Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Diagnostik bei Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung

Title: Diagnostik bei Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Monique Wicklein (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen können Pädagogen und Mitarbeiter in sonderpädagogischen Einrichtungen vor vielfältige Fragen und Aufgaben stellen. Jedoch ist die grundlegende Frage nach der Förderung von Menschen in diesem Personenkreis immer damit zu beantworten, dass diese immer möglich und sinnvoll ist. Förderung soll hier verstanden werden als „Unterstützung der den einzelnen betroffenen Kindern möglichen Entwicklung“ (Fröhlich & Haupt 2004a, 3), d.h. dem Schaffen von Bedingungen, die die Entwicklung erleichtern. Hierzu ist es notwendig, Förderangebote zur Verfügung zu stellen, die individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Person passen.
Um dies zu gewährleisten, ist eine vorherige sonderpädagogische Diagnostik unverzichtbar – sie bildet die Grundlage für individuelle Förderung (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung 2010a, 143) und kann innerhalb verschiedenster Personenkreise erfolgen. In vorliegender Arbeit soll die Diagnostik für den Personenkreis von Menschen (und vorwiegend Kindern) mit schwersten und Mehrfachbehinderungen in den Blick genommen werden [...], sodass zunächst allgemeine Anforderungen an diagnostische Maßnahmen verdeutlicht und die Aufgaben der Diagnostik aufgezeigt werden. Anschließend sollen Diagnoseinstrumentarien und Methoden unter Berücksichtigung möglicher Erschwernisse bei Menschen mit schwersten und Mehrfachbehinderungen beschrieben werden, um schließlich genauer auf strukturierte Beobachtungsverfahren einzugehen und dieses Verfahren am Beispiel der „Förderdiagnostik mit schwerstbehinderten Kindern“ von Fröhlich und Haupt (2004) zu verdeutlichen. Abschließend soll innerhalb eines Schlusswortes aufgezeigt werden, welchen Nutzen die Ergebnisse aus den vorliegenden Beobachtungsverfahren haben können und wie diese sinnvoll zur individuellen Förderplanung genutzt werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Anforderungen an die Diagnostik

3. Aufgaben der Diagnostik

4. Diagnoseinstrumentarien und Methoden

4.1 Besonderheiten und mögliche Erschwernisse

4.2 Methoden sonderpädagogischer Diagnostik

4.3 Strukturierte Beobachtungsverfahren

4.4 „Förderdiagnostik mit schwerstbehinderten Kindern“ nach Fröhlich und Haupt (2004)

4.4.1 Vorgehen und Methodik

4.4.2 Durchführung und Rahmenbedingungen

4.4.3 Inhalt

4.4.4 Zusammenfassung

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über die sonderpädagogische Diagnostik bei Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung zu geben, grundlegende Anforderungen und Aufgaben zu erläutern sowie strukturierte Verfahren, insbesondere am Beispiel der „Förderdiagnostik mit schwerstbehinderten Kindern“ von Fröhlich und Haupt (2004), zu verdeutlichen.

  • Grundlagen und Rahmenbedingungen sonderpädagogischer Diagnostik
  • Methodische Besonderheiten und Erschwernisse bei schwerstbehinderten Menschen
  • Überblick über strukturierte Beobachtungsverfahren
  • Detaillierte Analyse des Förderdiagnostik-Leitfadens nach Fröhlich und Haupt
  • Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit für die Förderplanung

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Vorgehen und Methodik

Wie schon mehrmals angesprochen, ist der Personenkreis von Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung sehr heterogen. Individuelle Lebensgeschichten, Krankheiten, soziales und familiäres Umfeld etc. bedingen, dass statistisch relevante Gruppen nicht zusammengefasst werden können und damit auch standardisierte Testverfahren für eine hinreichende Diagnostik nicht nützlich sind. Fröhlich und Haupt (2004) orientieren sich daher an der Entwicklung nicht behinderter Kinder im ersten Lebensjahr. Aus umfangreichen Materialien und Untersuchungen erstellten sie eine Liste mit den wichtigsten Entwicklungsmerkmalen und ergänzten diese durch sehr spezifische Verhaltensweisen bei schwerstbehinderten Kindern (vgl. Fröhlich & Haupt 2004a, 4). Die Autoren sprechen in ihrem Leitfaden dahingehend vom sog. analogen Entwicklungsalter, womit sie zum Ausdruck bringen möchten, dass bei schwerstbehinderten Kindern Kompetenzen vorliegen, wie sie sonst bei sehr jungen nichtbehinderten Kindern zu beobachten sind, wobei zu beachten ist, dass sich jedoch ältere schwerstbehinderte Kinder in einer völlig anderen Lebenssituation befinden (vgl. Fröhlich & Haupt 2004a, 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Diagnostik für die individuelle Förderung von Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Allgemeine Anforderungen an die Diagnostik: Es werden grundlegende Anforderungen wie Strukturierung, Schutz der Intimität, Orientierung an Stärken und interdisziplinäre Zusammenarbeit dargestellt.

