Die vorliegende Arbeit beschreibt anhand der aktuellen Literatur den Begriff und Prozess des Wissenstransfers. Im folgenden Abschnitt werden zu Zwecken der Anschaulichkeit die Rahmenbedingungen eines internationalen Unternehmens erläutert. Als Medium für den Wissenstransfer stehen in dieser Arbeit die Anwendungen des Web 2.0 im Fokus.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Wissenstransfer und Wissensaustausch
3 Handlungsort internationales Unternehmen
4 Social Software
4.1 Weblogs
4.2 Wikis
4.3 Podcasts
4.4 Feedreader
4.5 Social Networking Sites
4.6 e-Portfolio
5 Motivation und Barrieren beim Wissenstransfer mit Social Software in internationalen Unternehmen
5.1 Literaturstudie Motivation und Barrieren
5.2 Motivation der Akteure in Anlehnung an Maslow
5.3 Barrieren, Nachteile, Grenzen, Probleme, Herausforderungen
6 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen von Social Software als Instrument des Wissenstransfers in international agierenden Unternehmen. Ziel ist es, den Wissensaustauschprozess zu definieren, relevante Web 2.0-Anwendungen zu analysieren und die Motivationsfaktoren der Anwender systematisch in Anlehnung an die Maslowsche Bedürfnishierarchie zu beleuchten, um Erfolgsfaktoren für die Implementierung in betrieblichen Strukturen aufzuzeigen.
- Prozessanalyse von Wissenstransfer und Wissensaustausch.
- Einsatzmöglichkeiten von Web 2.0-Werkzeugen wie Weblogs, Wikis und Podcasts.
- Strukturelle Rahmenbedingungen in internationalen, dezentralen Unternehmen.
- Systematische Untersuchung der Anwendermotivation zur aktiven Partizipation.
- Reflexion von Barrieren, wie Zielkonflikten und dem Dilemma der Wissensteilung.
Auszug aus dem Buch
4.1 Weblogs
Ein Weblog oder Blog ist ein von einem Autor oder einer begrenzten Gruppe von Autoren verfasste Sammlung von Artikeln bzw. Blogeinträgen. Ein Blog wird meist zu einem bestimmten Themenfeld geführt, die neusten Beiträge erscheinen dabei immer oben (vgl. Erpenbeck 2007). Die Einträge können zusätzlich zum schriftlichen Nachrichtentext mit Ergänzungen in Form von Verweisen oder Multimediadateien angereichert werden. Die Blogsoftware ermöglicht dem Autor das Einrichten von Tags. Somit kann ein Nutzer neben dem direkten Lesen bei dem Besuch des Blogs die Inhalte auch als Newsfeed abonnieren. Dadurch kann der Nutzer sich automatisch neue Einträge anzeigen lassen. Unter jedem Blogeintrag haben Nutzer die Möglichkeit, den Eintrag mit einem eigenen Kommentar zu versehen. Dieser ermöglicht es Informationen zu ergänzen, zu reflektieren oder Verständnisfragen zu stellen. So kann der Nutzer mit dem Ersteller in einen Dialog treten, der von anderen Nutzern ebenfalls gelesen und kommentiert werden kann. Der so entstehende Thread dient dann dem direkten Wissensaustausch, während ein Artikel im Blog eher dem Wissenstransfer zuzuordnen ist (vgl. Kalz et al. 2011). Robes (2005) sieht einen Weblog in seiner Anwendung als Hilfe bei der Organisation der Arbeit, Mittel zur Publikation und Kommunikation und ermöglicht dem Blogger sich als Fachexperte zu positionieren (vgl. Robes 2005 in Kalz et al. 2011, S.36).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung etabliert Wissen als zentrale Ressource und führt Social Software als Instrument zur Überwindung globaler Kommunikationsdistanzen in Unternehmen ein.
2 Wissenstransfer und Wissensaustausch: Dieses Kapitel differenziert zwischen Wissenstransfer und Wissensaustausch und ordnet den Prozess in bestehende theoretische Modelle ein.
3 Handlungsort internationales Unternehmen: Es werden die Herausforderungen der Globalisierung und räumlichen Dezentralisierung für Arbeitsprozesse und Wissensnetzwerke analysiert.
4 Social Software: Dieses Kapitel stellt die technologischen Anwendungen von Web 2.0, von Weblogs bis zu e-Portfolios, detailliert vor und bewertet deren spezifische Funktionen.
5 Motivation und Barrieren beim Wissenstransfer mit Social Software in internationalen Unternehmen: Der Hauptteil untersucht die Motivationsfaktoren der Nutzer anhand von Maslow sowie bestehende Hürden wie das Dilemma der Wissensteilung.
6 Fazit: Das Fazit reflektiert die Eignung von Social Software als technisches Medium und betont die Notwendigkeit einer bewussten Implementierungsstrategie.
Schlüsselwörter
Wissenstransfer, Wissensaustausch, Social Software, Web 2.0, internationales Unternehmen, Maslow, Motivation, Collaboration, Weblogs, Wikis, Social Networking Sites, Wissensmanagement, Kommunikation, Globalisierung, Change Monitoring.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz und die Effektivität von Social Software als unterstützendes Instrument für den Wissenstransfer in global agierenden Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen Grundlagen des Web 2.0, den Anforderungen internationaler Unternehmensstrukturen und der psychologischen Analyse der Mitarbeitermotivation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu verstehen, wie Social Software zur Überwindung von räumlichen und sprachlichen Barrieren beitragen kann und welche Motivationsfaktoren für eine erfolgreiche Beteiligung der Akteure entscheidend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche sowie der theoretischen Analyse des Wissenstransfers unter Anwendung der Maslowschen Bedürfnishierarchie.
Was ist der Inhalt des Hauptteils?
Im Hauptteil werden verschiedene Social-Software-Tools detailliert vorgestellt, sowie die Motivationsfaktoren der Anwender systematisch in Anlehnung an psychologische Bedarfsmodelle untersucht.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wissenstransfer, Social Software, Kollaboration, Motivationstheorie nach Maslow und betriebliches Wissensmanagement beschreiben.
Warum wird die Theorie von Maslow für die Analyse herangezogen?
Maslows Hierarchie ermöglicht einen strukturierten, ganzheitlichen Ansatz, um zu verstehen, welche Bedürfnisse Mitarbeiter motivieren, sich aktiv am Wissensaufbau in Online-Communities zu beteiligen.
Welche Rolle spielen Communities of Practice in dieser Arbeit?
Communities of Practice werden als ein konkretes Szenario identifiziert, in dem Social Software erfolgreich dazu beitragen kann, implizites Wissen in explizites Wissen zu überführen.
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- Heike Karolyi (Author), 2012, Social Software als Medium zum Wissenstransfer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214870