Der Fokus dieser Seminararbeit ist auf die organisatorischen Voraussetzungen bzw. die fördernden Maßnahmen für Intrapreneurship gerichtet. Dazu wird einleitend der Begriff Intrapreneurship definiert sowie das Thema dieser Arbeit in das weite Feld von Intrapreneurship eingeordnet.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Vielzahl der Intrapreneurship fördernden Maßnahmen zu geben. Hierzu sollen übergeordnete Dimensionen bzw. Kategorien entwickelt werden. Diese sorgen für eine Vermeidung von Redundanzen und kategorisieren und klassifizieren die aus verschiedenen Modellen erarbeiteten Voraussetzungen. Die ausführliche Beschreibung und Erläuterung der Vielzahl der Modelle, die sich mit dem Prozess des Intrapreneurships beschäftigen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Um trotzdem die organisatorischen Voraussetzungen und somit die Intrapreneurship fördernden Maßnahmen ableiten und kategorisieren zu können, wird zunächst ein Metamodell aus den vielen verschiedenen Prozessmodellen entwickelt. Trotz der Unterschiede in den verschiedenen Modellen, gibt es einige Phasen im Prozess des Intrapreneurships, die sich in allen Modellen in der einen oder anderen Form wiederfinden lassen.
Desweiteren sollen einzelne Maßnahmen näher beschrieben werden. Dies wird anhand des Konzepts ‘Entrepreneurial Orientation‘ und an dem Beispiel der Firma 3M geschehen. Außerdem wird in dieser Arbeit noch eine Studie vorgestellt, die die Kategorisierung der Voraussetzungen untermauern soll.
Abschließend soll in dieser Arbeit auf die Konsequenzen, die aus dem Prozess des Intrapreneurships resultieren können, eingegangen werden. Hierbei sollen mögliche organisatorische Konsequenzen im Vordergrund stehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition des Begriffs Intrapreneurship
3 Organisatorische Voraussetzungen von Intrapreneurship
3.1 Entwicklung des Metamodells und Ableitung der Voraussetzungen
3.2 Kategorisierung der Voraussetzungen
3.3 Beschreibung einzelner Maßnahmen
3.3.1 Entrepreneurial Orientation
3.3.2 Beispiel: 3M
3.3.3 Fallstudie: Gateways to Intrapreneurship
4 Konsequenzen von Intrapreneurship
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Vielzahl an Maßnahmen zu geben, die Intrapreneurship in Unternehmen fördern, und diese in ein systematisches Metamodell zu überführen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Identifikation und Kategorisierung organisatorischer Voraussetzungen, die es ermöglichen, unternehmerisches Handeln innerhalb eines bestehenden Unternehmens zu begünstigen.
- Entwicklung eines Metamodells für Intrapreneurship-Prozesse
- Kategorisierung fördernder organisatorischer Maßnahmen
- Analyse des Konzepts der "Entrepreneurial Orientation"
- Untersuchung von Praxisbeispielen wie der Firma 3M
- Diskussion der organisatorischen und individuellen Konsequenzen
Auszug aus dem Buch
3.1 Entwicklung des Metamodells und Ableitung der Voraussetzungen
Aufgrund der Vielzahl der Modelle, die sich mit dem Prozess des Intrapreneurships beschäftigen, ist es im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich aus jedem Prozessmodell einzelne Voraussetzungen abzuleiten und diese dann in geeigneter Form zu kategorisieren. Trotz der Unterschiede in den verschiedenen Modellen bauen einige Modelle aufeinander auf und einige Phasen sind in fast allen Modellen zu wiederzufinden. Aus diesen sich überlappenden Phasen wird hier ein Metamodell entwickelt, mit dem im Folgenden gearbeitet wird.
Zur Übersicht werden ausgewählte Prozessmodelle zusammenfassend tabellarisch dargestellt. Zum einen die aktuellen Modelle von Hecker aus dem Jahre 2011 und von de Jong/Wennekers und von Birkinshaw et al. aus 2008 zum anderen das Modell von Hornsby et al., das mit dem Erscheinungsjahr 1993 der etwas älteren Literatur angehört.
An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass es keine klar definierte Abgrenzung zwischen den einzelnen Phasen gibt. Die Prozessschritte sind ineinandergreifend und können sich somit überlappen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt den Fokus der Arbeit auf organisatorische Voraussetzungen für Intrapreneurship dar und erläutert die Zielsetzung, ein Metamodell zur Kategorisierung der Maßnahmen zu entwickeln.
2 Definition des Begriffs Intrapreneurship: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung zwischen Intrapreneurship und Entrepreneurship und definiert wesentliche Komponenten intrapreneurialen Verhaltens.
3 Organisatorische Voraussetzungen von Intrapreneurship: Hier wird das entwickelte Metamodell vorgestellt und in fünf zentrale Kategorien unterteilt, welche anhand von Fachkonzepten und Praxisbeispielen erläutert werden.
4 Konsequenzen von Intrapreneurship: Das Kapitel analysiert die möglichen individuellen, ökonomischen und innovativen Auswirkungen, die sich aus einem erfolgreichen Intrapreneurship-Prozess ergeben können.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Forschungslücken und regt zu weiteren Untersuchungen hinsichtlich der Unternehmensgröße und des kulturellen Kontexts an.
Schlüsselwörter
Intrapreneurship, Organisationskultur, Organisationsstruktur, Metamodell, Entrepreneurial Orientation, Innovation, 3M, Ressourcenbereitstellung, Führungskräfte, unternehmerisches Handeln, Prozessmodell, Eigeninitiative, Wissensmanagement, Wettbewerbsvorteile, Mitarbeiterführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welche organisatorischen Rahmenbedingungen und Maßnahmen notwendig sind, um intrapreneuriales Verhalten – also unternehmerisches Handeln von Mitarbeitern innerhalb einer Organisation – zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung eines Metamodells für Intrapreneurship, der Identifikation von Einflussfaktoren in der Unternehmenskultur und -struktur sowie der Analyse ökonomischer Konsequenzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Vielzahl existierender Modelle zur Intrapreneurship-Förderung zu strukturieren und in übergeordnete Kategorien zu gliedern, um Unternehmen eine Orientierungshilfe für die praktische Umsetzung zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse verschiedener Prozessmodelle, aus denen ein eigenes Metamodell abgeleitet wurde, ergänzt durch die Analyse von Fallstudien und Managementkonzepten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Herleitung der fünf Phasen des Metamodells, der Kategorisierung dieser Maßnahmen sowie einer Überprüfung anhand des Praxisbeispiels der Firma 3M.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Intrapreneurship, Organisationskultur, Innovationsförderung, Entrepreneurial Orientation sowie die organisatorische Unterstützung durch Führungskräfte.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei 3M?
Die Unternehmenskultur bei 3M, basierend auf den McKnight-Prinzipien, ist essentiell, da sie Eigeninitiative durch Fehlertoleranz und die Freistellung von 15% der Arbeitszeit für eigene Projekte gezielt fördert.
Gibt es auch negative Konsequenzen bei Intrapreneurship?
Ja, laut Literatur können bei einem Scheitern von Projekten soziale Risiken wie Schuldzuweisungen, Gefährdung der Karriere oder der Verlust des Arbeitsplatzes entstehen, auch wenn diese beim Intrapreneurship geringer ausfallen als beim externen Entrepreneurship.
- Citation du texte
- B.Sc. Usha Singh (Auteur), 2012, Intrapreneurship. Organisatorische Voraussetzungen und Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214937