechen als Handlung; im Gender-Kontext wird aufgezeigt, wie diese Handlungen zur Zuschreibung von Geschlechterrollen und zur Etablierung von Machtasymmetrien genutzt werden.

Warum wird die Institution Schule als bedeutendes Einflusssystem genannt?

Die Schule wird als Ort betrachtet, an dem durch fachspezifische Einschätzungen und Koedukationsdebatten geschlechtsspezifische Benachteiligungen und ungleiche Selbstkonzepte entstehen.

Was bedeutet der Begriff "doing gender" in der Analyse?

Er beschreibt, dass Geschlecht nicht als starre biologische Gegebenheit, sondern als ein permanent durch soziale Interaktion und Sprache produziertes Konstrukt begriffen wird.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die Soziale Arbeit?

Die Autorin fordert, dass Sozialarbeiter/innen notwendige Gender-Kompetenzen entwickeln, da Geschlechtergerechtigkeit als ein grundlegendes sozialpolitisches Ziel der Profession zu verstehen ist.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Kommunikation und Gender
Subtítulo
Geschlechtsspezifische Kommunikation ist frauendiskriminierend
Universidad
University of Applied Sciences Dortmund
Curso
Wissenschaftliches Arbeiten
Calificación
1,3
Autor
Anna Teresonok (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
26
No. de catálogo
V213498
ISBN (Ebook)
9783656416593
ISBN (Libro)
9783656417163
Idioma
Alemán
Etiqueta
Genderkommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Teresonok (Autor), 2012, Kommunikation und Gender, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213498
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  26  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint