Mit der gesetzlichen Öffnung des innerdeutschen Reiseverkehrs für Fernbusse, ergibt sich vor allem für Studenten eine neue und attraktive Art der Mobilität.
Was sind jedoch ihre Entscheidungskriterien bei der Wahl des Verkehrsmittels und wie sind diese gewichtet?
Die Arbeit zeigt, wie der Fernbus im Vergleich zur Bahn bei verschiedenen Kriterien abschneidet und welchen Wert Studenten diesen beimessen. Eine besondere Fokussierung liegt auf Preis und Reisedauer.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Darlegung des Forschungsprozesses
3. Methodenreflexion
4. Interpretation der erhobenen Daten
5. Neue Erkenntnisse im Kontext des state-of-the-art
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Marktliberalisierung im Fernbusverkehr auf das Reiseverhalten von Studenten und analysiert, inwiefern der Fernbus als Konkurrent zur Deutschen Bahn wahrgenommen wird, wobei der Fokus auf Entscheidungsmerkmalen wie Preis, Fahrtdauer und Reisekomfort liegt.
- Analyse der Wettbewerbssituation zwischen Fernbus und Bahn
- Einfluss von Preismodellen auf das Buchungsverhalten von Studenten
- Bedeutung von Reisekomfort-Kriterien wie Sitzplatzgarantie und WLAN
- Einfluss der geographischen Verfügbarkeit auf die Verkehrsmittelwahl
- Empirische Untersuchung mittels Online-Umfrage unter Studierenden
Auszug aus dem Buch
4. Interpretation der erhobenen Daten
Die Entscheidungskriterien wurden unter anderem aus Gründen der Übersichtlichkeit in Kategorien, wie z.B. Komfort zusammengefasst. Bei jedem einzelnen Punkt wurden die jeweiligen Werte bzw. Merkmale der Bahn denen des Fernbusses gegenüber gestellt. Das, im Sinne des Kunden positivere Ergebnis, wurde auf dem Poster mit einem grünen Haken versehen, das schlechtere mit einem roten Kreuz. Dadurch ist das Resultat dieser Ergebnisinterpretation auf einen Blick für den Adressaten ersichtlich.
Bei zwei Kriterien, unter anderem bei „Snacks und Drinks“, wurde dieses Vorgehen nicht angewandt. Da keines der beiden Merkmalsausprägungen einen eindeutigen Vorteil gegenüber dem anderen aufweist, beziehungsweise die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist. Zu den vermeintlichen Hauptkriterien gehören sicherlich Preis und Fahrtdauer (auch Hauptteil der Befragung). Hier lässt sich festhalten, dass der Fernbus beim Kriterium Preis meist deutlich (oftmals über 50%) günstiger ist als die Bahn. Allerdings zeigt sich bei der Fahrtdauer ein gegenteiliges Bild. Dort ist die Bahn in der Regel das schnellere Verkehrsmittel. In einer weiteren Kategorie, dem Streckenangebot, lässt sich erkennen, weshalb sich die Bahn jährlich über knapp zwei Milliarden Fahrgäste freuen darf, und die Fernbusunternehmen nur auf einen Bruchteil dessen kommen. Denn hier stehen die ca. 5.700 Bahnhöfe der deutschen Bahn, den 100-150 Städten, die von Fernbussen angefahren werden, gegenüber.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die regulatorischen Änderungen ab 2013 und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Konkurrenzsituation zwischen Fernbus und Bahn für Studenten.
2. Darlegung des Forschungsprozesses: Erläutert die Vorgehensweise bei der Informationsbeschaffung durch Online-Recherche und die Durchführung einer zielgruppenspezifischen Online-Umfrage.
3. Methodenreflexion: Reflektiert die Kombination aus theoretischer Materialauswertung und empirischer Datenerhebung zur fundierten Beantwortung der Fragestellung.
4. Interpretation der erhobenen Daten: Analysiert die Studienergebnisse hinsichtlich der Preisgestaltung, des Streckenangebots und der Präferenzen bei Reisekomfort-Faktoren.
5. Neue Erkenntnisse im Kontext des state-of-the-art: Setzt die Ergebnisse in Bezug zu bestehenden wissenschaftlichen Marktsimulationen und diskutiert die Rolle der Verfügbarkeit.
Schlüsselwörter
Fernbus, Deutsche Bahn, Reiseverhalten, Studenten, Preis-Leistungs-Verhältnis, Wettbewerb, Personenbeförderungsgesetz, Online-Umfrage, Reisekomfort, Sitzplatzgarantie, Verfügbarkeit, Marktsimulation, Verkehrsmittelwahl, Mobilität, Fahrtdauer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Konkurrenzsituation zwischen Fernbussen und der Deutschen Bahn nach der gesetzlichen Liberalisierung im Jahr 2013, speziell aus der Perspektive studentischer Reisender.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Preis- und Fahrtdaueranalyse, den Reisekomfort, die Bedeutung der Netzabdeckung sowie das generelle Meinungsbild der Zielgruppe Studenten.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie sich die neue Konkurrenz durch den Fernbus auf die Wahl des Verkehrsmittels bei Studenten auswirkt und welche Kriterien dabei den Ausschlag geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein zweigleisiger Ansatz gewählt: eine theoretische Recherche zur aktuellen Marktsituation kombiniert mit einer empirischen Online-Umfrage (n=106) unter Studenten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Entscheidungskriterien wie Preis, Fahrtdauer und Komfortfaktoren (WLAN, Sitzplatz) detailliert gegenübergestellt und auf Basis der Umfragedaten interpretiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Fernbus, Bahn, Wettbewerb, Reiseverhalten, Studenten, Preis-Leistungs-Verhältnis und Verfügbarkeit.
Warum ist das Streckenangebot für den Fernbus derzeit noch ein Nachteil?
Aufgrund der deutlich geringeren Anzahl an angefahrenen Haltepunkten im Vergleich zum dichten Bahnhofsnetz der Bahn ist der Fernbus auf vielen Relationen aktuell noch keine echte Option für Studenten.
Welche Rolle spielt die Preisdifferenz bei der Entscheidung?
Die Untersuchung zeigt, dass ein Großteil der Studenten bereit ist, eine längere Fahrtdauer in Kauf zu nehmen, sofern der Preisvorteil des Busses gegenüber der Bahn einen bestimmten Schwellenwert übersteigt.
Wie wichtig ist den befragten Studenten der Reisekomfort?
Während eine garantierte Sitzplatzreservierung für die Mehrheit der Studenten eine hohe Bedeutung hat, werden Zusatzleistungen wie WLAN oder ein Verpflegungsangebot weniger stark priorisiert.
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- Andreas Noack (Author), 2013, Der Fernbus als Konkurrent zur Bahn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214499