Leben in Australiens Wäldern rätselhafte Affenmenschen? Eine kleinere Art davon soll bis zu 1,50 Meter groß sein, eine größere sogar bis zu drei Meter. Die Ureinwohner auf dem „Fünften Kontinent“ gaben diesen Geschöpfen viele Namen. Auch weiße Einwohner oder Touristen glaubten, solche Lebewesen mit eigenen Augen gesehen zu haben. Mit jenen Kreaturen befasst sich das Taschenbuch „Yowie. der australische Affenmensch“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.
Probst ist weder Kryptozoologe, noch glaubt er an die Existenz von Affenmenschen, die überlebende Frühmenschen oder Urmenschen wären. Aber er kann nicht ausschließen, dass in abgelegenen Gegenden der Erde noch bisher unbekannte Affen oder Menschenaffen ein verborgenes Dasein führen. Denn von 1900 bis heute sind erstaunlich viele große Tiere erstmals entdeckt und wissenschaftlich beschrieben worden. Darunter befinden sich auch Primaten wie der Berggorilla (1902), der Kaiserschnurrbarttamarin (1907), der Bonobo (1929), der Goldene Bambuslemur (1986), der Goldkronen-Sifaka oder Tattersall-Sifaka (1988), das Schwarzkopflöwenäffchen (1990) und der Burmesische Stumpfnasenaffe (2010).
Nach Ansicht von Kryptozoologen, die weltweit nach verborgenen Tierarten (Kryptiden) suchen, leben auf der Erde noch zahlreiche unbekannte Spezies, die ihrer Entdeckung harren. Bisher sind auf unserem „blauen Planeten“ etwa 1,5 Millionen Tierarten bekannt. Manche Wissenschaftler vermuten, dass mehr als 15 Millionen Tierarten noch unentdeckt bzw. unbeschrieben sind.
Kryptozoologen zufolge gibt es auf der Erde noch erstaunlich viele bisher unbekannte Tierarten zu entdecken. Auf allen fünf Erdteilen – so glauben sie – leben beispielsweise große Affenmenschen. Die bekanntesten von ihnen sind „Yeti“ im Himalaja, „Bigfoot“ in Nordamerika, „Orang Pendek“ auf Sumatra und „Alma“ in der Mongolei. Als Affenmenschen gelten auch „Chuchunaa“ in Ostsibirien, Nguoi Rung“ in Vietnam, „De-Loys-Affe“ in Südamerika, „Skunk Ape“ aus Florida, „Yeren“ in China und „Yowie“ in Australien.
Das Taschenbuch „Yowie. Der australische Affenmensch“ enthält eigens hierfür angefertigte Zeichnungen des japanischen Künstlers Shuhei Tamura. Dieser hat dankenswerterweise oft prähistorische Raubkatzen für Werke des deutschen Autors Ernst Probst gezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort: Viele Tierarten sind noch unentdeckt
Yowie: „Böser Geist“ in Australiens Wäldern
Entdeckungen von Affenmenschen
Der Autor
Zielsetzung & Themen der Publikation
Die vorliegende Arbeit untersucht die kryptozoologischen Berichte über den „Yowie“, einen in Australien mythisch überlieferten Affenmenschen, und setzt diese Sichtungen in den wissenschaftlichen Kontext der Suche nach bisher unentdeckten Tierarten sowie der Hominologie.
- Historische und kulturelle Einordnung des Yowie-Mythos in der Kultur der Aborigines.
- Analyse von Sichtungsberichten europäischer Siedler und moderner Beobachtungen.
- Vergleich des Yowie mit anderen weltweiten „Kryptiden“ wie Yeti, Bigfoot und Orang Pendek.
- Wissenschaftliche Bewertung der Hypothesen zu prähistorischen Nachfahren wie Gigantopithecus.
- Reflexion über die Abgrenzung zwischen Kryptozoologie, Wissenschaft und Legendenbildung.
