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Der Beginn des Schwedischen Theaters im Zeitalter des Barock

Titre: Der Beginn des Schwedischen Theaters im Zeitalter des Barock

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Saskia Amend (Auteur)

Langues scandinaves
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„Pleasure and action make the hours seem short.” Dies hielt einer der bedeutendsten Dramatiker, William Shakespeare, bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts in seinem Werk Othello fest. Auch wenn sich dieses Zitat nicht direkt auf das Theater bezieht, so spricht es doch sinnbildlich für dessen aufkommende Importanz im kulturellen Leben der damaligen Zeit.

Diese Arbeit widmet sich daher dem Beginn des schwedischen Theaters im Zeitalter des Barock, denn er fällt nicht nur gleichzeitig mit der schwedischen Großmachtszeit (1611-1718) zusammen, sondern stellt ebenso die Geburtsstunde des dramatischen Schaffens in Schweden dar. Neben der chronologischen Darstellung der einzelnen Schritte stellt sich dabei immer die zentrale Frage, inwiefern diese zur Entstehung eines professionellen Nationaltheaters beigetragen haben. Um einen besseren Überblick zu geben, setzen die Betrachtungen in diesem Rahmen bereits vor der Epoche des Barock ein. Anschließend sollen verschiedene ausländische und inländische Formationen miteinander verglichen und eine Gegenüberstellung der Geschehnisse während der Regentschaft der aufeinanderfolgenden Monarchen erfolgen. Die wichtigsten drei Untersuchungsziele stellen dabei stets die Professionalität der Aufführung, die Qualität der vorgestellten Stücke und die Präsentationssprache dar. Zuletzt wird ein Ausblick auf die Zeit nach dem Barock gegeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Situation des Theaters bis Mitte des 17. Jahrhunderts

2.1. Bibeldramen und fahrendes Volk

2.2. Das Schultheater ebnet den Weg des öffentlichen Theaters

2.2.1. Inhaltlicher Wandel

2.2.2. Johannes Messenius‘ „Disa“ als Beispiel des neuen Schultheaters

3. Das Theater im barocken Schweden

3.1. Theater am Hof

3.1.1. Christian Thum und das Björngårdstheater

3.1.2. Königin Christina und der Einzug der französischen Theaterkultur

3.2. Entwicklungen unter Karl XI. Gustaf

3.2.1. Urban Hjärne revolutioniert das schwedische Schultheater

3.2.2. Öffentlicher Theaterbetrieb in der Löwengrube

3.2.3. Hochteutsche Comoedianten und das profane Theater

3.2.4. Dän Swänska Theatern

3.3. Entwicklungen unter Karl XII. Gustaf

3.3.1. Tessin, Rosidor und die französischen Klassiker

3.3.2. Der Umbau des Bollhuset zum Barocktheater

4. Folgezeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Genese des schwedischen Theaters während der Barockzeit und analysiert, inwiefern diese Epoche als Geburtsstunde des professionellen dramatischen Schaffens in Schweden betrachtet werden kann, wobei die Professionalität der Aufführungen, die Qualität der Stücke sowie die verwendete Sprache im Zentrum der Untersuchung stehen.

  • Chronologische Analyse der Theaterentwicklung von der Vorbarockzeit bis ins 18. Jahrhundert
  • Vergleich zwischen inländischen Schultheater-Traditionen und ausländischen Ensembles
  • Einfluss der europäischen, insbesondere französischen, Theaterkultur auf den schwedischen Hof
  • Die Rolle der Monarchen als Förderer oder Reglementierer des Theaterbetriebs
  • Wandel von religiösen Bibeldramen hin zu einem profanen und national geprägten Theaterwesen

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Urban Hjärne revolutioniert das schwedische Schultheater

Karls XI. Interesse für die Welt des Schauspiels und des Dramas wurde bereits in der Kindheit geprägt: er litt an Legasthenie und war dementsprechend ein eher schlechter Schüler. Auf konventionelle Weise konnte er nur sehr begrenzte Lernerfolge erzielen. Im Zuge dessen versuchte man ihn mit Hilfe gewissermaßen „alternativer Lehrmethoden“ zu erziehen sowie seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern: Karl XI. erlernte anhand von kurzen Schaustücken (an denen er auch selber teilnahm), wie er sich als König zu verhalten und aufzutreten habe. Darüber hinaus wurden auch Rhetorik und Präsentation geschult. Als Zehnjähriger war Karl XI. im Sommer 1665 auch bei einer Aufführung im Schloss zu Uppsala anwesend, welche ein äußerst signifikantes Ereignis auf dem Weg zur Entstehung des schwedischen Theaters darstellte: die Aufführung der Tragödie „Rosimunda“ des Medizinstudenten Urban Hjärne zeigte dem Publikum eine neue Art der Inszenierung, die das Schultheater revolutionierte und keinesfalls den „naiven Lehrstücke[n] frommer Priester und moralisierender Magister“ glich.

