Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Führung und Personal - Sonstiges

Outplacement vorm Hintergrund der Transaktionskostentheorie

Welche Auswirkungen haben gezielte und strukturierte Outplacementangebote im Hinblick auf die Transaktionskostentheorie?

Titel: Outplacement vorm Hintergrund der Transaktionskostentheorie

Hausarbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Martin Schulze (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als in Amerika im Jahr 2007 von einer Immobilienkrise gesprochen wurde, schien niemand geahnt zu haben, welche Auswirkungen daraus für die gesamte Wirtschaft- und Finanzwelt erwachsen. Die darauffolgende Krise im Finanzsektor umfasste nahezu komplett Europa und die USA. Durch den fehlenden finanziellen Rückhalt erlebte auch die Wirtschaft vieler Staaten eine Regression. Die Gewinne sanken und eine Vielzahl an Unternehmen musste Insolvenz anmelden. Dies hat drastische Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des Landes, aber auch auf die Existenzen der Arbeitnehmer. Im Jahr 2009 verdoppelten sich die Schäden durch Unternehmensinsolvenzen in Deutschland beispielsweise auf rund 48,6 Mrd. Euro, was Auswirkungen auf ca. eine halbe Millionen Arbeitnehmer hatte.
Dies macht die Tragweite der Krise in etwa deutlich. Der amerikanische Ökonom und Professor an der Harvard University Kenneth Rogoff nennt die Krise sogar ein Monster, welches gebändigt werden muss. Allerdings ist das nicht so einfach, wie es scheint.
Wie bereits angesprochen sind viele Firmen bereits den Weg in die Insolvenz gegangen. Andere sehen nur die drastische Reduzierung der Ausgaben, um dem zu entkommen, denn von dem neuen zwei Billionen Dollar Rettungsschirm zur Stabilisierung der Weltwirtschaft aus dem Internationalen Währungsfond, werden sie wohl nicht viel abbekommen. In Amerika, wo es keinen Kündigungsschutz gibt, würde wahrscheinlich eine Welle der Entlassungen durch die Wirtschaft fegen und die Arbeitslosenzahlen sprunghaft ansteigen lassen. In Deutschland gilt allerdings das Kündigungsschutzgesetz und daraus erwachsen für den Arbeitgeber Konsequenzen, werden bei Kündigungen die gesetzlichen Rahmen nicht geachtet. Es stellt sich also die Frage, wie Personal effektiv freigesetzt werden kann und dabei möglichst viel Geld eingespart wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Transaktionskostentheorie

3. Grundlagen des Outplacements

3.1 Rahmenbedingungen betrieblicher Personalfreisetzung

3.2 Entwicklung des Outplacements

3.3 Ursachen und Ziele von Outplacementbestrebungen

4. Outplacement und Transaktionskostentheorie

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das Konzept des Outplacements vor dem Hintergrund der Transaktionskostentheorie zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit gezielte und strukturierte Outplacementangebote als effizientes Instrument der Personalfreisetzung zur Kostenminimierung im Unternehmen beitragen können.

  • Grundlagen und Verhaltensannahmen der Transaktionskostentheorie
  • Rechtliche Rahmenbedingungen betrieblicher Personalfreisetzung in Deutschland
  • Historische Entwicklung und Konzepte des Outplacements
  • Ökonomische Rationalität und Kostenfaktoren von Trennungsprozessen
  • Verknüpfung von Outplacement-Maßnahmen mit betriebswirtschaftlicher Kostenminimierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Entwicklung des Outplacements

Die theoretischen Ansätze im Bereich der Personalführung unterliegen, wie nahezu alle Bereich der Wirtschaft, einem stetigen Wandel und einer Art Anpassungsdruck an aktuelle Rahmenbedingungen. So zeigten Studien aus der Organisations- und Führungsforschung, dass zunehmend mitarbeiterorientierte Führungssysteme gefragt sind, welche vom hierarchischen und autoritären Prinzip abgelöst sind. Partizipatives Verhalten und kollegiales Führungsverhalten sollten die neuen Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens werden. Aus diesen Annahmen entwickelte sich in der Folge dann auch das Interesse an den Arbeitnehmern, von denen sich das Unternehmen trennen musste. Mit gezieltem Outplacement sollte eine optimale Betreuung dieser Personen stattfinden.

Obwohl der neudeutsche Wortlaut es vermuten lässt, ist das Konzept des Outplacements keine Erfindung aus den Anfängen des 21. Jahrhunderts. Das Konzept, welches immer häufiger in der Literatur auftaucht, entsteht in den 60er Jahren als ein Instrument zur Trennungsberatung. Es stützt sich dabei auf die Erfahrungen, die bei der Reintegration von Soldaten nach dem 2. Weltkrieg in den USA gemacht wurden. Damals zeigte sich, dass die Wiedereingliederung in bestimmte Unternehmensstrukturen schwierig ist und der Förderung bedarf. Aus dieser Erkenntnis entwickelten sich spezifische Beratungs- und Betreuungskonzepte. Die Firma „THinc“ gilt dabei als Vorreiter und entwickelte als erste Outplacement-Beratungsfirma ein Konzept, das bis heute als Grundlage genutzt wird. Allerdings galt dieses erste Konzept lediglich für mittlere und höhere Führungsschichten in Unternehmen und wurde erst im Laufe der Jahre weiter ausgearbeitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise ab 2007 auf Unternehmen und Arbeitnehmer und leitet die Forschungsfrage zur Effizienz des Outplacements als Mittel der Kostenminimierung ein.

2. Einführung in die Transaktionskostentheorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen der Transaktionskostentheorie, insbesondere die Kostenkategorien und Verhaltensannahmen wie begrenzte Rationalität und Opportunismus, als theoretische Basis.

3. Grundlagen des Outplacements: Hier werden die Rahmenbedingungen der Personalfreisetzung, die historische Entwicklung des Outplacements sowie dessen Ursachen und Ziele detailliert dargestellt.

4. Outplacement und Transaktionskostentheorie: Dieses Kapitel verknüpft die beiden Konzepte und zeigt auf, wie durch gezieltes Outplacement Transaktionskosten bei Kündigungsprozessen effektiv gesenkt werden können.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische Sinnhaftigkeit von Outplacement als Instrument im Trennungsmanagement.

Schlüsselwörter

Outplacement, Transaktionskostentheorie, Personalmanagement, Personalfreisetzung, Trennungsmanagement, Kostenminimierung, betriebsbedingte Kündigung, Abfindung, Beschäftigungsfähigkeit, Employability, Effizienz, Unternehmen, Arbeitsrecht, Trennungsprozess, Organisationsforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das betriebliche Outplacement unter dem Aspekt der Transaktionskostentheorie, um zu bewerten, wie Unternehmen Trennungsprozesse effizienter gestalten können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Theorie der Transaktionskosten, den rechtlichen sowie operativen Rahmenbedingungen von Personalabbau und dem konkreten Nutzen professioneller Outplacement-Beratung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, ob und unter welchen Bedingungen Outplacement-Maßnahmen eine ökonomisch sinnvolle Strategie zur Kostenminimierung bei notwendigen Personalfreisetzungen darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse, bei der existierende wirtschaftswissenschaftliche Literatur sowie rechtliche Grundlagen (wie das BGB oder KSchG) verknüpft werden, um das Outplacement-Konzept zu fundieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Transaktionskostentheorie, die Aufarbeitung der Grundlagen des Outplacements (inkl. Historie und Ziele) und die direkte Zusammenführung beider Bereiche zur Kostenoptimierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Outplacement, Transaktionskostentheorie, Personalfreisetzung, Kostenminimierung und Trennungsmanagement.

Welche Rolle spielt der Kündigungsschutz bei der ökonomischen Betrachtung des Outplacements?

Der Kündigungsschutz führt zu Fristen und Abfindungsansprüchen, die hohe Kosten verursachen; das Outplacement setzt hier an, um durch Beschleunigung des Wechsels oder Minderung von Konflikten diese Kosten zu reduzieren.

Warum ist die staatliche Förderung von Outplacement-Maßnahmen relevant?

Staatliche Zuschüsse (z.B. nach SGB III) reduzieren die direkten Kosten für das Unternehmen erheblich und machen das Instrument Outplacement somit noch attraktiver für eine kostenminimierende Personalfreisetzung.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Outplacement vorm Hintergrund der Transaktionskostentheorie
Untertitel
Welche Auswirkungen haben gezielte und strukturierte Outplacementangebote im Hinblick auf die Transaktionskostentheorie?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Martin Schulze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V215175
ISBN (eBook)
9783656431985
ISBN (Buch)
9783656437666
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Outplacement Transaktionskostentheorie Outplacementangebote Management Personalmanagement Personalfreisetzung Grundlagen Ursachen und Ziele Topic_Outplacement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Martin Schulze (Autor:in), 2012, Outplacement vorm Hintergrund der Transaktionskostentheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215175
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum