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Die Schlacht von Aigospotamoi in der Darstellung von Xenophon und Diodor

Ein quellenkritischer Vergleich

Título: Die Schlacht von Aigospotamoi in der Darstellung von Xenophon und Diodor

Trabajo , 2009 , 31 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Steffen Prosser (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Der Peloponnesische Krieg, der von 431-404 v. Chr. zwischen Athen und Sparta sowie ihren jeweiligen Verbündeten ausgetragen wurde, gehört ohne Zweifel zu den herausragendsten Ereignissen der gesamten Antike. Bereits der zeitgenössische griechische Geschichtsschreiber Thukydides bezeichnete den Krieg der Peloponnesier und der Athener als „die gewaltigste Erschütterung, die Hellas und ein Teil der Barbarenländer, ja fast die ganze Menschheit erlebt hat“. Diese Einschätzung eines der bedeutendsten Geschichtsschreiber der Antike hat bis in unsere heutige Gegenwart bestand, wenn Bleckmann, freilich über die zeitlich begrenzte Perspektive des um 399 v. Chr. verstorbenen Thukydides hinausgehend konstatiert: „Die Niederlage Athens im Peloponnesischen Krieg hatte einschneidende Folgen für den Verlauf der weiteren Geschichte und gilt zu Recht als die große Zäsur der griechischen Geschichte der klassischen Zeit, da sich in der Folgezeit kein anderer Polisstaat mehr imstande erweisen sollte, Ägäis und griechisches Mutterland als stabilen Herrschaftsraum zu organisieren.“ Der Schlacht von Aigospotamoi 405 v. Chr. am Ende des Dekeleischen Krieges muss hierbei eine entscheidende Rolle zuerkannt werden, da sie das Schicksal Athens im Kampf gegen Sparta um die Vorherrschaft über Griechenland im Peloponnesischen Krieg endgültig besiegelte. Dem spartanischen Feldherren Lysander war es bei Aigospotamoi gelungen, die Flotte der Athener vernichtend zu schlagen. Da die Athener nach der Katastrophe von Aigospotamoi über keinerlei Reserven mehr verfügten, um eine neue Flotte zu bauen und zu bemannen, waren sie angesichts der Blockade des Peiraieus, dem wichtigsten Hafen der Stadt, durch die Peloponnesier gezwungen, 404 v. Chr. bedingungslos zu kapitulieren. Der Machtkonflikt zwischen Athen und Sparta konnte mit dem Ausgang des Peloponnesischen Krieges jedoch nur vorübergehend beigelegt werden und sollte nur wenig später unter anderen Vorzeichen und neuen Koalitionen im Korinthischen Krieg 395-387 v. Chr. erneut eskalieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Rückblick – Die Vorgeschichte zur Schlacht von Aigospotamoi

3) Die Schlacht von Aigospotamoi in den Darstellungen Xenophons und Diodors

3a) Der Sommerfeldzug des Lysander und die Aktionen der athenischen Flotte

3b) Der Verlauf der Schlacht von Aigospotamoi

3c) Der Prozess von Lampsakos gegen die athenischen Kriegsgefangenen

4) Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht kritisch die Quellenlage zur Schlacht von Aigospotamoi (405 v. Chr.) durch einen Vergleich der Berichte von Xenophon und Diodor, unter Einbeziehung von Plutarch. Ziel ist es, die Diskrepanzen zwischen der xenophontischen Überlieferung und der Alternativtradition (Diodor) aufzulösen, um den tatsächlichen Ablauf der kriegsentscheidenden Schlacht und die Gründe für das Scheitern Athens zu ergründen.

  • Quellenkritischer Vergleich zwischen Xenophon und Diodor
  • Analyse der Strategien von Lysander und der athenischen Flottenführung
  • Untersuchung der politischen Hintergründe und Folgen (z.B. Prozess von Lampsakos)
  • Bewertung der Glaubwürdigkeit und Historizität der antiken Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

3b) Der Verlauf der Schlacht von Aigospotamoi

Vergleichbar mit dem bisher geschilderten Verlauf des Sommerfeldzuges bieten Xenophon und Diodor zwei verschiedene und miteinander komplett unvereinbare Varianten an, wie sich die Schlacht von Aigospotamoi zugetragen haben könnte. Dabei wird deutlich, dass auch in diesem Fall die Aussagen von Xenophon für die Rekonstruktion der Schlacht signifikant mehr Überzeugungskraft entfalten als jene, die Diodor liefert.

