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Liquiditätsrisikomanagement in Kreditinstituten

Título: Liquiditätsrisikomanagement in Kreditinstituten

Trabajo de Seminario , 2012 , 25 Páginas

Autor:in: Patrick Lommertin (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Die Hauptaufgabe von Kreditinstituten im Wirtschaftskreislauf ist die Versorgung der Wirtschaftssubjekte mit Liquidität. Dazu ist es notwendig, dass die Kreditinstitute jederzeit über ausreichende Liquidität verfügen, andernfalls droht ein Kollaps der Wirtschaft. Das Thema der Liquidität ist durch die jüngste Finanzkrise aktuell wieder stark in den Fokus gerückt worden, da in der Krise die Hauptrefinanzierungsquelle der Banken, der Interbankenmarkt, aufgrund des fehlenden Vertrauens in die Bonitäten der jeweiligen anderen Institute nahezu zum Erliegen kam. Nur durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank konnte der Bankensektor mit ausreichender Liquidität versorgt werden. Banken müssen sich also verstärkt mit Szenarien beschäftigen, in denen eine ausreichende Liquiditätsversorgung über den Interbankenmarkt nicht mehr gewährleistet werden kann und es demzufolge zu Liquiditätsengpässen kommt. Dem Liquiditätsrisiko kommt damit neben dem Adressenrisiko und dem Marktpreisrisiko eine immer höhere eigenständige Bedeutung im Rahmen der Gesamtbanksteuerung zu. Während das Liquiditätsrisiko in der Vergangenheit oftmals nur als abgeleitetes Risiko wahrgenommen wurde. Das frühzeitige Erkennen von Liquiditätsrisiken und die Einleitung und Steuerung entsprechender Gegenmaßnahmen ist daher essentiell um als renditeorientiertes Kreditinstitut erfolgreich zu wirtschaften.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2 Anforderungen an ein bankeninternes Liquiditätsrisikomanagement

2.1 Liquidität und Risikomanagement

2.2 Gesetzliche Anforderungen

2.3 Liquiditätsrisiken

2.4 Der Liquiditätsrisikomanagementprozess

3 Ausgewählte Instrumente der Liquiditätsrisikosteuerung

3.1 Liquiditätskennzahlen

3.2 Statistische Ansätze

4 Stresstests

4.1 Funktionsweise

4.2 Stressereignisse

4.3 Maßnahmen im Krisenfall

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung des Liquiditätsrisikomanagements in Kreditinstituten und untersucht, wie Banken ihre Liquidität analysieren, steuern und kontrollieren können. Dabei wird insbesondere auf die bankenaufsichtlichen Anforderungen und die Anwendung von Stresstests fokussiert, um die Zahlungsfähigkeit auch in Krisenzeiten zu gewährleisten.

  • Grundlagen des Liquiditätsmanagements und der Risikosteuerung
  • Bankenaufsichtliche Rahmenbedingungen und Liquiditätsverordnung
  • Quantitative Instrumente wie Liquiditätskennzahlen und statistische Modelle
  • Anwendung und Methodik von Stresstests sowie Szenarioanalysen
  • Entwicklung und Umsetzung von Notfallplänen für Krisensituationen

Auszug aus dem Buch

2.4 Der Liquiditätsrisikomanagementprozess

Als Basis für ein erfolgreiches Liquiditätsrisikomanagement kann der in Kreditinstituten etablierte Risikomanagementprozess zu Grunde gelegt werden. Idealtypisch spricht man hierbei von einem Regelkreislauf, der aus 4 Stufen besteht, wie die Abbildung 2 zeigt.

Die in der Abbildung 2 gezeigten Phasen des Risikomanagementprozesses werden folgendermaßen charakterisiert:

Risikoidentifizierung: Ziel ist es bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, zu erkennen und zu systematisieren. Dazu ist der Einsatz von Checklisten und der Szenario-Technik im Rahmen von Bottom-up-Analysen sinnvoll.

