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Das Verhältnis von Nacht und Liebe in den ersten drei Duineser Elegien

Título: Das Verhältnis von Nacht und Liebe in den ersten drei Duineser Elegien

Trabajo Escrito , 2012 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Elisa Dambeck (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die Duineser Elegien von Rainer Maria Rilke1 gehören zur europäischen Weltliteratur und stellen seit 1922 nach ihrer zehnjährigen Schaffensperiode ein zeitloses Werk voller kreativem Potential dar. Das lyrische Ich beschäftigt sich in zehn Elegien als Klagelieder mit den fundamentalen Fragen über den Sinn des menschlichen Lebens, über das Sein an sich und dem Spannungsverhältnis zwischen Leben und Tod. Dabei werden unterschiedliche Themenbereiche immer wieder in den verschiedenen Elegien aufgenommen und erweitert. So gilt die Liebe als Grenzerfahrung, die den Menschen als Gefangenen in der „gedeuteten Welt“ aus den Gesetzen der Vergänglichkeit zeitweise zu befreien vermag. In den ersten drei Elegien wird diese unter verschiedenen Aspekten betrachtet und vervielfältigt. Besonders auffällig ist die Verwendung des Nacht-Symbols, das in starker Verbindung zur Liebe steht und diese charakterisiert; sie ist das spezifische Motiv für die Liebe und Liebenden. Der Symbolismus eröffnet dem Leser einen Zugang zum „Nicht-mehr-Sagbaren“. Die verschlüsselten, mythologischen Bilder geben dem Werk Tiefe und regen den eigenen Geist zum Nachdenken an.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die transitive Liebe in der ersten Elegie

2.1 Die Nacht als Raum und Zeit der Liebenden

2.2 Die Frühlinge und Sterne in der Liebe

2.3 Der Jüngling unter den Liebenden

2.4 Das Vorbild Gaspara Stampa und das Pfeil-Gleichnis

2.5 Kurzes Resümee der Liebe und Nacht in der ersten Elegie

3 Die Liebe und Liebenden in der zweiten Elegie

3.1 Liebe und Luft

3.2 Das Auflösen in der Berührung des Liebesobjekts

3.3 Die Vergänglichkeit der Liebe

3.4 Der Garten der Liebe

3.5 Der erste Kuss

3.6 Die göttlichen Abbildungen des Liebes-Ideals

3.7 Das Verhängnis der frisch Verliebten

3.8 Kurzes Resümee der Liebe und Nacht in der zweiten Elegie

4 Die intransitive Liebe der dritten Elegie

4.1 Der Gott des Blutes im Jüngling

4.2 Die stürmische Nacht

4.3 Neptun und das Mädchen

4.4 Die schützende, gefährliche Mutter

4.4.1 Das nächtliche Zimmer

4.5 Der Traum

4.6 Der Auftrag des Mädchens

4.7 Kurzes Resümee der Liebe und Nacht in der dritten Elegie

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Nacht und Liebe in Rilkes ersten drei Duineser Elegien. Ziel ist es, den Wandel der Liebesdarstellung vom positiven, transitiven Zustand hin zu einer negativen, triebgesteuerten, intransitiven Form aufzuzeigen und die zentrale Rolle des Nacht-Motivs als symbolisches Gefüge in diesem Prozess zu analysieren.

  • Mythologische und symbolische Bedeutung des Nacht-Motivs
  • Wandel von transitiver zu intransitiver Liebe
  • Die Rolle der Vergänglichkeit und das Streben nach dem Unendlichen
  • Gegenüberstellung von menschlicher Liebe und göttlichem Ideal
  • Einfluss von Triebstrukturen und Unterbewusstem auf das Liebeserleben

