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Surrealistische Fotografie zur Metamorphose des Geschlechts bei Clauce Cahun und Man Ray/Marcel Duchamp

Titre: Surrealistische Fotografie zur Metamorphose des Geschlechts bei Clauce Cahun und Man Ray/Marcel Duchamp

Thèse de Bachelor , 2012 , 53 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Art - Artistes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Bachelorarbeit soll zum einen eine Einordnung der
Arbeiten „Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp (1921)“ von Man
Ray/Marcel Duchamp und „Selbstportrait Claude Cahun (um 1920)“ von
Claude Cahun bezüglich des Themas Geschlechtermetamorphose
leisten. Hier steht der Unterschied zwischen einer natürlichen Körperlichkeit
und der gesellschaftlichen Geschlechterkonstruktion im
Vordergrund. Zum anderen soll untersucht werden, welche Rolle das
Medium Fotografie im Kontext der Bildmanipulation und der Wahrnehmungstäuschung
einnimmt.
Der Aufbau dieser Arbeit orientiert sich an der Methodik des
Kunstwissenschaftlers Erwin Panofsky, da die beiden Fotos erst im
wissenschaftlichen Sinne verstanden werden können, wenn die
eigentliche Idee der Fotos erfasst worden ist und das Werk in seinem
kulturellen Kontext, in welchem es entstanden ist, betrachtet wurde.
Daher beginnt die vorliegende Arbeit mit einer Betrachtung der
Fotografie unter Berücksichtigung des Mediums im Kontext des
Surrealismus (2. Fotografie als Medium des Surrealismus am Beispiel Man Rays), um nach einer Einordnung des Themas in den historischen
Kontextes (3. Die Geschlechterrollen) von Claude Cahun (4. Claude
Cahun) ebenso auch zu Marcel Duchamp (5. Rrose Sélavy) und zur
eigentlichen Interpretation des symbolischen Gehalts der Fotografien zu
gelangen. Im Anschluss folgen zwei Bildbeschreibungen der Fotografien
von Man Ray „Marcel Duchamp alias Rrose Sélavy (1921)“ und
„Selbstportrait Claude Cahun (um 1920)“ von Claude Cahun (6. Zwei
Fotografien im Vergleich). Aus der zusammengetragenen Argumentation
werden die Resultate in einem Fazit (7.) zusammengefasst und
eventuell noch offene Fragen benannt.[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Kurze Einführung

2. Fotografie als Medium des Surrealismus am Beispiel Man Rays

3. Die Geschlechterrollen im Surrealismus um 1920

4. Claude Cahun

5. Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp

6. Zwei Fotografien im Vergleich

6.1 Abschliessende Bildbeschreibung

6.1.1 Selbstportrait Claude Cahun (um1920)

6.1.2 Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp (1921) von Man Ray

7. Fazit

8. Bibliographie

9. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Inszenierung von Geschlechtsmetamorphosen in der surrealistischen Fotografie, wobei der Fokus auf den Arbeiten von Claude Cahun und Marcel Duchamp (alias Rrose Sélavy) liegt. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen natürlicher Körperlichkeit und gesellschaftlicher Geschlechterkonstruktion sowie die Rolle des Mediums Fotografie im Kontext der Identitätswahrnehmung und Bildmanipulation zu analysieren.

  • Die Funktion der Fotografie als surrealistisches Ausdrucksmittel
  • Soziale und kulturelle Geschlechterrollen im Paris der 1920er Jahre
  • Die künstlerische Identitätsstiftung durch Travestie und Pseudonyme
  • Vergleichende Analyse spezifischer Porträtaufnahmen zur Dekonstruktion von Identität

Auszug aus dem Buch

1.1 Kurze Einführung

Auf den ersten Blick scheint es, als haben sich Claude Cahun und Marcel Duchamp beide beim Tragen der gesellschaftlich typischen Kleidung des jeweils anderen Geschlechts fotografieren lassen. Dabei wollten sie wohl nicht im Sinne des Transvestitismus verstanden werden, sondern eher als Travestie die Rolle des anderen Geschlechts darstellen.

Nach einer genaueren Untersuchung der beiden Foto-grafien „Claude Cahun Selbstportrait (um 1920)“ von Claude Cahun und „Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp (1921)“ von Man Ray sowie dem Hinzuziehen der thematischen Laufbahn der beiden Künstler, wird gerade dieser Aspekt der Travestie zunehmend fraglich und sucht nach einer anderen alternativen Auslegung und Bedeutung derartiger Metamorphosen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsziel, die Identitätskonstruktion mittels surrealistischer Fotografie bei Cahun und Duchamp kritisch zu beleuchten.

1.1 Kurze Einführung: Dieser Abschnitt hinterfragt die einfache Kategorisierung der Travestie bei den gewählten Künstlern und leitet zur tiefergehenden Analyse über.

2. Fotografie als Medium des Surrealismus am Beispiel Man Rays: Das Kapitel erläutert, wie Man Ray die Fotografie als experimentelles Werkzeug nutzt, um mittels technischer Manipulationen das innere Bild der Realität abzubilden.

