Wie stellen sich die deutsche Bundespolizei und die Deutsche Bahn AG im Internet Ausbildungsplatzsuchenden vor? Eine essayistische Betrachtung der Schauseite der beiden Organisationen am Beispiel der Internetpräsenz.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
2. Die Internetpräsenz der Bundespolizei
3. Die Internetpräsenz der Deutschen Bahn AG
4. Schauseiten der Organisationen: Realitätsferne Selbstdarstellung im Netz?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Bundespolizei und die Deutsche Bahn AG ihre Internetpräsenzen als Instrument der Mitgliederwerbung nutzen und welche Außenwirkung diese „Schauseiten“ bei jungen Interessenten erzeugen.
- Analyse der digitalen Ansprache junger Zielgruppen
- Vergleich der Informationsdarstellung zwischen staatlicher Behörde und privatem Konzern
- Untersuchung der Attraktivität von Ausbildungsangeboten
- Bewertung der Glaubwürdigkeit und Transparenz der Selbstdarstellung
- Betrachtung von Organisationsstrukturen im Spiegel der Netzauftritte
Auszug aus dem Buch
Schauseiten der Organisationen: Realitätsferne Selbstdarstellung im Netz?
Sahid hat sich nun beide Karriere-Portale angesehen und einen ersten Eindruck gewonnen. Wir wollen versuchen uns vorzustellen, wie der Junge die Schauseiten wahrgenommen haben könnte. Dabei ist zu beachten, dass Sahid die Schauseite wohl viel weniger bewusst als wahrgenommen hat, was sie ist: eine Fassade. Die Schauseite ist also das, was eine Organisation sich gegenüber der Öffentlichkeit zu zeigen beabsichtigt. Wenn Organisationen Mitglieder gewinnen wollen, kommen sie nicht umhin, ihre Schauseite möglichst vorteilhaft darzustellen. Das trifft auch für die Präsenz im Internet, das heute für junge Menschen zweifellos eines der meist genutzten Medien zur Informationsgewinnung auch im Bereich der Berufsorientierung darstellt. Das wissen die verantwortlichen Mitarbeiter der beiden hier vorgestellten Organisationen natürlich und darum ist es erst einmal naheliegend anzunehmen, dass sie sich etwas aufhübschen. Sie wissen allerdings auch, dass die Internetpräsenz nur ein Teil der gesamten Schauseite der Organisation darstellt. Dieser Teil ist demnach eingebettet in die anderen Teile der Schauseite, die für die Nichtmitglieder einsehbar sind. Aus diesem Grund werden sich die Gestalter dieser Teil-Schauseiten bemühen, keine unglaubwürdig wirkenden Abweichungen zu kreieren, die von den anderen Teilen der Schauseite abweichen.
Es ist zu vermuten, dass beide Organisationen ein überwiegend glaubhaftes, seriöses und kohärentes Bild von sich vermittelt haben, was auch nicht anders sein sollte, wenn man sich bewusst macht, um welche Organisationen es sich handelt: Beide wollen bundesweite anerkannte und respektierte Dienstleister sein, beide leben von ihrem besonders intensiven Gegenwarts- und Beziehungsstatus, der sich aus dem täglichen Miteinander mit den Kunden (auch bei der Bundespolizei redet man im 21. Jahrhundert von Kunden) ergibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der digitalen Mitgliederwerbung am Beispiel eines fiktiven jungen Bewerbers namens Sahid.
2. Die Internetpräsenz der Bundespolizei: Detaillierte Betrachtung der Ausbildungsinhalte, medialen Aufbereitung und Leistungen der Bundespolizei für potenzielle Bewerber.
3. Die Internetpräsenz der Deutschen Bahn AG: Analyse der Arbeitgebermarke der Deutschen Bahn AG und der Präsentation von Karrieremöglichkeiten auf deren Online-Portal.
4. Schauseiten der Organisationen: Realitätsferne Selbstdarstellung im Netz?: Kritische Reflexion über die Glaubwürdigkeit der digitalen Selbstdarstellung und die Diskrepanz zwischen Wunschbild und organisationaler Realität.
Schlüsselwörter
Mitgliederwerbung, Internetpräsenz, Bundespolizei, Deutsche Bahn AG, Ausbildung, Karriere-Portal, Schauseite, Selbstdarstellung, Berufsorientierung, Online-Marketing, Organisationskommunikation, Arbeitgeberattraktivität, Jugendmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie zwei große Organisationen – die Bundespolizei und die Deutsche Bahn AG – das Internet nutzen, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen.
Welche Organisationen stehen im Fokus der Analyse?
Die Analyse konzentriert sich auf die Internetauftritte der Bundespolizei und der Deutschen Bahn AG hinsichtlich ihrer Außendarstellung als Arbeitgeber.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu verstehen, wie diese Organisationen durch ihre digitalen „Schauseiten“ potenzielle Bewerber ansprechen und welche Wirkung diese Darstellungen auf junge Interessenten haben.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit nutzt einen analytischen Blick aus der Organisationsforschung, indem sie die Internetpräsenzen als Fassade oder „Schauseite“ interpretiert und deren Kohärenz prüft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die spezifischen Karriere-Portale beider Institutionen, beschreibt die aufbereiteten Inhalte und bewertet die Glaubwürdigkeit der vermittelten Arbeitgeberbotschaften.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Mitgliederwerbung, Schauseite, Arbeitgeberattraktivität, digitale Selbstdarstellung und Berufsorientierung.
Wie unterscheidet sich die Ansprache der Bundespolizei von der der Deutschen Bahn?
Während die Bundespolizei stark auf eine Kombination aus Technik, Abenteuer und staatlicher Sicherheit setzt, positioniert sich die Deutsche Bahn stärker als global agierendes, modernes Dienstleistungsunternehmen.
Gibt es einen gemeinsamen Nenner in der digitalen Kommunikation beider Organisationen?
Ja, beide Organisationen bemühen sich um ein glaubhaftes, seriöses Bild, das auf ihre jeweilige Organisationskultur und ihren Status als bundesweite Dienstleister abgestimmt ist.
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- Anonym (Autor), 2013, Mitgliederwerbung von Organisationen im Internet, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214826