Auszug aus dem Buch

3.1 Liebe und Luft

Die Betrachtung der Liebenden wird in der zweiten Elegie erweitert. Dabei behält sie ihren positiven Charakter im Rahmen der Nacht. Der Neologismus „Nachtluft“ verbindet die Eigenschaften zweier Naturelemente. Die Luft symbolisiert ein Schweben, losgelöst vom Irdischen. Sie umgibt die Erde und steht in Kontakt mit dem Himmel, dem Unendlichen, welchen die Liebenden auch erreichen könnten, „verstünden sie´s […] wunderlich [zu] reden“. Der Konjunktiv verdeutlicht, dass die Verliebten zu kurzsichtig sind, um das Potential der Offenheit der Luft und Liebe auszuschöpfen. Die Nacht als Zeitraum zwischen Sonnenauf- und -untergang bietet dem verliebten Paar einen heimlichen, unendlichen Raum, welcher unsichtbar ist wie die Liebe selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zur Bedeutung der Duineser Elegien und Erläuterung der Relevanz des Nacht-Symbols für die Untersuchung der Liebesproblematik.

2 Die transitive Liebe in der ersten Elegie: Analyse der ersten Elegie, in der die Nacht als schützender Raum der Liebe und die transitive Liebe als positive, aber vergängliche Grenzerfahrung dargestellt wird.

3 Die Liebe und Liebenden in der zweiten Elegie: Vertiefung der Liebesproblematik, wobei das Paradoxon der Liebe zwischen Unendlichkeitsempfinden und dem Auflösen des Selbst thematisiert wird.

4 Die intransitive Liebe der dritten Elegie: Untersuchung des Umschwungs zur triebgesteuerten, intransitiven Liebe, bei der die Nacht ihre schützende Funktion verliert und zur Gefahr wird.

5 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, welche die enge Verknüpfung von Nacht und Liebe als ganzheitliche Grenzerfahrung des menschlichen Seins bestätigen.

Schlüsselwörter

Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien, Nacht-Motiv, transitive Liebe, intransitive Liebe, Grenzerfahrung, Symbolik, Vergänglichkeit, Liebes-Ideal, Unendliches Sein, Triebstruktur, Jüngling, Mythologie, Subjekt-Objekt-Beziehung, Bewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die symbolische Verknüpfung von Nacht und Liebe in den ersten drei Duineser Elegien von Rainer Maria Rilke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Wandlung der Liebe von einer transitiven, bewussten Erfahrung hin zu einer triebhaften, intransitiven Form sowie die mythologische Aufladung der Nacht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel aufzuzeigen, wie sich das Verhältnis von Nacht und Liebe als symbolisches Gefüge durch die Elegien weiterentwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die durch mythologische Bezüge und interdisziplinäre Exkurse (z.B. Biologie) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der ersten drei Elegien, wobei jeweils die spezifische Ausprägung der Liebe und des Nacht-Motivs interpretiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rilke, Elegien, Nacht-Motiv, Transitive/Intransitive Liebe und Grenzerfahrung geprägt.

Welche Bedeutung kommt dem "Pfeil-Gleichnis" in der ersten Elegie zu?

Das Pfeil-Gleichnis verdeutlicht die Fähigkeit des Liebenden, sich vom Objekt zu lösen und durch Distanzierung das eigene Potential zu erweitern, anstatt an der Bindung zu zerbrechen.

Inwiefern unterscheidet sich die Nacht in der dritten Elegie von den ersten beiden?

Während die Nacht in den ersten zwei Elegien als positiver, geschützter Raum fungiert, wandelt sie sich in der dritten zu einer bedrohlichen Umgebung, die als Zeit des Träumens den unbewussten Trieb freilegt.

Warum wird die Mutterfigur als ambivalente Gestalt beschrieben?

Die Mutter wird als schützend, aber gleichzeitig gefahrbringend bewertet, da sie den Sohn zwar vor dem Trieb bewahren will, ihm dadurch aber eine notwendige Entwicklung verwehrt und in der Illusion hält.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Verhältnis von Nacht und Liebe in den ersten drei Duineser Elegien
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Germanistik und Literaturwissenschaften )
Curso
Rainer Maria Rilke: Duineser Elegien
Calificación
1,0
Autor
Elisa Dambeck (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
21
No. de catálogo
V215011
ISBN (Ebook)
9783656430957
ISBN (Libro)
9783656435259
Idioma
Alemán
Etiqueta
verhältnis nacht liebe duineser elegien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisa Dambeck (Autor), 2012, Das Verhältnis von Nacht und Liebe in den ersten drei Duineser Elegien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215011
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