Die heutigen Wohlfahrtsstaaten sehen sich vermehrt Problemen wie Überalterung, Arbeitslosigkeit, schwacher Wirtschaftslage, Defiziten in den Staatskassen und den Auswirkungen der Globalisierung gegenüber. Wie kann ein Staat diese Probleme in den Griff bekommen? Einen Ansatz dazu bietet das Poldermodell, das seit 1982 in Holland Anwendung findet.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Entstehung und Definition des Poldermodells.
- 3. Niederländische Arbeitsmarkt-, Wirtschafts-, und Sozialpolitik.…......
- 3.1. Innovationen in der Arbeitsmarktpolitik
- 3.1.1. Verkürzung der Arbeitszeit.....
- 3.1.2. Teilzeitarbeit.
- 3.1.3. ,,Melkert“-Jobs..\li>
- 3.1.4. ,,Flexarbeit“.
- 3.2. Wirtschafts- und Sozialpolitik.
- 3.2.1. Entwicklung der Sozialversicherung ...
- 3.2.2. Erwerbsunfähigkeitsversicherung.
- 3.2.3. Lohnzurückhaltung...\li>
- 3.2.4. Zusätzliche Massnahmen........
- 3.1. Innovationen in der Arbeitsmarktpolitik
- 4. Das heutige Ergebnis des Poldermodells in den Niederlanden.
- 5. Entwicklungen und Ist-Zustand bezogen auf die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in
der Schweiz....
- 5.1. Schweizerisches Sozialsystem.....
- 5.2. Schweizerische Arbeitsmarktpolitik........
- 6. Kann das Polder-Modell in der Schweiz Anwendung finden?.
- 7. Schlusswort und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Poldermodell, einem Ansatz zur Bewältigung von Herausforderungen wie Überalterung, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrisen, der seit 1982 in den Niederlanden Anwendung findet. Die Arbeit analysiert die Entstehung des Modells, seine Auswirkungen auf die niederländische Wirtschaft und Sozialpolitik sowie die Übertragbarkeit des Modells auf die Schweizer Situation.
- Entstehung und Entwicklung des Poldermodells
- Kernelemente des Poldermodells in der niederländischen Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik
- Auswirkungen des Poldermodells auf die niederländische Wirtschaft und Gesellschaft
- Vergleich des Schweizerischen Sozial- und Arbeitsmarktsystems mit dem niederländischen Modell
- Potenzial und Herausforderungen einer möglichen Implementierung des Poldermodells in der Schweiz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Relevanz des Poldermodells in der heutigen Zeit dar. Kapitel 2 erläutert die Entstehung des Modells, das in Reaktion auf die Wirtschaftskrise der 1980er Jahre in den Niederlanden entstand. Kapitel 3 beleuchtet die verschiedenen Elemente des Poldermodells, insbesondere die Arbeitsmarktpolitik, die Wirtschaftspolitik und die Sozialpolitik. Es werden innovative Massnahmen wie die Verkürzung der Arbeitszeit, die Förderung von Teilzeitarbeit und die Einführung von „Melkert“-Jobs vorgestellt. Die Auswirkungen des Poldermodells auf die niederländische Wirtschaft und Gesellschaft werden in Kapitel 4 untersucht. Kapitel 5 vergleicht die Schweizer Sozial- und Arbeitsmarktpolitik mit dem niederländischen Modell. Schliesslich wird in Kapitel 6 die Frage untersucht, ob das Poldermodell auf die Schweiz übertragen werden könnte.
Schlüsselwörter
Poldermodell, Niederlande, Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Arbeitslosigkeit, Wohlfahrtsstaat, Konsens, Sozialversicherung, Arbeitszeitverkürzung, Teilzeitarbeit, Schweiz, Übertragbarkeit
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Poldermodell?
Das Poldermodell ist ein niederländischer Ansatz der Konsenspolitik zwischen Staat, Arbeitgebern und Gewerkschaften, um wirtschaftliche Probleme wie Arbeitslosigkeit und schwaches Wachstum durch Zusammenarbeit zu lösen.
Welche Maßnahmen wurden im Rahmen des Poldermodells in Holland eingeführt?
Wichtige Innovationen waren die Verkürzung der Arbeitszeit, die massive Förderung von Teilzeitarbeit, "Flexarbeit" und die Einführung staatlich geförderter Stellen, der sogenannten "Melkert-Jobs".
Warum entstand das Poldermodell 1982?
Es entstand als Reaktion auf die schwere Wirtschaftskrise der frühen 80er Jahre in den Niederlanden, die durch hohe Arbeitslosigkeit und Staatsdefizite geprägt war.
Kann das Poldermodell auf die Schweiz übertragen werden?
Die Arbeit untersucht diese Übertragbarkeit kritisch. Während beide Länder Konsensorientierung schätzen, unterscheiden sich die Arbeitsmarktstrukturen und Sozialsysteme teilweise deutlich.
Welche Rolle spielt die Lohnzurückhaltung im Poldermodell?
Die Gewerkschaften stimmten moderaten Lohnabschlüssen zu, um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken, während im Gegenzug Arbeitsplätze gesichert und Arbeitszeiten verkürzt wurden.
- Quote paper
- Nicole Kleinschmidt (Author), 2004, Das Poldermodell - Bedeutung für die Schweiz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21465