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Die Inhumanität des Krieges in der Literatur. Analyse des Romans „Im Westen nichts Neues“

Title: Die Inhumanität des Krieges in der Literatur. Analyse des Romans „Im Westen nichts Neues“

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andrea Benesch (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Der Roman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque begleitet eine Gruppe von Jugendlichen durch den Ersten Weltkrieg. In Rückblenden wird erzählt, weshalb diese jungen Männer von 19 Jahren in den Krieg zogen und was sie an der Front erleben. Auf welche Weise der Krieg Paul Bäumer, den Ich-Erzähler des Romans und seine Kameraden verändert hat, wird im Folgenden anhand von Textbeispielen untersucht.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwiefern sich bei den Figuren im Roman eine zunehmende Inhumanität bzw. Abgestumpftheit zeigt. Um dies zu verdeutlichen wird zuerst die Realität des Krieges behandelt. Anschließend wird anhand von Beispielen auf die Verrohung des Protagonisten und seiner Kameraden eingegangen. Die Konfrontation mit dem Tod und die Auswirkung dessen werden danach analysiert. Abschließend wird noch das Problem der ,verlorenen Generation‘ und die Inhumanität des Krieges behandelt, bevor die Ergebnisse im Fazit noch einmal zusammen getragen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Analyse des Romans „Im Westen nichts Neues“

II.1. Der Krieg als Realität

II.2. Zunehmende Verrohung des Protagonisten und seiner Kameraden

II.3. Der Krieg und der Tod

II.4. Die ,verlorene Generation‘ und die Inhumanität des Krieges

III. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht anhand des Romans „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, inwiefern die extreme Belastungssituation des Ersten Weltkrieges zu einer fortschreitenden Inhumanität und emotionalen Abstumpfung bei den jungen Soldaten führt.

  • Die Darstellung des Ersten Weltkrieges als zerstörerische Realität.
  • Prozesse der psychischen Verrohung und Regression zum Tierischen.
  • Die ständige Konfrontation mit dem Tod als prägendes Element des Alltags.
  • Das Schicksal der sogenannten „verlorenen Generation“.
  • Der Verlust moralischer Maßstäbe und ziviler Identität.

Auszug aus dem Buch

II.2. Zunehmende Verrohung des Protagonisten und seiner Kameraden

Bereits beim Tode Kemmerichs zeigt sich eine gewisse Verrohung bzw. Abgestumpftheit bei den Charakteren. (vgl. WN 19ff.) Doch der Prozess hat schon viel früher begonnen.12 In einer Rückblende wird von der Militärausbildung erzählt, dem unmenschlichen Drill auf dem Kasernenhof, durch den vormaligen Briefträger, und jetzigen Unteroffizier Himmelstoß. 13 (vgl. WN 25ff.) Dieser ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Krieg Menschen verändern kann. Als vorher eher unbeachtetes Gesellschaftsmitglied, genießt er seine neu gewonnene Macht und Position als Vorgesetzter. Er quält und schikaniert seine Untergebenen, weil er es kann. In dem Glauben einem höheren Zweck zu dienen, will er die Rekruten für den Krieg und sein Vaterland stark macht. Sein Ziel war die Erschaffung eines „seelisch zum Überleben abgehärteten Soldaten“14.

Der Erzähler beschreibt die Grundausbildung wie folgt: „Wir wurden hart, misstrauisch, mitleidlos, rachsüchtig, roh“. (WN 27) Darauf folgt allerdings gleich die Rechtfertigung:

und das war gut; denn diese Eigenschaften fehlten uns gerade. Hätte man uns ohne diese Ausbildung in den Schützengraben geschickt, dann wären wohl die meisten von uns verrückt geworden. So aber waren wir vorbereitet für das, was uns erwartete. (WN 27)

Die militärische Ausbildung „zielte auf ein ,Aufgeben der Persönlichkeit‘“ und war „nur durch Gewöhnung und Abstumpfung“ zu ertragen. 15 Allerdings hat sie ihnen noch etwas gebracht: Kameradschaft. Und diese wird im Roman zu einer der wichtigsten Säulen für die Charaktere. Die Kameradschaft ist ein „wichtiges Mittel zum Überleben und zur Bewahrung der seelischen Integrität“.16 Der Erzähler beschreibt sie einmal so:

[das Leben] hat in uns den Kameradschaftssinn geweckt, damit wir dem Abgrund der Verlassenheit entgehen [...]. (WN 185)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Inhumanität im Ersten Weltkrieg ein und umreißt die Fragestellung zur psychischen Veränderung der Romanfiguren.

