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Goethe. Lenau. Faust. Erkundung eines Mythos.

Vorstellung und Analyse der Fassung der Badischen Landesbühne Bruchsal in Kooperation mit dem Deutschen Staatstheater Temeswar

Título: Goethe. Lenau. Faust. Erkundung eines Mythos.

Trabajo , 2012 , 30 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Greta Schmidt (Autor)

Teatrología, danza
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Zu Beginn dieser Arbeit habe ich mich mit diversen Faust Inszenierungen der letzten Jahre beschäftigt und mir die Frage über die Entwicklung der Inszenierungsansätze und -möglichkeiten gestellt. Ein Stück, dessen Mythos bereits in so unterschiedlicher Weise behandelt wurde wie Faust, gerät dennoch nie an seine Interpretationslimits. Zum einen liegt das natürlich an den diversen Variationen und Bearbeitungen des Mythos verschiedener Autoren, von Marlowe angefangen, es mag aber natürlich auch an dem Umfang liegen, die der Mythos birgt.
Bei der Recherche über zeitgenössische Inszenierungen, vor allem des
Goetheschen Faust, fiel mir auf, dass der Fokus sich ständig verschiebt. Mal liegt er stärker auf der Gelehrtentragödie des Protagonisten, mal auf der cleveren Verführung Fausts durch Mephisto. Einen Trend zu Letzterem konnte ich genauso entdecken, wie den, mehrere Texte einander gegenüber zu stellen.
So stiess ich auf eine Inszenierung aus Berchtesgaden in Kooperation mit dem Deutschen Theater Temeswar, die meine Aufmerksamkeit erregte; Es wurde der Faust Goethes dem Faust Lenaus gegenübergestellt. Es ergaben sich bei der ersten Überlegung rasch Fragen, beispielsweise über das Warum einer solchen Inszenierung, die Funktion und Umsetzung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Annäherung an den Faust Nikolaus Lenaus

2.1. Goethe versus Lenau

3. Goethe Lenau Faust. Erkundung eines Mythos – kommentierte Inhaltsangabe

3.1 Teil Eins

3.1.1. Exposition (Bild 1-3): Gelehrtentragödie

3.1.2. Gretchentragödie (Bild 4-9)

3.2. Teil 2

3.3. Teil 3

4. Knappe Gedanken zur Fassung und Analyseansatz

5. Reichtum und imperiale Macht

5.1. Reichtum

5.2. Die imperiale Macht und ihre Schnelligkeit im dritten Teil

6. Sexuelle Macht und Unterdrückung

6.1. Gretchentragödie

6.2. Wagner als Fausts Stellvertreter

6.3. Erlöschen der Begierde

7. Schlussgedanken

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Inszenierung "Goethe Lenau Faust. Erkundung eines Mythos" der Badischen Landesbühne Bruchsal in Kooperation mit dem Deutschen Staatstheater Temeswar, um die dramaturgische Aufbereitung des Faust-Stoffes unter den Aspekten von Macht, Reichtum und Geschlechterrollen zu untersuchen.

  • Vergleich der Faust-Dichtungen von Goethe und Nikolaus Lenau.
  • Analyse der spezifischen Dramaturgie der Inszenierung aus der Spielzeit 2009/2010.
  • Untersuchung von Machtstrukturen, insbesondere im Hinblick auf ökonomische und sexuelle Unterdrückung.
  • Darstellung der Entwicklung der Faust-Figur vom Suchenden zum Machtpolitiker.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Exposition (Bild 1-3): Gelehrtentragödie

Rasant, fast atemlos jagt die Fassung durch das Geschehen. Die Szenen wechseln schnell hin und her, springen in der Originalfassung vor und zurück. Dies passt meiner Meinung nach hervorragend zu der Rastlosigkeit Fausts nach einem tieferen Sinn. Die Fassung beginnt direkt mit dem berühmte Eingangsmonolog Fausts in Nacht, der von der Gelehrtentragödie und dem Wunsch die Natur und die Wissenschaft zu kontrollieren zeugt. Sein Monolog unterbricht schon nach kurzer Zeit („Die Menschen zu bessern und zu bekehren“) und es folgt nun der Dialog aus dem Studierzimmer zwischen Schüler und Mephisto. Ein Schüler bittet gelehrt zu werden, Mephisto fragt zunächst in welchem Fach und der Knabe wählt die Naturwissenschaft. Zunächst scheint aber eher unwillig zu sein, denn ist er nicht freiwillig gekommen, sondern wurde von seiner Mutter geschickt. Mephisto verrät ihm, bei Faust sei er an der richtigen Adresse und werde sich schon gewöhnen. Dem Wunsch des Schülers nach ein wenig Freizeit setzt er nur noch mehr Vorschläge der Lehren entgegen, er zählt alle Studienzweige auf die, wie eben erfahren, auch Faust studiert hat und zieht sie damit auch Fausts Streben nach Wahrheit und der damit verbundenen Machtphantasie, ins Lächerliche.

