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Die Außenpolitik Italiens in der Regierung Orlando- Sonnino

Titre: Die Außenpolitik Italiens in der Regierung Orlando- Sonnino

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Veronica Tomassino (Auteur)

Histoire de l'Europe - Époque guerres mondiales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit zielt daran ab, das Verhalten der ersten italienischen Delegation an der Pariser Friedenkonferenz (18. Januar 1919- 19. Juni 1919) zu erforschen. Um die Gebietsansprüche der italienischen Regierung zu verstehen, ist es notwendig, nicht nur die innenpolitische und gesellschaftliche Situation dieser Nation, sondern auch die Interessenanlage und das daraus folgende Benehmen der Alliierten und der Vereinigten Staaten zu erklären. Um diesen Zweck zu erreichen, habe ich nicht nur die bestehende Literatur über die Teilnahme Italiens an der Konferenz benutzt, sondern auch die italienische diplomatische Dokumente gelesen und angewendet.
Im Jahr 1914 und seit 1882 war Italien ein Mitglied des Dreibundes. Jedoch geht es aus den italienischen diplomatischen Dokumenten hervor, dass die zwei Alliiertenstaaten vor dem Anfang der Friedenskonferenz dafür waren, die Versprechungen des Londoner Vertrags gegenüber Italien zu erfüllen. Jedoch haben sowohl der Mangel an eine einstimmige italienische Außenpolitik, als auch die hartnäckigen Gebietsansprüche Sonninos bei der Konferenz beigetragen, die italienische internationale Handlungsfähigkeit zu schwächen. Großbritannien und Frankreich nutzen die diplomatische Schwäche Italiens aus, um ihre eigene Ziele zu verfolgen und häufig ihre wirtschaftliche Vormacht in einigen Kolonien zu Nachteil Italiens zu verstärken. Das wurde überhaupt deutlich, als die italienische Delegation die Konferenz nach dem beleidigenden Manifest Willsons verließ: die Alliierten ergriffen die Möglichkeit, um die Verhandlungen über Anatolien und die Mandate- Frage zu vollenden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Italien in der unmittelbaren Nachkriegszeit

1.1. Vom Dreibund zur Entente

1.2. Der Londoner Vertrag

2. Die italienische Außenpolitik in der Regierung Orlando- Sonnino

2.1. Die Regierung Orlando und die innen- Situation Italiens

2.2. Sonnino und die Außenpolitik Italiens

2.3. Die Interessenlagen Italiens und der Alliierten

2.4. Der Bissolati Vorschlag

3. Die Umsetzung der italienischen Außenpolitik: die Verhandlungen während der Pariser Friedenskonferenz (November 1918- Juni 1919)

3.1. Die Fiume- Frage und das Manifest Wilsons

3.2. Die italienische Abwesenheit und das Alliierten Verhalt

3.3. Der Tardieu- Plan

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Außenpolitik Italiens unter der Regierung Orlando-Sonnino, um die Gründe für das Verhalten der ersten italienischen Delegation auf der Pariser Friedenskonferenz (1919) zu ergründen und die daraus resultierende diplomatische Isolation des Landes zu analysieren.

  • Analyse der italienischen Gebietsansprüche und der Diskrepanz zum Londoner Vertrag
  • Einfluss der innenpolitischen Instabilität und der "verstümmelten Sieg"-Thematik
  • Konflikt zwischen den Zielen Sonninos und der Wilsonschen "New Diplomacy"
  • Interessenkonflikte mit den Alliierten (Frankreich und Großbritannien)
  • Die Rolle von Alternativvorschlägen wie dem Programm Bissolatis

Auszug aus dem Buch

2.2 Sonnino und die Außenpolitik Italiens

Sidney Sonnino (Pisa 1847– Rom 1922) war Finanzminister in der dritten Regierung Crispi und arbeitete erfolgreich an der Erneuerung des Finanzsystems. In den Jahren 1906 und 1909 wurde er zweimal als Regierungschef gewählt. Außerdem bekleidete er das Amt von Außenminister in den Regierungen Salandra, Boselli und Orlando (1914-1919).

Da er am 26. April 1915 den Londoner Vertrag unterzeichnet und sich für den Kriegseintritt Italiens verwendet hatte, fühlte er eine persönliche Verantwortung nicht nur für die beachtlichen Verluste des Landes, sondern auch für die versprochenen Gebietskonzessionen. Deshalb zielte seine Politik in der unmittelbaren Nachkriegszeit daran ab, die im Londoner Vertrag gefassten Versprechungen der Alliierten zu erlangen. Um die Bedeutung zu verstehen, die Sonnino der Frage des Londoner Vertrags bzw. der italienischen Gebietskonzessionen beimisst, sind die Wörter Afflerbachs hilfreich:

„Sonnino […]; in Versailles war schroffer denn je, nervlich vollständig überreizt und in Diskussionen von einer Intransigenz, die Freund und Feind entsetzte. […] In Versailles war das einzige, was Sonnino noch einfiel, um die Situation zu retten, das Geltendmachen des Londoner Vertrages in London und Paris und das starre Beharren auf jedem Komma dieser Abmachungen. Damit setzte er die gesamte italienische Delegation in zunehmende Verzweiflung, ja in Panik“ [ AFFLERBACH 2001: 165].

