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Evaluierung von Grenzen und Möglichkeiten marktbasierter Klimaschutzmechanismen in Schwellen- und Entwicklungsländern

Am Beispiel eines CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojektes in Indonesien

Titre: Evaluierung von Grenzen und Möglichkeiten marktbasierter Klimaschutzmechanismen in Schwellen- und Entwicklungsländern

Travail d'étude , 2012 , 114 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Juliane Krug (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Météorologie, Aéronomie, Climatologie
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Der anthropogen verursachte Klimawandel stellt die Menschheit vor eine ihrer größten Herausforderungen. Ein Anstieg der Erdoberflächentemperatur hätte gravierende negative Auswirkungen auf bestehende ökologische, soziale und wirtschaftliche Prozesse. Die Notwendigkeit einer weltweiten Zusammenarbeit im Sinne des Klimaschutzes erscheint daher offensichtlich und ist dringend geboten. Es gilt, wirtschaftliche und klimatechnische Interessen effektiv und nachhaltig miteinander zu verbinden.
Schwellen- und Entwicklungsländer sind meist nicht in der Lage ihre wirtschaftlichen und finanziellen Kapazitäten auf eine klimaverträgliche Entwicklung auszurichten. Veränderte Lebensformen der wachsenden Bevölkerung verstärken das seit Jahren offensichtliche Problem der Abfallentsorgung in diesen Ländern. Der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM) greift diese Problematik auf und ermöglicht den Transfer umweltschonender, innovativer Technologien sowie die Finanzierung klimaschonender, nachhaltiger Projekte.
Diese Arbeit stellt zunächst die allgemeine Funktionsweise, die rechtlichen Grundlagen und der prinzipielle Ablauf marktbasierter Klimaschutzmechanismen dar. Der Schwerpunkt wird hierbei auf den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung, CDM, gelegt.
Zur Beurteilung des CDM hinsichtlich seines Beitrages zur nachhaltigen Entwicklung der Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Kriterienkatalog erstellt.
Basierend auf den Datenblättern der Projektdatenbank der UNFCCC folgen statistische Auswertungen zu existierenden CDM-Projekten mit Schwerpunkt auf Projekte der Abfallwirtschaft.
Im Zuge der Evaluation des CDM-gestützten Projektes PT NOEI auf der Deponie TPA SUWUNG, Indonesien, werden zunächst die Entwicklung und aktuelle Situation der Abfallwirtschaft Indonesiens und PT NOEIs dargestellt. Es folgt eine Beschreibung der geplanten und realisierten Projektaktivitäten im Rahmen des CDM, in die zusätzlich eigene Recherchen vor Ort einfließen. Die Auswertung des Projektes erfolgt auf Grundlage des Kriterienkataloges zur nachhaltigen Entwicklung des Gastlandes.
Hinsichtlich der aktuellen Entwicklungen und Diskussionen bezüglich der zukünftigen Gestaltung des Klimaabkommens werden kritische Stimmen zum CDM dargestellt und das Prinzip der sektoralen Marktmechanismen vorgestellt und diskutiert. Es wird geprüft, welche Möglichkeiten sie für die Abfallwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern bieten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die UNFCCC und das Kyoto-Protokoll als Grundlage internationaler Klimaschutzpolitik

