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Die Suche nach dem Ich: Identitätssuche im Jugendalter und die positive Beeinflussung durch Musik

Titel: Die Suche nach dem Ich: Identitätssuche im Jugendalter und die positive Beeinflussung durch Musik

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Regina Marsch (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage danach wer wir sind, wer wir sein
wollen und wie wir dies erreichen können beschäftigt den Menschen in seinem Leben kaum ein
zweites Mal so stark wie in der Phase der Adoleszenz und kein Zeitabschnitt im Leben eines Menschen
ist durch mehr Veränderungen der Verhaltensweisen, des Stiles und der Persönlichkeit gekennzeichnet
als das Jugendalter. Hatte ein Individuum aus seiner Sicht als Erwachsener früher
einmal einen ausgefallenen Modegeschmack oder bereut er heute eine Tätowierung, die er sich in
jüngeren Jahren stechen lies, spricht er meistens von einer „Jugendsünde“, von der er sich in späteren
Jahren lieber distanziert. Dies alles hängt mit der Entwicklung der Identität zusammen, die in
der Jugendphase ihre Hochkonjunktur hat.
Auch umgekehrt ist dies der Fall: zu den am häufigsten benutzten und debattierten Wörtern in der
Adoleszenzliteratur gehören Begriffe wie Selbst, Identität, Selbstwert und Selbstkonzept (vgl.
Flammer; Alsacker 2002, S. 142). Die Identitätssuche und -entwicklung in der Jugendzeit beschäftigt
nicht nur Pädagogen und Psychologen, sondern ist auch in der Öffentlichkeit sehr gefragt und
populär und wird in Filmen, Liedern oder Büchern, wie z. B. dem erfolgreichen Roman „der Fänger
im Roggen“ von Jerome David Salinger publiziert.
Ein weiteres Stichwort, das man mit der Phase der Jugend verbinden könnte, ist die Musik. Natürlich
ist Musik für die meisten Menschen in jedem Alter wichtig, es fällt aber auch, dass sie besonders
für Jugendliche auch oft schon existenziell sein kann (vgl. Kopetzky 2000, S. 15). Dabei stellt
sich die Frage ob und warum Musik wichtig für die Identitätsbildung und die Stärkung des Selbstkonzeptes
der Jugendlichen sein kann.
In meiner Arbeit möchte ich zunächst das Selbstkonzept und die Identitätsfindung als zwei wichtige
Dimensionen des Jugendalters vorstellen und die Zusammenhänge zwischen diesen beschreiben.
Dann werde ich erklären, warum die Identität und das Selbstkonzept, die als lebenslange Komponenten
im Leben eines Menschen gelten, gerade in der Jugend so einen hohen Stellenwert besitzen
und welche Phasen der Identitätsentwicklung ein Jugendlicher durchlaufen muss, um schließlich zu
einer erfolgreichen erarbeiteten Identität zu gelangen. Wie dies mit Hilfe der Musik unterstützt werden
kann, werde ich im 4. Abschnitt erläutern um schließlich im Fazit ein Resümee zu ziehen.

Leseprobe


1. Einleitung

2. Selbstkonzept und Identität als zwei wichtige Dimensionen des Jugendalters

2.1 Das Modell des Selbstkonzeptes nach Rosenberg

2.1.1 Das Konzept des aktuellen Selbst

2.1.2 Das Konzept des erwünschten Selbst

2.1.3 Das Konzept des sich darstellenden Selbst

2.2 Zusammenhang zwischen Identität und Selbstkonzept

3. Jugend als Phase der Übergänge

3.1 Neu- und Desorientierungen des Individuums durch Veränderungen

3.1.1 Körperliche Entwicklung

3.1.2 Kognitive Entwicklung

3.1.3 Umstrukturierung der sozialen Beziehungen

3.1.4 Lebensverändernde Entscheidungen

3.2 Jugend als entscheidende Phase bei der Identitätssuche im Identitätsmodell nach Marcia

3.2.1 Die vier Identitätstypen

3.2.2 Das Moratorium als Weg zu einer gelungenen Identität

4. Musik als einflussreiche Unterstützung der Jugendlichen bei der Identitätssuche und der Aufwertung des Selbstkonzeptes

4.1 Das Finden von Vorbildern

4.2 Entstehung von Selbstbewusstsein durch eigenhändiges Spielen von Musik

4.3 Entstehung von Freundschaften und Gruppenzugehörigkeit durch Musik

4.4 Die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben mit Hilfe der Musik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Identitätsfindung und Selbstkonzept während der Adoleszenz und analysiert, inwiefern Musik als unterstützendes Medium zur Bewältigung dieser Entwicklungsphase und zur Stärkung des Selbstwerts beitragen kann.

