Ambient Assisted Living (AAL). Entwicklung eines Notfallassistenten


Projektarbeit, 2012

14 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Thema und Relevanz

3. Stand der Forschung

4. Ziele und eigene Fragestellungen

5. Methoden und Vorgehensweisen

6. Ergebnisse im Verlauf

7. Diskussion

8. Ausblick

9. Literaturliste

Zusammenfassung

Ausgehend von der Problematik, dass sich im nächsten Jahrzehnt der bereits festgestellte Mangel an Pflegekräften noch weiter verstärken wird, haben wir in dem interdisziplinären Masterstudiengang Barrierefreie Systeme (BaSys) an der FH Frankfurt an einem Projekt mit dem Ziel, die Technik zu nutzen und einen Notfallassistenten zu entwickeln gearbeitet; dieser soll pflegerische und medizinische Notfälle erkennen und situativ handeln.

Das Ziel unseres Projektes stellte die Entwicklung eines Roboters (=Notfallassistent) im ambulanten Bereich dar. Dabei musste das Verhalten eines Roboters in Notfallsituationen erörtert werden. Dafür wurden drei Ausgangsfragen geklärt

1. Wann liegt ein Notfall vor?
2. Wie erkennt der Notfallassistent einen Notfall?
3. Welche Maßnahmen sollte der Notfallassistent ergreifen?

und Notfallbeispiele angeführt.

Innerhalb der uns zur Verfügung stehenden drei Semester habe ich eine Userstory und ein Szenario aus dem ambulanten Bereich entworfen. Es wurde aufgezeigt, wie ein Roboter als technisches Hilfsmittel eine Pflegekraft unterstützen könnte. Dabei wurden an die Technik hohe Anforderungen gestellt. In jedem Fall muss die Technik eine zuverlässige Datenübertragung und die ununterbrochene Funktionsfähigkeit des Notfallassistenten gewährleisten. Ein Problem stellt die Entwicklung der Sensorik eines Roboters dar.

Andere Probleme liegen u.a im Bereich der interdisziplinären Zusammenarbeit, d.h., an den unterschiedlichen Arbeitsweisen der verschiedenen Fachbereiche, die zur Entwicklung von sinnvollen technischen Lösungen notwendig sind. Ein weiteres Problem könnte der Datenschutz darstellen.

Momentan wird der Fachkräftemangel durch Hilfspersonal z.T. abgedeckt. Für die Zukunft ist zu überlegen, ob die vielen Teilzeitstellen in der BRD nicht in Vollzeitstellen umgewandelt werden können. Ansonsten sehe ich große Probleme auf uns zukommen. Die Anwendung technischer Lösungen ist hier in jedem Fall als Hilfe und Bereicherung anzustreben.

Thema und Relevanz

Viele Fachzeitschriften berichten momentan über den Fachkräftemangel in der Pflege. Die Situation des Personalmangels wird sich auf Grund des demografischen Wandels in der Pflegebranche weiter drastisch verstärken.

Das Problem „Fachkräftemangel“ ist schon länger bekannt. Bereits 2005 blieben laut statistischem Bundesamt[1] 39000 Vollzeitstellen für dreijährig ausgebildete Pflegekräfte unbesetzt. Die fehlenden Stellen wurden seit dem Jahr 2005 oftmals durch angelernte oder ungelernte Kräfte kompensiert. Dieses fachfremde Personal wird im Jahr 2018 nicht mehr ausreichen, um die anfallende Arbeit zu bewältigen.

Weiterführend sollen im Jahr 2025 nach einer weiteren Hochrechnung des statistischen Bundesamtes 152 000 Beschäftigte in der Pflege fehlen oder anders ausgedrückt 112000 Vollzeitstellen unbesetzt bleiben.1

Die Anzahl der fehlenden Pflegekräfte in der BRD könnte durch eine Änderung der Beschäftigungsstruktur in Westdeutschland um 9,5% vermindert werden. Somit hätten wir im Jahr 2025 34000 Pflegekräfte mehr als o.g., wenn die westdeutschen Pflegekräfte mehr Vollzeitstellen statt Teilzeitstellen besetzen würden. Da sich in Westdeutschland besonders Frauen aus persönlichen und familiären Gründen für eine Teilzeitbeschäftigung entscheiden1, lässt diese Erscheinung bei mir die Frage aufkommen, ob die Arbeitsplätze in Ostdeutschland familienfreundlicher sind als die Arbeitsplätze in Westdeutschland.

