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Das Problem der Theodizee in David Humes „Dialoge über natürliche Religion“

Titel: Das Problem der Theodizee in David Humes „Dialoge über natürliche Religion“

Hausarbeit , 2006 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johannes Key (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Humes postum erschienenem Werk "Dialoge über natürliche Religion" lässt er
– literarisch ausgefeilt – drei Disputanten über den zeitgenössischen Versuch der theologischen Rationalisten diskutieren, „die Annahme des Welturhebers durch Analogieschlüsse zu untermauern, um den religiösen Glauben mit erfahrungs-wissenschaftlichen Argumenten zu begründen und ihm dadurch größeres Ansehen zu verschaffen.“ Das Programm ist dadurch beschränkt auf die Frage nach der empirischen Bestimmbarkeit der göttlichen Prädikate. Dass eine Weltursache existiert, steht außer Frage, es geht vielmehr um die Möglichkeiten und Grenzen der „Charakterisierung“ des Welturhebers.
Die Dialoge erhalten ihre Besonderheit dadurch, dass sie wahrhaftig dialogisch sind, da es zwar den „heimlichen Protagonisten“ Philo gibt, die anderen beiden Gesprächspartner (Cleanthes und Demea) aber mehr als nur "dumme" Stichwortgeber sind.
Methodisch werden in der Arbeit zunächst das Theodizee-Problem an sich dargestellt und der Anspruch der natürlichen Religion. Aus diesem Verständnis heraus wird die Theodizee in den Kontext der Dialoge gestellt. Daraus ergeben sich wiederum das methodische Vorgehen der Disputanten und die Bedeutung des Theodizee-Problems für den Kontext.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Theodizee-Problem in der natürlichen Religion

2.1 Si deus bonus, unde malum? – Das Problem der Theodizee

2.2 Besonderheiten der natürlichen Religion

3. Stellenwert des Theodizee-Problems im Kontext des Dialogs

4. Die Theodizee

4.1 Zehnter Dialog

4.2 Elfter Dialog

5. Zusammenfassung und weitere Aspekte

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Theodizee-Problem innerhalb von David Humes Werk "Dialoge über natürliche Religion", um zu analysieren, wie die Existenz von Leid und Übel mit dem Konzept eines allmächtigen und gütigen Gottes in Einklang gebracht werden kann.

  • Analyse des Theodizee-Problems im Kontext der natürlichen Religion.
  • Untersuchung der Argumentationsweise der drei Disputanten (Philo, Cleanthes, Demea).
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Design-Argument und dem Anthropomorphismus.
  • Erörterung der Grenzen der menschlichen Vernunft bei der Erkenntnis göttlicher Eigenschaften.
  • Reflektion über das Scheitern rationalistischer Gottesbeweise vor dem Hintergrund der empirischen Realität.

Auszug aus dem Buch

2.1 Si deus bonus, unde malum? – Das Problem der Theodizee

Die Theodizee steht in einem langen religions- und philosophiegeschichtlichen Diskurs, obgleich der Begriff Theodizee erst auf Leibniz zurückgeht, der diesen aus dem griechischen ,θεός‘ (Gott) und ,δίκη‘ (Gerechtigkeit) nach Röm. 3,5 bildete. Zwar ist das Thema kein primär theologisches, sondern ein philosophisches, doch beschäftigte es auch Christen,، Buddhisten,، Hindus etc. Formal und methodisch führt der leibnizsche Begriff ,bestimmte Implikationen des metaphysischen Rationalismus mit sich, nach denen die Theodizee das Unternehmen der gerichtsprozeßanalogen Rechtfertigung Gottes angesichts des Vorwurfs der Verantwortlichkeit für die Übel in der Welt beschreibt, wobei sich diese Rechtfertigung vor dem Gerichtshof der menschlichen Vernunft vollzieht.

