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Familienmodelle zur Zeit des deutschen Kaiserreichs

Ein Vergleich zwischen Bürger- und Arbeiterfamilien

Titre: Familienmodelle zur Zeit des deutschen Kaiserreichs

Dossier / Travail , 2011 , 17 Pages , Note: 2

Autor:in: Regina Marsch (Auteur)

Pédagogie - Education de la famille
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[...] In der hier vorliegenden Arbeit möchte ich einen Vergleich zwischen der Kindheit in der
Arbeiterklasse und der Kindheit in bürgerlichen Familien zur Zeit des deutschen Kaiserreiches
anstellen. Zur Verbesserung der Anschaulichkeit werde ich mich, neben den wissenschaftlichen
Texten, auf ausgewählte Biographien beziehen, die die damaligen Umstände
aus der Sicht der Kinder beschreiben. Dabei werde ich auch auf einige Klischeevorstellungen,
welche sich bei oberflächlicher Befassung mit dem Thema bilden können, eingehen,
etwa dass das Leben der Arbeiterkinder den eigenen Eltern nicht besonders wichtig war
und sie über die hohe Kindersterblichkeit der damaligen Zeit eher froh waren, oder der,
dass Bürgerkinder generell verhätschelt wurden.
Zunächst befasse ich mich mit der Arbeiterfamilie. Neben einer kurzen Beschreibung der
typischen Rollen und Verhaltensweisen der Mutter und des Vaters, erhält das Leben und
die Behandlung des Kindes die Hauptrolle in dieser Arbeit. Hier werde ich näher auf die Lebensumstände, das Verhältnis zu den Eltern, die allgemeine Erziehung, Bildung und
Entwicklung und zuletzt auf die Strafen eingehen, die ein Kind typischerweise zu dieser
Zeit in seiner jeweiligen Klasse zu erwarten hatte. Diesem stelle ich dann die typische
Kindheit in den bürgerlichen Familien gegenüber, mit der gleichen Aufteilung der jeweils
behandelten Thematik. Zusammenfassend werde ich die wichtigsten Unterschiede und
Gemeinsamkeiten der jeweiligen Kindheitsmodelle noch einmal Gegenüberstellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Arbeiterfamilie

2.1 Familienkonstellationen

2.1.1 Die Rolle der Mutter

2.1.2 Die Rolle des Vaters

2.2 Die Kindheit in der Arbeiterfamilie

2.2.1 Lebensumstände des Kindes

2.2.2 Verhältnis zu den Eltern

2.2.3 Erziehung, Bildung und Entwicklung

2.2.4 Strafen

3. Die Bürgerfamilie

3.1 Familienkonstellationen

3.1.1 Rolle der Mutter

3.1.2 Rolle des Vaters

3.2.1 Die Lebensumstände des Kindes

3.2.2 Verhältnis zu den Eltern

3.2.3 Erziehung, Bildung und Entwicklung

3.2.4 Strafen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die Kindheit und die Familienmodelle in der Arbeiterklasse und dem Bürgertum während der Zeit des deutschen Kaiserreichs, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.

  • Struktur der Arbeiter- und Bürgerfamilie
  • Rollenbilder von Mutter und Vater
  • Lebensbedingungen und Kindheit
  • Erziehungsmethoden und Bildungschancen
  • Formen der Bestrafung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Lebensumstände des Kindes

Bei den schlechten Lebensbedingungen in den meisten Arbeiterfamilien lässt sich schwer von Kindheit sprechen. Die schlechten, oft feuchten und unhygienischen Wohnverhältnisse machten der Gesundheit der Kinder zu schaffen. Dies begann oft schon vor der Geburt, da die Mutter auch während der Schwangerschaft schweren Arbeiten nachging und auch ihre Ernährung nicht an die Umstände einer werdenden Mutter angepasst wurde bzw. werden konnte (vgl. Berg 1991, S. 106). Schließlich entbunden, waren sie auch nach der Geburt anfälliger für die so genannten „Proletarierkrankheiten, wie Kindercholera, Tuberkolose, Diarrhoe“ (ebd., S. 106).

In den für Gewöhnlich überbelegten und engen Wohnräumen der Arbeiterfamilien gab es keinen Platz für einen kindlichen Schonraum. Die Familie teilte sich den Schlafraum bzw. ein Bett, meistens wurde, sofern noch etwas Raum übrig war, an Schlafgänger vermietet, evtl. auch an mehrere. So fehlte es an Privat- und Intimsphäre und die Kinder wurden Zeugen von sexuellen Handlungen, Geburt, Krankheiten und Tod oder Gewalt (vgl. ebd., S. 107).

