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Das Didaktische Potenzial von Märchenverfilmungen

Anhand des Beispiels "Snow White and the Huntsman"

Title: Das Didaktische Potenzial von Märchenverfilmungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 41 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Julia Sudau (Author)

Didactics - German Studies
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1 Einleitung
Obwohl das Märchen eine relativ alte literarische Gattung ist und in seiner niedergeschriebenen Form bei der heutigen Jugend nicht viel Anklang findet, so ist es doch erstaunlich wie tief das Wissen und Bewusstsein über viele Märchengeschichten in unserer Gesellschaft verankert sind. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Märchen primär durch Bildmedien, vor allem durch Zeichentrick- und Spielfilme, einem breiten Publikum bekannt sind. Trotz dieser Kommerzialisierung und wohlmöglichen Entstellung des Märchenstoffes, lohnt sich doch ein Blick auf die charakteristischen Merkmale des Märchens und was ihre Faszination in Text und Film ausmacht. Für den schulischen Unterricht bietet das Märchen sowohl in seiner Text- als auch Filmform viele Anknüpfungspunkte für ein analysierendes und reflektierendes Arbeiten. Um den Adaptionsprozess von Märchentexten zu untersuchen, ist es zunächst von Nöten die ursprüngliche Gattung des Märchens näher zu beleuchten. In einem zweiten Schritt wird die Verwirklichung des Bildpotenzials des Märchens im Märchenfilm näher betrachtet. Interessant ist dabei die Auseinandersetzung mit verschiedenen Genres. In dieser Arbeit wird explizit das Beispiel Snow White and the Huntsman angeführt, da es durch seinen kommerziellen Erfolg und Bezug zum jungen Publikum viel Spielraum für pädagogische und didaktische Überlegungen bietet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Hintergründe

2.1 Zur Gattung des Märchens

2.2 Sachanalyse zum Märchentext Sneewittchen

2.3 Der Wandel des Erzählens und der reale Märchenfilm

2.4 Filmanalyse – Anknüpfungspunkte beim Märchenfilm

2.5 Sachanalyse zu Rupert Sanders Snow White and the Huntsman

3 Methodisch-didaktischer Kommentar zum Thema Märchenverfilmungen

3.1 Didaktische Besonderheiten des Themas

3.2 Lernvoraussetzungen und Möglichkeiten literarischen Lernens

3.3 Didaktisches Konzept

4 Didaktische Umsetzung

4.1 Thema der Unterrichtsreihe und grober Verlauf

4.2 Ziele der Unterrichtsreihe hinsichtlich der im Lehrplan verankerten Kompetenzerwartungen

4.3 Verlaufspläne

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Märchenverfilmungen am Beispiel des Kinofilms Snow White and the Huntsman, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler für gattungsspezifische Merkmale des Märchens sowie für filmästhetische Analyseprozesse sensibilisiert werden können.

  • Charakterisierung des literarischen Märchens und dessen Gattungsmerkmale
  • Analyse des Wandels des Erzählens vom Text zum audiovisuellen Medium
  • Anwendung filmanalytischer Methoden auf moderne Märchenadaptionen
  • Konzeption einer Unterrichtsreihe zur Verknüpfung von Literatur- und Filmanalyse

Auszug aus dem Buch

2.1 Zur Gattung des Märchens

Das Märchen gehört der Gattung Epik an. Der Begriff des Märchens wird heutzutage von Laien mit allerlei Texten und Erzählungen in Verbindung gebracht, in denen das Fantastische und das Wunderbare zum Thema gemacht werden. Gewisse Grundmerkmale des Märchens sind auch Laien bekannt, wie zum Beispiel eine gewisse Begrenztheit in der Länge der Geschichte, stereotype Figuren, wie Prinzen, Könige, einfache Bauern und auch das Vorkommen von zauberischen Elementen. Im Folgenden sollen nun diese und auch weitere Merkmale der Untergattung Märchen kurz in ihren groben Zügen erläutert werden. Eine detaillierte Benennung und Beschreibung der einzelnen Merkmale geschieht im Zuge der Sachanalyse eines konkreten Märchentextes im nachfolgenden Unterkapitel.

Das Märchen hat mit den Textgattungen Sagen, Fabeln, Legenden und Mythen die „Neigung Übernatürliches, Wunderhaftes in seinen Rahmen aufzunehmen“ gemeinsam (Lüthi 1990, 6). Was das Märchen von diesen abgrenzt ist unter anderem der selbstverständliche Umgang mit dem Wunderbaren und Übernatürlichen auf der Ebene des Inhalts (vgl. ebd., 7). Die Distanz zwischen dem Profanen, also dem Alltäglichen und dem Numinosen ist sehr viel geringer, als beispielsweise in der Sage, in welcher eben das Wunderbare und Jenseitige eine Gebanntheit innerhalb der ganzen Geschichte bestimmen (vgl. ebd.).

