Die Trossfrauen und Marketenderinnen des Dreißigjährigen Krieges

Herkunft und Motive, Chancen und Risiken sowie ihr Alltag und Beitrag zum Kriegsgeschehen


Examensarbeit, 2012

63 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. I. Herkunft der Trossfrauen
2. II. Motive und Gründe für das Leben im Tross

3. I. Aufbau des Trosses
3. II. Hierarchien
3. III. Alltag – Rechte und Pflichten der Frau im Tross

4. I. Chancen und Möglichkeiten einer Frau im Tross
4. II. 1. Risiken im Tross
4. II. 2. Krankheiten und Tod

5. Gesellschaftliche Wahrnehmung der zum Tross gehörenden Frauen
5. I. - unmittelbar vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges
5. II. - während des Dreißigjährigen Krieges
5. III. Möglicher Vergleich beider Betrachtungen

6. Beitrag der Trossfrauen am Wallenstein´schen Leitsatz: „ Der Krieg ernährt der Krieg“
6. I. Wallenstein: „Der Krieg ernährt den Krieg“
6. II. Bedeutung der Trossfrauen und Marketenderinnen für den Dreißigjährigen Krieg

7. Zusammenfassung und Ausblick

8. Quellenverzeichnis

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Als angehende Historikerin und auch als Frau interessiere ich mich gerade im Rahmen der aktuell diskutierten Frauenquoten für die Frauen in der Geschichte, ihren Beitrag, ihre Würdigung beziehungsweise ihr Ansehen in der Gesellschaft. Ich habe mich in meiner Arbeit für eine Zeit entschieden, in der die Gesellschaft über die Maßen von Krisen erschüttert war und sich gerade die Frauen als Überlebensstrategen erwiesen haben. Sie haben alles getan, um sich und ihrer Familie den Lebensunterhalt und -erhalt zu ermöglichen. Ich spreche von den Trossfrauen und Marketenderinnen des Dreißigjährigen Krieges1. Ihnen werde ich mein Hauptaugenmerk widmen, wenn es auch noch die Frauen in den Städten, die adligen Damen und natürlich die vielen auf den ländlichen Höfen verbliebenen Frauen gab, die ebenso um das Überleben in einer Zeit kämpften, die schlicht mit den drei Wörtern „Zerstörung, Plünderung und Flucht“2 zusammengefasst werden könnte.

Es wäre natürlich zu einfach, den Dreißigjährigen Krieg auf diese drei Lexeme zu reduzieren. Der große Krieg der Frühen Neuzeit stellt sich viel komplexer dar. So wird er unter anderem von Georg Schmidt mit Phrasen wie: „“Konflikt zweier Machtblöcke“, [als]

„Staatsbildungskrieg“ [sowie auch als] „Kampf um die ständisch-republikanische [im Sinne der Stände] oder eine absolutistisch-monarchische Herrschaft [im Sinne des Kaisers]“ [bezeichnet, oder schlicht von ihm als] „Konfessionskrieg““3 betitelt.

Als Ursachen und Gründe für die lange Fortdauer des Krieges nimmt man neben den konfessionellen Streitigkeiten, die eben nicht mit dem Augsburger Religionsfrieden von 15554 beigelegt wurden, den Kampf zwischen den Reichsständen und dem Kaiser sowie das Hegemoniestreben der Habsburger und der Bourbonen5 und ebenso das verfehlte Krisenmanagement in Bezug auf diese Staatsbildungsprozesse und die konfessionelle Polarität, an.6 Hinzukommen ökonomische und soziale Ursachen sowie durch die so genannte „kleine Eiszeit“ ausgelöste Ernteausfälle, die einhergehend mit dem Anstieg der Bevölkerung zu Wirtschaftskrisen führten7.

Die gängige Praxis der Datierung für den Dreißigjährigen Krieg ist, seinen Beginn mit dem Prager Fenstersturz 1618 und sein Ende mit dem Friedensschluss zu Münster und Osnabrück im Jahre 1648 einzuordnen8. Ich will mich auf diese beiden Jahreszahlen für Beginn und Ende des Krieges festlegen. Dabei muss jedoch auch beachtet werden, dass die kriegerischen Handlungen bereits mit der Besetzung der Stadt Donauwörth und schließlich der Gründung beider gegnerischen Lager, Union auf protestantischer Seite und Liga auf katholischer, begonnen haben mochten und ebenso, dass nach dem Westfälischen Frieden von 1648 längst noch nicht alle Söldnerheere aufgelöst waren und es schließlich immer noch zu einzelnen Scharmützeln kam.9

Die Finanzierung des Krieges erfolgte nicht allein durch die Finanzausstattung der jeweiligen Feldherren beziehungsweise der Obrigkeiten sowie der mittels Verträgen beteiligten Ländern, die durch Subsidienleistungen10 das Heer ihrer jeweiligen Interessengruppe unterstützen. Es galt vor allem der durch den Feldherrn Wallenstein11 geprägte Leitsatz: „Der Krieg ernährt den Krieg!“12. Diesen Leitsatz möchte ich genauer untersuchen und den Beitrag der Frauen klären, den diese an dem Wallensstein´schen Motto hatten. Also inwiefern traf der Leitsatz Wallensteins auf die Trossfrauen und Marketenderinnen zu? Welches Glied bildeten sie in der Kette des Krieges? Wo trugen sie zur Länge des Krieges bei? Wo hat der Krieg zu ihrem Wirken geführt und vor allem inwiefern „ernährten“ sie ihn?

