Orang Pendek - Der kleine Affenmensch auf Sumatra

Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura


Fachbuch, 2013
65 Seiten

Leseprobe

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Belgischer Zoologe Bernard Heuvelmans (1916–2001), Zeichnung von Talitha Wittich

Vorwort

Orang Pendek:

Ein kleiner Affenmensch

Leben im schier undurchdringlichen Regenwald auf der In­sel Sumatra heute noch kleine, aber kräftige Affenmenschen namens „Orang Pendek“? Diese rätselhaften Geschöpfe sol­len zwischen 80 und 150 Zentimeter groß sein, ein kurzes Fell tragen und auf zwei Beinen gehen. Zahlreiche Augen­zeugen glauben, solche „kleinen Menschen“ gesehen zu haben.

Die angeblichen Beweise für die Existenz dieser Lebewe­sen in Form von Augenzeugenberichten, Fotos, Haaren und Fußabdrücken sind sehr umstritten. Worum es sich bei die­sen Affenmenschen handeln soll, darüber streiten sich Ex­perten. Befürworter spekulieren, bestimmte Frühmenschen bzw. Urmenschen könnten Vorfahren von „Orang Pendek“ gewesen sein. Skeptiker dagegen vermuten, bei vermeintli­chen Sichtungen seien tatsächlich existierende Tiere beob­achtet und fehlgedeutet worden.

Ernst Probst, der Autor des Taschenbuches „Orang Pendek. Der kleine Affenmensch auf Sumatra“, ist weder Krypto- zoologe, noch glaubt er an die Existenz von Affenmenschen, die überlebende prähistorische Menschenaffen, Früh­menschen oder Urmenschen wären. Aber er kann nicht aus­schließen, dass in abgelegenen Gegenden der Erde noch bis­her unbekannte Affen oder Menschenaffen ein verborgenes Dasein führen. Denn von 1900 bis heute sind erstaunlich viele große Tiere erstmals entdeckt und wissenschaftlich be­schrieben worden. Darunter befinden sich auch Primaten wie der Berggorilla (1902), der Kaiserschnurrbarttamarin (1907), der Bonobo (1929), der Goldene Bambuslemur (1986), der Goldkronen-Sifaka oder Tattersall-Sifaka (1988), das Schwarzkopf-löwenäffchen (1990) und der Burmesische Stumpfnasenaffe (2010).

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Erstmals 1902 wissenschaftlich beschrieben: der Berggorilla (Gorilla beringei beringei)

Nach Ansicht von Kryptozoologen, die weltweit nach ver­borgenen Tierarten (Kryptiden) suchen, leben auf der Erde noch zahlreiche unbekannte Spezies, die ihrer Entdeckung harren. Bisher sind auf unserem „blauen Planeten“ etwa 1,5 Millionen Tierarten bekannt. Manche Wissenschaftler ver­muten, dass mehr als 15 Millionen Tierarten noch unent- deckt bzw. unbeschrieben sind.

Der verhältnismäßig junge Forschungszweig der Krypto- zoologie wurde von dem belgischen Zoologen Bernard Heuvelmans (1916-2001) um 1950 benannt und gegründet. Er sammelte Tausende von Berichten, Legenden, Sagen, Ge­schichten und Indizien verborgener Tiere und prägte durch seine Fleißarbeit die Kryptozoologie nachhaltig.

Als Zweige der Kryptozoologie gelten die Dracontologie, die sich mit den Wasserkryptiden befasst, die Hominologie, die sich mit Affenmenschen beschäftigt, und die Mytholo­gische Kryptozoologie, welche die Entstehungsgeschichte von Fabelwesen erforscht. Der Begriff Hominologie wurde 1973 durch den russischen Wissenschaftler Dmitri Bayanov eingeführt. In der Folgezeit haben Kryptozoologen verschie­dene Untergliederungen der Hominologie vorgeschlagen. Die Kryptozoologie bewegt sich teilweise zwischen seriö­ser Wissenschaft und Phantastik. Kryptozoologen wollen nicht glauben, dass unser Planet schon sämtliche zoologi­schen Geheimnisse preisgegeben hat, obwohl Satelliten re-gelmäßig die ganze Erdoberfläche überwachen. Nach ihrer Ansicht bleibt das, was unter dem Kronendach tropischer Regenwälder oder in den Tiefen der Ozeane existiert, selbst modernster Spionage-Technik verborgen.

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Erstmals 1907 wissenschaftlich beschrieben: der Kaiserschnurrbarttamarin (Saguinus imperator)

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Erstmals 1929 wissenschaftlich beschrieben: der Bonobo (Pan paniscus)

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Erstmals 1986 wissenschaftlich beschrieben: der Goldene Bambuslemur (Hapalemur aureus)

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Erstmals 1988 wissenschaftlich beschrieben: der Goldkronen-Sifaka (Propithecus tattersalli)

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Erstmals 1990 wissenschaftlich beschrieben: das Schwarzkopflöwenäffchen (Leontopithecus caissara)

Kryptozoologen zufolge gibt es auf der Erde noch erstaun­lich viele bisher unbekannte Tierarten zu entdecken.

Auf allen fünf Erdteilen - so glauben Kryptozoologen - le­ben beispielsweise große Affenmenschen. Die bekanntesten von ihnen sind „Yeti“ im Himalaja, „Bigfoot“ in Nordame­rika, „Orang Pendek“ auf Sumatra und „Alma“ in der Mon­golei. Als Affenmenschen gelten auch „Chuchunaa“ in Ost­sibirien, „Nguoi Rung“ in Vietnam, „De-Loys-Affe“ in Süd­amerika, „Skunk Ape“ („Stinktier-Affe“) aus Florida, „Yeren“ in China und „Yowie“ in Australien. Affenmenschen heißen - laut „Wikipedia“ - „affenähnliche“, das heißt nicht mit allen Merkmalen der Art Homo sapiens ausgestattete Vertreter der „Echten Menschen“ (Hominiden). Sie gehören zu den bekanntesten Landkryptiden.

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Schneemensch „Yeti“,

Illustration von Philippe Semeria

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Nordamerikanischer Affenmensch „Bigfoot“, Zeichnung von User „Lizard King“ bei „Wikipedia“

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Affenmensch „Alma“ in der Mongolei, Zeichnung von Shuhei Tamura

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Affenmensch „Chuchunaa“ in Ostsibirien, Zeichnung von Shuhei Tamura

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Venezianischer Kaufmann Marco Polo (um 1254-1324)

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Ende der Leseprobe aus 65 Seiten

Details

Titel
Orang Pendek - Der kleine Affenmensch auf Sumatra
Untertitel
Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura
Autor
Jahr
2013
Seiten
65
Katalognummer
V213542
ISBN (eBook)
9783656416128
ISBN (Buch)
9783656417637
Dateigröße
10933 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Affenmensch, Orang Pendek
Arbeit zitieren
Ernst Probst (Autor), 2013, Orang Pendek - Der kleine Affenmensch auf Sumatra, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213542

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