Nutzenpotenziale von E-Commerce im B2C-Bereich


Hausarbeit, 2009

16 Seiten, Note: 2,7

Thomas Lippke (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung dieser Arbeit
1.2 Erläuterung des Aufbaus und des Inhalts dieser Arbeit

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Der Absatz als Hauptfunktion eines Unternehmens
2.2 Das Internet in seiner Relevanz für den Absatz eines Unternehmens

3. Ausgestaltung des E-Commerce in der Praxis
3.1 Varianten des E-Commerce
3.2 Das Potenzial des E-Commerce am Beispiel der Videospielbranche

4. Diskussion
4.1 Vor- und Nachteile des E-Commerce für den Verbraucher
4.2 Vor- und Nachteile des E-Commerce für Unternehmen

5. Fazit und Ausblick
5.1 Fazit / Eigene Meinung über den E-Commerce
5.2 Erwartungen über den Online-Handel

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Zielsetzung dieser Arbeit

Das Internet hat eine Entwicklung vollzogen, welche sich im Hinblick auf Größe und Schnelligkeit mit keinem anderen Medium oder Kommunikationsmittel vergleichen lässt. Hierzu gibt es eine Vielzahl an Statistiken, welche das rapide Wachstum beispielsweise der Internetanschlüsse, der Internetnutzer oder von Unternehmen, welche in thematischer Beziehung zum Internet stehen, wiederspiegeln. Dabei beschränkt sich diese Entwicklung logischerweise nicht nur auf die private Nutzung des Internets. Heutzutage nutzt nahezu jedes Unternehmen das Internet in einer bestimmten Form. Sei es zu Kommunikationszwecken, als Präsenzplattform oder eben auch zur Abwicklung der Geschäfte des Unternehmens. Unternehmen, welche das Internet nicht nutzen, sind entweder sehr kleine Betriebe oder Betriebe, welche das Potenzial beispielsweise eines eigenen Internetauftritts noch nicht erkannt haben. Für viele („moderne“) Menschen, welche täglich mit dem Internet umgehen, existieren Firmen fast nicht einmal, solang sie nicht in entsprechender und gewünschter Form im Internet aufzufinden sind. Dies gilt natürlich im Besonderen für die bereits erwähnte Geschäftsabwicklung über das Internet. Auch hier findet eine stetige Entwicklung statt, da wie in jedem anderen Bereich auch, die Anforderungen des Kunden steigen und er mit bestimmten Mitteln begeistert und zum Kauf animiert werden muss. Die heutigen Handelsgeschäfte über das Internet (E-Commerce) sehen also ebenfalls anders aus, als noch vor ein paar Jahren. Sie gehen über reine Einkaufs- und Verkaufsvorgänge hinaus, bei denen oft der Käufer die treibende Kraft darstellte, da die Internetauftritte der Unternehmen noch nicht die Relevanz besaßen wie heute und dementsprechend mager und wenig benutzerfreundlich konzipiert wurden. Sie wurden eher am Rande betrieben, während das Unternehmen sich letztlich doch auf seine vertrauten Wege des Absatzes konzentrierte. Heutzutage ist jedoch in vielen Fällen aus dem Internet der Hauptvertriebskanal geworden. Es schafft sogar Möglichkeiten für gänzlich neu kreierte Arten und Wege der Distribution. Diese Arbeit soll also darstellen, mit welchen Möglichkeiten und Varianten der Online-Handel auf B2C-Ebene stattfinden kann und welche aktuellen Entwicklungen dabei prägnant sind.

1.2 Erläuterung des Aufbaus und des Inhalts dieser Arbeit

Dieser Einleitung folgt eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Themenbereiche Internet und Absatz. Es gilt festzustellen, was den Absatz als unternehmerische Hauptfunktion eigentlich ausmacht und inwiefern bzw. welche Bereiche des Internets für diese Funktion von Relevanz sind. Es folgt eine Darstellung der generellen Nutzungsmöglichkeiten des E-Commerce und seiner Varianten. Diese können je nach Unternehmensform, -größe, hergestelltem Produkt oder der Zielgruppe unterschiedlich ausgerichtet sein. Das Potenzial des E-Commerce soll anschließend am Beispiel der Videospielbranche verdeutlicht werden. Die anschließende Diskussion beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen des Online-Handels für Unternehmen und Verbraucher. Abgeschlossen wird diese Arbeit durch ein Fazit über die aus der Diskussion gewonnenen Ergebnisse und Erwartungen aus der Handelsbranche über künftige Entwicklungen.