Dazu möchte ich des Weiteren das Bild der Frau in der Gesellschaft während des Dreißigjährigen Krieges ergründen und dabei insbesondere auf zwei Sonderformen bei der Wahrnehmung der Frau eingehen: die Frau als Prostituierte und die Frau als Hexe.

Problematisch stellt sich mir der Fundus an Quellen entgegen, da, wie schon Regina Schulte etwas ernüchtert feststellen muss, sich

„Über die Frauen im Dreißigjährigen […] nur bruchstückhafte, versprengte Nachrichten in Chroniken [finden...]. Zudem sind die Bilder von Frauen, die die Zeugnisse enthalten, sehr widersprüchlich, manche der eindrucksvollsten und auch der erschreckendsten beruhten bei näheren Hinschauen auf Legenden oder einem Gerücht, das weitererzählt wurde.“13

Frauen sind in jener Zeit, wenn überhaupt, insbesondere in Bezug auf ihre Tätigkeit als Ehefrau und Mutter verzeichnet14 und werden so häufig nur am Rande erwähnt. Man kann sie des öfteren nur aus der Ehegemeinschaft herauslesen.

Für meine folgenden Untersuchungen ergibt sich daraus, dass ich mich dem Thema der Trossfrauen und Marketenderinnen nur über die Sozialgeschichte nähern kann und eventuell Ansätze der Diskursanalyse zur Hilfe nehmen werde. In der aktuellen Forschung ist man zwar schon von den großen Heerführern wie Gustav II. Adolf, Wallenstein, Mansfeld und Tilly15 ein Stück abgerückt und hinübergegangen zu der Betrachtung des so genannten „kleinen Mannes“, aber die Frauen der Söldner, Bauern und Städter sind weiterhin zum größten Teil unberücksichtigt geblieben. Ich werde mich daher auf die von Jan Peters16 herausgegebenen Schilderungen eines Söldners17 in Bezug auf das Wirken seiner Frau verlassen müssen sowie auf Darstellungen von Pfarrern und Bauern. Ebenso stößt die Literatur wie zum Beispiel von Benigna Krusenstjern18, Regina Schulte19 oder Heide Wunder20 sowie einigen Weiteren an ihre Grenzen hinsichtlich der Quellengrundlage und der detaillierten Forschungsarbeit zu Frauenarbeit und -möglichkeiten im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges. Zur weiteren Unterstützung zog ich daher beispielsweise auch ein theologisches Lexikon21 zu Rate, das dem besseren Verständnis der zeitgenössischen biblischen Ansichten über Themen wie der Frau, also unter anderen ihrer Rolle innerhalb der Familie, ihrer Stellung zum Mann und ihrer biblisch hergeleiteten Aufgaben und Pflichten, diente.

Die Literatur von Amnesty International22 oder Mechthild Cordes23 waren mir sehr hilfreich, um die Wahrnehmung der Frau und ihre gesellschaftlich wie politische Lage zu erfassen. Wenn die Literatur auch eher gegenwartsorientiert ist, konnte ich doch einiges aus den Texten auf die Trossfrauen und Marketenderinnen des Dreißigjährigen Krieges ableiten. Es ist jedoch anzunehmen, dass diese feministische Forschung zu einer sehr einseitigen Betrachtung neigt und grundsätzlich ein nahezu ausnahmslos negatives Bild der Frau als ausschließlich Unterdrückte im patriarchalischen System zu zeichnen versucht. Wobei in einigen Punkten dieses negative Bild der Frau wohl auch zutreffend sein mag, allerdings längst nicht ihrer Darstellung in Gänze entspricht.

