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Eliten in Deutschland

Strukturen einer Meritokratie?

Título: Eliten in Deutschland

Trabajo Escrito , 2011 , 25 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ricarda Albrecht (Autor)

Pedagogía - Sociología pedagógica
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Was sind Eliten? Wer gehört zu ihnen, nach welchen Kriterien entscheidet sich dies und wie rekrutieren sich Eliten? Und vor allem: Entsprechen sie den Vorstellungen von Chancengerechtigkeit und Fairness in der heutigen Gesellschaft?
Diesen Fragen wird in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden, wobei zunächst auf die Themen Chancengleichheit und Meritokratie eingegangen werden wird, bevor genauer betrachtet wird, was genau unter Eliten zu verstehen ist. Anschließend wird beleuchtet, wie Elite und Bildung zusammen hängen, wer zu den Eliten gehört und wie diese sich rekrutieren, bevor abschließend die Fragestellung, die im Fokus all dieser Punkte steht,nämlich ob Eliten in der heutigen deutschen Gesellschaft den Vorstellungen von Gerechtigkeit und dem meritokratischen Prinzip entsprechen, beantwortet wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chancengleichheit und Meritokratie

3. Was sind Eliten?

4. Eliten und Bildung

5. Wer gehört zu den Eliten?

6. Wie rekrutieren sich Eliten?

7. Entsprechen Eliten in Deutschland dem meritokratischen Prinzip der Chancengerechtigkeit?

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Rekrutierung von Eliten in Deutschland den meritokratischen Prinzipien der Chancengerechtigkeit entspricht. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob der Zugang zu Führungspositionen primär auf individueller Leistung basiert oder ob die soziale Herkunft nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Verteilung von Spitzenpositionen spielt.

  • Grundlagen von Chancengleichheit und meritokratischer Legitimation
  • Soziologische Definitionen und Konzepte von Eliten
  • Die Rolle des Bildungssystems als Zuweisungsinstanz für sozialen Status
  • Mechanismen der Eliterekrutierung und der Einfluss des Habitus
  • Analyse der sozialen Selektivität in deutschen Führungspositionen

Auszug aus dem Buch

6. Wie rekrutieren sich Eliten?

Was also verbirgt sich nun genau dahinter, dass Herkunftsbedingte Faktoren dem Nachwuchs aus den höheren sozialen Schichten solche Vorteile beim Eintritt in die Elitengruppen bescheren? Entscheidend ist der Habitus der Bewerber. Dieser ist umso bedeutsamer, je geringer das Gewicht des Bildungsabschlusses in den Ländern ausfällt. Für Deutschland spielt er, im Vergleich zu Ländern mit Elitebildungseinrichtungen, somit eine größere Rolle (vgl. Hartmann 2009, S.81). Will man in die Spitze eines Unternehmens, sollte man denen möglichst ähnlich sein, die sich dort schon befinden.

Die Ursache liegt in spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen der Kinder aus dem Großbürgertum, die sie durch das Aufwachsen in dem privilegierten Milieu erhalten haben. Ergänzt werden diese durch den leichten Zugang zu relevanten Informationen aufgrund der familiären Verbindungen (vgl. Hartmann / Kopp 2001, S.458). Die Personen, aus denen sich die Elite hauptsächlich rekrutiert, haben somit Kenntnis von den in den Kreisen geltenden Dress- und Benimm-Codes, eine bereite Allgemeinbildung, unternehmerisches Denken und vor allem Souveränität in Auftreten und Verhalten. Dies sind Auswahlkriterien, die diejenigen, die die hohen Führungspositionen besetzen, also Vorstandskollegen, Eigentümer, Aufsichtsratsmitglieder, als Entscheidungsgrundlage nutzen. Unter einer Auswahl von Kandidaten entscheiden sie sich für denjenigen, dem sie am ehesten Vertrauen schenken würden(vgl. ebd., Hartmann 2009, S.81). Tritt der Bewerber souverän auf, bewegt sich wie selbstverständlich in den Chefetagen großer Unternehmen und übt auch wie selbstverständlich Macht aus, macht sich daran der Unterschied bemerkbar zwischen denen, die qua Geburt dazu gehören und denen, die nur dazu gehören wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das wachsende Interesse an der Elitenforschung in Deutschland ein und formuliert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Vereinbarkeit von Elitenstrukturen mit dem Prinzip der Chancengerechtigkeit.