Es beeindruckte dabei nicht nur durch die sprachlichen Fähigkeiten, sondern wurde in einem in Schweden (von Landsleuten) zuvor nie dagewesenem Aufzug inszeniert, sodass die Aufführung noch im 19. Jahrhundert vom ehemaligen Mitglied der Svenska Akademien, Bernhard von Beskow, mit den Worten beschrieben wurde: „Das Stück unterscheidet sich von allem, was schwedische Literatur bis dahin und noch lange nachher aufzuweisen hatte, durch Kraft in der Charakteristik und Sprache, durch Mannigfaltigkeit an Theatereffekten und Versarten, durch tragische Auffassung und Anlage, mit einem Wort: eine Spur von Shakespeare, weshalb es ein Vorläufer unseres romantischen Schauspiels genannt werden kann. Die unheimlichsten Schattenvisionen wechseln ab mit dem Aufzug des Narren und mit improvisierten Zwischenspielen, aber gleichzeitig durchzieht eine furchtbare Nemesis das ganze Stück, und der feierliche Chor verkündet ein Strafgericht wie in den Tragödien der Antike.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Theaters im kulturellen Kontext ein und definiert die Untersuchungsziele hinsichtlich Professionalität, Qualität und Präsentationssprache während der Barockzeit.

2. Die Situation des Theaters bis Mitte des 17. Jahrhunderts: Es wird der Übergang von religiösen Bibeldramen und studentischen Aufführungen hin zu ersten profanen Ansätzen im Schultheater beleuchtet.

3. Das Theater im barocken Schweden: Dieses Hauptkapitel untersucht detailliert die Etablierung höfischer Theaterkultur, die Rolle ausländischer Wandertruppen sowie die Bedeutung einheimischer studentischer Gruppen für die Entwicklung eines nationalen Theaters.

4. Folgezeit: Der Abschnitt bietet einen Ausblick auf die Entwicklungen nach dem Barock, insbesondere die Phase der Konsolidierung eines schwedischen Nationaltheaters unter Gustaf III.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Barockzeitalter als Geburtsstunde des professionellen schwedischen Theaters gelten kann, auch wenn die volle Etablierung erst durch spätere königliche Initiativen erfolgte.

Schlüsselwörter

Schwedisches Theater, Barock, Schultheater, Hofkultur, Französische Klassik, Urban Hjärne, Rosimunda, Dän Swänska Theatern, Löwengrube, Bollhuset, Königin Christina, Theatergeschichte, Nationaltheater, Aufführungspraxis, Professionelles Theater

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung des professionellen Theaters in Schweden während des Zeitalters des Barock (17. und frühes 18. Jahrhundert).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss des Schultheaters, die Rolle ausländischer Schauspieltruppen sowie der Einfluss des französischen Klassizismus auf die schwedische Theaterkultur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie aus einer Mischung aus Schultheater-Traditionen und ausländischen Impulsen der Grundstein für ein professionelles schwedisches Nationaltheater gelegt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt eine chronologische Darstellung der historischen Ereignisse, kombiniert mit einer vergleichenden Analyse verschiedener Theaterformationen und Regierungsperioden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den Regierungszeiten von Königin Christina, Karl XI. und Karl XII. sowie den spezifischen Entwicklungen an Spielorten wie der Löwengrube und dem Bollhuset.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind schwedisches Theater, Barock, Professionalisierung, Hofkultur, Schultheater und der Wandel der Aufführungssprachen.

Welche Rolle spielte der Medizinstudent Urban Hjärne für das Theater?

Hjärne revolutionierte mit seinem Stück „Rosimunda“ das schwedische Schultheater, indem er eine neue Inszenierungsqualität und Dramatik einführte, die sich von den bis dahin üblichen moralisierenden Lehrstücken abhob.

Warum war das „Dän Swänska Theatern“ so bedeutend?

Es war die erste feste, schwedischsprachige Schauspieltruppe, die den Gegenpol zum profanen Theater ausländischer Truppen bildete und erstmals qualitativ hochwertige, eigenständige Werke auf Schwedisch bot.

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Résumé des informations

Titre
Der Beginn des Schwedischen Theaters im Zeitalter des Barock
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Nordische Philologie)
Cours
Nordischer Barock
Note
1,3
Auteur
Saskia Amend (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
25
N° de catalogue
V214767
ISBN (ebook)
9783656429111
ISBN (Livre)
9783656438656
Langue
allemand
mots-clé
Barock Schweden Theaterwissenschaft Skandinavistik Nordistik Johannes Messenius Stockholm Lejonkulan Theater Bollhuset Disa Schwedische Großmachtszeit Schultheater Universitätstheater Dramatik Nationaltheater Den Svenska Teatern Dän Swänska Theatern Karl XI Gustav Karl XII Gustav Gustav III Gustav II Adolf Björngårdsteatern Jan Baptista van Fornenberg Fredrik I Claude Guillemot de Rosidor Theatergeschichte Nicodemus Tessin Uppsala Urban Hjärne Hochteutsche Comoedianten Schwedisch Barocktheater Christina von Schweden Nordeuropa
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Citation du texte
Saskia Amend (Auteur), 2012, Der Beginn des Schwedischen Theaters im Zeitalter des Barock, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214767
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Extrait de  25  pages
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