Besonders fragwürdig mag es erscheinen „Simplicissimus teutsch“ von Hans Jacob von Grimmelshausen24 sowie zahlreiche Auszüge aus seiner „Courasche“ als Quellenmaterial zu gebrauchen. Natürlich gilt es für mich nicht als Primärquelle und im Umgang mit ihr muss stets beachtet werden, dass es sich um einen zwar zeitgenössischen aber dennoch fiktionalen Text handelt. Die Tatsache der Fiktionalität schreckt mich dennoch nicht davon ab, einige Schlussfolgerungen aus dem Material zu ziehen. Schließlich spiegelt Grimmelshausen nicht die sämtlichen Meinungen seiner Zeit wider, aber reflektiert doch in Ansätzen einige ebenso in Originalquellen beschriebene Tatsachen. Die Ausführungen dürfen daher, wenn sie möglicherweise auch literarisch bedingt sehr ausgeschmückt und oftmals sehr übertrieben dargestellt werden, als zumindest größtenteils wahre Behauptungen gelten. Wenn die Geschichte des Simplicissimus oder der Courasche als solche vielleicht nicht so passiert sind, so sind doch viele einzelne und dort beschriebene Geschehnisse, wie beispielsweise die Vergewaltigung und Schändung der Bauern, das Leben im Tross, die eigenständig handeltreibende Marketenderin, nachgewiesene Tatsachen. Das literarische Quellenmaterial muss ich vor allem auch zur Hilfe nehmen, da, wie bereits erwähnt, die Quellenlage in Bezug auf Frauen sehr dürftig ist.

Zu Beginn meiner Arbeit soll die Herkunft der Trossfrauen und Marketenderinnen geklärt werden. In diesem Abschnitt möchte ich die sozialen Schichten beleuchten, aus denen die Frauen entstammten. Im Anschluss an ihr soziales Gefüge, sollen die Motive und Gründe für die Entscheidung dem Tross und damit dem Kriegsgeschehen freiwillig beizuwohnen dargestellt und umrissen werden.

Folglich werde ich den Aufbau eines Tross, seine Mitglieder und Größenzahl mittels Quellen beschreiben, um anschließend die Hierarchien, die innerhalb eines solchen Trosses unter den Mitgliedern wirkten, zu benennen. Was sie schließlich im Tross erwartete, welche Pflichten, Aufgaben und Rechte auf sie zukamen, soll im Alltag beschrieben und anhand der Zerstörung Magdeburgs einmal exemplarisch dargestellt werden.

Zu den Chancen und Möglichkeiten für eine Frau im Tross, werde ich anschließend auch die Risiken wie Krankheiten und Tod beleuchtet. Als wichtiger Exkurs soll, vor der Feststellung von der Bedeutung oder Nichtigkeit der Trossfrauen und Marketenderinnen im Dreißigjährigen Krieg, jedoch das allgemeine Bild der Frauen während des großen Krieges aufgedeckt werden. Zum besseren Vergleich und einer möglichen Abgrenzung möchte ich auch die Wahrnehmung der Frauen kurz vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges hinzunehmen. Da mögliche Veränderungen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Frau sich auch auf ihre Bedeutung und zugewiesene Funktion während des Dreißigjährigen Krieges ausgewirkt haben konnten.

Abschließend möchte ich in einem letzten Punkt den Beitrag der Frauen am Wallenstein

´schen Leitsatz: „Der Krieg ernährt den Krieg.“ prüfen. Dafür werde ich zuvor versuchen den Grundgedanken dieses Leitsatzes zu klären und verständlich zu machen, was man unter diesem überhaupt verstanden hatte, um schließlich den konkreten Beitrag der Trossfrauen und Marketenderinnen an diesem herauszustellen.

2. I. Herkunft der Trossfrauen

Um die Herkunft der Trossfrauen und Marketenderinnen zu klären, aus welchen sozialen Schichten sie entstammten und welche sozialen Kategorien vielleicht sogar im Tross aufeinanderprallten, muss zuvorderst das soziale Gefüge und seine Schichten in der Frühen Neuzeit nachvollzogen und verstanden werden.

Schließlich gilt es die These zu bestätigen oder zu widerlegen, ob „[d]ie Heere […] zu den Auffangbecken für die Entwurzelten und sozialen Unterschichten ganz Europas [wurden]“ 25. Die Trossfrauen und Marketenderinnen also tatsächlich fast ausschließlich aus den niederen sozialen Schichten stammten und sie sich durch das Einlassen mit den Soldaten und die Beteiligung an Plünderungen ein sicheres Auskommen versprachen und letztendlich auch sichern konnten.

In der Frühen Neuzeit kam es zur Manifestierung der, bereits im Mittelalter angelegten,

„Ständegesellschaft, in der jeder einzelne durch Geburt oder Privileg Mitglied eines Standes war und aufgrund dieser Zugehörigkeit Anspruch auf die von einem Stand monopolisierten Lebenschancen besaß“26. Neben dem Klerus und dem Adel, von denen aufgrund der Themenwahl abgesehen werden soll, und die in der frühen Neuzeit die geistigen sowie die politischen Führungspositionen besetzt hatten27, gab es die beiden bevölkerungsreichen Stände der Bürger und Bauern. Erstere waren vor allem im Handel und Gewerbe tätig und letztere sorgten für die landwirtschaftliche Bestellung der Güter – zusammen gewährleisteten sie „die Versorgung der Gesellschaft“28 mit Lebensmitteln und den anderen Dingen des Alltags wie zum Beispiel Kleidung und Gebrauchsgegenständen.

Der Bauernstand, der mit den größten Steuer- und Abgabenzahlungen belastet wurde sowie auch den Stand mit der stärksten Bevölkerungszahl darstellte, lässt sich nach dem zeitgenössischen Autor Grimmelshausen folgendermaßen beschreiben:

Du sehr verachteter Bauernstand, Bist doch der beste in dem Land... Wie stund es jetzt und um die Welt, Hätt Adam nicht gebaut das Feld?

Mit Hacken nährt sich anfangs der,

V on dem die Fürsten kommen her... Drum bist du billig hoch zu ehren, Weil du uns alle tust ernähren... [Auszugaus dem Simplicissimus]“29

In diesen Versen definiert Grimmelshausen ganz klar die Rolle des Bauernstandes als Ernährer der restlichen Bevölkerung. Er verweist nebenbei – in schlichter Ironie – auf die Herkunft und Abstammung des adligen Menschen, der für ihn doch nichts anderes ist als ein Mensch – man könnte fast meinen – wie jeder andere, und übt damit möglicherweise indirekte Kritik am bestehenden Ständesystem.

Allerdings kann von keinem homogenen “Bauernstand“ die Rede sein, da man zwischen den freien Bauern und den Leibeigenen, den Armen und den Reichen unterscheiden konnte. Es war ergo möglich den so genannten “Vollbauern“, mit einem ähnlichen Besitz- und Vermögensstand, wie ihn adlige Grundherren besaßen, von der großen Schicht der Dorfarmen, also beispielsweise Tagelöhnern und dem Gesinde sowie den weniger begüterten und oft armen Kleinbauern abzugrenzen. Noch unter den Dorfarmen und den Kleinbauern, ja sogar noch unterhalb der Dienstboten30, die sich im sozialen Gefüge ganz unten ansiedelten, wurden die Tagwerker und Bettler von der Gesellschaft betrachtet.

Allen gemein war jedoch die Abhängigkeit „von den jeweiligen Naturgegebenheiten [...wie zum Beispiel] vom Klima“31 und dass man sich als Mitglied dieses Standes im Besonderen von der Angst um das alltägliche Überleben geplagt sah, gerade in Hinsicht auf Ernteausfälle, die dazu führten, dass sowohl die Nahrung wie auch das Auskommen und die Zahlung der Abgaben nicht gesichert waren. Der Bauernstand war von harter und steter Arbeit geprägt. Selbstbestimmung gab es nur in Hinblick auf die Regelung des eigenen Lebens – politisch blieben dem Stand jedwede Möglichkeiten versagt.32

Die rechtlich-politischen Möglichkeiten der Frau jenes Standes konnten je nach „den rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Grundherrschaft und je nach den allgemeinen Regelungen in den einzelnen Territorien des Heiligen Römischen Reiches“33 stark

variieren. Ähnlich waren die Rechte der Bäuerinnen jedoch für Ehefrauen in ihrer Funktion als Hausfrau und für Witwen in der als Haushaltsvorsteherin geregelt34. Darüber hinaus galt in einigen Regionen, wie dem Elsaß, „das Recht der Hebammenwahl“35. Es war verheirateten Frauen zugedacht und sprach ihnen eine gewisse Form der politischen Mitsprache sowie „gemeindeöffentliche[n] Rechte[n]“36 zu.

Zu verweisen ist auch auf die Rolle der Frauen im dörflichen Geschehen37. Dort wird berichtet, dass sie durch ihre konsequente Meinungsäußerung nicht nur Einfluss auf Angelegenheiten wie Ehestiftung hatten, sondern auch gar maßgeblich an den in der Frühen Neuzeit wiederbelebten Ketzerprozessen beteiligt waren. Die „Verbreitung von Gerüchten [als sogenannte] <<Weibermacht>> [ - oft nicht nur allein] über den Ehemann“ 38, sondern auch über Konkurrentinnen oder andere unliebsame Frauen, verdeutlicht das sehr gut. Die „Weibermacht“ zeigt auch auf, dass die Frau, trotz ihrer mangelnden oder rechtlich oft vollkommen unsicheren Stellung, in ihrer Umwelt und der Gesellschaft dennoch wahrgenommen wurde. Hinzukommt, dass die bäuerliche Ehegemeinschaft von Mitsprache und Entscheidungsteilung geprägt war, da die Ehefrau „gleichfalls den Haushalt aus eigenem Recht [repräsentierte]“39 auch wenn ihre Aufgaben und damit ihr Wirken im Gegensatz zu denen ihres Mannes, sich primär auf den Haushalt beschränkten40. Zur Abgrenzung von der Arbeit, der Kleidung und dem Auskommen des bürgerlichen Standes, soll hier noch folgende Schilderung des bäuerlichen Standes dienen, die mit der Wohnsituation einleitet:

„Es ist ein jeder von dem andern abgeschieden […] mit seinem Gesind und Vieh. Ihre Heuser sind schlechte Heuser von Kot und Holz gemacht, auf das Erdrich gesetzt, und mit Strow gedeckt. Ihre Speiß ist schwarz Rockenbrot, Haberbrei oder gekocht Erbsen und Linsen. Wasser und Molken ist vast ihr Trank. Ein Zwilch(Joppe), zwen Bundschuch und ein Filzhut ist ihr Kleidung. Diese Leute haben nimmer Rhu, frü und spät hangen sie der Arbeit an. Sie tragen in der nechsten Stett zu verkaufen, was sie Nutzung überkommen auf dem Feld und von dem Viech, und kaufen ein dagegen, was sie bedörfen...Ihren Herren müssen sie oft durch das Jahr dienen, das Feld bauen, säen, die Frucht abschneiden und in die Scheunen führen, Holz hauen und in die Gräben machen [...]“41

Diese ausführliche und zugleich herablassende Darstellung der bäuerlichen Lebensweise, zeigt sehr detailliert auf, wie mühsam die Lage des durch die tägliche harte Arbeit geplagten und von der Obrigkeit ausgebeuteten Standes, die sich im Laufe des Dreißigjährigen Krieges noch verschlechterte, war. Verarmung, Elend sowie Hunger und Krankheiten standen dem täglich steigenden Pensum an Arbeit gegenüber, das die schwindende Zahl der noch verbliebenen Bauern kaum noch zu bewältigen wusste.

Wie sah es dagegen in der städtischen Bevölkerung und dem zu neuer wirtschaftlicher Größe heranwachsenden Bürgertum aus?

Zunächst einmal war auch dieser Stand alles andere als eine homogene Gesellschaftsschicht, die ähnliche oder gar gleicher sozialpolitische Interessen verfolgt hätte42. Vergleichbar dem Bauernstand gab es auch hier große Unterschiede in Bezug auf die Besitzverhältnisse, in Hinsicht auf die soziale Hierarchie und anders als im bäuerlichen Stand, auch in Bezug auf die politische Mitsprache. Die große Schere zwischen Arm und Reich sowie auch den politisch und sozialen Rahmenbedingungen der einzelnen Mitglieder dieses Standes mochten vor allem aus ihrem Tätigkeitsfeld, dem „Handel und Handwerk“43 herrühren. Die Schicht der Bürger war schließlich, ähnlich dem gesamten Ständesystem der Frühen Neuzeit, „in drei Schichten [untergliedert], wobei neben Beruf und Vermögen gleicherweise Herkunft und Amt eine Rolle spielten. […] Leistung und Reichtum [gleich der Situation unter allen Ständen] Geburt und Privileg“44 den Vorrang ließen. Das zeigt sich insbesondere am “Vollbürger“, der „als Hausbesitzer über das Bürgerrecht verfügte“45 und damit politisch, sozial und damit natürlich auch finanziell über zum Beispiel den Dienstboten und dem Gesinde stand. Aus diesen Vollbürgern entwickelte sich mit der Zeit gar noch das sogenannte Patriziat, die Räte, welche als führende Familien die bürgerliche Herrschaft46 übernahmen und dank ihres Vermögens und des sozialen Prestige die Politik der Stadt dominierten.

Ebenso wie bei den Bäuerinnen, beschränkte sich auch der Machtbereich der Bürgerinnen hauptsächlich auf „den Haushalt mit den dazugehörigen Personen – Kindern, Gesinde, [und in der Stadt eben noch den] Mietern und Mieterinnen.“47 Sie verfügten als “Bürger- Frauen“, also als Ehefrauen der Bürger zwar über „einen rechtlichen Status, entsprechend dem Stadtrecht, aber [hatten] keine Teilhabe an der Ausübung politischer Rechte“48 beziehungsweise Mitsprache. Die rechtliche Anerkennung aber gleichzeitige Aberkennung der politischen Handlungsfähigkeit äußerte sich unter anderem darin, dass die Frauen der Handwerker als fester Bestandteil in der Zunft oder Bruderschaft des Mannes betrachtet wurden. Sie waren an den Festen wie auch an den Aufgaben und Pflichten beteiligt. Gleichzeitig wurden sie jedoch nicht als rechtlich „voll verantwortlich“49 Handelnde angesehen, sondern vielmehr nur als Stellvertreterinnen auf Zeit und zwar beispielsweise für den Sohn oder sie durften, bis zur nächsten Heirat zum Beispiel mit einem Gesellen, agieren50.

