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Unternehmenswertbildung in der Automobilindustrie. Auswirkungen von Working Capital und Cost of Goods sold

Titel: Unternehmenswertbildung in der Automobilindustrie. Auswirkungen von Working Capital und Cost of Goods sold

Diplomarbeit , 2012 , 59 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Yulian Enchev (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Rolle von Supply Chain Management (SCM) bei der Unternehmenswertbildung. Die beiden Werttreiber Working Capital (WC) und Cost of Goods sold (COGS) sind die führenden Begriffe dieses Beitrages. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welcher Höhe sich diese beiden Kennzahlen an einer Veränderung des Unternehmenswertes beteiligen.

Dabei richtet sie sich nach der „Discounted Cash Flow(DCF)-Methode“, die in den USA entwickelt wurde und in Europa immer häufiger angewendet wird. Darüber hinaus werden Erkenntnisse rund um die Working Capital-Berechnung präsentiert, von denen ein Teil als Basis für weitere Diskussionen dient. Effekte bei der Wertgenerierung werden im Bereich der Automobilindustrie detailliert betrachtet, indem auf einzelne Unternehmen eingegangen wird, um deren Werte miteinander zu vergleichen.

Obwohl viele Unternehmen diese Thematik vernachlässigen, berichten zahlreiche Studien über Einsparpotenziale von bis zu 30% des Nettoumlaufvermögens. Mit Hilfe der Benchmarking-Vergleichsmethode werden im Rahmen dieser Arbeit mehr als 15 europäische Unternehmen der Automobilindustrie zwischen 2003 und 2008 gegenübergestellt. Die Arbeit gibt so einen besseren Überblick über die innere Qualität eines Unternehmens und stellt heraus, wo sich Optimierungsmöglichkeiten verstecken könnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einblick/Zusammenfassung

2 Problem-/Aufgabenstellung

3 Literaturübersicht

4 Terminologie

4.1 Wertorientiertes Supply Chain Management

4.2 Working Capital (WC) und Working Capital Management (WCM)

4.3 Supply Chain Cost und COGS

4.4 Leasing

5 Supply Chain-Sicht

6 Forschungsmethodik

6.1 Benchmarking -Methode

6.2 Benchmarking Inhalt

6.3 Datenerfassung und Aufbereitung

6.4 Grenzen der Benchmarking-Studie

7 Durchführung der Benchmarking-Studie der Automobilindustrie

7.1 Benchmarking Teilnehmer

7.2 Die Entwicklungen von SC Kosten und Working Capital

7.3 Datenerhebungsproblematik

7.3.1 Zurechnung von Leasing

7.3.2 Abweichungen bei der Unternehmenswert (Einmaleffekt)

8 Ergebnisse und weitere Diskussionsfragen

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Kennzahlen Working Capital (WC) und Cost of Goods Sold (COGS) auf den Unternehmenswert innerhalb der Automobilindustrie, um Verbesserungspotenziale in der Liquiditätssteuerung durch ein wertorientiertes Supply Chain Management aufzudecken.

  • Rolle des Supply Chain Managements bei der Unternehmenswertbildung
  • Benchmarking-Analyse europäischer Automobilunternehmen (2003-2008)
  • Quantifizierung von Wertbeiträgen durch WC- und COGS-Veränderungen
  • Analyse der Leasing-Problematik und Datenvalidität bei Finanzdienstleistungen

Auszug aus dem Buch

7.3.1 Zurechnung von Leasing

„Die Hauptaktivitäten des Volkswagen-Konzerns gliedern sich in die beiden Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen. Im Konzernbereich Automobile fassen wir die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Fahrzeugen zusammen. Ein weiteres wichtiges Standbein des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen ist das Leasinggeschäft. Dieses wird durch die Volkswagen Leasing GmbH und ihren Zweigniederlassungen Audi Leasing, SEAT Leasing, Skoda Leasing sowie Europcar Leasing abgedeckt.“

Nach Angaben von „VW-Konzern“ sind im Geschäftsjahr 2004 im Konzernbereich Finanzdienstleistungen Umsatzerlöse in Höhe von 8,7 Mrd. € erwirtschaftet worden, was einer Erhöhung von 4,0% zum Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg sei vor allem auf die ausgeweiteten Geschäftsaktivitäten bei der Kundenfinanzierung und des Leasinggeschäftes zurückzuführen. Damit leistete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis des Volkswagen-Konzerns, der eine Erhöhung der Bilanzsumme aufgrund der ausgeweiteten Geschäftsaktivitäten um 17,9% sowie einen Anstieg bei den kurzfristigen Vermögenswerten um 27,3% zum Jahr 2003 bewirkt hat. Diese detaillierte Zahlenangabe ist nicht in jedem Bericht von Volkswagen explizit ausgewiesen. Daher werden solche Zahlen in den weiteren Berechnungsbeispielen, insbesondere Umsätze aus dem Leasinggeschäft, nicht berücksichtigt. Die erwirtschafteten Umsätze von den Leasinggeschäften werden also bei den im Folgenden dargestellten WC-Berechnungen vom Gesamtumsatz weder addiert noch subtrahiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einblick/Zusammenfassung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung von Supply Chain Management für die Unternehmenswertbildung und definiert den Rahmen der empirischen Untersuchung.

