In den letzten Jahren findet man unzählige mediale Aussagen über die oft genutzten Bewegtbildangebote im Internet. Die Nutzungszahlen von Bewegtbild, allen voran die Plattform YouTube, steigen kontinuierlich an. Zu Beginn 2012, wird nach eigenen Angaben von YouTube ungefähr vier Milliarden Mal pro Tag die Website aufgerufen und oder ein Video rezipiert (vgl. Oreskovic 2012: o.S.). Weiter belegt die ARD/ZDF Onlinestudie, dass im letzten Jahr 70 Prozent der deutschen Internetnutzer zumindest gelegentlich eine Videodatei aufgerufen haben (vgl. Eimeren van/Frees 2012: 372). Das Onlineangebot von Bewegtbild ist so Umfangreich wie die Verschiedenheit der Angebote selbst. Vom eingangs erwähnten Videoportal YouTube zu Vimeo über Streamingwebsiten mit umfangreichen Filmangebot, weiter zu Websites, welche eventorientierte Ereignisse wie Sport anbieten, hin zu Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und privater Fernsehsender. 2011 sorgen sogar die Mediatheken für einen Anstieg in der Bewegtbildnutzung, was den Eindruck erweckt, dass Websites wie YouTube eine Nutzungssättigung erreicht zu haben:
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsfrage und Forschungsidee
3. Forschungsstand
4. Theoretische Fundierung
4.1 Uses-and-Gratifications-Ansatz
4.2 Medienrepertoires
5. Methode
5.1 Auswahl der ProbandInnen
5.2 Durchführung
6. Budgetplan
7. Zeitplan
8. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die bisher unterrepräsentierte Gruppe der 60- bis 69-jährigen Internetnutzer und analysiert, warum diese trotz aktiver Internetnutzung keine Bewegtbildangebote konsumieren. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die individuellen Beweggründe und Gratifikationsmechanismen hinter diesem Nichtnutzungsverhalten zu entwickeln.
- Mediennutzung von Menschen im Renten- und Pensionsalter
- Barrieren bei der Nutzung von Online-Bewegtbildangeboten
- Rolle des demographischen Wandels in der Medienforschung
- Anwendung des Uses-and-Gratifications-Ansatzes auf die Nichtnutzung
- Bedeutung von Medienrepertoires für das individuelle Informationsverhalten
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In den letzten Jahren findet man unzählige mediale Aussagen über die oft genutzten Bewegtbildangebote im Internet. Die Nutzungszahlen von Bewegtbild, allen voran die Plattform YouTube, steigen kontinuierlich an. Zu Beginn 2012, wird nach eigenen Angaben von YouTube ungefähr vier Milliarden Mal pro Tag die Website aufgerufen und oder ein Video rezipiert (vgl. Oreskovic 2012: o.S.). Weiter belegt die ARD/ZDF Onlinestudie, dass im letzten Jahr 70 Prozent der deutschen Internetnutzer zumindest gelegentlich eine Videodatei aufgerufen haben (vgl. Eimeren van/Frees 2012: 372). Das Onlineangebot von Bewegtbild ist so Umfangreich wie die Verschiedenheit der Angebote selbst. Vom eingangs erwähnten Videoportal YouTube zu Vimeo über Streamingwebsiten mit umfangreichen Filmangebot, weiter zu Websites, welche eventorientierte Ereignisse wie Sport anbieten, hin zu Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und privater Fernsehsender. 2011 sorgen sogar die Mediatheken für einen Anstieg in der Bewegtbildnutzung, was den Eindruck erweckt, dass Websites wie YouTube eine Nutzungssättigung erreicht zu haben:
„Waren 2010 noch Videoportale, die mit YouTube die Bewegtbildnutzung vorantrieben, so sorgen 2011 die Mediatheken der Fernsehsender für die weiter ansteigende Bewegtbildnutzung.“ (Frees/Eimeren van 2011: 353)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den rasanten Anstieg der Internet-Bewegtbildnutzung bei gleichzeitiger Vernachlässigung der älteren Altersgruppen in der Forschung.
