Korruptionsmuster in Deutschland

Ursachen, Auswirkungen und Begleiterscheinungen


Seminararbeit, 2013

20 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen
2.1. Was ist Korruption?
2.2. Situative und strukturelle Korruption
2.3. Ursachen für Korruption

3. Darstellung der Korruptionsmuster
3.1. Korruptionsstatistik – Darstellung der Kriminalitätslage
3.2. Branchenvergleich Korruption
3.3. Täterprofile

4. Auswirkungen und Begleiterscheinungen von Korruption

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Fraud Dreieck

Abbildung 2: Erweitertes Prinzipal-Agent-Modell

Abbildung 3: Entwicklung Korruptionsstraftaten 2007-2011

Abbildung 4: Schaden 2009-2011

Abbildung 5: Korruptionsnehmer nach Branchen

Abbildung 6: Korruptionsgeber nach Branchen

1. Einleitung

„Korruption ist verlockend, weil sie ethisch gerechtfertigt ist.“

Ist diese These des Politik- und Medienwissenschaftlers Frank Überall zutreffend? Diese Frage soll im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden, da das Thema Korruption besonders in einer Zeit der fortschreitenden Globalisierung immer wieder für Schlagzeilen in den Medien sorgt und ein aktuelles Problem darstellt.

Insbesondere gilt es im Rahmen dieser Arbeit zu überprüfen, welche Branchen und Persönlichkeiten zu Korruption neigen, wobei ein statistischer Ausblick helfen soll. Weiterhin wird im Rahmen dieser Arbeit die Frage nach dem Unrechtsbewusstsein der Gesellschaft und den Leidtragenden der Korruption beantwortet werden.

Als Ergebnis der Arbeit werden Vorschläge zur Korruptionsprävention dargestellt, die aus den im Hauptteil gewonnenen Erkenntnissen resultieren. Aufgrund des Umfangs der Arbeit können nicht alle Punkte eine kritische Würdigung erfahren.

Als Literaturgrundlage wurden verschiedene Quellen ausgewertet. Darunter vor allem Bücher und Publikationen verschiedener Organisationen wie z.B.

Transparency International Deutschland e.V..

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Was ist Korruption?

In der kriminologischen Forschung wird der Begriff als Missbrauch eines öffentlichen Amtes, einer Funktion in der Wirtschaft oder eines politischen Mandats zugunsten eines Anderen, auf dessen Veranlassung oder Eigeninitiative, zur Erlangung eines Vorteils (z.B. Geld- oder Sachwerte) für sich oder einen Dritten, mit Eintritt oder in Erwartung des Eintritts eines Schadens oder Nachteils für die Allgemeinheit oder für ein Unternehmen definiert[1].

Korruptionstatbestände finden sich in §§ 108e, 299 ff, 331 ff StGB.

2.2. Situative und strukturelle Korruption

Korruptionshandlungen, die aufgrund spontaner Willensentschlüsse in einer bestimmten Situation heraus zu korruptem Handeln führen werden als situative Korruption bezeichnet[2]. In diesem Fall der Korruption erfolgt die Tatbestandsverwirklichung als unmittelbare Reaktion auf eine dienstliche Handlung. Es wird keine Planung oder Vorbereitung vorgenommen[3].

Diese Form der Korruptionsbeziehung ist in der Regel von kurzer Dauer und auf eine einmalige korrupte Handlung angelegt[4].

Die strukturelle Korruption ist ein planmäßiges, auf Dauer angelegtes Verhalten, in das mehrere Personen verwickelt sein können[5] und das sich häufig über mehrere Jahre erstreckt[6]. Es liegen demnach geistige Vorbereitungshandlungen vor, die eine Spontaneität der Handlung ausschließen[7].

Korruptionsbeziehungen struktureller Art finden sich häufig in der öffentlichen Verwaltung, in den höheren Entgelt- und Besoldungsgruppen, mit hoher Entscheidungskompetenz[8].

Eine empirische Studie von Bannenberg hat gezeigt, dass in Deutschland besonders die strukturelle Korruption verbreitet ist, die häufig mit jahrelangen Verbindungen einhergeht. In der Regel wachsen diese Korruptionsbeziehungen über Jahre zu großen Geflechten an.[9]

2.3. Ursachen für Korruption

Die Ursachen für Korruption sind vielschichtig, was einen maßgeblichen Einfluss auf die Komplexität der Korruptionsprävention und die Aufdeckung von Korruption hat.

[...]


[1] vgl. http://www.bka.de/nn_196810/DE/ThmenABisZ/Deliktsbereiche/Korruption/korruption abgerufen am 23.04.2013

[2] vgl. Grupp, B., S. 33

[3] vgl. http://www.bka.de/nn_196810/DE/ThmenABisZ/Deliktsbereiche/Korruption/korruption abgerufen am 23.04.2013

[4] vgl. Mischkowitz, R. et al. (2003), S. 176

[5] vgl. http://www.bka.de/nn_196810/DE/ThmenABisZ/Deliktsbereiche/Korruption/korruption abgerufen am 23.04.2013

[6] vgl. Bannenberg, B. (2007), S. 103

[7] vgl. http://www.bka.de/nn_196810/DE/ThmenABisZ/Deliktsbereiche/Korruption/korruption abgerufen am 23.04.2013

[8] vgl. Claussen, H. et al. (2002), S. 64

[9] vgl. Bannenberg, B. (2007), S. 33

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Korruptionsmuster in Deutschland
Untertitel
Ursachen, Auswirkungen und Begleiterscheinungen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V215820
ISBN (eBook)
9783656453765
ISBN (Buch)
9783656453840
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
korruptionsmuster, deutschland, ursachen, auswirkungen, begleiterscheinungen
Arbeit zitieren
Saskia Koblitz (Autor:in), 2013, Korruptionsmuster in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215820

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