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Monetäre Familienpolitik in der BRD

Titre: Monetäre Familienpolitik in der BRD

Dossier / Travail , 2003 , 21 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Markus Kühbauch (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Familienpolitik hat einen bedeutenden Umfang in der BRD. Allein im Jahre 2000 betrugen
die Ausgaben für Ehe und Familie im Rahmen des Sozialbudgets der BRD 96,8 Mrd. €.1 In
dieser Hausarbeit werden die verschiedenen Beweggründe für Familienpolitik gezeigt und
die konkreten sozialpolitischen Maßnahmen in der BRD beschrieben.
Die interessanteste Frage ist, welche Gründe es gibt monetäre Familienpolitik zu betreiben.
Warum möchte der Staat Familien unterstützen und woraus setzt sich seine Politik
zusammen. Was steckt hinter den Ausgaben für die Familienpolitik und können diese
überhaupt steuernd im Sinne des Staates wirken? Zur Einführung in die Materie zeige ich
die Leistungen der Familie2 für die Gesellschaft und die besonderen ökonomischen
Probleme einer Familie mit Kindern. Im Besonderen wird die Situation von Erwerbstätiger
Frauen mit Kindern beleuchtet, da die Erwerbslosigkeit durch Kindererziehungs zeiten das
schwerwiegendste ökonomische Problem einer Familie ist. Allem vorausgehend werden
die rechtlichen Grundlagen der Familienpolitik dargestellt. Ungewiss ist, ob eine monetäre
Familienpolitik erstens die ökonomische Situation der Familien erleichtert oder ihr gerecht
wird und zweitens überhaupt eine Entscheidung zum Kind beeinflussen kann bzw. die
Lasten der Familien reduziert. Die Elemente der Umverteilung möchte ich anhand der
wichtigsten Bausteine der monetären Hilfen aufzeigen. Schließlich soll erwähnt sein, dass
Sonderleistungen des Familienlastenausgleichs (FLA) im Bereich des öffentlichen
Dienstes und eine historische Betrachtung der monetären Familienpolitik keine oder nur
kleinere Bestandteile dieser Arbeit sind und aus diesem Grund nur an einigen Stellen
Erwähnung finden.
1 Statistischen Bundesamt (2003): "Soziale Sicherung". Online verfügbar: URL:
http://www.destatis.de/basis/d/solei/soleitab7.htm [Stand 13-08-2003].
2 Siehe dazu auch auf S.17 Definitionen

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.1. Einleitung

1.2. Familienpolitik als Aufgabe für den Sozialstaat

2.1. Leistungen der Familie

2.2. Kosten für Familien mit Kindern

3.1. Der Familienlastenausgleich (FLA)

3.2. Bedeutende Leistungen im Rahmen des FLA

3.3. Wirkung des FLA

4. Die Erwerbstätigkeit bei Frauen in Abhängigkeit der Kinder

5. Geld als Mittel der Familienpolitik?

6. Abseits der Beziehung Staat-Familie

7. Ausblicke

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die monetäre Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland, analysiert deren ökonomische Grundlagen sowie die Wirksamkeit staatlicher Umverteilungsmaßnahmen und beleuchtet kritisch den Einfluss auf die Erwerbstätigkeit von Frauen sowie demografische Entwicklungen.

  • Ökonomische Belastungen durch Kinder und die Rolle des Familienlastenausgleichs.
  • Analyse wichtiger Instrumente wie Kindergeld, Erziehungsgeld und Kindererziehungszeiten.
  • Auswirkungen der Familienpolitik auf die Erwerbsbiografien von Frauen.
  • Vergleich der Wirksamkeit von Geldleistungen versus Realtransfers (Infrastruktur).
  • Kritische Reflexion der staatlichen Rolle und demografischer Ziele.

Auszug aus dem Buch

2.1. Leistungen der Familie

Die Leistungen, die die Familie erbringt, tragen zur "familialen Wohlfahrtsproduktion" (Kaufmann 1997: 102) bei. Ein entscheidender Unterschied zu anderen Wohlfahrt produzierenden Elementen der Gesellschaft ist hier die emotionale Gebundenheit zwischen den Familienmitgliedern, eine Gebundenheit und Stabilität der Erwartungen, die es so in der Umwelt der Familien nicht gibt (siehe unten Punkt 5). Diese "soziale Kohäsion" bildet die notwendige Voraussetzung für weitere familiale Leistungen. Die Leistungen der Familie möchte ich hier in sechs Punkten aufzählen:

1. Die Reproduktionsfunktion: Die Familie sichert die Generationenfolge durch Reproduktion.

2. Die Sozialisationsfunktion meint die Leistung der Auf- und Erziehung der Kinder. Nicht alleine die Quantität der Reproduktion zählt, sondern vielmehr die Qualitäten, die durch Erziehung erlangt werden. Lampert und auch Kaufmann sprechen (von den hier genannten Leistungen im Gesamten gesehen) auch von der Funktion der "Humanvermögensbildung", ähnlich wie man von "Humankapital" in der Ökonomie spricht. Humanvermögen meint die Kompetenzen, die "anerzogen" werden und in den verschiedensten Gesellschaftsbereichen als Ressource gebraucht werden. Es beinhaltet also alle Dimensionen des menschlichen Könnens, als Staatsbürger, als Fachspezialist im Beruf, Konsument oder wiederum als Familienmitglied. Alle folgenden Punkte der Familienleistung können auch als Teil der Humanvermögensbildung gesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1. Einleitung: Einführung in den Umfang und die Problematik der monetären Familienpolitik sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.