Die skrupellose Politik Sonninos an der Pariser Konferenz führte jedoch Italien allmählich zu einer wachsenden diplomatischen Isolierung, da die tapfere Verteidigung der vom Londoner Vertrag italienischen Rechte meinte, gegen die von Wilson bestimmte New Diplomacy zu gehen. Diese basierte sich nämlich auf die Angelpunkte des Verzichtes auf die Geheimnisdiplomatie, deren der Londoner Vertrag ein Vertreter war und auf die kolonialen Ansprüche, die hingegen die erste Besorgung der italienischen Delegation in Paris und der italienischen Regierung Orlandos waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Italien in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Dieses Kapitel erläutert den Übergang Italiens vom Dreibund zur Entente und die Bedeutung des Londoner Vertrags als Ausgangspunkt der italienischen Kriegsbeteiligung.

2. Die italienische Außenpolitik in der Regierung Orlando- Sonnino: Hier werden die innenpolitischen Herausforderungen, die Rolle Sonninos sowie die Interessenkonflikte mit den Alliierten und der Vorschlag Bissolatis detailliert betrachtet.

3. Die Umsetzung der italienischen Außenpolitik: die Verhandlungen während der Pariser Friedenskonferenz (November 1918- Juni 1919): Dieses Kapitel analysiert die konkreten Verhandlungen in Paris, die Fiume-Frage, das Wilson-Manifest und die Pläne wie den Tardieu-Plan vor dem Hintergrund der italienischen diplomatischen Isolierung.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, Italien, Regierung Orlando-Sonnino, Pariser Friedenskonferenz, Londoner Vertrag, Fiume-Frage, New Diplomacy, Woodrow Wilson, Diplomatie, Gebietsansprüche, territoriale Neuordnung, diplomatische Isolierung, Erster Weltkrieg, Nachkriegszeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die italienische Außenpolitik und das Verhalten der italienischen Delegation während der Pariser Friedenskonferenz 1919 unter der Regierung Orlando-Sonnino.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Gebietsansprüche Italiens basierend auf dem Londoner Vertrag, der Konflikt mit den Alliierten und den USA sowie die innenpolitischen Instabilitäten Italiens nach dem Ersten Weltkrieg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu erklären, warum Italien während der Friedenskonferenz in eine zunehmende diplomatische Isolation geriet und wie die Regierung versuchte, innenpolitische Legitimität durch außenpolitische Erfolge zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie eine Auswertung primärer italienischer diplomatischer Dokumente, um die Beweggründe und das Handeln der Delegation nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Rolle von Sidney Sonnino, die innenpolitische Krise des liberalen Staates sowie die detaillierte Darstellung der Verhandlungsabläufe in Paris.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Fiume-Frage, Londoner Vertrag, New Diplomacy, diplomatische Isolierung, Gebietsansprüche und die Regierung Orlando-Sonnino.

Welche Rolle spielte der Londoner Vertrag für die italienische Delegation?

Der Vertrag war die maßgebliche Grundlage der italienischen Forderungen; das starre Beharren auf seinen Bestimmungen durch Sonnino führte jedoch zu Spannungen mit den Alliierten und Wilson.

Warum lehnte die italienische Regierung den Vorschlag von Leonida Bissolati ab?

Bissolatis Vorschlag sah den Verzicht auf Gebietsansprüche vor, was jedoch die Emotionen der italienischen Öffentlichkeit und der Heimkehrer ignorierte und innenpolitisch keine Unterstützung fand.

Welchen Einfluss hatte Woodrow Wilsons Politik auf die italienischen Delegierten?

Wilsons "New Diplomacy" und sein Festhalten am Selbstbestimmungsrecht der Völker standen im direkten Widerspruch zu den italienischen imperialen Ansprüchen, was zur Konfrontation führte.

Was bedeutete der Begriff "vittoria mutilata" für die italienische Politik?

Der Mythos des "verstümmelten Sieges" beschrieb die verbreitete Unzufriedenheit über die vermeintlich unzureichende Belohnung Italiens auf der Friedenskonferenz und trug zur Destabilisierung bei.

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Résumé des informations

Titre
Die Außenpolitik Italiens in der Regierung Orlando- Sonnino
Université
University of Bonn
Cours
Seminar : Der Versailler Vertrag
Note
1,0
Auteur
Veronica Tomassino (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
24
N° de catalogue
V214060
ISBN (ebook)
9783656423898
ISBN (Livre)
9783656424260
Langue
allemand
mots-clé
Italien; Sonnino; Versailler Vertrag'; Erster Weltkrieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Veronica Tomassino (Auteur), 2012, Die Außenpolitik Italiens in der Regierung Orlando- Sonnino, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214060
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Extrait de  24  pages
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