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Föderalismus und Demokratie

Hat die föderale Organisation von Staatlichkeit Nachteile aus der Perspektive demokratischer Legitimität?

Titre: Föderalismus und Demokratie

Essai Scientifique , 2012 , 9 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Andreas Unger (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Ist der Zusammenhang zwischen Föderalismus und Demokratie, gerade auch
im Hinblick auf die Vielzahl von unterschiedlichen Vorstellungen über das, was Demokratie und Föderalismus tatsächlich ausmachen, so eindeutig? Trägt eine föderale Staatsorganisation, deren wesentlichen Merkmale in diesem ersten Kapitel beschrieben wurden, tatsächlich zu
einem Mehr an demokratischer Legitimität bei? Dies gilt es im Folgenden zu untersuchen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die föderale Organisation von Staatlichkeit

2. Demokratische Legitimität

2.1 Gewaltenteilung im Föderalismus

2.2 Die Verwirklichung des Subsidiaritätsprinzips im Föderalismus

2.3 Föderalismus – Ein Mehr an Partizipationsmöglichkeiten

3. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, ob die föderale Organisation von Staatlichkeit Nachteile für die demokratische Legitimität birgt. Dabei wird analysiert, wie sich föderale Prinzipien wie Gewaltenteilung, Subsidiarität und Partizipation auf die demokratische Qualität und Transparenz politischer Entscheidungsprozesse auswirken.

  • Grundlagen föderaler Staatsorganisation
  • Definition und Kriterien demokratischer Legitimität
  • Vertikale Gewaltenteilung und ihre Ambivalenz
  • Implikationen des Subsidiaritätsprinzips für dezentrale Machtstrukturen
  • Partizipationsmöglichkeiten und deren Einfluss auf Entscheidungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.1 Gewaltenteilung im Föderalismus

In Bezug auf eine föderative Staatsorganisation ist besonderes die vertikale Gewaltenteilung von Bedeutung. Unter ihr versteht man die Dezentralisierung von Macht auf verschiedenen Ebenen zum Zweck der Mäßigung/Hemmung staatlich-politischer Macht und Herrschaft sowie zur Gewährleistung individueller Freiheit. Das Verhältnis der verschiedenen Ebenen kann wie im deutschen Fall zwischen dem Bund, den Ländern und den Kommunen sehr arbeitsteilig, oder aber wie im kanadischen Föderalismus durch sehr autonom arbeitende Länder charakterisiert sein. Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern kann man bezogen auf die Bundesrepublik Deutschland auch von einer Gewaltenverschränkung sprechen, die zu einem System der „checks and balances“ geführt hat. Zweifelsfrei führt die wechselseitige Abhängigkeit der verschiedenen Ebenen zur Hemmung von Machtausübung und zu gegenseitiger Kontrolle.

Auf den ersten Blick, so scheint es, ergeben sich aus dem Prinzip der föderalen Gewaltenteilung positive Effekte im Hinblick auf die demokratische Legitimität. Denn die Hemmung politischer Machtausübung sowie die dadurch entstehenden freiheitssichernden Effekte tragen zur faktischen Anerkennung und Zustimmung der Bevölkerung zum politischen System bei. Allerdings wird gerade diese Form der föderativen Organisation häufig wegen ihrer Demokratiedefizite kritisiert. Die stark ausgeprägte Gewaltenverschränkung der Ebenen führt nämlich in den meisten Fällen zu intergouvernementalen Beziehungen zwischen Exekutiven. Dadurch reduziert sich oftmals die Transparenz von Entscheidungsprozessen, sodass Verantwortlichkeiten nicht mehr eindeutig einer Regierung zugeordnet werden können. Dies widerspricht einem grundlegendem Prinzip der Demokratie: „demokratische Verantwortlichkeit gebietet es, dass der Hoheitsträger, der einem Bürger gegenüber eine Entscheidung trifft, für diese Entscheidung ... von diesem politisch zur Verantwortung gezogen werden kann.“ Das auf den ersten Blick überzeugende Argument der Gewaltenteilung im Hinblick auf die demokratische Legitimität erweist sich somit bei näherer Betrachtung als ambivalent und von daher nicht absolut stichhaltig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die föderale Organisation von Staatlichkeit: Dieses Kapitel definiert den Föderalismus als Gegenmodell zum Einheitsstaat und benennt zentrale Ziele wie Gewaltenteilung, Subsidiarität und erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten.