1.2. Familienpolitik als Aufgabe für den Sozialstaat: Erläuterung des verfassungsrechtlichen Auftrags und der Legitimationsgrundlagen staatlicher Familienpolitik.

2.1. Leistungen der Familie: Darstellung der sechs zentralen familialen Funktionsbereiche, die zur gesellschaftlichen Wohlfahrtsproduktion beitragen.

2.2. Kosten für Familien mit Kindern: Analyse der ökonomischen Belastungen, insbesondere des Erwerbsausfalls und der Opportunitätskosten bei der Kinderbetreuung.

3.1. Der Familienlastenausgleich (FLA): Definition des FLA als Bündel staatlicher Leistungen zum Ausgleich von Lebenslageunterschieden.

3.2. Bedeutende Leistungen im Rahmen des FLA: Detaillierte Vorstellung konkreter Instrumente wie Erziehungsgeld, Kindergeld und Rentenanrechnungszeiten.

3.3. Wirkung des FLA: Untersuchung der Wirksamkeit monetärer Transfers hinsichtlich demografischer Ziele und der Entlastung von Familien.

4. Die Erwerbstätigkeit bei Frauen in Abhängigkeit der Kinder: Analyse des Einflusses von Kindern auf die Erwerbsquoten von Frauen im Vergleich zu Frankreich.

5. Geld als Mittel der Familienpolitik?: Kritische Diskussion über Anreizstrukturen monetärer Hilfen und die Notwendigkeit einer stärkeren Infrastrukturförderung.

6. Abseits der Beziehung Staat-Familie: Betrachtung sozialer Nahbereiche und unternehmerischer Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

7. Ausblicke: Zusammenfassende Diskussion über die Angemessenheit derzeitiger Maßnahmen und die Notwendigkeit einer interdisziplinären Analyse.

Schlüsselwörter

Familienpolitik, Sozialstaat, Familienlastenausgleich, Humanvermögensbildung, Erwerbstätigkeit, Frauenerwerbsquote, Erziehungsgeld, Kindergeld, demografischer Wandel, Sozialgesetzbuch, Realtransfers, Umverteilung, soziale Kohäsion, Vereinbarkeit, Familienleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der monetären Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere mit der Frage, wie der Staat Familien mit Kindern finanziell unterstützt und welche Motive dieser Politik zugrunde liegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Familienlastenausgleich, die ökonomischen Kosten von Kindern, die Auswirkungen der Politik auf die Erwerbsbiografien von Frauen sowie die demografischen Folgen staatlicher Eingriffe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob monetäre Familienpolitik die ökonomische Situation von Familien tatsächlich erleichtert und ob sie steuernd im Sinne gesellschaftspolitischer Ziele, wie der Geburtenrate oder der Erwerbsbeteiligung, wirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender sozialwissenschaftlicher und ökonomischer Studien, um die verschiedenen Instrumente der Familienpolitik kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Leistungen der Familie für die Gesellschaft, die Kostenfaktoren für Eltern, die Funktionsweise des Familienlastenausgleichs sowie spezifische familienpolitische Instrumente und deren Wirkung auf die Erwerbstätigkeit von Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Familienlastenausgleich, Humanvermögensbildung, Frauenerwerbsquote, Realtransfers und die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland.

Wie unterscheidet sich die Situation von Frauen in Deutschland zu der in Frankreich?

Die Arbeit stellt fest, dass in Frankreich trotz ähnlicher Geburtenraten eine deutlich höhere Erwerbsquote von Müttern besteht, was auf ein stärker ausgeprägtes Angebot an sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten (Realtransfers) zurückgeführt wird.

Welche Kritik übt der Autor am Ehegattensplitting?

Der Autor weist darauf hin, dass das Ehegattensplitting einen großen Teil der Sozialausgaben bindet, obwohl aus vielen der begünstigten Ehen gar keine Kinder hervorgehen, was die gezielte Unterstützung von Familien mit Kindern in Frage stellt.

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Résumé des informations

Titre
Monetäre Familienpolitik in der BRD
Université
Bielefeld University  (Fakultät für Soziologie)
Cours
Sozialpolitik der BRD
Note
2.0
Auteur
Markus Kühbauch (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
21
N° de catalogue
V21435
ISBN (ebook)
9783638250603
Langue
allemand
mots-clé
Monetäre Familienpolitik Sozialpolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Kühbauch (Auteur), 2003, Monetäre Familienpolitik in der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21435
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