II. Analyse des Romans „Im Westen nichts Neues“: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und beleuchtet die Realität des Krieges, die zunehmende Verrohung, die ständige Konfrontation mit dem Tod sowie das Konzept der „verlorenen Generation“.

II.1. Der Krieg als Realität: Hier wird der Krieg als allgemeingültige Katastrophe ohne feste historische Ortsbindung analysiert, die das gesamte Leben der Soldaten bestimmt.

II.2. Zunehmende Verrohung des Protagonisten und seiner Kameraden: Dieser Abschnitt untersucht den Einfluss der militärischen Ausbildung und der brutalen Kampferfahrungen auf die Charakterveränderung der Soldaten.

II.3. Der Krieg und der Tod: Das Kapitel analysiert, wie die Allgegenwärtigkeit des Sterbens die moralischen Maßstäbe und das Verhalten der Protagonisten zersetzt.

II.4. Die ,verlorene Generation‘ und die Inhumanität des Krieges: Hier wird die generationenübergreifende psychische Zerstörung der jungen Soldaten durch den Krieg und der Verlust der Lebensperspektive thematisiert.

III. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und ordnet das Phänomen der Inhumanität in einen breiteren historischen und wissenschaftlichen Kontext ein.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque, Inhumanität, Verrohung, Abgestumpftheit, verlorene Generation, Kriegsliteratur, psychische Folgen, Soldatentum, Tod, Kameradschaft, Moral, Instinkt, Trauma

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit untersucht die zerstörerischen psychischen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die jungen Protagonisten in Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Realität des Grabenkrieges, der schleichenden Verrohung der Soldaten, der omnipräsenten Todesnähe und dem Schicksal der jungen Männer, die ihre Jugend an der Front verloren haben.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, inwiefern sich bei den Figuren im Roman eine zunehmende Inhumanität beziehungsweise eine emotionale Abgestumpftheit infolge des Kriegsgeschehens zeigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung von Sekundärliteratur auf narrative Strategien und thematische Motive hin untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Abschnitte, die den Krieg als Realität, die Verrohung der Charaktere, die Auseinandersetzung mit dem Tod und das Phänomen der „verlorenen Generation“ detailliert betrachten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Inhumanität, Verrohung, Abgestumpftheit, Kriegsliteratur, Traumatisierung und „verlorene Generation“.

Inwieweit spielt das Tiermotiv eine Rolle in der Argumentation der Autorin?

Das Tiermotiv dient dazu, die Regression der Soldaten zu erklären; sie handeln nur noch instinktiv, um in einer entmenschlichten Umgebung zu überleben, was sie von zivilen moralischen Werten entfremdet.

Wie bewertet die Autorin den Begriff der „verlorenen Generation“?

Die Autorin stellt fest, dass dieser Begriff zwar auf die Soldaten des Ersten Weltkriegs zutrifft, jedoch betont sie, dass auch junge Männer in anderen Kriegen ähnliche Traumatisierungen erlebten, was die Problematik historisch weitet.

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Details

Title
Die Inhumanität des Krieges in der Literatur. Analyse des Romans „Im Westen nichts Neues“
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Germanistik)
Course
Seminar: Der Erste Weltkrieg in der Literatur
Grade
2,0
Author
Andrea Benesch (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V213993
ISBN (eBook)
9783656422891
ISBN (Book)
9783656423515
Language
German
Tags
inhumanität krieges literatur analyse romans westen neues
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Benesch (Author), 2012, Die Inhumanität des Krieges in der Literatur. Analyse des Romans „Im Westen nichts Neues“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213993
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