2. Demokratische Legitimität: Hier wird der Begriff der demokratischen Legitimität theoretisch fundiert und an Kriterien wie politischer Gleichheit, Problemlösungsfähigkeit und Übereinstimmung von Interessen festgemacht.

2.1 Gewaltenteilung im Föderalismus: Das Kapitel analysiert die vertikale Gewaltenteilung und zeigt auf, dass sie zwar Kontrolle ermöglicht, aber durch Gewaltenverschränkung auch die demokratische Verantwortlichkeit erschweren kann.

2.2 Die Verwirklichung des Subsidiaritätsprinzips im Föderalismus: Es wird untersucht, ob bürgernahe Entscheidungen tatsächlich die Legitimität erhöhen, oder ob sie vor Ort festgefahrene Machtstrukturen begünstigen.

2.3 Föderalismus – Ein Mehr an Partizipationsmöglichkeiten: Dieses Kapitel betrachtet das Spannungsfeld zwischen erweiterten Wahlmöglichkeiten für Bürger und dem Risiko von Politikblockaden durch Gegengewichte.

3. Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Arbeit resümiert, dass Föderalismus ambivalent auf die demokratische Legitimität wirkt und institutionelle Vorkehrungen zur Minimierung der Nachteile notwendig sind.

Schlüsselwörter

Föderalismus, Demokratische Legitimität, Gewaltenteilung, Subsidiarität, Partizipation, Staatsorganisation, Politische Gleichheit, Problemlösungsfähigkeit, Gewaltenverschränkung, Entscheidungsprozesse, Demokratiedefizit, Verantwortlichkeit, Rechtsstaatlichkeit, Politische Systeme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob eine föderale Staatsorganisation im Vergleich zu einem Einheitsstaat die demokratische Legitimität fördert oder ob sie systemimmanente Nachteile mit sich bringt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der föderalen Gewaltenteilung, der Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips und der Wirkung von erweiterten Partizipationsmöglichkeiten auf die politische Entscheidungsqualität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die föderale Organisation von Staatlichkeit aus der Perspektive demokratischer Legitimität Nachteile aufweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die verschiedene theoretische Kriterien (z.B. nach Manfred G. Schmidt) auf föderale Prinzipien anwendet und durch politikwissenschaftliche Fachliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von drei föderalen Hauptmerkmalen – Gewaltenteilung, Subsidiarität und Partizipation – und deren jeweilige Auswirkungen auf die demokratische Legitimität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Föderalismus, demokratische Legitimität, Gewaltenteilung, Subsidiarität, Partizipationsmöglichkeiten und Gewaltenverschränkung.

Warum wird die föderale Gewaltenteilung kritisch betrachtet?

Obwohl sie zur Mäßigung von Macht beiträgt, führt sie oft zu einer Gewaltenverschränkung, die Transparenz verringert und die Zurechenbarkeit politischer Entscheidungen erschwert.

Kann das Subsidiaritätsprinzip die Legitimität auch mindern?

Ja, weil es auf lokaler oder regionaler Ebene zur Verfestigung von Machteliten führen kann, die aufgrund mangelnder professioneller Kontrolle durch Parlamente oder Medien weniger stark hinterfragt werden.

Wie beeinflussen Partizipationsmöglichkeiten die Bundespolitik?

Sie ermöglichen Wählern zwar mehr Einfluss, können aber in Systemen mit zwei Kammern zu Politikblockaden und einem Zwang zum Kompromiss führen, was die Qualität der Entscheidungen beeinträchtigen kann.

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Résumé des informations

Titre
Föderalismus und Demokratie
Sous-titre
Hat die föderale Organisation von Staatlichkeit Nachteile aus der Perspektive demokratischer Legitimität?
Université
Technical University of Darmstadt  (Politikwissenschaft)
Cours
Seminar: Föderalismus und Demokratie
Note
1,3
Auteur
Andreas Unger (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
9
N° de catalogue
V215341
ISBN (ebook)
9783656431879
ISBN (Livre)
9783656436348
Langue
allemand
mots-clé
föderalismus demokratie organisation staatlichkeit nachteile perspektive legitimität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Unger (Auteur), 2012, Föderalismus und Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215341
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Extrait de  9  pages
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