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Der Absatz als Hauptfunktion eines Unternehmens

Innerhalb eines Unternehmens bestehen zwei sich ständig wiederholende Prozesse. Dies sind die Leistungserstellung und die Leistungsverwertung. Die Leistungserstellung umfasst z.B. die Beschaffung von Rohstoffen und ihre Umwandlung zu Produkten durch die Produktion. Die hier hergestellten Produkte werden aber im seltensten Fall auch sofort an Ort und Stelle konsumiert oder weiterverwendet. Dies findet meist zu einem anderen Ort und zu einem anderen Zeitpunkt beim Konsumenten bzw. Käufer statt. Hier entsteht ein Spannungsfeld, welches die Leistungsverwertung abzubauen versucht. Die Leistungsverwertung findet dazu die Abnehmer der Produkte und macht sie ihnen physisch, in geforderter Menge und Qualität, zugänglich. Dieser distributionelle Vorgang wird als Absatz bezeichnet. Durch den Absatz wird der betriebliche Wertekreislauf ermöglicht, da durch ihn finanzielle Mittel wieder zurück in die Produktion fließen können, die dann wieder Produkte herstellt, welche erneut abgesetzt werden müssen. Dieser wichtige Prozessschritt verdeutlicht auch die Stellung des Absatzes als unternehmerische Hauptfunktion.

Noch einmal kurz zusammengefasst lässt sich sagen, der Absatz ist eine Transformationsfunktion, welcher räumliche, zeitliche, qualitative sowie quantitative Aspekte der abzusetzenden Produkte bearbeitet bzw. verändert und somit einen Ausgleich des Bedarfs ermöglicht. Vereinfacht bedeutet dies, die Übermittlung von Produkten und Dienstleistungen vom Hersteller zum Käufer.[1]

Bisher stand nur der Begriff des Absatzes im Raum, welcher für sich allein einfach erörtert werden kann. In der Praxis finden sich jedoch viele verwandte Begriffe und betriebliche Funktionen, welche oft (auch fälschlicherweise) als Synonym für den Absatz herangezogen werden, dessen Kern aber nicht hinreichend treffen. Aus diesem Grund, ist eine begriffliche Abgrenzung nötig, welche im Folgenden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, vorgenommen werden soll. Der Begriff Marketing kann nicht allein als Absatz verstanden werden, da es heute als eine übergeordnete Unternehmenskonzeption gilt, welche selbst eine Hauptfunktion darstellt und den Absatz mehr oder weniger zum Inhalt hat. Der Vertrieb ist wohl das beliebteste Synonym für den Absatz, beschreibt allerdings nur technische Vorgänge wie z.B. die Warenverteilung. Daher kann der Vertrieb nur als Mittel zur Erfüllung des Absatzes gesehen werden. Ähnlich steht es mit dem Begriff des Verkaufs, welcher letzten Endes nur die Absatzdurchführung, also die Veräußerung von Waren, meint. Auch der Begriff Umsatz hat einen anderen Hintergrund. Er steht zum einen für die finanziellen Werte der Umsatzerlöse (der Absatz für mengenbezogene Werte) und zum anderen für den gesamten betrieblichen Umsatzprozess von der Beschaffung bis zur Veräußerung. Hierbei spielt der Absatz am Ende dieses Prozesses die bereits angesprochene wichtige Rolle in der Wertschöpfungskette. Zuletzt wird auf den Begriff der Absatzwirtschaft eingegangen, welcher sich jedoch nicht auf den Absatzprozess nur eines Unternehmens bezieht, sondern die Gesamtheit jeglicher Institutionen und Vorgänge bezeichnet, welche zwischen herstellender Industrie und Endverbrauchern geschaltet sind, um das Spannungsfeld zwischen Produktion und Verbrauch entsprechend auszugleichen.[2]

Um die Relevanz der Funktion Absatz zu verdeutlichen, soll nun auf einige Ziele und deren Bedeutsamkeit eingegangen werden. Die unternehmensindividuellen Ziele des Absatzes bilden zugleich auch die Grundlage für Schwerpunkte in seiner Aufgabenstellung.