2.1 Die Entwicklung einer transnationalen Klimaschutzpolitik - Die UNFCCC

2.2 Das Kyoto-Protokoll

2.3 Die flexiblen Marktmechanismen

2.4 Klimapolitik nach dem Kyoto-Protokoll

3 Grundlagen des Clean Development Mechanism

3.1 Nachhaltige Entwicklung und Technologietransfer

3.2 Institutionen und zentrale Begriffe des CDM

3.2.1 Institutionen des CDM

3.2.2 Elementare Konzepte des CDM

3.3 Projektzyklus des Clean Development Mechanism

3.4 Sektoren und Methoden des CDM mit Fokus auf die Abfallwirtschaft

4 Katalog zur Beurteilung der nachhaltigen Entwicklung von CDM-Projekten

5 Statistische Erhebungen zu CDM-Projekten der Abfallwirtschaft

5.1 Regionale Verteilung von CDM-Projekten und CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojekten

5.2 Kumulierte Summe registrierter CDM-Projekte und CDM-gestützter Projekte im Zeitverlauf

5.3 Sektorenspezifische Verteilung von CDM-Projekten

5.4 Verteilung der angewandten Methoden in CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojekten

6 Evaluation des CDM am Fallbeispiel PT NOEI

6.1 Zur Allgemein- und Abfallentsorgungssituation in Indonesien

6.1.1 Wirtschaftliche Situation Indonesiens

6.1.2 Treibhausgasemissionen und Grundlagen der Abfallwirtschaft

6.2 PT Navigat Organic Energy Indonesia (PT NOEI), Bali

6.2.1 Konzeption und Vorhaben nach dem PDD

6.2.2 Stand der Projektarbeit im Juli und August 2011

6.3 Bewertung des CDM am Beispiel des Projektes PT NOEI

7 Zukunft des CDM und sektorale Ansätze

7.1 Kritische Würdigung des CDM

7.2 Konzept des sektoralen Ansatzes

7.3 Offene Fragen und Perspektiven sektoraler Mechanismen

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit evaluiert die Möglichkeiten und Grenzen des Clean Development Mechanism (CDM) anhand des Fallbeispiels der Abfallbehandlungsanlage PT NOEI in Indonesien. Dabei wird untersucht, inwieweit der Mechanismus nicht nur zur Emissionsminderung beiträgt, sondern auch nachhaltige Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern fördert.

  • Grundlagen der internationalen Klimapolitik (UNFCCC, Kyoto-Protokoll)
  • Funktionsweise und Projektzyklus des Clean Development Mechanism (CDM)
  • Statistische Analyse der globalen und regionalen CDM-Projektverteilung mit Fokus auf die Abfallwirtschaft
  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Bewertung nachhaltiger Entwicklung in CDM-Projekten
  • Evaluation des CDM-Projekts PT NOEI unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung einer transnationalen Klimaschutzpolitik - Die UNFCCC

Die umfangreichen internationalen Debatten zum Thema internationale Klimapolitik, Emissionshandel oder Erwärmung der Erdoberfläche erfordern zunächst die Definition des zentralsten Begriffes: Klimawandel. Die Klimarahmenkonvention gibt in Art. 1, Abs. 2 folgende Definition: "Climate change" means a change of climate which is attributed directly or indirectly to human activity that alters the composition of the global atmosphere and which is in addition to natural climate variability observed over comparable time periods." (UNFCCC, 1992, Art. 2).

Die Formulierung Kreuter-Kirchhofs (2005) betrifft die umfassenden und komplexen Auswirkungen des Klimawandels auf alle zentralen und globalen Prozesse: "Der Klimawandel ist ein langfristiges, globales Phänomen mit komplexen Wirkungen auf ökologische, wirtschaftliche, politische, institutionelle, soziale und technologische Prozesse."

Die Definition des IPCC grenzt sich nicht zentral von der der UNFCCC ab, die Perspektive ist eine andere (vgl.: IPCC, 2012).

Die natürliche Erderwärmung wird massiv durch eine anthropogen verursachte Erwärmung beschleunigt (IPCC, 1990). Verantwortlich für den anthropogen verursachten Klimawandel sind die sogenannten Treibhausgase, welche durch vielfältige Aktivitäten und die moderne Lebensweise des Menschen freigesetzt werden.

Treibhausgase verteilen sich unabhängig vom Emissionsort in der gesamten Atmosphäre. Der Verursacher, sei es privater oder nationaler Art, ist nicht direkt von der gesamten Emissionsintensität und ihrer Folgen betroffen. Global gesehen betrifft die einzelne Emission jedoch jeden, wobei es zu unterschiedlichen Intensitäten oder Folgen, unteranderem durch regionale Gegebenheiten, kommen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zum Thema Klimawandel und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit, den CDM im Kontext der Abfallwirtschaft zu evaluieren.

2 Die UNFCCC und das Kyoto-Protokoll als Grundlage internationaler Klimaschutzpolitik: Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen und internationalen Klimaschutzpolitik sowie der flexiblen Mechanismen.

3 Grundlagen des Clean Development Mechanism: Darstellung der Funktionsweise, Institutionen und des Projektzyklus des CDM sowie Einordnung in Sektoren.

