Zu Beginn der Arbeit soll der Begriff der Mehrsprachigkeit kurz beleuchtet werden. Dabei werden sowohl die Begriffe Erst- und Zweitsprache als auch die Bedeutung der Förderung der Erstsprache in den Blick genommen. Anschließend widme ich mich dem Sprachvergleich der beiden Sprachen Deutsch und Polnisch. Zunächst folgt ein kurzer, allgemeiner Sprachvergleich, der einen ersten Überblick über die beiden Sprachen verschaffen soll. Anschließend steht die Pluralbildung des Polnischen und Deutschen im Fokus und wird kontrastiv betrachtet. Arbeitsmaterialien zum Thema Pluralbildung runden die Arbeit schließlich ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mehrsprachigkeit
3. Deutsch- polnischer Sprachvergleich
3.1 Allgemeine Sprachbeschreibung
3.1.1 Allgemeine Sprachbeschreibung des Deutschen
3.1.2 Allgemeine Sprachbeschreibung des Polnischen
3.2 Die Pluralbildung im Deutschen
3.3 Die Pluralbildung im Polnischen
3.4 Versuch einer Begründung der Schwierigkeiten beim deutschen Spracherwerb für Schülerinnen und Schüler mit Polnisch als Erstsprache
4. Arbeitsmaterialien
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Pluralbildung im Deutschen und Polnischen kontrastiv zu analysieren, um Lehrkräften ein besseres Verständnis für die sprachlichen Hintergründe von Schülern mit Polnisch als Erstsprache zu ermöglichen und den Zweitspracherwerb gezielter zu fördern.
- Grundlagen der Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext
- Kontrastiver Vergleich der Sprachsysteme Deutsch und Polnisch
- Systematische Darstellung der Pluralbildung in beiden Sprachen
- Analyse potenzieller Fehlerquellen beim Erwerb des Deutschen
- Entwicklung von didaktischen Arbeitsmaterialien zur Förderung der Sprachbewusstheit
Auszug aus dem Buch
3.2 Die Pluralbildung im Deutschen
Die Pluralbildung im Deutschen ist nicht chaotisch, aber komplex. Unabhängig davon, ob man für die Pluralbildung Regeln, Schemata oder die Wortstruktur als Erklärungsmodell benutzt, bleibt die Tatsache einer beachtlichen Zahl miteinander konkurrierender Formen zu erklären. (Wegener, 1999)
Dieses Zitat von Wegener macht deutlich, dass die Pluralbildung im Deutschen eine recht komplizierte Angelegenheit zu sein scheint und für Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache eventuelle Schwierigkeiten mit sich bringen könnte. Doch „es ist keine Willkür. Überblickt man die Flexionsschemata insgesamt, so fällt auf, dass die Pluralformen einheitlich gekennzeichnet sind“ (Eisenberg 2006, S.163). Die Pluralformen „haben stets ein formales Merkmal gemeinsam, sei es eine Endung, eine Endung + Umlaut, ein Umlaut allein oder die Endungslosigkeit“ (ebd.). Auch die Bildung der Stammformen ist laut Eisenberg schematisch. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Pluralbildung im Deutschen trotz ihrer Komplexität einheitlich gehalten ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Mehrsprachigkeit im deutschen Schulalltag und begründet die Relevanz eines kontrastiven Sprachvergleichs zwischen Deutsch und Polnisch.
2. Mehrsprachigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Mehrsprachigkeit und erörtert die Bedeutung der Förderung der Erstsprache für einen erfolgreichen Zweitspracherwerb.
3. Deutsch- polnischer Sprachvergleich: Der Hauptteil bietet einen strukturierten Vergleich der Sprachsysteme, der Pluralbildung beider Sprachen sowie eine Begründung für Lernschwierigkeiten bei polnischsprachigen Deutschlernenden.
4. Arbeitsmaterialien: Dieser Abschnitt enthält praktische Übungen und Merkblätter zur Pluralbildung und Kongruenz im Deutschen für den direkten Einsatz im Unterricht.
Schlüsselwörter
Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Zweitspracherwerb, Pluralbildung, Kontrastive Linguistik, Deutsch, Polnisch, Sprachvergleich, Grammatik, Sprachbewusstheit, Pluralendungen, Interferenz, Deutschunterricht, Nominalmorphologie, Sprachförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die strukturellen Unterschiede der Pluralbildung zwischen der deutschen und der polnischen Sprache.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Themen umfassen die Definition von Mehrsprachigkeit, den kontrastiven Vergleich der Grammatik (speziell Plural) und die pädagogische Begleitung von Schülern mit Polnisch als Erstsprache.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften durch ein tieferes Verständnis der polnischen Erstsprache zu helfen, potenzielle Fehlerquellen im Deutschunterricht besser zu identifizieren und zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?
Die Autorin verwendet eine kontrastive Analyse der Sprachsysteme auf Basis linguistischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Sprachbeschreibung, eine detaillierte Analyse der Pluralbildung in beiden Sprachen sowie die Analyse von typischen Lernschwierigkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Mehrsprachigkeit, Pluralbildung, Kontrastive Linguistik und Deutsch als Zweitsprache.
Warum ist die Pluralbildung im Deutschen für Lernende mit Polnisch als Erstsprache herausfordernd?
Da im Polnischen andere morphologische Regeln gelten und die deutsche Sprache komplexe Kongruenzerscheinungen aufweist, entstehen häufig Interferenzen.
Wie unterscheiden sich die Pluralbildungen bei Maskulina im Polnischen?
Das Polnische unterscheidet zwischen den Typen maskulin-personal, maskulin-nichtpersonal-belebt und maskulin-nichtpersonal-unbelebt, was zu verschiedenen Endungen führt.
Welchen praktischen Nutzen bieten die enthaltenen Arbeitsmaterialien?
Die Materialien bieten Lehrkräften konkrete Übungen zu Pluralendungen und Kongruenz, um Schülern bei der Anwendung dieser grammatikalischen Strukturen im Deutschen zu unterstützen.
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- Helena Bu (Author), 2013, Deutsch und Polnisch kontrastiv. Die Pluralbildung im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215307