Eine mögliche Erweiterung des weiblichen Handlungsspielraumes, in Bezug auf die städtische Politik, bot sich lediglich, wenn die Frau einer Ratsfamilie entstammte und den Machtausbau oder die Festigung der „Position der eigenen Familie“51 innerhalb der Stadt über gezielte Ehestiftungen vorantrieb. Schließlich hatten aber auch die gemeinen Bürgerinnen die Möglichkeit, durch das sogenannte „Petitions- und Demonstrationsrecht“52, sich für oder gegen eine Sache auszusprechen. Dabei mussten sie genau wie ihre Ehemänner zuvor eine bestimmte Anzahl von Frauen erreicht haben beziehungsweise eine Gruppe bilden, um ihre Meinung öffentlich kund zu tun53. In der Frühen Neuzeit und mit der Ausbildung unterschiedlicher Konfessionen, öffnete sich schließlich auch die Religion als ein neues Tätigkeitsfeld der öffentlichen Wirkung für die Frau54. Und gerade in der Stadt lassen sich zahlreiche Aufzeichnungen über, manchmal als sehr widerspenstig beschriebene, Frauen55 finden, die anders als ihre Ehemänner, die Konfession wechselten und dies auch lautstark verkündeten und öffentlich dafür einstanden. Neben der auch in der Stadt üblichen Praxis der „Weibermacht“ beziehungsweise Verbreitung von Gerüchten, haben die Bürgerinnen ebenso wie die Frauen auf dem Land, wenn auch in sehr unterschiedlichem Maße, harte Arbeit leisten müssen56. Ob zum Beispiel „als Näherinnen [im Betrieb ihres Mannes] mithelfende Ehefrauen [oder] Mägde“57, die im Haushalt mitarbeiteten oder die Vielzahl an Krämerinnen, die oft die Waren vom Handwerk ihres Mannes auf dem Markt feilboten – die Bürgerinnen waren geschäftig. Wenn ihre Arbeit auch nicht der rauen Landarbeit gleichkam, so waren sie sicher ebenso unermüdlich darauf bedacht ihren Lebensunterhalt sowie den ihrer Familie abzusichern, wie das die Bäuerin auf dem Land taten.

2. II. Motive und Gründe für das Leben im Tross

Welche Motive hatten Frauen aus dem Bürgertum und der Bauernschicht bewegt und welche Gründe sie veranlasst sich für das Leben im Tross zu entscheiden? Oder gab es überhaupt keine Wahl und Entscheidungsfreiheit für die Frauen und Mädchen? Denn gab es nicht die zahlreichen Berichte über die „[v]ielen Mädchen und Frauen [, die] nach Eroberungen als Beute der Soldaten in die Lager [kamen]“58, wo diese vergewaltigt und dann – aber auch gleich wieder freigelassen wurden. Das heißt, dass die Frauen, die bei den Männern blieben, um sich in eine Ehe zu begeben oder um mit ihm, die sich im Dreißigjährigen Krieg herausbildende sogenannte „Beutegemeinschaft“59 einzugehen, freie Wahl hatten, in ihrer Entscheidung zu bleiben beziehungsweise mit dem Soldaten mitzuziehen oder einfach wieder fortzugehen.60 In dem Zitat von Grimmelshausens „“Seltsamen Springinsfeld“ [heißt es zwar]:

“Sobald ein Soldat wird geboren,/ sind ihm drei Bauern auserkoren:/ Der erste, der ihn ernährt, /Der zweite, der ihm ein schönes Weib beschert,/ Der dritte, der für ihn zur Hölle fährt““61.

Das Zitat zeigt wohl weniger die Freiwilligkeit der Frauen auf, mit der sie dem Tross beiwohnten und sich an einen Soldaten banden, aber es macht schon in einem ersten Ansatz deutlich, weshalb sich so viele Frauen vor allem auch aus dem Bauernstand im Dreißigjährigen Krieg für das Leben im Tross und damit auch die unmittelbare Nähe zum Kriegsgeschehen entschieden haben.

Die erhöhten Lasten mit dem Beginn und Fortgang des Krieges, seien sie nun in Form von Steuern oder Abgaben, brachten auch ein erhöhtes Pensum an Arbeit mit sich. Da wo die Durchzugsgebiete der Heere lagen, war die Bevölkerung besonders schwer getroffen, der regelmäßige Rhythmus „von Aussaat und Ernte [brach] immer wieder zusammen, der Tod [zerriss] die Familien, die auch noch [durch] die [regelmäßigen] Vergewaltigungen“62 heimgesucht wurden. Für die Familien bedeutete es den ständigen „Kampf ums Überleben“63, der sich oftmals in großen Fluchtbewegungen äußerte64. Diese Fluchtbewegungen, aber auch die enormen Preissteigerungen und Hungersnöte sowie die zahlreichen Krankheiten, führten dazu, dass beispielsweise „[i]n Mecklenburg […] 1640 noch jede dritte, 1651 nur noch jede achte Bauernstelle besetzt“65 war. Für die verbliebenen Bauern bedeutete es, wie bereits angedeutet, eine Verschlechterung ihrer ökonomischen wie oft auch ihrer sozialen Situation, welche sogar wie das folgende Zitat ausdrückt in der Leibeigenschaft enden konnte:

„Der Mangel an Bauern führte zu einer Vergrößerung der Güter und damit zu einer stärkeren Belastung der verbliebenen Bauern, die immer größere Flächen im Frondienst bestellen mußten und als ein „Betriebsmittel der gutsherrlichen Wirtschaft“ in die Leibeigenschaft gedrückt wurden. (Franz, Der Dreißigjährige Krieg, S. 123)“66

Vor allem die bäuerliche Bevölkerung litt unter dem Druck der durchziehenden Truppen.