Sie formuliert die Anklage, benennt die entlastenden Argumente der Verteidigung und spricht auch das Urteil. Inhaltlich geht es im Wesentlichen um die Vereinbarkeit von Übel und Bösem in der Welt mit einem allmächtigen, weisen und gütigen Gott. Das Problem wird durch Epikurs Frage oder Trilemma in ,Dialogen über natürliche Religion‘ auf den Punkt gebracht: „Will er Übel verhüten und kann nicht? Dann ist er ohnmächtig. Kann er und will nicht? Dann ist er übelwollend. Will er und kann er? Woher dann das Übel?“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Humes Werk "Dialoge über natürliche Religion" und die methodische Herangehensweise an das Theodizee-Problem.

2. Das Theodizee-Problem in der natürlichen Religion: Definition des Theodizee-Begriffs und Analyse der grundlegenden Schwierigkeiten einer vernunftbasierten Religion.

3. Stellenwert des Theodizee-Problems im Kontext des Dialogs: Untersuchung der Positionen der drei Disputanten und des apriorischen sowie aposteriorischen "Design-Arguments".

4. Die Theodizee: Detaillierte Analyse des zehnten und elften Dialogs hinsichtlich der Vereinbarkeit von menschlichem Leid und göttlichen Attributen.

5. Zusammenfassung und weitere Aspekte: Resümee über das Scheitern des anthropomorphen Gottesbegriffs und die Rückkehr zum Glauben aus natürlichem Gefühl.

Schlüsselwörter

Theodizee, David Hume, Dialoge über natürliche Religion, Philo, Cleanthes, Demea, Design-Argument, Natürliche Religion, Anthropomorphismus, Leid, Epikur, Gottesbeweis, Vernunft, Glaube, Übel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung des Theodizee-Problems, also der Rechtfertigung Gottes angesichts der Existenz des Übels in der Welt, innerhalb von David Humes "Dialogen über natürliche Religion".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rationalistische Religionskritik, die Grenzen menschlicher Erkenntnis, die Struktur von Gottesbeweisen und das Spannungsfeld zwischen einem gütigen Schöpfer und einer von Leid geprägten Welt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hume die Unzulänglichkeit rationalistischer Argumente zur Bestimmung göttlicher Attribute entlarvt und warum das Theodizee-Problem eine rationale Rechtfertigung Gottes verhindert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische philosophische Arbeit, die die Argumentationsgänge der drei Charaktere Philo, Cleanthes und Demea systematisch gegenüberstellt und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Theodizee-Problems, der Analyse des Design-Arguments im Kontext der natürlichen Religion sowie der detaillierten Diskussion der Theodizee-Frage im zehnten und elften Dialog.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Theodizee, Design-Argument, Anthropomorphismus, Leid, natürliche Religion und die Figuren des humeschen Dialogs definiert.

Warum hält Philo den rationalistischen Ansatz für gescheitert?

Philo argumentiert, dass menschliche Vernunft nicht ausreichen kann, um göttliche Wesensmerkmale zu bestimmen, da Gott qualitativ weit über menschliche Begrifflichkeiten und Analogien hinausgeht.

Wie reagiert Cleanthes auf die Problematik des Leids?

Cleanthes versucht zunächst, das Leid als mit der göttlichen Güte vereinbar darzustellen, ist aber letztlich gezwungen, aufgrund der empirischen Fakten von der Vorstellung eines uneingeschränkt allmächtigen Gottes abzurücken.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Problem der Theodizee in David Humes „Dialoge über natürliche Religion“
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Philosophisches Fakultät I - Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Tugendethik
Note
1,0
Autor
Johannes Key (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V215179
ISBN (eBook)
9783656431961
ISBN (Buch)
9783656437536
Sprache
Deutsch
Schlagworte
problem theodizee david humes dialoge religion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Key (Autor:in), 2006, Das Problem der Theodizee in David Humes „Dialoge über natürliche Religion“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215179
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Leseprobe aus  18  Seiten
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