Für die Ziele des Absatzes gilt, wie für die meisten anderen Unternehmensfunktionen auch, die Prämisse, aus den übergeordneten strategischen Unternehmenszielen abgeleitet zu werden. Für das Unternehmen sind im Zusammenhang mit dem Absatz vor allem finanz- und güterwirtschaftliche Aspekte von Bedeutung, z.B. Kosten und Handelsspannen zu reduzieren oder den Distributionsgrad zu erhöhen. Es können aber auch qualitative Ziele wie z.B. die Verbesserung des Images oder Kooperationen mit gut geeigneten Handelsstrukturen erwägt werden. Die Aufgaben, welche der Bereich Absatz analog zu seinen Zielen zu erfüllen hat, beschäftigen sich demnach auch mit Fragestellungen über interne oder externe Vertriebsmodelle. Grundsätzlich besteht die Aufgabe darin, eine Vertriebsmöglichkeit zu finden, welche der potentiellen Abnehmerschaft entsprechend, die geeignetsten Strukturen aufzeigt und zielgerichtet gestaltet werden kann, um dem Unternehmen einen größtmöglichen Nutzen und Kostenersparnis zu bieten. Bei einer Kooperation mit einem Absatzmittler sollte natürlich ein Gleichgewicht im Nutzen für beide Parteien entstehen.[3]

2.2 Das Internet in seiner Relevanz für den Absatz eines Unternehmens

Das Internet schafft für Unternehmen einen neuen Absatzkanal, welcher sich unterschiedlich ausgestalten und nutzen lässt. Hierzu sind natürlich erst einmal technische Einrichtungen und Vorgänge notwendig. Da in dieser Arbeit jedoch nicht die Informationstechnologie im Vordergrund steht, soll die Bereitstellung dieser Möglichkeiten aus technischer Sicht nur grob skizziert werden. Ursprünglich entwickelt, um dem Militär bzw. dem Verteidigungsministerium zu dienen, wurde in den USA bereits in den sechziger Jahren ein Netzwerk aufgebaut, welches zur Kommunikation und dem Austausch von Informationen in Verteidigungsfällen o.Ä. verwendet werden sollte. Später, in den achtziger Jahren, wurde die mittlerweile weiter ausgebaute Netztechnik auch Universitäten und Forschungszentren zur Verfügung gestellt, wodurch nun die Übermittlung von z.B. Forschungsergebnissen sich wesentlich einfacher gestaltete. Zum „Betrieb“ des Internets sind aber nicht nur Netzwerke, also Kabel, Leitungen und diverse Großrechner, Server und Endbenutzer-PCs notwendig. Es musste parallel eine Möglichkeit geschaffen werden, mit deren Hilfe diese Geräte auch untereinander kommunizieren können. Dies wurde durch entsprechende Software- und Hardwarelösungen realisiert.

Auf Softwareebene wurden so genannte Protokolle (z.B. TCP/IP) entwickelt. Diese sorgen dafür, dass die Computer untereinander dieselbe „Sprache sprechen“ und dass Daten und Informationen den gewünschten Adressaten auch erreichen. Maßgebend war ebenfalls die Entwicklung der „Browser“. Jene Anwendungen, welche in der Lage sind, die Web-Seiten auf den Computern grafisch darzustellen. So wird eine Kommunikation zwischen dem Client (der Benutzer bzw. das Programm) und einem Server (dem „bedienenden“ Großrechner) möglich. Der Client fragt z.B. eine Web-Seite nach, übermittelt also Informationen mittels des verwendeten Protokolls an den Server innerhalb des Teil-Netzes, an das er angeschlossen ist. Der Server liest diese Informationen aus, verarbeitet sie und gibt das Ergebnis (in diesem Falle die Web-Seite) an den Client zurück. Diese Kommunikation ist aber nicht ohne entsprechende Hardware möglich. So wurden zu Beginn die so genannten Modems entwickelt, mit deren Hilfe, die bestehenden Telefonnetze ebenfalls zur Übermittlung von Daten im PCFormat genutzt werden konnten. Dazu werden die Daten des Computers vom Modem in Töne transformiert, da das Telefonnetz früher nur Töne verarbeiten konnte (heute auch Impulse). Die betroffene Stelle, welche die Daten (Informationen, Anfragen etc.) erhielt, musste also ebenfalls ein Modem einsetzen, welches die empfangenen Töne dann wieder in PC-lesbare Daten umformte.[4]

[...]


[1] Vgl. Kade-Lamprecht, Dr. E.: 2009, S. 7f.

[2] Vgl. Kade-Lamprecht, Dr. E.: 2009, S. 8-10

[3] Vgl. Kade-Lamprecht, Dr. E.: 2009, S. 10-11

[4] Vgl. Lamotte, I. (16. August 2009), http://www.hausarbeiten.de

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Nutzenpotenziale von E-Commerce im B2C-Bereich
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
2,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V213660
ISBN (eBook)
9783656420538
ISBN (Buch)
9783656420712
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nutzenpotenziale, e-commerce, b2c-bereich
Arbeit zitieren
Thomas Lippke (Autor), 2009, Nutzenpotenziale von E-Commerce im B2C-Bereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213660

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