[...]


1 Der Dreißigjährige Krieg ist ein wissenschaftlich wie literarisch unglaublich erschlossenes Themengebiet. So beschäftigen sich u.a. Günther Barudio in „Der Teutsche Krieg“, Peter Englund in seiner Abhandlung „Die Verwüstung Deutschlands“, Herbert Langer im „Hortus bellicus“ sowie auch Karen Hagemann und Ralf Pröve in ihrem herausgegebenen Werk die „Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger“ mit dem großen Krieg der Frühen Neuzeit. Aber auch Jörg-Peter Findeisen und Gerhard Schormann setzten sich in ihren Abhandlungen nicht nur dem Titel nach mit dem Dreißigjährigen Krieg auseinander.

2 Krusenstjern, Benigna von (Hg.): Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, Berlin 1997, S. 61.

3 Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 2010, S. 8.

4 Vgl. Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 2010, S. 17. Einige Bestimmungen waren: Der Landesherr konnte die Religion seiner Untertanen bestimmen. Die Untertanen konnten auswandern (Auswanderungsrecht), dabei durften sie ihr Eigentum mitnehmen bzw. verkaufen. Es galt der „geistige Vorbehalt“, d.h. Katholische geistliche Fürsten mussten ihr Land/ ihren Sitz verlassen → hier galt nicht cuius regio, eius religio!

5 Vgl. Meid, Volger: Grimmelshausen, München 1984, S. 18f.

6 Vgl. Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 2010, S. 7/12.

7 Vgl. Ebd., S. 12f

8 Vgl. Meid, Volker: Grimmelshausen, München 1984, S. 18.

9 Vgl. Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 2010, S. 24f.

10 Vgl. Ebd., S. 25.

11 „Wallenstein war der mit Abstand erfolgreichste Kriegsunternehmer seiner Zeit“ (Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 1995, S. 36.), dem es gelang, sich mittels eines selbst finanzierten Heeres im militärischen Geschehen des Dreißigjährigen Krieges hervorzutun. Die aktuelle Forschung widmet ihm trotz des vermehrten Übergehens zur Untersuchung des kleinen Mannes doch noch ganze Sammelbände, wie den von Jens E. Olesen herausgegebenen Band „Terra felix Mecklenburg – Wallenstein in Nordeuropa“ von 2010, oder großangelegte Ausstellungen wie die jüngst in Lützen zum Thema „ Die Blut'ge Affair' bei Lützen“ mit dem begleitenden Ausgabe („Die blut'ge Affair' bei Lützen – Wallensteins Wende“, die u.a. von Inger Schuberth und János Stekovics 2012 herausgegeben wurde).

12 Vgl. Schulte, Regina: Die verkehrte Welt des Krieges, Frankfurt a. M. [u.a.], S. 17. / Vgl. Krüger Kersten: Typen der Kriegsführung und Kriegsfinanzierung, Greifswald 2010, S. 27.

13 Schulte, Regina: Die verkehrte Welt, Frankfurt a. M. 1989, S. 62.

14 Vgl. Schulte, Regina: Die verkehrte Welt, Frankfurt a. M. 1989, S. 62.

15 Gustav II. Adolf von Schweden führte als König seine Truppen an und trat in den Dreißigjährigen Krieg mit der finanziellen Unterstützung Frankreichs und wohl vor allem zum Schutz des Ostseeraumes, den Wallenstein zu bedrohen schien , ein. (Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 1995, S. 40f.) Graf Ernst von Mansfeld und Johann Tserclaes von Tilly waren ebenso relativ eigenständig agierende Heerführer auf der Seite des Kaisers. (Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 1995, S. 33)

16 Peters, Jan (Hg.): Ein Söldnerleben im Dreißigjährigen Krieg, Berlin 1993.

17 Jan Peters hat diesen unbekannten Soldaten dank Archivarbeit als Hagendorf aufgedeckt (siehe auch Verweise in Literatur von Hans-Christian Huf: Mit Gottes Segen in die Hölle, S. 118f.)

18 Krusenstjern, Benigna von (Hg.): Selbstzeugnisse des Dreißigjährigen Krieges, Berlin 1997.

19 Schulte, Regina: Sperrbezirke, Hamburg 1994/ Die verkehrte Welt des Krieges, Frankfurt a. M. 1998.

20 Wunder, Heide: Er ist die Sonn', sie ist der Mond, München 1992.

21 Janssen, Hans-Heinrich/ Trebs, Herbert (Hgg.): Theologisches Lexikon, Berlin 1981.

22 Amnesty International (Hg.): Frauen im Blickpunkt, Bonn 1991.

23 Cordes, Mechthild: Die ungelöste Frauenfrage, Frankfurt a. M. 1995.

24 Grimmelshausen, Hans Jacob von: Simplicissimus teutsch, Frankfurt a. M. 2005. In Hinblick auf diese Quelle und ihre Verwendbarkeit auf historische Sachverhalte gab es bereits zahlreiche Diskussionen innerhalb der Geisteswissenschaft. Festgehalten wurden sie zum Teil in der Schriftenreihe „Simpliciana“, die von der Grimmelshausen-Gesellschaft herausgebracht wurde.

