Antike Epigraphie am Beispiel römischer Militärdiplome von Flottensoldaten

Visueller Wandel oder stereotypische Erscheinung?


Hausarbeit, 2013
32 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Visual Literacy

3. Militärdiplome als historische Quelle
3.1 Was ist ein Militärdiplom und welche Funktion hatte es?
3.2 Entstehung und Rechtsgrundlage
3.3 Aufbau von Militärdiplomen

4. Vorstellung der militärischen Einheiten
4.1 Auxiliareinheiten
4.2 Legionäre, Prätorianer und Stadtkohorten
4.3 Flottensoldaten

5. Vorstellung des Analysevorgehens

6. Vorstellung und Analyse der Flottendiplome
6.1 Flottendiplom – Abb. 1 und 2 (71 n. Chr.)
6.1.1 Analyse der tabellae I und II extrinsecus (Abb. 1 und 2)
6.1.2 Analyse der tabellae I und II intus (Abb. 1 und 2)
6.2 Flottendiplom – Abb. 3 und 4 (127 n. Chr.)
6.2.1 Analyse der tabellae I und II extrinsecus (Abb. 3 und 4)
6.3 Flottendiplom – Abb. 5 bis 8 (221/222 n. Chr.)
6.3.1 Analyse der tabellae I und II extrinsecus (Abb. 5 und 8)
6.3.2 Analyse der tabellae I und II intus (Abb. 6 und 7)

7. Vergleich der analysierten Diplome

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis
9.1 Primärquellen
9.2 Sekundärquellen
9.3 Internetquellen

10. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

In der heutigen Gesellschaft sind uns Urkunden und Formulare bestens bekannt und beeinflussen das gesellschaftliche Leben. In Zeiten ausgeprägter Verwaltungsorgane ist die schriftliche Fixierung unabdingbar für einen juristisch verwendbaren Nachweis. In vielen Kulturen der Frühgeschichte, wo die Fähigkeit des Lesens und Schreibens fehlten, galten mündliche Vereinbarungen, oder auch der Handschlag, als einzige Mittel Vereinbarungen zu treffen oder Verträge zu schließen. Diese Varianten reichten vollkommen aus.

Anders hingegen war es bei den Römern. Diverse Inschriften belegen die Bedeutung der Schrift als notwendiges Kommunikationsmittel im antiken Alltag.

„Die wissenschaftliche Erforschung von Inschriften aus der griechischen und römischen Antike hat bereits eine lange Tradition, da Inschriften für diese ansonsten quellenarme Zeit oft die einzigen schriftlichen Überlieferungen bieten. Anders als archivalische Quellen wie Urkunden oder Akten sind Inschriften häufig öffentlich sicht- und lesbar und bezeugen den Wunsch, nicht nur den Zeitgenossen, sondern auch der Nachwelt Zeugnis von der eigenen Existenz, von Taten und Beweggründen des Handelns zu geben. Da sie andererseits ’harte Fakten’ wie Namen und Jahreszahlen überliefern, bilden sie einen reichhaltigen Quellenfundus für Fragestellungen der modernen Forschung.“ (Universität Bonn, 2013).

Für eine genaue Erforschung der römischen Heeres- und Verwaltungsgeschichte bedient man sich bei den sogenannten „Militärdiplomen“, eine der bedeutsamsten Quellengattungen der römischen Antike. Diese wurden laut gegenwärtigem Stand der Wissenschaft unter Kaiser Claudius (* 10 v. Chr., † 54 n. Chr.) eingeführt (vgl. Lieb/Speidel, 2007, S. 1).

Speziell die in dieser Hausarbeit behandelte Quellengattung der Militärdiplome war eine urkundlich gesicherte Abschrift kaiserlicher Konstitutionen, welche gedienten Soldaten das Bürgerrecht (gen. „civitas Romana“), sowie das Eherecht (gen. „conubium“) an die Untergruppe der peregrinen Soldaten verlieh.