2 Problem-/Aufgabenstellung: Das Kapitel thematisiert das Liquiditätspotenzial in der Automobilindustrie und begründet die Notwendigkeit eines aktiven Working Capital Managements.

3 Literaturübersicht: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die verwendeten Kennzahlenkonzepte wie DCF-Methode und Working Capital-Berechnungsmodelle diskutiert.

4 Terminologie: Dieser Abschnitt definiert die zentralen Fachbegriffe wie wertorientiertes SCM, Working Capital, COGS und Leasing für das weitere Verständnis.

5 Supply Chain-Sicht: Hier wird die Branchendynamik, insbesondere in Krisenzeiten, und die Abhängigkeit zwischen Autoherstellern und Zulieferern beleuchtet.

6 Forschungsmethodik: Es wird der methodische Ansatz des Benchmarkings zur Analyse der Bilanzzahlen von 16 Unternehmen zwischen 2003 und 2008 erläutert.

7 Durchführung der Benchmarking-Studie der Automobilindustrie: Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse, analysiert SC-Kosten und Working Capital und diskutiert die Datenerhebungsproblematik.

8 Ergebnisse und weitere Diskussionsfragen: Hier werden die Erkenntnisse zusammengefasst und Ansätze für zukünftige Forschungsfragen abgeleitet.

9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und der Bedeutung des Modells für Wissenschaft und Praxis.

Schlüsselwörter

Supply Chain Management, Working Capital, COGS, Unternehmenswert, Automobilindustrie, Benchmarking, Liquidität, Cash Conversion Cycle, Wertbeitrag, Leasing, Shareholder Value, Kostenmanagement, Finanzdienstleistungen, Datenvalidität, Unternehmenssteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Unternehmenswerten in der Automobilindustrie und untersucht, wie Änderungen in den Kennzahlen Working Capital und Cost of Goods Sold durch effizientes Supply Chain Management zur Wertgenerierung beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die wertorientierte Unternehmensführung, das Supply Chain Management, die Anwendung von Benchmarking-Methoden sowie die spezifische Betrachtung von Working Capital Management und Kostenstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, in einem Benchmarking-Vergleich von 16 europäischen Unternehmen zu quantifizieren, in welchem Maße sich die beiden Werttreiber Working Capital und COGS an der Veränderung des Unternehmenswertes beteiligen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Sekundärdatenanalyse basierend auf Geschäftsberichten und der Amadeus-Datenbank, kombiniert mit dem Benchmarking-Ansatz nach Robert C. Camp und Quantifizierungsmodellen für Wertbeiträge.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Benchmarking-Studie durchgeführt, die Verläufe von SC-Kosten und Working Capital grafisch analysiert und die Herausforderungen bei der Datenvalidität und der Leasing-Zurechnung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Supply Chain Management, Working Capital, Unternehmenswert, Automobilindustrie und Werttreiberanalyse geprägt.

Welche Rolle spielt der sogenannte Leasingeffekt?

Der Leasingeffekt stellt eine Anomalie in der Forderungsreichweite dar, die die Berechnung des Working Capital beeinflusst. Die Arbeit widerlegt die gängige Praxis, Forderungen aus Finanzdienstleistungen unkritisch in das Working Capital einzubeziehen.

Warum wurde der Zeitraum 2003 bis 2008 gewählt?

Der Zeitraum wurde gewählt, da er eine langfristige Planungssicherheit nach wissenschaftlichen Standards (vgl. Wöhe) bietet, während kurzfristige Betrachtungen für die gewählte Methodik als weniger aussagekräftig gelten.

Wie unterscheidet sich die Bewertung zwischen OEMs und Zulieferern?

Die Studie deutet darauf hin, dass Zulieferer in Bezug auf die SCC-Wertgenerierung teilweise eine bessere Positionierung aufweisen als die Autohersteller (OEMs), was durch detaillierte Vergleiche der CCC-Komponenten untermauert wird.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unternehmenswertbildung in der Automobilindustrie. Auswirkungen von Working Capital und Cost of Goods sold
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,0
Autor
Yulian Enchev (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
59
Katalognummer
V214119
ISBN (eBook)
9783668656253
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unternehmenswertbildung automobilindustrie auswirkungen working capital cost goods
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yulian Enchev (Autor:in), 2012, Unternehmenswertbildung in der Automobilindustrie. Auswirkungen von Working Capital und Cost of Goods sold, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214119
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Leseprobe aus  59  Seiten
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