Die Ausgangsposition in beiden Traditionen stellt sich indes noch fast identisch dar: Nachdem Lysander Lampsakos eingenommen hatte, gingen die Athener mit 180 Schiffen am gegenüber liegenden Strand bei Aigospotamoi in drei Kilometer Entfernung zur Flotte der Spartaner und ihrer Verbündeten vor Anker. An fünf aufeinander folgenden Tagen fuhren die Athener der im Hafen von Lampsakos liegenden Flotte des Lysander in der Erwartung entgegen, eine Seeschlacht zu schlagen. Lysander verweigerte jedoch die Schlacht, wodurch die Athener stets unverrichteter Dinge an ihren Ankerplatz bei den Ziegenflüssen zurückkehren mussten. Bei Xenophon ging hierbei die Initiative klar von Lysander aus, der an jedem der fünf Tage im Morgengrauen seine Schiffe in Kampflinie aufstellte und folglich den Eindruck erweckte, eine Seeschlacht liefern zu wollen. Die Athener, durch diesen Umstand provoziert, zogen daraufhin täglich kampfbereit der Flotte des Lysander entgegen, doch ließ sich dieser trotz eigener numerischer Überlegenheit auf keine offene Seeschlacht mit den Athenern ein.

Diodor dagegen präsentiert die athenischen Strategen als aktive Handlungsträger, die von sich aus den Entschluss fassen, der feindlichen Flotte in Schlachtordnung entgegen zu fahren, aber angesichts der steten Verweigerungshaltung Lysanders nichts ausrichten können und daher wiederholt gezwungen sind, zu ihrem Lager am Strand von Aigospotamoi zurück zu kehren.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Einführung in den Peloponnesischen Krieg, die historische Bedeutung der Schlacht von Aigospotamoi und die Problematik der widersprüchlichen Quellenlage zwischen Thukydides, Xenophon und Diodor.

2) Rückblick – Die Vorgeschichte zur Schlacht von Aigospotamoi: Analyse der strategischen Maßnahmen des spartanischen Feldherrn Lysander zur Stärkung der Flotte und der innenpolitischen Konsequenzen in Athen nach der Schlacht von Notion.

3) Die Schlacht von Aigospotamoi in den Darstellungen Xenophons und Diodors: Detaillierte Gegenüberstellung der Berichte über den Sommerfeldzug, den Schlachtverlauf und den anschließenden Prozess von Lampsakos, mit dem Ergebnis der methodischen Überlegenheit der xenophontischen Darstellung.

4) Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung, dass die Berichte von Xenophon und Diodor unversöhnliche Divergenzen aufweisen und die Rekonstruktion der Schlacht aufgrund der inneren Widersprüchlichkeit bei Diodor primär auf Basis der Berichte Xenophons erfolgen muss.

Schlüsselwörter

Aigospotamoi, Peloponnesischer Krieg, Lysander, Xenophon, Diodor, Athen, Sparta, Quellenkritik, Seekrieg, Strategen, Hellenika, Antike, Dekeleischer Krieg, Flotte, Philokles

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Rekonstruktion der Schlacht von Aigospotamoi (405 v. Chr.), dem entscheidenden Wendepunkt im Peloponnesischen Krieg zwischen Athen und Sparta.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die gegensätzlichen Darstellungen der antiken Geschichtsschreiber Xenophon und Diodor, die Analyse militärischer Strategien und die Beurteilung historischer Quellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch einen sachkritischen Vergleich der Quellen zu klären, welcher Bericht den tatsächlichen Schlachtverlauf plausibler darstellt und warum die unterschiedlichen Traditionen entstanden sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, bei der die Berichte von Xenophon, Diodor und Plutarch auf innere Widersprüche, historische Glaubwürdigkeit und Abhängigkeitsverhältnisse untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte des Sommerfeldzugs 405 v. Chr., den eigentlichen Verlauf der Seeschlacht von Aigospotamoi und den anschließenden Prozess gegen die athenischen Gefangenen in Lampsakos.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den zentralen Begriffen zählen Aigospotamoi, Quellenkritik, Lysander, das athenisch-spartanische Machtverhältnis und die antike Geschichtsschreibung.

Warum wird Xenophon in der Arbeit Diodor gegenüber bevorzugt?

Xenophon gilt als Zeitzeuge mit besserer militärischer Sachkenntnis, während Diodors Darstellung bei genauerer Prüfung logische Widersprüche aufweist und offensichtlich apologetische Tendenzen verfolgt.

Wie bewertet die Arbeit die sogenannte „Attika-Fahrt“ des Lysander?

Die Arbeit stuft die Attika-Fahrt als eine wahrscheinliche historische Erfindung der Alternativtradition ein, da sie strategischer militärischer Vernunft widerspricht und nicht mit Xenophons Darstellung von Lysander als besonnenem Strategen vereinbar ist.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Schlacht von Aigospotamoi in der Darstellung von Xenophon und Diodor
Subtítulo
Ein quellenkritischer Vergleich
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Altertumswissenschaften)
Curso
Thukydides und der Peloponnesische Krieg
Calificación
1,3
Autor
Steffen Prosser (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
31
No. de catálogo
V215898
ISBN (Ebook)
9783656444923
ISBN (Libro)
9783656445241
Idioma
Alemán
Etiqueta
schlacht aigospotamoi darstellung xenophon diodor vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Steffen Prosser (Autor), 2009, Die Schlacht von Aigospotamoi in der Darstellung von Xenophon und Diodor, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215898
Leer eBook
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