Risikobewertung: Die identifizierten Risiken werden im nächsten Schritt quantifiziert. Dazu sind die Kenntnisse des Risikoausmaßes und die erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit nötig, um eine Aussage über die monetäre Wirkung eines Risikofaktors zu machen. Die Instrumente dazu reichen von einfachen Schätzungen bis hin zu Barwertberechnungen. Die gewonnenen Ergebnisse können in einer Risikomatrix, auch „Riskmap“ genannt, dargestellt werden. Wenn die Risiken bewertet worden sind, können in Abhängigkeit von dem vorhandenen Risikodeckungskapital Limits festgelegt werden, bis zu denen Risiken ausgehalten werden können ohne das Institut zu gefährden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Liquiditätsversorgung durch Kreditinstitute ein und begründet die Notwendigkeit eines effektiven Liquiditätsrisikomanagements durch die Erfahrungen aus der Finanzkrise.

2 Anforderungen an ein bankeninternes Liquiditätsrisikomanagement: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, gesetzliche Vorgaben wie das KWG und die MaRisk sowie die verschiedenen Definitionen und Arten von Liquiditätsrisiken.

3 Ausgewählte Instrumente der Liquiditätsrisikosteuerung: Hier werden quantitative Steuerungsansätze, wie die Liquiditätskennzahlen nach der Liquiditätsverordnung sowie statistische Modelle (Liquidity at Risk), detailliert dargestellt.

4 Stresstests: Dieser Teil befasst sich mit der methodischen Anwendung von Stresstests zur Identifikation außergewöhnlicher Risiken und der Ableitung von Notfallplänen für Liquiditätsengpässe.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz eines kosteneffizienten Liquiditätsmanagements zusammen und benennt die zukünftige Herausforderung, Liquiditätskosten bei gleichzeitiger Zahlungsfähigkeit zu minimieren.

Schlüsselwörter

Liquiditätsrisikomanagement, Kreditinstitute, Bankenaufsicht, Liquiditätsverordnung, MaRisk, Stresstests, Liquiditätskennzahlen, Risikosteuerung, Basel III, Refinanzierungsrisiko, Liquiditätsablaufbilanz, Finanzkrise, Zahlungsfähigkeit, Risikomanagementprozess, Notfallplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Strategien für ein effektives Risikomanagement von Liquidität innerhalb von Kreditinstituten im Kontext aktueller regulatorischer Anforderungen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Grundlagen, den Messverfahren für Liquiditätsrisiken und der operativen Umsetzung von Stresstests.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die bestehenden Instrumente zur Steuerung von Liquiditätsrisiken zu benennen und die praktische Anwendung von Stresstests zur Krisenprävention aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die systematische Darstellung von Modellen und regulatorischen Vorgaben zur Fundierung eines Risikomanagementprozesses.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den regulatorischen Anforderungen insbesondere quantitative Messinstrumente (Kennzahlen, statistische Modelle) und die Durchführung von Stresstests erläutert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Liquiditätsrisiko, MaRisk, Basel III, Stressereignisse und Notfallplanung.

Was ist die Bedeutung des "Liquidity at Risk"-Modells?

Es handelt sich um ein stochastisches Modell, das dazu dient, die kurzfristige Liquiditätsbelastung bei einem vorgegebenen Konfidenzintervall zu messen.

Wie gehen Banken mit einem Liquiditätsengpass um?

Banken nutzen dazu speziell entwickelte Notfallpläne, die Strategien, Verantwortlichkeiten und Eskalationsstufen (z.B. Ampelsystem) festlegen.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Liquiditätsrisikomanagement in Kreditinstituten
Universidad
University of applied sciences, Neuss
Autor
Patrick Lommertin (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V214694
ISBN (Ebook)
9783656429449
ISBN (Libro)
9783656436263
Idioma
Alemán
Etiqueta
liquiditätsrisikomanagement BANKEN NFSR Eigenkapital Basel III Basel IV
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Patrick Lommertin (Autor), 2012, Liquiditätsrisikomanagement in Kreditinstituten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214694
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