Die vorliegende Hausarbeit wird im Gesamtkontext des Moduls G2 im Hinblick der antiken Schrift- und Bildkultur verfasst. Hierfür eignen sich die Militärdiplome in besonderem Maße, da diese überlieferten Zeugnisse römischer Rechtsgeschichte gleichwohl als „Bild–“ sowie auch als „Schriftzeugnis“ gewertet werden können. Des Weiteren eignet sich besonders diese Art der Quelle aufgrund ihrer Fundquantität der letzten Jahre für eine tiefer gehende Analyse. Als herausragende Expertin für Militärdiplome galt die britische Archäologin Margaret M. Roxan (* 1924, † 2003), die innerhalb des Zeitraums 1954 – 1994 eine umfangreiche Recherche betrieb und 390 Militärdiplome in einem Sammelband publizierte (vgl. Roxan, 1994, Foreword), die in verschiedenen Teilen damaliger römischer Provinzen gefunden wurden. Bis zum Jahr 2004 sind bereits eintausend verschiedene Militärdiplome gefunden und vorgestellt worden (ebd., Vorwort).

Diese Hausarbeit unterliegt der Fragestellung, inwieweit ein visueller Wandel bei der Berücksichtigung ausgewählter Militärdiplome von Flottensoldaten stattgefunden hat. Diese Analyse wird unter diachroner Betrachtung durchgeführt, um zu überprüfen, ob diese Formen der Würdigung militärischer Dienste reine Stereotypen gewesen sind.

Hierzu werden die Außenseiten („tabellae extrinsecus“) und die Innenseiten („tabellae intus“) dreier Militärdiplome (gen. „diplomata militaria“) von Angehörigen der römischen Flotte vergleichend analysiert.

Dabei kommt es mir darauf an, den zeitlichen Rahmen der Einführung unter Kaiser Claudius bis zum Ende der Vergabe der Militärdiplome unter Kaiser Caracalla (* 188 n. Chr., † 217 n. Chr.) zu beleuchten, um eventuelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Diplomen festzustellen.

Dazu wird später in einem Punkt das Analysevorgehen näher beschrieben und die zu beobachtenden visuellen Gestaltungsmittel vorgestellt, erläutert und ein abschließendes Fazit gegeben.

Zum Schluss wird eine finale Betrachtung ausgeführt, in der ein grober Ausblick mithilfe des aktuellen Forschungsstandes gegeben wird.

Zunächst erfolgt die Erläuterung des Begriffes „Visual Literacy“, also der geistigen Fertigkeit Bilder überhaupt „lesen“ und begreifen zu können, da dies wichtig ist, um ein Militärdiplom als Bild bzw. Abbildung definieren zu können.

2. Visual Literacy

Der Begriff „Visual Literacy“, zu dem es bis heute keine einheitliche deutsche Übersetzung gibt, wurde im Jahr 1969 durch den amerikanischen Linguisten John Debes erstmalig erwähnt und wie folgt definiert:

„Visual Literacy refers to a group of vision-competencies a human being can develop by seeing and at the same time having and integrating other sensory experiences. The development of these competencies is fundamental to normal human learning. When developed, they enable a visually literate person to discriminate and interpret the visible actions, objects, symbols, natural or man-made, that he encounters in his environment. Through the creative use of these competencies, he is able to communicate with others. Through the appreciative use of these competencies, he is able to comprehend and enjoy the masterworks of visual communication.” (ivla.org, 2012).

Diese Definition war die erste ihrer Art, jedoch nicht die einzige, zumal Bilder in vielen Kontexten, wie z. B. der Kunstgeschichte, der Psychologie, der Linguistik, der Kulturwissenschaft oder auch der Ästhetik eine gewichtige Rolle spielen und jede dieser Disziplinen ihre eigene gültige Definition des Begriffes beansprucht.

In der Disziplin der Medienpädagogik versteht man den Begriff „Visual Literacy“ als die

„Fähigkeiten und Fertigkeiten, Bilder und visuelle Aussagen in verschiedenen Medien bewusst wahrzunehmen, kritisch zu rezipieren, angemessen und sinnvoll zu nutzen sowie aktiv und kreativ zu gestalten.“ (Hümpel-Lutz, 2006, S. 92 f).

In der Kulturwissenschaft hat sich der Ausdruck „piktorale Literalität“ durchgesetzt, der das gleiche wie „Visual Literacy“ bedeutet. Dies bezeichnet auch hier die Fähigkeit, Bilder interpretieren zu können, um sie letztendlich auch zu verstehen.