3. Aufgaben der Diagnostik: Dieses Kapitel erläutert die Rolle der Diagnostik als Grundlage für die Förderplanung, zur Evaluation von Maßnahmen und als Handlungshilfe im Einrichtungsalltag.

4. Diagnoseinstrumentarien und Methoden: Dieser Abschnitt behandelt methodische Herausforderungen, stellt verschiedene Beobachtungsverfahren vor und analysiert detailliert den Leitfaden von Fröhlich und Haupt.

5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird die Notwendigkeit einer individuellen, interdisziplinären und respektvollen Förderplanung auf Basis der diagnostischen Ergebnisse betont.

Schlüsselwörter

Sonderpädagogische Diagnostik, Schwerstbehinderung, Mehrfachbehinderung, Förderdiagnostik, Verhaltensbeobachtung, Interdisziplinarität, Individuelle Förderung, Analoges Entwicklungsalter, Entwicklungsbogen, Lebensqualität, Pädagogische Hilfe, Basale Stimulation, Förderplanung, Inklusion, Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, Anforderungen und Methoden der sonderpädagogischen Diagnostik für Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören allgemeine diagnostische Prinzipien, die Abgrenzung zu klassischen Testverfahren, der Einsatz strukturierter Beobachtung sowie die praktische Umsetzung einer Förderdiagnostik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Pädagogen und Fachkräften einen fundierten Überblick über diagnostische Ansätze zu geben, die den besonderen Bedürfnissen schwerstbehinderter Menschen gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die systematische Aufarbeitung des diagnostischen Leitfadens von Fröhlich und Haupt (2004).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Anforderungen, Aufgaben und Methoden der Diagnostik diskutiert und die Struktur sowie Durchführung des Entwicklungsbogens von Fröhlich und Haupt ausführlich dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind sonderpädagogische Diagnostik, Schwerst- und Mehrfachbehinderung, Förderdiagnostik, analoges Entwicklungsalter und Verhaltensbeobachtung.

Was versteht man unter dem "analogen Entwicklungsalter"?

Es bezeichnet die Annahme, dass schwerstbehinderte Menschen Kompetenzen zeigen, die in ihrer Art jenen sehr junger, nicht behinderter Kinder im ersten Lebensjahr ähneln, auch wenn ihre Lebenssituation eine völlig andere ist.

Warum sind standardisierte Tests bei der Zielgruppe oft ungeeignet?

Aufgrund der hohen Heterogenität, der Schwierigkeiten bei der verbalen Kommunikation und der oft nicht umsetzbaren Testbedingungen sind klassische, normorientierte Verfahren bei diesem Personenkreis meist nicht aussagekräftig.

Welche Rolle spielt die interdisziplinäre Zusammenarbeit?

Sie ist entscheidend, um Befunde aus verschiedenen Fachbereichen, Beobachtungen aus dem Alltag und die Perspektiven von Angehörigen zu einem ganzheitlichen Bild zu integrieren.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Diagnostik bei Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung
College
University of Erfurt
Course
Mehrfachbehinderungen – Begriff, Personenkreis und pädagogische Handlungsansätze
Grade
1,0
Author
Monique Wicklein (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V213966
ISBN (eBook)
9783656423645
ISBN (Book)
9783656424093
Language
German
Tags
diagnostik menschen mehrfachbehinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monique Wicklein (Author), 2013, Diagnostik bei Menschen mit schwerster und Mehrfachbehinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213966
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint