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Konfliktorientierung virtueller Personalarbeit

Titel: Konfliktorientierung virtueller Personalarbeit

Seminararbeit , 2003 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marko Willnecker (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema „Organisation“ hat in den letzten Jahren einen „ungeahnten Bedeutungszuwachs und Wandel seines Fokus“ erfahren. SCHOLZ vertritt die Ansicht, dass nur diejenigen Unternehmen am Markt erfolgreich sein können, die „auch veränderten Anforderungen schnell gerecht werden und Wertschöpfung betreiben“. Das Augenmerk liegt demzufolge auf der Fähigkeit, flexibel auf die sich kontinuierlich ändernden Kundenwünsche einzugehen und dem Wertschöpfungsprozess. Dabei wirken aber „die durch die Aufbauorganisation entstandenen Ressortgrenzen hemmend auf den Ablauf“. Als Folge wurde in den vergangen Jahren eine ganze Reihe prozessorientierter Organisationskonzepte entwickelt, die sich in vier Kategorien einteilen lassen: das Finetuning der Wertschöpfungsaktivitäten, die Überprüfung der Prozesse am Wettbewerb, die Optimierung des Wertschöpfungsprozesses sowie die Konfiguration der Wertschöpfungskette. Ein mögliches und viel diskutiertes Konzept des letztgenannten Ansatzes stellt die „virtuelle Organisation“ dar.

Ein virtuelles Unternehmen konzentriert sich auf diejenigen Segmente der Wertschöpfungskette mit den höchsten Wertschöpfungsbeiträgen. Die angrenzenden Segmente der Wertschöpfungskette werden überflüssig, sie werden abgestoßen; um eine Effizienzreduzierung oder einer Verwässerung der Kernkompetenz zu vermeiden. In diesem Kontext lässt „die Personalabteilung in ihren gegenwärtigen Organisationsformen in vielen Fällen strategische Ausrichtung, innerbetrieblichen Einfluss und Akzeptanz vermissen. Demzufolge muss auch der Personalbereich eine Strategie entwickeln, die proaktiv ausgerichtet und auf die Wertschöpfungspotentiale fokussiert ist. Voraussetzung hierzu sind neue Strukturmodelle, ein Vorschlag dazu ist die virtualisierte Personalabteilung. Im Folgenden soll deshalb untersucht werden, inwieweit virtuelle Strukturen, unter Bezugnahme auf den „konfliktorientierten Ansatz“ von MARR/STITZEL, Einfluss auf die Personalarbeit haben.

In der vorliegenden Arbeit werden zunächst begriffliche Grundlagen erarbeitet. Dazu gehört eine Definition der „virtuellen Organisation“ und die Darstellung des konfliktorientierten Ansatzes. In einem weiteren Schritt findet eine Beschreibung des Wesens der virtuellen Personalabteilung sowie eine Untersuchung der Auswirkung von virtueller Strukturen auf die Konfliktfelder „Arbeitsstrukturierung“ und „Koordination“ statt. Die Arbeitet endet mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangslage

1.2 Problemstellung

1.3 Vorgehensweise

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Konfliktorientierung

2.2 Virtuelle Organisation

3 Das Wesen der virtuellen Personalabteilung

4 Arbeitsstrukturierung

4.1 Arbeitsstrukturierung aus Sicht der ökonomischen Effizienz

4.2 Arbeitsstrukturierung aus der Sicht der sozialen Effizienz

5 Koordination

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie virtuelle Organisationsstrukturen die Personalarbeit beeinflussen, wobei insbesondere der „konfliktorientierte Ansatz“ von Marr und Stitzel als theoretischer Rahmen dient, um Arbeitsstrukturierung und Koordination in diesem Kontext zu bewerten.

  • Grundlagen virtueller Organisationen und ihrer Definition
  • Anwendung des Vier-Merkmal-Schemas auf virtuelle Strukturen
  • Konfliktorientierte Analyse von personalwirtschaftlichen Entscheidungen
  • Anforderungen an Mitarbeiter in virtuellen Personalabteilungen
  • Herausforderungen bei der Koordination dezentraler Aufgaben

Auszug aus dem Buch

2.1 Konfliktorientierung

MARR und STITZEL gehen in ihrem Ansatz davon aus, dass bei personalwirtschaftlichen Entscheidungen sowohl wirtschaftliche Gesichtspunkte als auch Bedürfnisse und Interessen der Mitarbeiter berücksichtigt werden sollen. Dem Ansatz ist demzufolge das duale Zielbündel von „ökonomische Effizienz“ und „soziale Effizienz“ zu Grunde gelegt. Am Zielbildungsprozess sind vier sog. Koalitionspartner beteiligt: die Organisationsleitung, die Mitarbeiter, die Träger und die regulatorischen Gruppen, wobei die beiden erstgenannten eine höhere Möglichkeit der Einflussnahme besitzen.