3. Die Geschlechterrollen im Surrealismus um 1920: Hier werden die soziokulturellen Bedingungen des Pariser Surrealismus dargestellt, die trotz revolutionärer Ansätze stark heteronormativ und männlich dominiert waren.

4. Claude Cahun: Dieses Kapitel zeichnet die Biografie von Cahun nach und thematisiert ihre Verwendung des Pseudonyms sowie ihr radikales Spiel mit Identität und Androgynität.

5. Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp: Es wird untersucht, wie Duchamp durch sein Alter Ego Rrose Sélavy Konzepte von Geschlecht und ready-made Identität im Raum der surrealistischen Kunst verhandelte.

6. Zwei Fotografien im Vergleich: Die formale und inhaltliche Analyse der ausgewählten Fotografien dient der Gegenüberstellung der verschiedenen Herangehensweisen an das Thema Identitätsdarstellung.

6.1 Abschliessende Bildbeschreibung: Zusammenfassung der ikonografischen Merkmale der untersuchten Fotografien.

6.1.1 Selbstportrait Claude Cahun (um1920): Untersuchung von Pose und Blick des Selbstportraits hinsichtlich der vermittelten Stärke und hermaphroditischen Wirkung.

6.1.2 Rrose Sélavy alias Marcel Duchamp (1921) von Man Ray: Analyse der melancholischen Inszenierung Duchamps als Frau und der künstlerischen Implikationen dieser Darstellung.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Cahun und Duchamp durch ihre Selbstinszenierungen Konventionen aufbrachen und die Fotografie zur Dekonstruktion von Geschlechtsidentitäten instrumentalisierten.

8. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen.

9. Abbildungen: Dokumentation der Bildquellen und der besprochenen Werke.

Schlüsselwörter

Surrealismus, Fotografie, Geschlechtsmetamorphose, Identität, Claude Cahun, Marcel Duchamp, Rrose Sélavy, Travestie, Androgynität, Geschlechterrollen, Selbstinszenierung, Identitätsdekonstruktion, Man Ray, Körperlichkeit, Bildmanipulation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Claude Cahun und Marcel Duchamp das Medium der surrealistischen Fotografie nutzen, um Geschlechterrollen zu hinterfragen und Identitäten neu zu konstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Rolle der Fotografie im Surrealismus, die Dekonstruktion von Geschlechtsidentitäten, künstlerische Selbstinszenierung sowie der Vergleich zwischen der privaten Identitätssuche bei Cahun und der öffentlichen, konzeptionellen Arbeit bei Duchamp.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Unterschied zwischen der natürlichen Körperlichkeit und der gesellschaftlichen Konstruktion des Geschlechts aufzuzeigen und zu untersuchen, welche Rolle die Fotografie als Medium der Bildmanipulation und Wahrnehmungstäuschung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit orientiert sich methodisch an Erwin Panofskys kunstwissenschaftlichem Ansatz, um die Fotografien sowohl im wissenschaftlichen Kontext als auch in ihrem kulturellen Entstehungsrahmen zu verstehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medientheoretische Einordnung der surrealistischen Fotografie, eine Analyse der soziopolitischen Umstände um 1920 sowie detaillierte Porträkanalysen zu Cahun und Duchamp.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Identitätsdekonstruktion, Androgynität, surrealistische Fotografie, Selbstinszenierung, Travestie und Geschlechterrollen bilden das inhaltliche Rückgrat der Arbeit.

Inwiefern unterscheidet sich Duchamps Zugang zu Rrose Sélavy von Cahuns Selbstinszenierungen?

Während Duchamp Rrose Sélavy als ready-made Identität im Schutze der „Narrenfreiheit des Künstlers“ konzeptionell einsetzte, agierte Cahun radikaler im Privaten, um durch Androgynität neue Geschlechterdefinitionen jenseits binärer Strukturen zu erschaffen.

Welche Bedeutung kommt der „Verrätselung“ in der surrealistischen Fotografie zu?

Die Verrätselung dient dazu, etablierte Dokumentationsformen zu überwinden und beim Betrachter eine Irritation auszulösen, die ihn dazu anregt, vorgefertigte gesellschaftliche Schubladen für Geschlecht und Identität in Frage zu stellen.

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Résumé des informations

Titre
Surrealistische Fotografie zur Metamorphose des Geschlechts bei Clauce Cahun und Man Ray/Marcel Duchamp
Université
University of the Arts Berlin
Note
2,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
53
N° de catalogue
V214223
ISBN (ebook)
9783656426899
ISBN (Livre)
9783656433521
Langue
allemand
mots-clé
surrealistische fotografie metamorphose geschlechts clauce cahun ray/marcel duchamp
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2012, Surrealistische Fotografie zur Metamorphose des Geschlechts bei Clauce Cahun und Man Ray/Marcel Duchamp, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214223
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Extrait de  53  pages
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