2. Chancengleichheit und Meritokratie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Meritokratie als Legitimationsprinzip sozialer Ungleichheit erläutert und die Anforderung einer leistungsorientierten Ressourcenverteilung definiert.

3. Was sind Eliten?: Das Kapitel beleuchtet verschiedene theoretische Ansätze der Elitenforschung und definiert Eliten im Kontext moderner Demokratien als pluralistische Funktionseliten.

4. Eliten und Bildung: Der Zusammenhang zwischen Bildungssystem, Zertifikaten und der Vergabe von Spitzenpositionen wird analysiert, wobei besonders die soziale Selektivität innerhalb des deutschen Bildungssystems untersucht wird.

5. Wer gehört zu den Eliten?: Anhand empirischer Befunde von Michael Hartmann wird die Zusammensetzung der Eliten in Bezug auf soziale Herkunft und Bildungsabschluss kritisch hinterfragt.

6. Wie rekrutieren sich Eliten?: Dieses Kapitel untersucht die Rolle des Habitus und die Mechanismen informeller Auswahlprozesse, durch die Bewerber aus privilegierten Milieus systematische Vorteile erhalten.

7. Entsprechen Eliten in Deutschland dem meritokratischen Prinzip der Chancengerechtigkeit?: Hier erfolgt die abschließende Beantwortung der Forschungsfrage, wobei das Fazit gezogen wird, dass das meritokratische Prinzip in der Realität aufgrund des Einflusses der sozialen Herkunft nicht vollständig umgesetzt ist.

8. Literatur: Das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Eliten, Meritokratie, Chancengerechtigkeit, Bildungsexpansion, soziale Herkunft, Habitus, Eliteforschung, Soziale Ungleichheit, Positionsansatz, Funktionseliten, Bildungszertifikate, Führungspositionen, Deutschland, soziale Selektion, Karrierepfade.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob der Zugang zu Führungspositionen in Deutschland tatsächlich auf meritokratischen Kriterien beruht oder ob die soziale Herkunft der Akteure den entscheidenden Selektionsfaktor darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Bedeutung von Eliten, die Funktion des Bildungssystems als Statussortierer sowie die Mechanismen der Rekrutierung in wirtschaftliche und gesellschaftliche Spitzenpositionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem Ideal einer leistungsorientierten Meritokratie und der tatsächlichen sozialen Reproduktion von Eliten in Deutschland aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung und der Analyse empirischer sozialwissenschaftlicher Studien, insbesondere der Untersuchungen von Michael Hartmann zur Elitenselektion.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg, die Bedeutung des Habitus bei der Besetzung von Führungspositionen und die spezifische Situation in verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren wie Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Meritokratie, soziale Herkunft, Habitus, Eliterekrutierung und Chancengerechtigkeit charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Habitus bei der Auswahl von Führungskräften?

Der Habitus fungiert als informelles Auswahlkriterium; Entscheider wählen häufig Kandidaten aus, die ihnen durch ähnliche Sozialisation und Verhaltensweisen vertraut sind, was Bewerbern aus privilegierten Milieus einen direkten Vorteil verschafft.

Gibt es in Deutschland spezielle Elitebildungseinrichtungen?

Nein, die Arbeit stellt fest, dass Deutschland im Gegensatz zu Ländern wie den USA oder Frankreich keine vergleichbaren, hoch exklusiven Eliteuniversitäten besitzt, was jedoch nicht bedeutet, dass der Zugang zu Eliten nicht trotzdem stark selektiv verläuft.

Warum ist das meritokratische Prinzip in Deutschland nach Ansicht der Autorin nicht vollständig verwirklicht?

Da die soziale Herkunft über indirekte (Bildungschancen) und direkte (Habitus-Anforderungen) Mechanismen den Zugang zu Spitzenpositionen maßgeblich beeinflusst, kann von einer rein leistungsorientierten Chancengerechtigkeit nicht gesprochen werden.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Eliten in Deutschland
Subtítulo
Strukturen einer Meritokratie?
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Curso
Meritokratie, Bildung und Reichtum
Calificación
1,0
Autor
Ricarda Albrecht (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
25
No. de catálogo
V213725
ISBN (Ebook)
9783656426219
ISBN (Libro)
9783656435822
Idioma
Alemán
Etiqueta
Meritokratie Elite Bildungselite Chancengleichheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ricarda Albrecht (Autor), 2011, Eliten in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213725
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