25 Eickhoff, Sabine/ Schopper, Franz (Hgg.): 1636 – Ihre letzte Schlacht, Berlin 2012, S. 43.

26 Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 102.

27 Vgl. Ebd., S. 103.

28 Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 103.

29 Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 107.

30 Dienstboten: [zählten] zum Bestand eines Hofes. Essen und Wohnen war meist gesichert, z.T. erhielten sie auch Kleidung, aber ihre Tätigkeit galt meist als entehrend. (Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 111.)

31 Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 107.

32 Vgl. Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 116f.

33 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 225.

34 Vgl. Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 225.

35 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 226.

36 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 225.

37 In Merry E Wiesners: Women and Gender in Early Modern Europe (Cambridge [u.a] 1995 veröffentlicht), auf den Seiten 86-92, wird die Rolle der Frau im dörflichen Geschehen, aber v.a. ihre Aufgabenfelder, beleuchtet und anschaulich dargestellt.

38 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 226.

39 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 227.

40 Vgl. Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 226f.

41 Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 112.

42 Vgl. Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 119.

43 Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 119.

44 Ebd.

45 Ebd.

46 Vgl. Dülmann, Richard von (Hg.): Frankfurt a. M. 1982, S. 192.

47 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 221.

48 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 221.

49 Ebd.

50 Vgl. Ebd.

51 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 221.

52 Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 223.

53 Vgl. Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 223.

54 Vgl. Wunder, Heide: „Er ist die Sonn', Sie ist der Mond“, 1992, S. 224.

55 Vgl. Quelle : widerspenstige Frauen (siehe Freytag, Gustav: Der Dreißigjährige Krieg 1618-1648, Bad Langensalza 2003, ab S. 60ff).

56 Beschreibungen der Arbeitswelt einer städtischen Frau finden sich in den Darstellungen von Merry E. Wiesner : Women and Gender in Early Modern Europe (Cambridge [u.a] 1995veröffentlicht), auf den Seiten 92 bis 106, in denen darüber hinaus auch vergleichende Betrachtungen zu der Frau auf dem Land angestellt werden.

57 Schmitz, Bettina/ Steffgen, Ute (Hgg.): Waren sie nur schön?..., Mainz am Rhein 1989, S. 281.

58 Huf, Hans-Christian (Hg.): Mit Gottes Segen in die Hölle, München 2003, S. 114.

59 Ebd.

60 Die Aktualität der Auseinandersetzung mit dieser ethisch-moralischen Frage beweist auch das Filmdrama „Anonyma – Eine Frau in Berlin“ aus dem Jahr 2008, dessen Handlung auf dem autobiografischen Werk „Eine Frau in Berlin“ von Marta Hiller basiert. Es werden dort die im Tagebuch festgehaltenen Ereignisse, über die Vergewaltigung jener Frau durch einen Soldaten der Roten Armee, unter dessen Schutz sie sich begibt, um sich vor weiteren Übergriffen zu bewahren und mit dem sie sich als Gegenleistung einlässt und zu dem sie sogar eine engere Verbindung aufbaut, beschrieben.

61 Huf, Hans-Christian (Hg.): Mit Gottes Segen in die Hölle, München 2003, S. 306.

62 Schulte, Regina: Die verkehrte Welt des Krieges, Frankfurt a. M. (u.a.) 1998, S. 66.

63 Ebd.

64 Vgl. Ebd.

65 Schmidt, Georg: Der Dreißigjährige Krieg, München 2010, S. 91.

66 Meid, Volker: Grimmelshausen, München 1984, S. 28.

Ende der Leseprobe aus 63 Seiten

Details

Titel
Die Trossfrauen und Marketenderinnen des Dreißigjährigen Krieges
Untertitel
Herkunft und Motive, Chancen und Risiken sowie ihr Alltag und Beitrag zum Kriegsgeschehen
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Historisches Institut)
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
63
Katalognummer
V215567
ISBN (eBook)
9783656458708
ISBN (Buch)
9783656458906
Dateigröße
751 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
trossfrauen, marketenderinnen, dreißigjährigen, krieges, Prostitution, Wallenstein, "Der Krieg ernährt den Krieg", Sozialgeschichte, Frauengeschichte, Frühe Neuzeit, Grimmelshausen, Heereszug/Tross
Arbeit zitieren
Pia-Loreen Kramm (Autor), 2012, Die Trossfrauen und Marketenderinnen des Dreißigjährigen Krieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215567

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