Es existiert keine allgemein gültige Definition des Begriffes, sodass die Problematik des Bildverstehens nicht abschließend geklärt werden kann. Unabhängig davon, ob es sich nun um ein Gemälde oder um eine Urkunde wie ein Militärdiplom handelt: die Möglichkeiten alle denkbaren „Objekte“ auch als Bilder deuten zu können, wird durch die oben genannten Aussagen der Definitionen gestützt. Somit ist es nachvollziehbar, dass römische Militärdiplome nicht nur als antike Schriften, sondern auch als antike Bildobjekte im Folgenden behandelt werden und mithilfe des im Punkt 5 dieser Hausarbeit vorgestellten Analyserasters analysiert werden können.

Doch zunächst muss jedoch vorab die Frage beantwortet werden, was ein Militärdiplom überhaupt gewesen ist und welche Funktion dieses Dokument während seiner zeitlichen Existenz inne gehabt hat.

3. Militärdiplome als historische Quelle

3.1 Was ist ein Militärdiplom und welche Funktion hatte es?

Um den Begriff „Militärdiplom“ genauer zu definieren, ist es unumgänglich dessen Etymologie in den Vordergrund zu stellen. Hierbei ist es zwingend erforderlich, eine präzise Abgrenzung zwischen den Ausdrücken „Konstitution“ und der „Konstitutionsabschrift“ zu schaffen.

Die Privilegienvergabe geschah durch den Kaiser, der entschied

„welche Soldaten er mit civitas Romana und conubium auszeichnen wollte. So war seine Kanzlei angewiesen, gemeinsam mit den Statthalter– und Truppenarchiven der Provinzen den Schriftsatz vorzubereiten. Für jedermann sichtbar wurde dieser Text dann im Zentrum der Stadt Rom auf großen Metalltafeln, den tabulae aeneae, ausgehängt. Wollte der Veteran in den Provinzen seinen neuen Rechtsstatus nachweisen, konnte er sich von dieser veröffentlichten Konstitution eine beglaubigte Abschrift in Form einer handlichen, bronzenen Doppelurkunde anfertigen lassen – das Militärdiplom. […] Ein römischer Begriff für den Dokumententyp, der heute die Bezeichnung Militärdiplom trägt, ist nicht überliefert. […] Der Sprachgebrauch richtete sich nicht nach dem rechtlichen Charakter einer Urkunde, sondern nach äußerlichen Kriterien. So war beispielsweise diploma ein Ausdruck, der sich unabhängig vom juristischen Gehalt auf die Form der Urkunde bezog – ganz allgemein bezeichnete er ein verschlossenes Dokument.“ (Scheuerbrandt, 2009, S. 16).

Bei diesen tabulae aeneae handelte es sich also um die eigentliche, vergebene Konstitution des Kaisers.

Zusammenfassend trifft die Aussage zu, dass ein Militärdiplom die beglaubigte Abschrift einer kaiserlichen Konstitution für einen privilegierten Soldaten bzw. Veteranen gewesen ist. Mit einer solchen bronzenen Tafel ist es dem Privilegierten möglich gewesen, auch fernab der veröffentlichten Konstitution in Rom, seine Privilegien wie das Bürgerrecht oder das Eherecht nachweisen zu können.

3.2 Entstehung und Rechtsgrundlage

Im Laufe des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. wandelte sich das gesamte Römische Reich („Imperium Romanum“). Aus der römischen Hegemonialmacht im Mittelmeerraum entstand in historisch kurzer Zeit ein Großreich, welches sich vom Mittelmeer bis an den Rhein, später nach Britannien und über das Gebiet an der Donau heraus erstreckte. Aufgrund dieser massiven Ausdehnung innerhalb kürzester Zeit wurden nicht nur mediterrane Hochkulturen wie die Ägypter, Griechen und Orientalen unterworfen, sondern zudem ebenfalls Spanier, Gallier, Germanen und Pannonier (heutige Bewohner Westungarns).