2. Forschungsfrage und Forschungsidee: Dieses Kapitel definiert die Lücke in der Forschung bezüglich der Nichtnutzung von Bewegtbildangeboten bei 60- bis 69-Jährigen und formuliert die zentrale Forschungsfrage.
3. Forschungsstand: Hier wird der aktuelle Stand der Forschung kritisch betrachtet, insbesondere im Hinblick auf die Lücken bei der Untersuchung älterer Personen und die pauschale Kategorisierung dieser Gruppe.
4. Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt erläutert die Ansätze des Uses-and-Gratifications-Modells und der Medienrepertoires als theoretische Basis für die Analyse des Medienhandels.
5. Methode: Dieses Kapitel begründet die Wahl der teilstrukturierten Gruppendiskussion als exploratives Verfahren und beschreibt die Auswahl sowie Durchführung der Befragung.
6. Budgetplan: Dieser Teil legt die geplanten Kosten für Personal, Sachaufwand und Reisekosten für die Durchführung des Forschungsprojekts dar.
7. Zeitplan: Hier wird der zeitliche Ablauf des zehnmonatigen Forschungsprojekts von der Vorbereitung bis zum Verfassen der Abschlussarbeit chronologisch strukturiert.
8. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst das Vorhaben zusammen und bekräftigt die Relevanz der Untersuchung für die Entwicklung zielgruppenadäquater Medienangebote.
Schlüsselwörter
Mediennutzung, Bewegtbild, Internet, ältere Menschen, Rentenalter, Nichtnutzung, Uses-and-Gratifications, Medienrepertoires, Gruppendiskussion, Online-Angebote, demographischer Wandel, Medienbiographie, Medienkompetenz, Nutzerschaft, Altersforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nichtnutzung von Online-Bewegtbildangeboten bei Menschen im Alter von 60 bis 69 Jahren, die das Internet ansonsten aktiv nutzen.
Welches primäre Ziel verfolgt das Forschungsprojekt?
Das Ziel ist es, die spezifischen Gründe und Motive für die Nichtnutzung von Bewegtbildinhalten im Internet innerhalb der untersuchten Altersgruppe zu identifizieren und besser zu verstehen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die Mediennutzung im Rentenalter, die Theorie der Medienrepertoires, den demographischen Wandel sowie die Anwendung des Uses-and-Gratifications-Ansatzes.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Als Methode wurde die teilstrukturierte Gruppendiskussion gewählt, um komplexe Einstellungen, Motive und Orientierungen der Probanden explorativ zu erfassen.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung mittels Motivations- und Medienrepertoiretheorien sowie die methodische Herangehensweise an die Datenerhebung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Mediennutzung, Internet, Bewegtbild, Rentenalter und Medienkompetenz definiert.
Warum wurde gerade die Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen gewählt?
Diese Gruppe befindet sich in einer Lebensphase des Renten- oder Pensionseintritts und bietet als "aktive Onliner" ein interessantes Untersuchungsfeld für Medienforschung, da sie bisher oft von der werberelevanten Zielgruppenbetrachtung ausgeschlossen wurden.
Wie soll die Stichprobe für die Gruppendiskussionen rekrutiert werden?
Die Rekrutierung erfolgt über einen Screening-Fragebogen, der sowohl im Bekanntenkreis als auch über Bildungseinrichtungen für Senioren, wie Kurse oder Universitätsangebote für Ältere, verteilt wird.
Welche Rolle spielen die Medienrepertoires bei der Nichtnutzung?
Das Konzept hilft zu erklären, dass Menschen sich aus einer Vielzahl an Medienangeboten ein individuelles Repertoire zusammenstellen, wobei das Fehlen von Online-Bewegtbild bei Älteren ein spezifisches Kommunikationsverhalten und damit verbundenes Bedürfnismanagement widerspiegelt.
Ist das Forschungsvorhaben bereits abgeschlossen?
Nein, das vorliegende Dokument ist ein Forschungsantrag für die Bewilligung eines Budgets in Höhe von 50.000 Euro zur Durchführung der beschriebenen Studie.
- Arbeit zitieren
- Hendrik Stoltenberg (Autor:in), 2013, Alter und Bewegtbild im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213930