Dadurch ergibt sich, dass sich das Märchen „leichter und freier“ bewegt, da das Zauberische nie Grund zum Erstaunen und somit auch nie Zentrum der Handlung ist (ebd., 8). Das Märchen ist im Gegensatz zur Legende, unabhängig von Epoche und Ort und trägt auch keine sakralen Momente in sich, was es ebenfalls freier macht und nicht so sehr an das Volk bindet, aus dem es stammt (vgl. ebd., 10, 113).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Relevanz von Märchen in der heutigen Gesellschaft trotz Kommerzialisierung und führt in das Ziel ein, das didaktische Potenzial von Märchenverfilmungen zu untersuchen.

2 Theoretische Hintergründe: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Analyse der Gattung Märchen nach Max Lüthi sowie eine filmanalytische Einbettung von Märchenfilmen unter Berücksichtigung von Adaptionsprozessen und speziellen Merkmalen von Snow White and the Huntsman.

3 Methodisch-didaktischer Kommentar zum Thema Märchenverfilmungen: Hier werden die didaktischen Herausforderungen und Möglichkeiten erörtert, Medienkompetenz und Literaturverständnis durch die Verknüpfung von Text- und Filmanalyse im Unterricht zu fördern.

4 Didaktische Umsetzung: Dieser Teil konkretisiert die theoretischen Erkenntnisse in einem didaktischen Entwurf, inklusive Verlaufsplänen für den Unterricht, um Schülerinnen und Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit Märchentexten und Verfilmungen zu befähigen.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Arbeit mit Märchenverfilmungen eine wertvolle Möglichkeit bietet, verschiedene Kompetenzbereiche im Deutschunterricht zu vernetzen, weist aber auch auf die Komplexität der filmischen Analyse hin.

Schlüsselwörter

Märchen, Märchenfilm, Filmanalyse, Literaturdidaktik, Medienkompetenz, Schneewittchen, Snow White and the Huntsman, Literaturverfilmung, Erzählstruktur, Volksmärchen, Unterrichtskonzept, Figurencharakterisierung, ästhetische Bildung, Gattungsmerkmale, Rezeptionsästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Märchenverfilmungen und zeigt auf, wie man diese im Deutschunterricht für eine moderne und reflektierte Analyse von Literatur und Film nutzen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Gattungsmerkmale des europäischen Volksmärchens, die spezifischen Anforderungen der Filmanalyse bei Literaturverfilmungen und die didaktische Einbindung dieser Themen in den gymnasialen Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Märchentexte und deren Verfilmungen miteinander verknüpft werden können, um bei Schülerinnen und Schülern Medien- und Textanalysekompetenzen zu schulen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus literaturwissenschaftlicher Gattungsanalyse (insbesondere nach Max Lüthi) und filmanalytischer Untersuchung nach didaktischen Standards (u.a. Faulstich, Abraham) angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Märchen und Film, einen didaktischen Kommentar sowie konkrete Unterrichtsmodelle, die exemplarisch am Beispiel Snow White and the Huntsman durchgeführt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Märchen, Filmanalyse, Medienkompetenz, Literaturdidaktik und Literaturverfilmung definieren.

Inwiefern unterscheidet sich der Film "Snow White and the Huntsman" vom klassischen Märchentext?

Der Film wandelt das Märchen in eine komplexe Abenteuerreise um, in der die Protagonistin eine aktivere Rolle einnimmt und der Fokus auf der Rettung eines ganzen Königreichs statt nur auf dem persönlichen Schicksal liegt.

Warum wird im Unterricht ein produktionsorientierter Ansatz empfohlen?

Der produktionsorientierte Ansatz fördert das kreative Verständnis für die "Produziertheit" von Texten und Medien und lässt den Lernenden mehr Spielraum bei der individuellen Interpretation.

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Details

Title
Das Didaktische Potenzial von Märchenverfilmungen
Subtitle
Anhand des Beispiels "Snow White and the Huntsman"
College
University of Duisburg-Essen  (Geisteswissenschaften)
Course
Märchen multimedial
Grade
1,7
Author
Julia Sudau (Author)
Publication Year
2013
Pages
41
Catalog Number
V213704
ISBN (eBook)
9783656419846
ISBN (Book)
9783656421214
Language
German
Tags
didaktische potenzial märchenverfilmungen anhand beispiels snow white huntsman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Sudau (Author), 2013, Das Didaktische Potenzial von Märchenverfilmungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213704
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