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Unternehmenskauf und -verkauf in der Krise

Title: Unternehmenskauf und -verkauf in der Krise

Seminar Paper , 2013 , 21 Pages

Autor:in: Bachelor of Laws (LL.B.) Mathias B. Welsch (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die Veräußerung eines Unternehmens steht häufig am Anfang von Restrukturie-rungsmaßnahmen. Dabei sind jedoch gerade im Bereich des Unternehmenskaufs in der Krise zahlreiche juristische Besonderheiten zu beachten. Ziel der Arbeit ist es, das komplexe Thema des Unternehmenskaufs aus Krise und Insolvenz zu beschreiben und juristische Besonderheiten und Gestaltungsoptionen, sowohl im Hinblick auf die Transaktionsstruktur, als auch - in gebotener Kürze - ausgewählte Aspekte der Vertragsgestaltung herauszuarbeiten.

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Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Der Krisenbegriff

C. Akquisition vor der Insolvenzeröffnung

I. Ausgestaltung der Transaktion

1. Übernahmezeitpunkt

2. Transaktionsform

II. Strafrechtliche Risiken

1. Bankrottdelikte

2. Untreue

III. Haftungsrisiken

1. Haftung bei Firmenfortführung

2. Haftung für Steuerschulden

3. Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang

4. Innenhaftung von Gesellschaftern und Geschäftsführer

5. Weitere potentielle Haftungsrisiken

IV. Insolvenzspezifische Risiken

1. Anfechtungsrisiko

2. Erfüllungswahlrecht

V. Vertragsgestaltung

D. Akquisition nach der Insolvenzeröffnung

I. Ausgestaltung der Transaktion

1. Übernahmezeitpunkt

2. Transaktionsform

II. Übertragende Sanierung

1. Insolvenzspezifische Schwierigkeiten bei der Übernahme

a) Wirtschaftliche Lage und Zeitrahmen

b) Insolvenzverfahrensrecht

aa) Verkauf durch den vorläufigen Insolvenzverwalter

bb) Zustimmungserfordernisse

2. Haftungsprivilegien

III. Insolvenzplanverfahren

1. Integrierte übertragende Sanierung

2. Dept-Equity-Swap

IV. Vertragsgestaltung

F. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die juristischen und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen bei Unternehmenskäufen in Krisen- und Insolvenzsituationen, mit dem Ziel, Gestaltungsoptionen für Transaktionen aufzuzeigen und Strategien zur Haftungsminimierung zu entwickeln.

  • Rechtliche Risiken vor der Insolvenzeröffnung (Haftung, Strafrecht).
  • Insolvenzspezifische Anfechtungsrisiken und Erfüllungswahlrechte.
  • Besonderheiten der übertragenden Sanierung nach Insolvenzeröffnung.
  • Rolle des Insolvenzplanverfahrens und des Debt-Equity-Swap.
  • Strategische Gestaltung von Unternehmenskaufverträgen in der Krise.

Auszug aus dem Buch

1. Übernahmezeitpunkt

Ein Unternehmenskaufvertrag ist oftmals Ausgangspunkt für Restrukturierungsbemühungen bei einem in die Krise geratenen Unternehmen. Je nach Zielsetzung des Erwerbers kann eine Transaktion auch vor einer Insolvenz stattfinden, um nach erfolgreicher Restrukturierung eine hohe Rendite durch die Transaktion zu erzielen. Die Wahl dieses Zeitpunkts ist im Wesentlichen dadurch motiviert, negative Folgen eines Insolvenzverfahrens zu vermeiden. Hierzu zählt unter anderem ein zunehmender Reputationsverlust, aber auch die Abwanderung besonders qualifizierter Mitarbeiter. Darüber hinaus sind beim Unternehmenskauf aus der Insolvenz verfahrensrechtliche Vorschriften zu beachten. Dem Umstand der Insolvenz geschuldet, wird es bei den Kaufverhandlungen zudem nicht möglich sein, eine Exklusivitätszusage vom Insolvenzverwalter zu erhalten. Aus Verkäufersicht motiviert sich eine Veräußerung vor der Insolvenz dadurch, dass hiermit die Möglichkeit besteht, nicht das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren und somit eigene Verluste zu begrenzen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Thematik der Distressed Mergers & Acquisitions und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

B. Der Krisenbegriff: Differenzierung zwischen betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Krise als Basis der Untersuchung.

C. Akquisition vor der Insolvenzeröffnung: Analyse der rechtlichen Risiken und Transaktionsmöglichkeiten vor Eintritt der Insolvenz.

D. Akquisition nach der Insolvenzeröffnung: Untersuchung der Rahmenbedingungen und Privilegien bei Transaktionen im laufenden Insolvenzverfahren.

F. Schlusswort: Zusammenfassende Bewertung der Handlungsoptionen und Bedeutung einer gründlichen Due Diligence.

Schlüsselwörter

Unternehmenskauf, Krise, Insolvenz, Distressed M&A, übertragende Sanierung, Haftungsrisiken, Insolvenzplan, Asset Deal, Anfechtungsrisiko, Restrukturierung, Due Diligence, Debt-Equity-Swap, Insolvenzverwalter, Vertragsgestaltung, Gläubigergleichbehandlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die juristischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen, die beim Kauf eines Unternehmens in einer wirtschaftlichen Krise oder einer Insolvenz zu beachten sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Haftungsrisiken (zivil- und strafrechtlich), Anfechtungsrisiken, Möglichkeiten der übertragenden Sanierung sowie spezifische Gestaltungsvarianten wie das Insolvenzplanverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Gestaltungsoptionen für Transaktionsstrukturen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie ein Unternehmenskauf in der Krise erfolgreich und rechtssicher umgesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse einschlägiger Rechtsnormen (InsO, StGB, HGB, AO) und der Auswertung aktueller Rechtsprechung sowie Fachliteratur zu Distressed M&A.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen vor und nach der Insolvenzeröffnung, wobei jeweils spezifische Haftungsrisiken, Transaktionsformen und vertragsrechtliche Besonderheiten detailliert erläutert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Unternehmenskauf, Insolvenz, übertragende Sanierung, Asset Deal, Due Diligence und Distressed M&A.

Wie unterscheidet sich der Asset Deal vom Share Deal in der Krise?

Der Asset Deal erlaubt es, gezielt Aktiva zu erwerben und Verbindlichkeiten auszugrenzen, während der Share Deal Anteile übernimmt, was in der Krise aufgrund unbekannter Altlasten häufig risikoreicher ist.

Warum ist eine Due Diligence bei Distressed M&A oft eingeschränkt?

Da der Insolvenzverwalter bestrebt ist, einen raschen Wertverlust des Unternehmens zu verhindern, bleibt oft nur ein enger zeitlicher Rahmen für die Prüfung, was die Durchführung einer umfassenden Due Diligence erschwert.

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Details

Title
Unternehmenskauf und -verkauf in der Krise
College
University of Applied Sciences Trier
Author
Bachelor of Laws (LL.B.) Mathias B. Welsch (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V215021
ISBN (eBook)
9783656428268
ISBN (Book)
9783656433729
Language
German
Tags
unternehmenskauf krise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Laws (LL.B.) Mathias B. Welsch (Author), 2013, Unternehmenskauf und -verkauf in der Krise , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215021
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