Hatten die Kinder ein bestimmtes Alter erreicht, mussten sie üblicherweise selbst arbeiten um die Familie finanziell unterstützen zu können (vgl. ebd. S. 106). „Trotz meinen 7 Jahren hieß es hier fest zupacken. Das war für mich eine wahre Qual“ beschreibt beispielsweise der 1898 geborene Arbeitersohn Ludwig Turek, welcher bereits in der Einleitung zitiert wurde, seinen frühen Einstieg ins Berufsleben. Kinder, die noch nicht alt genug waren um Arbeiten zu gehen oder die aus einem anderen Grund nicht für die Erwerbstätigkeit geeignet waren, blieben unter Tags allein oder wurden von ihren Geschwistern, Nachbarn oder Verwandten beaufsichtigt. In vielen Fällen führte diese frühe Autonomie zur Verwahrlosung (vgl. Berg 1991, S. 108). „Die Verlassenheit ward mir manchmal zum Verhängnis. Schon drei Wochen nach meiner Geburt mußte die Mutter mich den Geschwistern überlassen. [...] Eine ausgerenkte Schulter, Verstauchungen und Verrenkungen der Arme und Beine waren die Folgen dieser sehnsüchtigen ersten Geh und Kletterversuche“ schilderte etwa Otto Krille, ein 1878 geborener Maurersohn seine frühe Kindheit (Krille in Hardach-Pinke 1978, S. 204).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der unterschiedlichen Kindheitsmodelle im deutschen Kaiserreich ein und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand von wissenschaftlichen Texten und Biographien.

2. Die Arbeiterfamilie: Dieses Kapitel beschreibt die sozioökonomischen Bedingungen der Arbeiterklasse, die Rollen von Eltern und die schwierigen Lebensumstände sowie Erziehungspraktiken der Kinder.

3. Die Bürgerfamilie: Das Kapitel analysiert das Idealbild der bürgerlichen Familie, ihre Familienkonstellationen, die Rollenverteilung und die spezifischen Erziehungs- und Bestrafungsmethoden.

4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kindheit in den verschiedenen sozialen Klassen zusammen.

Schlüsselwörter

Deutsches Kaiserreich, Kindheit, Arbeiterfamilie, Bürgerfamilie, Sozialgeschichte, Familienmodelle, Kinderarbeit, Erziehung, Geschlechterrollen, Industrialisierung, Proletariat, Bürgertum, Sozialisation, Biographien, Historische Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Kindheit und den Familienstrukturen der Arbeiterklasse sowie des Bürgertums während des deutschen Kaiserreichs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Familienkonstellationen, die Rollenbilder von Müttern und Vätern, die Lebensumstände, Erziehungsmethoden, Bildungschancen und Disziplinierung der Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein historischer Vergleich der Kindheitsmodelle, um festzustellen, wie soziale Klasse und wirtschaftlicher Status die Entwicklung und Behandlung von Kindern beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt neben wissenschaftlicher Literatur vor allem zeitgenössische Biographien und autobiographische Zeugnisse, um die Lebensumstände aus der Perspektive der damaligen Kinder darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er beleuchtet zunächst die Bedingungen in der Arbeiterfamilie und stellt diesen anschließend die Verhältnisse in der bürgerlichen Familie gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kindheit im Kaiserreich, Arbeiterfamilie, Bürgerfamilie, Familienrollen, Sozialisation und historische Kindheitsforschung charakterisieren.

Warum spielt die Kinderarbeit eine zentrale Rolle in der Arbeiterfamilie?

Die Kinderarbeit war in Arbeiterfamilien oft existenznotwendig, um zum geringen Familieneinkommen beizutragen, was die Kindheit prägte und gesundheitliche sowie schulische Nachteile mit sich brachte.

Wie unterschieden sich die Bestrafungsmethoden zwischen den Schichten?

Während in Arbeiterfamilien physische Strafen oft an der Tagesordnung waren, entwickelte sich im Bürgertum ein Trend hin zu psychischen Strafen, wobei physische Züchtigung als Mittel zur Brechung des Eigensinns jedoch weiterhin existierte.

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Résumé des informations

Titre
Familienmodelle zur Zeit des deutschen Kaiserreichs
Sous-titre
Ein Vergleich zwischen Bürger- und Arbeiterfamilien
Université
University of Augsburg
Cours
Familie und Familienerziehung in Geschichte und Gegenwart
Note
2
Auteur
Regina Marsch (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
17
N° de catalogue
V213862
ISBN (ebook)
9783656421580
ISBN (Livre)
9783656422495
Langue
allemand
mots-clé
familienmodelle zeit kaiserreichs vergleich bürger- arbeiterfamilien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Regina Marsch (Auteur), 2011, Familienmodelle zur Zeit des deutschen Kaiserreichs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213862
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Extrait de  17  pages
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