Die annektierten und unterworfenen Gebiete wurden in Provinzen eingeteilt und durch die Römer verwaltet. Die Bewohner blieben weiterhin freie Bürger, welche jedoch nicht den gleichen Rechtsstatus wie die Cives Romani, also die Personen mit römischem Bürgerrecht, hatten (vgl. Lambert/Scheuerbrandt, 2002, S. 7). Laut Aussage der Autoren durfte ein Römer im Falle eines Prozesses nicht gefoltert bzw. ohne rechtsgültige Verurteilung geschlagen oder hingerichtet werden. Auch war der Dienst in den Legionen ausschließlich römischen Bürgern vorenthalten, sodass von vornherein potentiellen Loyalitätsproblemen bei den Söldnerheeren vorgebeugt wurde (ebd., S. 7). Bevölkerungsgruppen, die das Bürgerrecht nicht innehatten, wurden von den Römern als perigrini (heute übersetzt mit „Fremde“) bezeichnet.

„Einer der Gründe für die außergewöhnliche Stabilität des Staates war die Integration der peregrinen Bevölkerung, was untrennbar mit der allmählichen Ausbreitung des römischen Bürgerrechts in den Provinzen verbunden war.“ (ebd., S. 8).

Rom machte sich die unterworfenen Bewohner der Provinzen zunutze, indem es als Zeichen der Anerkennung Stammesführern oder anderweitig einflussreichen Bürgern, die als Sympathisanten dem Kaiser zugewandt waren, das römische Bürgerrecht verlieh. Der Großteil der Bevölkerung hingegen hatte, aus diesem Blickwinkel betrachtet, nicht die Möglichkeit das Bürgerrecht zu erhalten, wobei dafür als einzige Option der Dienst in der Armee infrage kam.

Der peregrinen Bevölkerung war es jedoch unter Todesstrafe verboten in der Legion zu dienen. Einzige Ausnahme für einen Dienst in der Armee waren die Hilfstruppen, die sogenannten Auxiliartruppen, sowie die römischen Flotten. Nachdem nun ein peregriner Soldat eine Dienstzeit von 25 Jahren oder mehr in einer solchen Einheit gedient hatte, wurde diesem nicht selbstverständlich das Bürgerrecht verliehen. Dieses geschah in einem ausdrücklichen Rechtsakt seitens des Kaisers, der die alleinige Befugnis besaß, diesen Rechtsakt vollziehen zu dürfen. Unterschieden wurde hierbei zwischen der Verleihung des „einfachen“civitas Romana und dem zusätzlichem Privileg, dem conubium, was bedeutete, peregrine Frauen ehelichen zu dürfen.

Die Verleihung des conubium als Privileg war für eine Vielzahl einstiger peregriner Soldaten von großer Wichtigkeit. Wie Lambert und Scheuerbrandt ausführen, stellte die Aufwertung des Rechtsstatus’ Veteranen vor das Problem, dass ihnen eine nach römischem Recht gültige Ehe mit peregrinen Frauen nicht möglich war: „Heiratete [der Veteran] dennoch eine Frau aus seinem sozialen Umfeld, galten seine Kinder als unehelich und konnten ihn nicht beerben.“ (ebd., S. 8). In dieser Hausarbeit wird der Rechtsstatus der Kinder von Veteranen, deren Ehe mit conubium geschlossen wurden ebenso außer Acht gelassen, wie die Ehen zwischen Veteranen und peregrinen Frauen, da es sich um eine Vielzahl unterschiedlichster Konstruktionen handelte:

„So wurden in der zweiten Hälfte des 1. Jh. n. Chr. civitas Romana und conubium nur selten gewährt – wahrscheinlich denjenigen Soldaten, die sich durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet hatten. Erst seit dem frühen 2. Jh. n. Chr. sind diese Sonderrechte grundsätzlich nach der ehrenhaften Entlassung aus dem Heeresdienst verliehen worden.“ (ebd., S. 9).

