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Kompetenzen im Deutschunterricht - Handlungs- und produktionsorientierte Zugänge zu einer Sage in der Grundschule

Titel: Kompetenzen im Deutschunterricht - Handlungs- und produktionsorientierte Zugänge zu einer Sage in der Grundschule

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nadine Wilbrandt (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es herauszustellen, welche der Kompetenzen, die laut Kerncurriculum durch die Behandlung einer Sage im Unterricht förderbar sind, sich mit denen decken, die sich durch verschiedene handlungs- und produktionsorientierte Verfahrensweisen schulen lassen. Dadurch kann festgestellt werden, ob bzw. inwieweit ein handlungs- und produktionsorientierter Unterricht auch ein kompetenzorientierter Unterricht ist und in Zeiten von "Kerncurricula" und "Bildungsstandards" noch seine Berechtigung hat.
Als erstes werden die Kompetenzen vorgestellt, die laut Kerncurriculum durch das Kennenlernen und Untersuchen einer bestimmten Textsorte, wie z. B. der Sage, herauszubilden bzw. zu trainieren sind. Diese Kompetenzen bilden den Ausgangspunkt für den späteren Vergleich.
Danach wird die Sage "Der Zankapfel" vorgestellt und begründet, warum sich dieser Text für eine Behandlung in der Grundschule und für einen handlungs- und produktionsorientierten Umgang besonders anbietet.
Im vierten Kapitel werden dann die einzelnen handlungs- und produktionsorientierten Zugangsweisen vorgestellt, die sich für diesen Text eignen. Die Reihenfolge der Behandlung folgt dem Auswahlverzeichnis, das Haas, Menzel und Spinner ihrem Artikel "Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht"1 beigefügt haben. Jede Verfahrensweise wird ausführlich dargestellt und anschließend darauf untersucht, welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, die laut Kerncurriculum für den Deutschunterricht der Grundschule wichtig sind, dadurch gefördert werden können.
Im letzten Schritt werden die Kompetenzen, die den Ausgangspunkt bilden, dann mit denen verglichen, die durch die entsprechenden Verfahrensweisen geschult werden konnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu erwerbende Kompetenzen

3. Der Text – Vorstellung und Begründung der Textauswahl

4. Möglichkeiten handlungs- und produktionsorientierter Zugänge

4.1. Produktionsorientierte Verfahren

4.1.1. Restaurieren und Antizipieren

4.1.2. Transformieren

4.2. Szenische Gestaltungen

4.3. Visuelle Gestaltungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethoden im Deutschunterricht der Grundschule geeignet sind, um die im Kerncurriculum geforderten Kompetenzen am Beispiel einer antiken Sage zu vermitteln und zu fördern.

  • Analyse der lehrplanrelevanten Kompetenzbereiche für den Deutschunterricht in der Grundschule.
  • Begründung der Textauswahl (Sage "Der Zankapfel") für den Einsatz im Unterricht.
  • Darstellung und Erprobung produktionsorientierter Verfahren (Restaurieren, Antizipieren, Transformieren).
  • Anwendung szenischer und visueller Gestaltungsmöglichkeiten als Zugangsweg zur Literatur.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Restaurieren und Antizipieren

Der Lehrer liest die Sage bis zu der Stelle vor, an der Paris eine Entscheidung treffen muss. Anschließend teilt er das Textfragment als Kopie aus, damit die Kinder die Geschichte noch einmal nachlesen können. Die Schülerinnen und Schüler sollen nun eigenständig formulieren, wie die Sage zu Ende gehen könnte. Danach lesen mehrere Schüler ihre Versionen im Unterricht vor. Erst dann lernen sie das Originalende kennen.

Die Kinder müssen sich also in die Rolle des Paris versetzen und an seiner Stelle eine begründete Entscheidung treffen. Sie stehen nun wie er vor der "Qual der Wahl". Da die Situation, zwischen mehreren Möglichkeiten wählen zu müssen und dies im Einklang mit dem eigenen Gewissen zu tun, auch im realen Alltag der Kinder vorkommt, wird dadurch ihre Lebenswirklichkeit berührt. Beim Schreiben greifen sie auf ihre eigenen Erfahrungen und Maßstäbe zurück. Wenn sie später das Originalende hören, haben sie für sich bereits eine Entscheidung getroffen und sind dadurch emotional beteiligt. Die im Text geschilderte Situation wird für die Kinder dadurch greifbarer und rückt stärker in ihr Bewusstsein.

Durch die Lösung dieser Aufgabe werden zahlreiche, für den Deutschunterricht der Grundschule wichtige Kompetenzen geschult.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, die Eignung handlungs- und produktionsorientierter Verfahren zur Kompetenzvermittlung im Kontext von Kerncurricula zu prüfen.

2. Zu erwerbende Kompetenzen: Dieses Kapitel identifiziert die relevanten Kompetenzbereiche des Kerncurriculums für das vierte Schuljahr, mit besonderem Fokus auf das Lesen und den Umgang mit literarischen Texten.