Es wird schnell ersichtlich wie wichtig die Unterstützung des wenigen Pflegepersonals ist. Hierzu möchten wir in einem Projekt in unserem interdisziplinären Studiengang (FH Frankfurt, Masterstudiengang: BaSys) die Technik nutzen und einen Notfallassistenten entwickeln. Dieser soll pflegerische und medizinische Notfälle erkennen und situativ handeln.

Stand der Forschung

Die Idee, technische Lösungen zur Erkennung akuter Notfälle und zur Einleitung von Erstmaßnahmen zu finden und zu nutzen, ist nicht branchenspezifisch zu sehen.

In der Automobilindustrie wird z.B. an einem Notfallassistenten gearbeitet, der gesundheitliche Notfälle des Fahrers erkennt, das Fahrzeug anhält und einen Notruf absetzt.[2]

Der Automobilclub AvD bietet seinen Mitgliedern schon seit Anfang 2010 ein kostenloses auf GPS basierendes Ortungssystem an. Dieses soll bei Autopannen und Unfällen über die Notrufnummer 112 einen Notruf absetzen. Der Rettungsdienst kann das verunfallte Fahrzeug orten und somit finden.[3]

In Berlin fand im Januar 2010 der dritte AAL-Kongress statt. Auf diesem wurde unter anderem das Projekt „SmartSenior“ vorgestellt. Dieses beschäftigt sich mit der Sicherstellung der Mobilität von Senioren, die mit Hilfe des „Mobile Emergency Assistance“ sichergestellt werden soll.[4]

Die Beispiele zeigen die erkannte Relevanz technischer Lösungen in verschiedenen menschlichen Lebensbereichen.

Ziele und eigene Fragestellungen

Der Notfallassistent sollte pflegerische und medizinische Notfälle erkennen und dementsprechend agierend handeln. Zur Erreichung dieser Ziele sind die notwendigen Schritte auszuarbeiten.

Die Fragen, wie ein Notfall aussieht und wann dementsprechend ein Notfall vorliegt, sind zu klären. Zudem sollte der Notfallassistent den Notfall als solchen erkennen. Hierzu muss geklärt werden wie der Notfall von der Technik erkannt werden kann.

Ist nun eine Notfallsituation eingetreten und vom Notfallassistenten erkannt, so muss er der individuellen Situation entsprechend handeln. Welche Maßnahmen zu ergreifen sind, wird mit den Technikern abgesprochen, damit diese nicht an der Umsetzung scheitern. Hierbei ist es wichtig, für die notwendigen zu ergreifenden Maßnahmen technisch umsetzbare Lösungen zu finden. Dabei werden auch die Anforderungen an die Technik festgelegt. Anschließend müssen die ergriffenen Maßnahmen situationsabhängig in einen zeitlich sortierten Ablauf gebracht werden, um wirklich effektive Hilfe sicherstellen zu können.

[...]


[1] vgl. statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 449 vom 06.12.2010

[2] Berliner Zeitung (06.06.2009): BMW kündigt Notfallassistent an, Berlin

[3] www.focus.de : Dank Handy-Ortung genaue Bestimmung des Unfallortes, 02.01.2011

[4] Nguyen-Dobinsky, et al (2010): Ambient Assisted Living 2010, Berlin

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Ambient Assisted Living (AAL). Entwicklung eines Notfallassistenten
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Autor
Jahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V214019
ISBN (eBook)
9783656426493
ISBN (Buch)
9783656436249
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, notfallassistenten, ambient, assisted, living
Arbeit zitieren
Christian Weismantel (Autor), 2012, Ambient Assisted Living (AAL). Entwicklung eines Notfallassistenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214019

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