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Einfluss amerikanischer Unternehmen auf deutsche Tochterunternehmen

Title: Einfluss amerikanischer Unternehmen auf deutsche Tochterunternehmen

Term Paper , 2012 , 28 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sascha Marinkewitsch (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Im Rahmen der Entwicklung eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes und des Trends zur Globalisierung ist die Zahl und Bedeutung grenzüberschreitend tätiger Unternehmen in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen und weiterhin im Steigen begriffen. Zunehmend sind neben den Großunternehmen auch mittelständische Unternehmen grenzüberschreitend tätig. Dabei wächst nicht nur die Zahl der grenzüberschreitend tätigen Unternehmen, sondern auch der Umfang der Tätigkeiten. Während früher häufig der reine Export bzw. Import im Vordergrund stand, gibt es immer mehr Unternehmen, die ausländische Direktinvestitionen tätigen. Eine wesentliche Form der Direktinvestitionen stellt die Gründung von Tochterkapitalgesellschaften dar. Die dadurch entstehenden internationalen Konzerne sind zum bedeutendsten Akteur der Weltwirtschaft geworden. In solchen Konzernen müssen häufig betriebswirtschaftliche Entscheidungen über grenzüberschreitende Gestaltungsfragen getroffen werden. Dies gilt z.B. für Entscheidungen bezüglich der internationalen Standortwahl, der Gestaltung grenzüberschreitender Rechts-, Konzern, und Finanzierungsstrukturen sowie hinsichtlich der Festlegung konzerninterner Verrechnungspreise.
Bei diesen Entscheidungen sind in der Regel eine Reihe verschiedener Auswirkungen zu beachten, die unter anderem Umständen die Tochterkapitalgesellschaften beeinflussen. Diese können negative oder positive Einwirkungen auf die Tochterkapitalgesellschaften haben. Die Frage ist, ob diese Entscheidungen immer willkommen bei den Tochterkapitalgesellschaften sind und wie die Tochterkapitalgesellschaften auf diese Entscheidungen reagieren?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangssituation

2. Besonderheiten der strukturellen Konflikte

2.1.Praxisbeispiele

2.2.Große Hebelwirkung struktureller Konflikte

2.3.Latente Strukturelle Konflikte

3. Managementstile

3.1.Das US-amerikanische Management

3.2.Das deutsche Management

3.3.Erhöhte Anforderungen

4. Steuerungs- und Kontrollmechanismen im Internationalisierungsprozess

4.1.Steuerung und Kontrolle durch persönliche Beziehungen

4.2.Steuerung und Kontrolle durch Unternehmenskultur

5. Strukturelle Konflikte in Unternehmen erkennen

5.1.Einordnung und Abgrenzung

5.2.Konflikte und Noch-nicht-Konflikte

5.3.Konfliktkategorien

6. Auswirkungen respektvoller Führung auf das Mitarbeiter-Erleben

6.1.Identifikation mit der Führungskraft

6.2.Arbeitszufriedenheit

6.3.Einflussoffenheit

6.4.Erlebter anerkennender Respekt

7. Fallbeispiel: Unternehmenskrise „Adam Opel AG Krise“

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss amerikanischer Unternehmen auf deutsche Tochtergesellschaften unter besonderer Berücksichtigung struktureller Konfliktpotenziale. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche Managementstile und Unternehmenskulturen bei fehlender Abstimmung zu tiefgreifenden Unternehmenskrisen führen können und welche Bedeutung respektvolle Führung in diesem Kontext einnimmt.

  • Analyse struktureller Konfliktursachen in multinationalen Konzernen.
  • Gegenüberstellung US-amerikanischer und deutscher Management- und Führungsstile.
  • Untersuchung von Steuerungs- und Kontrollmechanismen im Internationalisierungsprozess.
  • Erforschung der Auswirkungen respektvoller Führung auf das Erleben der Mitarbeiter.
  • Fallstudie zur Krise der Adam Opel AG als Praxisbeispiel für strukturelle Konflikte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das US-amerikanische Management

Der berühmte amerikanische Optimismus, in Verbindung mit dem hohen sozialen Wert der Individualität und dem in der Verfassung verankerten „Recht auf Glück“, ist die wichtigste kulturelle Grundlage dafür, dass die Handlungsfreude, die Neigung, in jedem Fall etwas zu tun, ein allgemeines Merkmal des amerikanischen Managements ist. Auch in Situationen, in denen gar nicht klar ist, was man tun sollte, wird ein Amerikaner immer irgendetwas tun.

Dieser Optimismus und die Handlungsfreude stehen in Kontrast zu vielen europäischen Kulturen – vor allem auch zur Disposition vieler Polen. Aus ihrer Geschichte haben sie zumeist eine Skepsis gegenüber der Zukunft abgeleitet. Eine Ausnahme bilden hier vielleicht die polnischen Jungunternehmer und die jungen hochqualifizierten polnischen Manager, die einige Zeit in den USA gelebt und/oder eine amerikanisch geprägte Wirtschaftshochschule besucht haben. Es scheint, dass für diese jüngere Generation die amerikanische Handlungsfreude durchaus etwas Bewundernswertes hat, dem viele junge polnische Manager nacheifern. Die neuen Möglichkeiten, die ihr im Umbruch befindliches Land ihnen bietet, stehen dann für sie im Vordergrund.

Ein wichtiges Element der amerikanischen Konzentration auf das Handeln ist die Überzeugung, dass zur Erreichung wünschenswerter Ziele die dafür geeigneten Mittel immer irgendwie auch verfügbar sind, dass Dinge eben auch machbar sind, wenn man nur einmal angefangen hat, auf ein Ziel hin zu arbeiten. Das schließt eine gewisse Toleranz ein, dass auch etwas schief gehen kann. Das Lern-Prinzip von Versuch und Irrtum ist hier grundlegend – im Unterschied zu vielen europäischen Kulturen, in denen ein Fehlschlag eines Projekts Anlass dafür ist, sich zu schämen. Die strikte Ausrichtung von Arbeitsschritten auf die Lösung – mag diese perfekt sein oder nicht – unterscheidet den amerikanischen Stil der Teamarbeit z.B. von dem deutschen. Der besondere Kommunikationsstil, der mit der amerikanischen Konzentration auf das Handeln verbunden ist, kann für Polen ein Problem in der Kooperation sein: Der sachliche, auf den Informationsaustausch konzentrierte Stil des Sprechens unterscheidet sich deutlich von der polnischen Kommunikationsform, die am Arbeitsplatz den sozialen Status des Gesprächspartners berücksichtigt und selten „direkt auf den Punkt kommt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangssituation: Es wird der Trend zur Globalisierung und die zunehmende Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen sowie Tochtergesellschaften als zentrale Akteure der Weltwirtschaft beleuchtet.

2. Besonderheiten der strukturellen Konflikte: Dieses Kapitel erläutert, wie sich strukturelle Konflikte durch inkompatible Systeme entwickeln und warum sie bei mangelnder Behandlung schleichend zu Unternehmenskrisen führen können.

3. Managementstile: Hier werden die Unterschiede zwischen dem handlungsorientierten, US-amerikanischen Management und dem technisch fokussierten, spezialisierten deutschen Führungsstil gegenübergestellt.

4. Steuerungs- und Kontrollmechanismen im Internationalisierungsprozess: Das Kapitel analysiert formelle und informelle Strategien, wie etwa persönliche Netzwerke oder die Unternehmenskultur, zur Steuerung globaler Organisationen.

5. Strukturelle Konflikte in Unternehmen erkennen: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen verschiedenen Konfliktarten und -kategorien, um das Bewusstsein für strukturelle Problematiken zu schärfen.

6. Auswirkungen respektvoller Führung auf das Mitarbeiter-Erleben: Das Kapitel untersucht empirisch, wie respektvolles Führungsverhalten Identifikation, Arbeitszufriedenheit und Offenheit der Mitarbeiter positiv beeinflussen kann.

7. Fallbeispiel: Unternehmenskrise „Adam Opel AG Krise“: Anhand der Opel-Krise werden die theoretischen Erkenntnisse zu strukturellen Konflikten in einem realen, multinationalen Kontext veranschaulicht.

8. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse konsolidiert und Strategien für einen wirksamen Umgang mit Konfliktpotenzialen zur Krisenprävention abgeleitet.

Schlüsselwörter

Strukturelle Konflikte, Globalisierung, Unternehmenskultur, Managementstile, Mitarbeiter-Erleben, Respekt, Adam Opel AG, Führung, Unternehmenskrisen, Identifikation, Arbeitszufriedenheit, Internationalisierung, Konfliktpotenzial, Organisationsstruktur, Prozesssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen multinationaler Konzerne, bei denen unterschiedliche Managementstile und Unternehmenskulturen in Tochtergesellschaften aufeinandertreffen und zu strukturellen Konflikten führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen strukturelle Konflikttheorie, internationale Managementstrategien, Unternehmenskultur als Steuerungsinstrument sowie die psychologischen Auswirkungen von Führung auf Mitarbeiter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie strukturelle Konflikte entstehen, warum sie oft zu spät erkannt werden und welche Rolle respektvolle Führung bei der Krisenprävention und Stabilisierung von Organisationen spielt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse zur Definition struktureller Konflikte sowie eine detaillierte Fallstudienanalyse zur Untersuchung der Opel-Krise im Kontext amerikanischer Mutterkonzern-Strukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Managementstile und Konflikttheorien, eine Untersuchung der Führungspsychologie sowie die konkrete Anwendung dieser Konzepte auf das Fallbeispiel Opel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Strukturelle Konflikte, Führung, Internationalisierung, Unternehmenskultur und Krisenmanagement.

Inwiefern beeinflusst das „US-amerikanische Management“ deutsche Tochterunternehmen?

Durch einen Fokus auf kurzfristiges Gewinndenken, strikte Formalisierungsverfahren und Handlungsfreude entstehen oft Reibungspunkte mit den eher spezialisierten, technikorientierten deutschen Unternehmenskulturen.

Welche Rolle spielt „Respekt“ bei der Vermeidung von Krisen?

Respekt, verstanden als Anerkennung des Gegenübers und seiner Leistung, fördert die Identifikation und das Vertrauen der Mitarbeiter. Dies ist essenziell, um in Veränderungsprozessen nicht durch Misstrauen („die da oben“ vs. „wir da unten“) handlungsunfähig zu werden.

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Details

Title
Einfluss amerikanischer Unternehmen auf deutsche Tochterunternehmen
Grade
1
Author
Sascha Marinkewitsch (Author)
Publication Year
2012
Pages
28
Catalog Number
V215255
ISBN (eBook)
9783656432326
ISBN (Book)
9783656435181
Language
German
Tags
einfluss unternehmen tochterunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Marinkewitsch (Author), 2012, Einfluss amerikanischer Unternehmen auf deutsche Tochterunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215255
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