3. Der Text – Vorstellung und Begründung der Textauswahl: Hier wird die Sage "Der Zankapfel" präsentiert und inhaltlich sowie formal begründet, warum sie sich für den Unterricht in der Grundschule eignet.

4. Möglichkeiten handlungs- und produktionsorientierter Zugänge: Das Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung verschiedener Methoden wie produktionsorientierter Verfahren, szenischer Darstellungen und visueller Gestaltungen.

4.1. Produktionsorientierte Verfahren: Vorstellung konkreter Ansätze, um durch schreiborientierte Aufgaben das Textverständnis und die Reflexion zu fördern.

4.1.1. Restaurieren und Antizipieren: Fokus auf Aufgabenformate, bei denen Schüler den Text fortführen oder Alternativen entwerfen, um sich in Figuren hineinzuversetzen.

4.1.2. Transformieren: Beschreibung von Methoden, bei denen die Perspektive der Sage gewechselt oder in andere Textformen übertragen wird.

4.2. Szenische Gestaltungen: Erörterung der dramaturgischen Erschließung der Sage durch Monologe und Rollenspiele.

4.3. Visuelle Gestaltungen: Analyse des Einsatzes von Collagen und bildnerischen Mitteln zur Symbolisierung zentraler Themen der Sage.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die untersuchten Methoden insbesondere das Schreiben und Sprechen fördern, während die Lesekompetenz vor allem indirekt trainiert wird.

Schlüsselwörter

Handlungsorientierter Unterricht, produktionsorientierter Literaturunterricht, Grundschule, Sage, Kerncurriculum, Kompetenzerwerb, Der Zankapfel, Leseförderung, Szenisches Spiel, Kreatives Schreiben, Textverständnis, Antike Mythologie, Deutschunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethoden genutzt werden können, um literarische Texte – konkret eine Sage – im Grundschulunterricht zu behandeln und dabei Kompetenzen gemäß den Anforderungen des Kerncurriculums zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Verknüpfung von Literaturunterricht mit schülerorientierten Methoden, die Didaktik antiker Sagen und die systematische Förderung von Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Schreiben sowie Sprechen und Zuhören.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die didaktische Wirksamkeit handlungs- und produktionsorientierter Zugangsweisen zu evaluieren und aufzuzeigen, wie diese zur Erreichung schulischer Kompetenzvorgaben beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die theoriegestützt durch eine methodische Erprobung an konkreten Beispielen (Beispiele 1 bis 6) sowie einem Abgleich mit den Vorgaben des Kerncurriculums für das vierte Schuljahr erfolgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der zu erwerbenden Kompetenzen, eine Begründung für die Wahl des Textes "Der Zankapfel" sowie die detaillierte Vorstellung und didaktische Erörterung verschiedener Methoden, darunter produktionsorientierte, szenische und visuelle Zugänge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie "handlungsorientierter Literaturunterricht", "Kompetenzförderung", "Grundschule" und "Sagenvermittlung" charakterisieren.

Warum wurde ausgerechnet die Sage "Der Zankapfel" von Dimiter Inkiow als Textgrundlage gewählt?

Der Text bietet aufgrund seiner kindgerechten Sprache, der überschaubaren Struktur und des symbolischen Gehalts des "Zankapfels" vielfältige Anknüpfungspunkte für die Lebenswelt der Kinder und ist daher besonders für den Grundschulkontext geeignet.

Inwiefern unterscheidet sich die szenische Gestaltung von den reinen produktionsorientierten Schreibaufgaben?

Während produktionsorientierte Schreibaufgaben primär die Textproduktion und das schriftliche Ausdrucksvermögen trainieren, zielt die szenische Gestaltung stärker auf die emotionale Identifikation, das Sprechen und die performative Auseinandersetzung mit der Rolle ab.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Lesekompetenz?

Der Autor stellt fest, dass die untersuchten Methoden vor allem das Schreiben und Sprechen direkt fördern, während der Bereich "Lesen" zwar trainiert wird, die Entwicklung gattungsspezifischer Kenntnisse jedoch oft eine gezieltere Anleitung erfordert als sie durch die gewählten Methoden allein geboten wird.

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Details

Titel
Kompetenzen im Deutschunterricht - Handlungs- und produktionsorientierte Zugänge zu einer Sage in der Grundschule
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Germanistik)
Veranstaltung
Einführung in die Literaturdidaktik
Note
1,0
Autor
Nadine Wilbrandt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V213570
ISBN (eBook)
9783656418467
ISBN (Buch)
9783656419242
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kompetenzen deutschunterricht handlungs- zugänge sage grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Wilbrandt (Autor:in), 2011, Kompetenzen im Deutschunterricht - Handlungs- und produktionsorientierte Zugänge zu einer Sage in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213570
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Leseprobe aus  19  Seiten
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