Faust fährt mit seinem Monolog fort, berichtet und erklärt seine Hinwendung zur Magie um Wahrheit und Wissen zu erfahren, ruft die Geister auf, die ihm auch erscheinen. Erneut muss er jedoch enttäuscht feststellen, dass ein menschlicher Verstand offenkundig nicht ausreicht um verstehen „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Im Folgenden, einer kurzen Passage aus Vor dem Tor, spricht Faust von seiner tiefen Zerrissenheit. Mephisto stellt sich Faust daraufhin vor, umwirbt den zunächst skeptischen Wissenschaftler, doch der Pakt wird schließlich doch geschlossen und ein Vertrag über das Erfahren von Wahrheit wird zögerlich entworfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Analyse der spezifischen Faust-Inszenierung und umreißt die methodische Herangehensweise an die Text- und Inszenierungsvorlagen.

2. Annäherung an den Faust Nikolaus Lenaus: Dieses Kapitel stellt das Werk von Nikolaus Lenau dem berühmteren Faust von Goethe gegenüber und arbeitet die charakteristischen Unterschiede der beiden Protagonisten heraus.

3. Goethe Lenau Faust. Erkundung eines Mythos – kommentierte Inhaltsangabe: Es erfolgt eine detaillierte, szenische Inhaltsangabe der dreiteiligen Inszenierung, unterteilt in die verschiedenen Bilder der Aufführung.

4. Knappe Gedanken zur Fassung und Analyseansatz: Das Kapitel reflektiert die Inszenierung als Ganzes und definiert den Analysefokus auf die Themen Macht und Reichtum.

5. Reichtum und imperiale Macht: Hier wird untersucht, wie ökonomische Macht, Gold und technische Schnelligkeit in der Fassung thematisiert und mit dem Faust-Mythos verknüpft werden.

6. Sexuelle Macht und Unterdrückung: Der Fokus liegt auf der Instrumentalisierung von Frauen und der Unterdrückung durch den Protagonisten, dargestellt anhand von Gretchen und anderen Figuren.

7. Schlussgedanken: Das Kapitel resümiert die Erkenntnisse über die Stringenz der Inszenierung und die komplexe Darstellung des Faust als moderne, zerrissene Figur.

Schlüsselwörter

Faust, Goethe, Nikolaus Lenau, Theaterinszenierung, Badische Landesbühne, Macht, Reichtum, Unterdrückung, Gretchentragödie, Mephisto, Dramaturgie, Mythos, Inszenierungsanalyse, Psychogramm, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert eine spezifische Theaterinszenierung mit dem Titel „Goethe Lenau Faust. Erkundung eines Mythos“, die eine Kombination aus Texten von Goethe und Lenau darstellt.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Faust-Mythos, die Darstellung von Machtstreben, ökonomischer Reichtum und die Dynamiken sexueller Unterdrückung innerhalb der verschiedenen Faust-Fassungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die dramaturgische Intention der Badischen Landesbühne zu verstehen, wie sie die verschiedenen literarischen Vorlagen miteinander verknüpft, um eine neue, psychologisch tiefe Charakterisierung Fausts zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Analyse verwendet?

Es wird eine komparative und dramaturgische Analyse angewendet, die den Vergleich der Originaltexte mit der spezifischen Fassung der Inszenierung durch eine kommentierte Inhaltsangabe und interpretative Abschnitte vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Inhaltsangabe der drei Teile der Inszenierung sowie thematische Analysen zu Macht, Reichtum und sexueller Unterdrückung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Faust-Mythos, Machtstrukturen, Geschlechterrollen, dramaturgische Bearbeitung und der Vergleich zwischen Goethes und Lenaus Dichtungen.

Wie unterscheidet sich Lenaus Faust von Goethes Faust laut der Autorin?

Die Autorin hebt hervor, dass Faust bei Lenau kein Symbol eines getriebenen Individuums ist, sondern eine Art Psychogramm eines von Zweifeln zerfressenen Menschen, der unter Atheismus leidet.

Welche Rolle spielt Mephisto in der analysierten Inszenierung?

Mephisto wird in dieser Fassung nicht als allmächtiger, sondern als lenkendes Prinzip beschrieben, das Fausts Streben nach Macht und seine moralische Erosion ausnutzt, ohne dabei zwingend selbst der Hauptakteur zu sein.

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Detalles

Título
Goethe. Lenau. Faust. Erkundung eines Mythos.
Subtítulo
Vorstellung und Analyse der Fassung der Badischen Landesbühne Bruchsal in Kooperation mit dem Deutschen Staatstheater Temeswar
Universidad
LMU Munich
Calificación
2,0
Autor
Greta Schmidt (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
30
No. de catálogo
V214343
ISBN (Ebook)
9783656426851
ISBN (Libro)
9783656433644
Idioma
Alemán
Etiqueta
goethe lenau faust erkundung mythos vorstellung analyse fassung badischen bruchsal kooperation deutschen staatstheater temeswar
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Greta Schmidt (Autor), 2012, Goethe. Lenau. Faust. Erkundung eines Mythos., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214343
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Extracto de  30  Páginas
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