4 Katalog zur Beurteilung der nachhaltigen Entwicklung von CDM-Projekten: Erstellung eines Kriterienkatalogs zur qualitativen Bewertung von CDM-Projekten hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit.

5 Statistische Erhebungen zu CDM-Projekten der Abfallwirtschaft: Empirische Auswertung der globalen Verteilung von CDM-Projekten und spezifischen Abfallwirtschaftsprojekten basierend auf UNFCCC-Daten.

6 Evaluation des CDM am Fallbeispiel PT NOEI: Konkrete Fallstudie zur Abfallbehandlungsanlage PT NOEI in Indonesien mit Bewertung basierend auf dem erstellten Kriterienkatalog.

7 Zukunft des CDM und sektorale Ansätze: Diskussion kritischer Stimmen zum CDM und Vorstellung sektoraler Marktmechanismen als alternative oder ergänzende Zukunftsmodelle.

8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des CDM als Instrument des Technologietransfers und Reflexion der Ergebnisse der Fallstudie.

Schlüsselwörter

Clean Development Mechanism, CDM, Kyoto-Protokoll, UNFCCC, Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Abfallwirtschaft, Technologietransfer, PT NOEI, Indonesien, Emissionszertifikate, Sektorale Ansätze, Emissionsminderung, Klimapolitik, Projektzyklus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit evaluiert die Möglichkeiten und Grenzen des Clean Development Mechanism (CDM) am konkreten Fallbeispiel eines CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojekts in Indonesien.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Fokus stehen die internationale Klimaschutzpolitik, die Funktionsweise und der Projektzyklus des CDM sowie die spezifische Anwendung des Mechanismus im Sektor Abfallwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Effektivität des CDM zu untersuchen – insbesondere in Bezug auf seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Gastlandes – und zu prüfen, ob sektorale Marktmechanismen als alternative oder weiterführende Ansätze dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt in der Arbeit zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung, statistischer Auswertung von Daten der UNFCCC-Projektdatenbank und einer qualitativen Evaluation anhand eines spezifischen Fallbeispiels unter Verwendung eines selbst entwickelten Kriterienkatalogs.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des CDM, eine statistische Untersuchung zur weltweiten Projektverteilung, die praktische Evaluierung des Projekts PT NOEI in Bali sowie eine kritische Diskussion der Zukunft des CDM und sektoraler Ansätze.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Clean Development Mechanism (CDM), nachhaltige Entwicklung, Technologietransfer, Abfallwirtschaft, Klimaschutzprojekte und sektorale Marktmechanismen.

Wie bewertet die Autorin das konkrete Projekt PT NOEI in Bali?

Die Bewertung fällt verhalten optimistisch aus: Während das Projekt einen bedeutenden Technologietransfer und einen Beitrag zur Emissionsminderung leisten kann, wird der direkte Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Gastlandes kritisch gesehen, da ökologische Erfolge durch die ungünstige Lage auf der Deponie TPA SUWUNG gehemmt werden.

Was sind laut der Arbeit die größten Kritikpunkte am bisherigen CDM?

Die Arbeit nennt vor allem die Anreizproblematik bei hohen Transaktionskosten, Zweifel an der tatsächlichen Zusätzlichkeit der Projekte gegenüber einem "Business-as-usual"-Szenario und die mangelnde Stringenz bei der Definition und Überprüfung der Nachhaltigkeitskriterien im jeweiligen Gastland.

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Résumé des informations

Titre
Evaluierung von Grenzen und Möglichkeiten marktbasierter Klimaschutzmechanismen in Schwellen- und Entwicklungsländern
Sous-titre
Am Beispiel eines CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojektes in Indonesien
Université
Technical University of Darmstadt  (IWAR)
Cours
Abfallwirtschaft
Note
1,0
Auteur
Juliane Krug (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
114
N° de catalogue
V213811
ISBN (ebook)
9783656420323
ISBN (Livre)
9783656420941
Langue
allemand
mots-clé
evaluierung grenzen möglichkeiten klimaschutzmechanismen schwellen- entwicklungsländern beispiel cdm-gestützten abfallwirtschaftsprojektes indonesien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Juliane Krug (Auteur), 2012, Evaluierung von Grenzen und Möglichkeiten marktbasierter Klimaschutzmechanismen in Schwellen- und Entwicklungsländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213811
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