Auszug aus dem Buch
Yowie: „Böser Geist“ in Australiens Wäldern
Bereits zur Zeit der Besiedlung Australiens durch die ersten Weißen kursierten Geschichten über einen Affenmenschen, der angeblich in den Wäldern des „Fünften Kontinents“ hauste. Die Ureinwohner, die Aborigines, erzählten englischen Siedlern von einem etwa 1,80 bis 2,70 Meter großen Affen mit dunklem Fell. Jenes merkwürdige Wesen bezeichnete man – je nach Stammeszugehörigkeit – beispielsweise als „Yowie“, „Noocoonah“, „Doolagahl, „Gooligah“, „Quinken“, „Thoolagai“, „Yaroma“, „Yahoo“, „Jingera“, „Jimbra“ oder „Tjandara“. Heute spricht man meistens von „Yowie“, was vermutlich von den Aborigines-Namen „Yuuri“ oder „Yowri“ für diese Kreatur abgeleitet sein dürfte. „Yahoo“ heißt „Teufel“ oder „böser Geist“. „Yowie“ bedeutet „behaarter Teufelsmensch“.
In alten Mythen der Aborigines sind die „Yahoos“ ursprüngliche Bewohner des Landes. Zwischen den „Yahoos“ und den so genannten „Schwarzen“ sei es immer wieder zu Kämpfen gekommen. Dabei hätten die „Schwarzen“ zwar immer wieder die „Yahoos“ besiegt, aber diese seien die besseren Läufer gewesen und deswegen stets schnell weg gewesen.
Die Engländer belächelten anfangs die abenteuerlich klingenden Schilderungen der Eingeborenen über „Yowie“. Anfangs glaubten die weißen Siedler noch, die Aborigines wollten sie mit diesen schier unglaublichen Geschichten nur aus ihrem Land vergraulen. Aber 1790 soll erstmals auch ein Weißer den Affenmenschen beobachtet haben, worüber eine Lokalzeitung in dem damals noch kleinen Städtchen Sydney berichtete.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Viele Tierarten sind noch unentdeckt: Eine Einführung in die Kryptozoologie, die aufzeigt, dass auch im 20. und 21. Jahrhundert noch große Säugetiere und Primaten wissenschaftlich entdeckt werden.
Yowie: „Böser Geist“ in Australiens Wäldern: Dieses Kapitel dokumentiert die historische Entwicklung der Yowie-Legenden, von den Überlieferungen der Aborigines bis hin zu konkreten Sichtungsberichten weißer Siedler seit dem 18. Jahrhundert.
Entdeckungen von Affenmenschen: Eine chronologische Übersicht über weltweite Sichtungen und Berichte von affenähnlichen Wesen, die von der Antike bis in die heutige Zeit reicht.
Der Autor: Ein kurzer biografischer Abriss über Ernst Probst, seine journalistische Karriere und seine zahlreichen populärwissenschaftlichen Publikationen zur Urgeschichte.
Schlüsselwörter
Yowie, Kryptozoologie, Aborigines, Affenmensch, Hominologie, Bigfoot, Yeti, Orang Pendek, Gigantopithecus, Sichtungsberichte, Landkryptiden, Australien, Primaten, Mythologie, Ernst Probst
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kryptozoologischen Erforschung des „Yowie“, eines legendären australischen Affenmenschen, und ordnet dieses Phänomen in den globalen Kontext der Hominologie ein.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die mythologischen Wurzeln bei den Aborigines, die historische Dokumentation von Sichtungen durch Siedler und Forscher sowie der Vergleich mit anderen weltweiten Kryptiden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Berichte über den Yowie objektiv darzustellen, die Glaubwürdigkeit der Quellen zu prüfen und die wissenschaftliche Einordnung solcher „unentdeckten“ Wesen zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine historisch-deskriptive Methode angewandt, die auf der Auswertung von Berichten, Zeitungsarchiven, Zeugenaussagen und bestehender kryptozoologischer Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Yowie-Sichtungen, die Einbindung verwandter Mythen wie des „Bunyip“ sowie eine chronologische Auflistung internationaler Berichte über ähnliche Wesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Kryptozoologie, Yowie, Affenmensch, Hominologie, Gigantopithecus und Aborigines beschreiben den Inhalt am präzisesten.
Welche Rolle spielen die „Stick Signs“ bei der Yowie-Suche?
Es handelt sich um mysteriöse geometrische Muster aus Holz, die in Gebieten gefunden werden, in denen auch Sichtungen von Affenmenschen wie Yowie oder Bigfoot gemeldet wurden.
Wie unterscheidet sich der „Bunyip“ vom „Yowie“?
Während der Yowie als meist terrestrisches, behaartes Wesen in Wäldern beschrieben wird, ist der Bunyip ein in Flüssen und Sümpfen lebendes Wesen, das oft eher aquatische oder schlangenartige Attribute besitzt.
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- Ernst Probst (Author), 2013, Yowie. Der australische Affenmensch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214519