  • Psychologische Grundlagen des Selbstkonzepts und der Identität
  • Die Adoleszenz als kritische Phase der persönlichen Neuorientierung
  • Identitätsmodelle im Jugendalter (nach Marcia und Erikson)
  • Die Funktion von Musik als Identifikations- und Ausdrucksmittel
  • Musik als Ressource zur Bewältigung spezifischer Entwicklungsaufgaben

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Finden von Vorbildern

Zur Gestaltung einer eigenen Persönlichkeit braucht das Individuum Vorbilder, um sich an deren Einstellungen, Äußerungen und Verhalten orientieren zu können (vgl. Riggenbach 2000, S. 47). Durch den Vergleich mit anderen, handeln Jugendliche Teile ihrer Identität aus. Neben dem Vergleich mit unmittelbaren Bezugspersonen, also den Gleichaltrigen, findet der Jugendliche solche Vorbilder beispielsweise in der Rolle der Musikinterpreten. Die Vielzahl von Musikinterpreten, die es in der heutigen Zeit gibt, bieten dem Jugendlichen Positionierungen hinsichtlich Geschlechterrollen, Körperkonzepte und sexueller Orientierungen. Es fällt ihnen durch die visuellen Präsentationen der Stars leichter, sich ihre, auf ihre Selbstpräsentationen bezogenen, eigenen Entwürfe zu gestalten (vgl. Hoffmann 2009, S. 167). Durch die Identifikation mit Musikern bzw. Musikerinnen wird es ihnen ermöglicht ein Selbstbild und somit auch Selbstvertrauen zu erwerben (vgl. Riggenbach 2000, S. 47).

Auch die Durchführung von Fanaktivitäten, das Sammeln von Informationen über die Stars und die Bewertung und Reflektion ihrer Auftritte, helfen beim finden der eigenen Identität. Die Heranwachsenden fühlen sich aufgrund der intensiven Auseinandersetzung sehr stark mit den Stars verbunden, und identifizieren sich auf diese Weise mit Personen, die für sie Gewinner, Genies oder Lebenskünstlern darstellen (vgl. Hoffmann 2009, S. 168).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Begriffe Identität und Selbstkonzept im Kontext des Jugendalters ein und stellt die leitende Frage nach dem Einfluss von Musik auf diesen Entwicklungsprozess.

2. Selbstkonzept und Identität als zwei wichtige Dimensionen des Jugendalters: Dieses Kapitel erläutert theoretische Modelle, insbesondere das von Rosenberg, und grenzt Identität von Selbstkonzept ab, um deren Bedeutung für das Individuum zu klären.

3. Jugend als Phase der Übergänge: Hier wird die Adoleszenz als Zeit intensiver körperlicher und kognitiver Veränderungen analysiert, wobei das Identitätsmodell nach Marcia zur Strukturierung der Entwicklungsphasen herangezogen wird.

4. Musik als einflussreiche Unterstützung der Jugendlichen bei der Identitätssuche und der Aufwertung des Selbstkonzeptes: Dieses Hauptkapitel untersucht die konkrete Wirkung von Musik, wie das Finden von Vorbildern, die Stärkung durch eigenes Musizieren und die soziale Integration durch Gruppenzugehörigkeit.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt Musik als eine nützliche und oft praktizierte Methode zur Unterstützung der Identitätsentwicklung und Selbstfindung Jugendlicher.

Schlüsselwörter

Jugendalter, Adoleszenz, Identität, Selbstkonzept, Identitätssuche, Musik, Entwicklungsaufgaben, Peergroup, Vorbilder, Selbstbewusstsein, Identitätskrise, Selbstbild, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Musikrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Entwicklung von Jugendlichen, insbesondere mit der Suche nach Identität und der Bildung eines stabilen Selbstkonzepts während der Adoleszenz.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Selbstwahrnehmung, die Herausforderungen der Jugendphase (wie körperliche und kognitive Veränderungen) sowie die Rolle der Musik als unterstützendes Medium.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu erklären, warum Identitätsbildung im Jugendalter so bedeutend ist und wie Musik dabei helfen kann, das Selbstkonzept zu stärken und Identität zu festigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und theoretische Auseinandersetzung mit psychologischen Modellen (z. B. Rosenberg, Marcia) und medienpädagogischen Erkenntnissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Identität/Selbstkonzept), die Beschreibung der Jugend als Übergangsphase und die Analyse der spezifischen Funktionen von Musik für Heranwachsende.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Adoleszenz, Identitätskrise, Selbstkonzept, Musikrezeption, Peergroup und Entwicklungsaufgaben.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Identität und Selbstkonzept?

Das Selbstkonzept wird als die Bewertung und Wahrnehmung der eigenen Person verstanden, während die Identität als ein lebenslanger Prozess der Suche nach Kontinuität und Kohärenz innerhalb des Selbstsystems definiert wird.

Welche Rolle spielen Musikinterpreten bei der Identitätsentwicklung?

Musikinterpreten dienen laut Arbeit als wichtige Rollenvorbilder, an denen Jugendliche Geschlechterrollen, Körperbilder und Werte erproben können, um ein eigenes Selbstbild zu festigen.

Warum ist das "Moratorium" nach Marcia für Jugendliche so wichtig?

Das Moratorium ist eine Phase der Exploration, in der Jugendliche verschiedene Werte und Rollen testen können, ohne sich sofort festzulegen, was eine wesentliche Voraussetzung für die spätere erarbeitete Identität darstellt.

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Details

Titel
Die Suche nach dem Ich: Identitätssuche im Jugendalter und die positive Beeinflussung durch Musik
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Sozialisationstheorie - Die Suche nach dem Ich
Note
1,3
Autor
Regina Marsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V213856
ISBN (eBook)
9783656421610
ISBN (Buch)
9783656423577
Sprache
Deutsch
Schlagworte
suche identitätssuche jugendalter beeinflussung musik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Regina Marsch (Autor:in), 2011, Die Suche nach dem Ich: Identitätssuche im Jugendalter und die positive Beeinflussung durch Musik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213856
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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