Zwischen den beiden Effizienzkomponenten besteht nach MARR und STITZEL sowohl eine Basiskomplementarität als auch eine partielle Zielkonkurrenz. Diese Konkurrenzbeziehungen bestehen zum einen zwischen den Zielkategorien der ökonomischen und sozialen Effizienz als auch innerhalb der beiden Kategorien. Durch das Streben der Organisationsmitglieder, ihre Interessen durchzusetzen, ist grundsätzlich ein Konkurrenzpotential in Organisationen vorhanden. Die daraus resultierenden Konflikte können funktional oder disfunktional sein, wobei der Konflikt an sich nicht als negativ betrachtet wird, sondern vielmehr als „Strukturelement von und in Organisationen“.

Die Autoren gliedern das personalwirtschaftliche Konfliktgeschehen in die Konfliktfelder Stellenbesetzung, Arbeitsstrukturierung, Wertschöpfungsverteilung, sozio-funktionale Beziehungen und Koordination. Es ist die Aufgabe der Organisationsmitglieder mit Personalverantwortung die Konflikte im Sinne eines Interessensausgleich zu steuern, keinesfalls zu unterdrücken. Ein personalwirtschaftlicher Interessensausgleich kann des Weiteren als politischer Prozess, als normative Zielsetzung oder als zweckrationales Konzept erfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung organisatorischer Flexibilität und führt die virtuelle Organisation als Antwort auf sich ändernde Kundenwünsche und Wertschöpfungsprozesse ein.

2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert den konfliktorientierten Ansatz nach Marr/Stitzel sowie das Konzept der virtuellen Organisation mittels eines Vier-Merkmal-Schemas.

3 Das Wesen der virtuellen Personalabteilung: Es wird analysiert, wie Personalmanagementaufgaben durch Kernkompetenzen neu definiert werden und welche Merkmale eine virtuelle Personalabteilung charakterisieren.

4 Arbeitsstrukturierung: Hier werden die Auswirkungen virtueller Strukturen auf die Arbeitsgestaltung sowohl unter ökonomischen als auch unter sozialen Effizienzaspekten untersucht.

5 Koordination: Das Kapitel thematisiert die Herausforderungen bei der Koordination dezentral erbrachter Personalleistungen und diskutiert Lösungsansätze wie Mitarbeiternetzwerke.

6 Ausblick: Eine abschließende Betrachtung fasst die Voraussetzungen für virtuelle Strukturen zusammen und reflektiert die Akzeptanz und Zukunftsaussichten der virtuellen Personalabteilung.

Schlüsselwörter

Konfliktorientierung, Virtuelle Organisation, Virtuelle Personalabteilung, Personalmanagement, Ökonomische Effizienz, Soziale Effizienz, Kernkompetenzen, Wertschöpfungskette, Arbeitsstrukturierung, Koordination, Vier-Merkmal-Schema, Flexibilität, Personalentwicklung, Vernetzung, Organisationswandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen virtueller Organisationsstrukturen auf die moderne Personalarbeit, basierend auf dem theoretischen Modell der Konfliktorientierung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Virtualität, das Wesen der virtuellen Personalabteilung sowie die Auswirkungen auf Arbeitsstrukturierung und Koordination.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit virtuelle Strukturen unter Einbeziehung des konfliktorientierten Ansatzes von Marr/Stitzel die Personalarbeit beeinflussen und verändern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Anwendung des Vier-Merkmal-Schemas zur Konkretisierung virtueller Objekte im Personalwesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Beschreibung der virtuellen Personalabteilung sowie eine detaillierte Betrachtung der Konfliktfelder Arbeitsstrukturierung und Koordination.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die virtuelle Personalabteilung, ökonomische und soziale Effizienz sowie die Konfliktorientierung nach Marr und Stitzel.

Wie wirkt sich die Virtualisierung auf die Arbeitsinhalte aus?

Durch die Virtualisierung steigen die Anforderungen an die individuelle Professionalität und die soziale Kompetenz, da Mitarbeiter verstärkt eigenverantwortlich personalwirtschaftliche Aufgaben übernehmen müssen.

Welches Problem ergibt sich bei der Koordination virtueller Personalabteilungen?

Ein zentrales Problem ist die Doppelunterstellung der Mitarbeiter gegenüber ihrem „realen“ Abteilungsleiter und dem Leiter der virtuellen Personalabteilung, was die Steuerung erschwert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konfliktorientierung virtueller Personalarbeit
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Institut für Personal und Organisation)
Veranstaltung
Seminar Personal und Organisation
Note
1,7
Autor
Marko Willnecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
20
Katalognummer
V21501
ISBN (eBook)
9783638251044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konfliktorientierung Personalarbeit Seminar Personal Organisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marko Willnecker (Autor:in), 2003, Konfliktorientierung virtueller Personalarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21501
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Leseprobe aus  20  Seiten
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