3.3 Aufbau von Militärdiplomen

Bei den römischen Militärdiplomen handelte es sich um ca. 15 cm x 13 cm große, dyptichone (=zusammenklappbare) Bronzetafeln, welche im Regelfall durch Gelenkringe aus Bronzedraht miteinander verbunden waren (ebd., S. 11). Auf beiden Tafelhälften eines Diploms war der Text der verliehenen Konstitution eingraviert. In der Mitte jeder Tafel befanden sich zwei annähernd gleich große Bohrungen, die sich bei Aufeinanderlegen beider Tafeln gegenüber lagen. Durch diese parallelen Bohrungen wurde ein Draht gezogen, um beide Tafeln zu fixieren. Auf der Rückseite der zweiten Tafel wurden die Drähte miteinander fest verbunden und durch Siegelwachs fixiert. Dieser Verschluss wurde durch die Siegel von sieben Zeugen gesichert, sodass eine bewusste Öffnung, Fälschung des Konstitutionstextes und Wiederverschließung faktisch nicht möglich gewesen ist. Die leicht zu beschädigenden Siegel der Zeugen wurden durch eine abdeckende Hülle geschützt sowie die Namen der jeweiligen Siegelführer in eine Liste neben der Verschlussleiste eingraviert.

Diese Art der Versiegelung machte diese juristisch bedeutsamen Dokumente praktisch fälschungssicher, denn nur eine nachweisbar unverfälschte Schrift konnte vor einem Gericht, einer Behörde oder einem Vertragspartner die verliehene Konstitution des Inhabers legitimieren (ebd.). Die Militärdiplome wurden nicht nur zur Sicherung des internen Konstitutionstextes gesiegelt, vielmehr wurde mit den Siegeln der Zeugen zugleich bestätigt, dass der Text im Wortlaut mit dem in Rom veröffentlichten Original übereinstimmte.

Der inhaltliche Aufbau eines Militärdiploms wurde in zwei verschiedene Abschnitte unterteilt:

- Die Außenseiten (tabellae extrinsecus) zeigten das primäre Erscheinungsbild
- Die verborgenen Innenseiten eines versiegelten Dokumentes (tabellae intus) zeigten das sekundäre Erscheinungsbild.

Zur Erläuterung des schematischen Textaufbaus soll nachfolgend das Auxiliardiplom mit einer Konstitution vom 30. 06. 107 n. Chr. für den Reiter Mogetissa aus der ala I Auriana – bekannt als das Militärdiplom von Weissenburg (CIL 16, 55) – kurz vorgestellt werden.

Der Text dieses Dokuments beginnt mit der ausführlichen Titulatur des Kaisers, welcher die Konstitution verliehen hat. Danach folgen die Benennung des Empfängers sowie dessen Einheit und der Ort der Stationierung. Anschließend erfolgt eine Skizzierung welche Voraussetzungen der Empfänger für den Erhalt der Privilegien erfüllt hatte. Folglich werden die eindeutigen Privilegien genannt, sowie das Datum der offiziellen Verleihung der Konstitution. Danach werden noch einmal die Einheit und der Kommandeur des Empfängers genannt. Es folgen die Empfänger des Diploms und dessen Angehörige. Zuletzt wird die Beglaubigungsformel angeführt und der genaue Ort der Publikation in Rom genannt. Untersucht man mehrere Militärdiplome unterschiedlicher Einheiten auf dessen Inhalt, besteht Grund zur Annahme, dass die Dokumente hinsichtlich ihres Aufbaus Stereotypen gewesen sein könnten. Anhand eines Analyserasters wird nun versucht, diese These zu bestätigen oder zu widerlegen. Dazu werden im späteren Verlauf dieser Hausarbeit unter den Punkten 6 und 7 mehrere Flottendiplome miteinander analysierend verglichen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Antike Epigraphie am Beispiel römischer Militärdiplome von Flottensoldaten
Untertitel
Visueller Wandel oder stereotypische Erscheinung?
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
Modul G2
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
32
Katalognummer
V214577
ISBN (eBook)
9783656429913
ISBN (Buch)
9783656435501
Dateigröße
3838 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Militärdiplome, Rom, Dokumente, Militär, Urkunde, Fernuni Hagen, Kulturwissenschaft, Schriftkultur, antike
Arbeit zitieren
Philipp-Alexander Eilhard (Autor), 2013, Antike Epigraphie am Beispiel römischer Militärdiplome von Flottensoldaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214577

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