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Die diplomatische Anerkennung der beiden deutschen Staaten durch Finnland

Titel: Die diplomatische Anerkennung der beiden deutschen Staaten durch Finnland

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Susanne Zehl (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Hausarbeit habe ich mich mit der diplomatischen Anerkennung der beiden deutschen Staaten durch Finnland beschäftigt. Dabei habe ich gemerkt, dass es sich hierbei um ein komplexes und interessantes Thema handelt, welches sich schwer auf zehn Seiten zusammenfassen lässt.
Die Hauptfrage besteht darin, warum Finnland über 20 Jahre gewartet hat, um die beiden deutschen Staaten anzuerkennen, und warum es letztendlich doch von seiner starren Nichtanerkennungspolitik abgewichen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung/Vorwort

II. Hauptteil

1. Nichtanerkennung und Gleichbehandlung

2. Die Hallstein-Doktrin

3. Nachtfröste

4. Neue Interpretation der Hallstein-Doktrin

5. Kekkonen und die Bundesrepublik

6. Neutralität als oberstes Gebot

7. Resolution des SDP-Parteivorstandes zur deutschen Frage

8. Die neue außenpolitische Richtung der BRD

9. Die finnische KSZE-Initiative

10. Das Deutschlandpaket

11. Das Paket kommt überraschend

12. Verzögerungstaktik der BRD

13. Finnland schickt das Paket erneut

14. Verhandlungen mit der DDR

15. Anerkennung beider deutscher Staaten

III. Schluss/Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die diplomatische Anerkennung der beiden deutschen Staaten durch Finnland im Kontext des Kalten Krieges und analysiert, warum Finnland über zwei Jahrzehnte an einer starren Nichtanerkennungspolitik festhielt, bevor es schließlich zur diplomatischen Anerkennung kam.

  • Die Entwicklung der finnischen Deutschlandpolitik von 1949 bis 1973.
  • Die Auswirkungen der Hallstein-Doktrin der BRD auf die finnische Außenpolitik.
  • Der Einfluss des sowjetischen Drucks und der finnischen Neutralitätsbemühungen.
  • Die Rolle der sogenannten "Deutschlandpakete" und die KSZE-Initiative.
  • Die diplomatische Konkurrenz zwischen BRD und DDR auf finnischem Boden.

Auszug aus dem Buch

1. Nichtanerkennung und Gleichbehandlung

1947 reiste die erste finnische Handelsdelegation in die Ostzone und schloss einen einjährigen Handelsvertrag mit der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD). Später im selben Jahr traf Finnland ein entsprechendes Abkommen auch mit der britisch-amerikanischen Bizone in Deutschland. Seit feststand, dass die Vertretung in Ost-Berlin nicht die Zuständigkeit für das gesamte deutsche Gebiet ausüben konnte, galt das Prinzip der Gleichwertigkeit als oberste Richtschnur. Im September 1948 nahm Generalkonsul Toivo H. Heikkilä seine Tätigkeit in Ost-Berlin auf, im Januar 1949 nahm die erste finnische Handelsvertretung in Frankfurt am Main mit Genehmigung der Westalliierten unter Konsul Gunnar Palmroth ihre Arbeit auf. Beide Vertretungen waren bewusst gleich organisiert.

Heikkilä arbeitete eng mit der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) zusammen und erhielt seine Arbeitserlaubnis von den sowjetischen Besatzungsbehörden, Palmroth erhielt seine Beglaubigung von den westlichen Alliierten. Am 06. Oktober 1949, am Vortag der offiziellen Gründung der DDR, hatten Verhandlungen über den Text und die Warenliste einer neuen Handelsvereinbarung mit Ostdeutschland begonnen. Die Befugnisse der DWK gingen sofort auf die provisorische Regierung der DDR über, weshalb der Vertragstext und die Warenliste am 15. Oktober nur paraphiert und nicht unterzeichnet werden konnten. Der Leiter der finnischen Handelsdelegation, Leo Tuominen, war nur bevollmächtigt, Verträge mit der DWK zu unterzeichnen. Dadurch blieb es bei der Paraphierung, die von der Ost-Berliner Presse dennoch als „De-facto-Anerkennung der DDR“ dargestellt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Nichtanerkennung und Gleichbehandlung: Beschreibt die frühen Handelsbeziehungen Finnlands zu beiden deutschen Besatzungszonen unter Wahrung des Prinzips der Gleichwertigkeit.

2. Die Hallstein-Doktrin: Analysiert den Einfluss der westdeutschen Hallstein-Doktrin auf Finnlands Bemühungen, diplomatische Beziehungen zu beiden Staaten zu vermeiden.

3. Nachtfröste: Behandelt die diplomatischen Krisen zwischen Finnland und der Sowjetunion Ende der 1950er Jahre, die unter anderem durch die Deutschlandfrage motiviert waren.

4. Neue Interpretation der Hallstein-Doktrin: Untersucht die diplomatischen Veränderungen durch die Große Koalition in Bonn und die vorsichtige Reaktion Finnlands.

5. Kekkonen und die Bundesrepublik: Erläutert das schwierige Verhältnis zwischen Präsident Kekkonen und der Bundesrepublik sowie die Versuche Bonns, das Misstrauen Kekkonens abzubauen.

6. Neutralität als oberstes Gebot: Beschreibt, wie Finnland versuchte, die Neutralitätspolitik durch offizielle Distanz zur DDR-Anerkennungsfrage zu wahren.

7. Resolution des SDP-Parteivorstandes zur deutschen Frage: Analysiert eine parteiinterne Stellungnahme der finnischen Sozialdemokraten und deren außenpolitische Auswirkungen.

8. Die neue außenpolitische Richtung der BRD: Beleuchtet den Kurswechsel unter der Regierung Brandt und die Auswirkungen auf die deutsche Teilungsfrage.

9. Die finnische KSZE-Initiative: Erläutert Finnlands Gastgeberrolle bei der Sicherheitskonferenz als Mittel zur Absicherung der Neutralität gegenüber dem Anerkennungsdruck.

10. Das Deutschlandpaket: Beschreibt die geheime Vorbereitung der finnischen Initiative zur gleichzeitigen Anerkennung beider deutscher Staaten.

11. Das Paket kommt überraschend: Analysiert die plötzliche Veröffentlichung der finnischen Initiative und die erste Reaktion der betroffenen Akteure.

12. Verzögerungstaktik der BRD: Beschreibt, wie die Bundesrepublik versuchte, durch Zeitgewinn eine einseitige Anerkennung der DDR durch Finnland zu verhindern.

13. Finnland schickt das Paket erneut: Behandelt den erneuten Vorstoß Finnlands nach der Ratifizierung der Ostverträge.

14. Verhandlungen mit der DDR: Dokumentiert die konkreten Verhandlungsrunden zwischen finnischen Delegationen und der DDR.

15. Anerkennung beider deutscher Staaten: Schildert den finalen Abschluss der Verhandlungen mit beiden deutschen Staaten und die gegenseitige Aufnahme diplomatischer Beziehungen.

Schlüsselwörter

Finnland, DDR, BRD, Hallstein-Doktrin, Neutralitätspolitik, Kalter Krieg, Deutschlandpolitik, Anerkennung, Diplomatische Beziehungen, KSZE, Urho Kekkonen, Willy Brandt, Deutschlandpaket, Ostverträge, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die diplomatischen Beziehungen Finnlands zu den beiden deutschen Staaten zwischen 1949 und 1973 und den schwierigen Prozess der Anerkennung beider Staaten durch Finnland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Finnlands Neutralität, dem politischen Druck durch die Sowjetunion und der BRD sowie die diplomatische Entwicklung der Anerkennung der DDR.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, warum Finnland über zwei Jahrzehnte an der Nichtanerkennung festhielt und welche Faktoren schließlich zum Abweichen von dieser Politik führten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur wie Seppo Hentiläs "Neutral zwischen den beiden deutschen Staaten" basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und thematisch, von der ersten Handelsanbahnung nach dem Krieg über die Hallstein-Doktrin und die diplomatischen Krisen bis hin zur erfolgreichen Anerkennung 1973.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Neutralitätspolitik", "Hallstein-Doktrin", "Kalter Krieg" und die diplomatische Anerkennung der DDR geprägt.

Wie reagierte die Bundesrepublik auf die finnische Deutschland-Initiative?

Die BRD reagierte überwiegend skeptisch und verhinderte mit einer Verzögerungstaktik, dass Finnland einseitig die DDR anerkannte, bevor die innerdeutschen Verträge abgeschlossen waren.

Warum spielte die KSZE-Konferenz eine besondere Rolle für Finnland?

Finnland nutzte die Gastgeberrolle der Sicherheitskonferenz als diplomatisches Schutzschild, um den Anerkennungsdruck der DDR abzumildern und gleichzeitig seine eigene Neutralität zu betonen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die diplomatische Anerkennung der beiden deutschen Staaten durch Finnland
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Veranstaltung
Einführung in die Kultur Finnlands
Note
2,3
Autor
Susanne Zehl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V215908
ISBN (eBook)
9783656445470
ISBN (Buch)
9783656445814
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anerkennung staaten finnland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Zehl (Autor:in), 2013, Die diplomatische Anerkennung der beiden deutschen Staaten durch Finnland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215908
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