Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad

Basel III. Erhöhung der Eigenmittelanforderungen

Título: Basel III. Erhöhung der Eigenmittelanforderungen

Trabajo de Seminario , 2011 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Michael Fisch (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Finanzkrise 2007/2008 gilt als Ausgangspunkt für die größte Rezession der Nach-kriegsgeschichte in vielen Industrieländern. Demnach übertrug sich die Krise des Fi-nanzsektors auch auf die Realwirtschaft, mit der Folge eines starken Konsumrückgangs sowie eines Einbruchs der Industrieproduktion. Dem voraus ging insbesondere in der Immobilienbranche der USA ein exzessives Kreditwachstum. Damit verbundene Risi-ken wurden häufig nicht berücksichtigt oder nur unzureichend mit haftendem Eigenka-pital unterlegt. In diesem Zusammenhang wurde die Notwendigkeit einer umfassenden Reform des aktuellen Regulierungsrahmens deutlich, um eine nachhaltige Stabilität des weltweiten Finanzsystems in Zukunft zu gewährleisten. In der folgenden Arbeit soll zunächst auf den Regulierungsnotwendigkeit in der Kredit-branche eingegangen werden. Dabei werden die Risiken der Kreditwirtschaft der Grundidee der Bankenregulierung gegenübergestellt. Anschließend sollen die bisheri-gen Bestimmungen nach Basel II sowie die in der Finanzkrise aufgedeckten Schwach-stellen erläutert werden. Der Schwerpunkt der Arbeit wird auf der Darstellung der neu-en Eigenmittelanforderungen nach Basel III liegen. Dabei sollen abschließend auch die möglichen Auswirkungen von Basel III dargestellt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Regulierungsbedarf in der Kreditwirtschaft

2.1 Risiken in der Kreditwirtschaft

2.2 Grundidee der Bankenregulierung

2.3 Basler Ausschuss für Bankenaufsicht

3 Überblick über aktuelle Regulierungsvorschriften

3.1 Haftendes Eigenkapital

3.2 Eigenkapitalunterlegung nach Basel II

3.3 Schwachstellen in der Krise

4 Basel III – Erhöhung der Eigenmittelanforderungen

4.1 Reformmaßnahmen in Basel III

4.1.1 Erhöhung der Qualität und Transparenz der Eigenkapitalanforderungen

4.1.2 Erhöhung der Risikodeckung

4.1.3 Einführung einer Verschuldungsquote

4.1.4 Begrenzung der Prozyklizität

4.1.5 Behandlung von systematischen Risiken

4.2 Basel III in der Kritik - Auswirkungen auf die Kreditwirtschaft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung der verschärften Eigenmittelanforderungen durch das Basel III-Regelwerk vor dem Hintergrund der Finanzkrise 2007/2008. Ziel ist es, die zentralen Reformmaßnahmen darzustellen und deren Auswirkungen auf die Kreditwirtschaft kritisch zu analysieren.

  • Risiken in der Kreditwirtschaft und Bankenregulierung
  • Schwachstellen des Basel II-Regelwerks
  • Kerninhalte und Reformmaßnahmen von Basel III
  • Auswirkungen der neuen Eigenkapitalvorschriften auf Banken

Auszug aus dem Buch

3.3 Schwachstellen in der Krise:

Die Finanzkrise 2008 hat verdeutlicht, dass die Regulierungsvorschriften nach Basel II nicht genügen, um die Stabilität einzelner Banken sowie des gesamten Finanzsystems zu gewährleisten. In einem Bericht an die G20 (2010) nimmt der Basler Ausschuss Stellung zu den zentralen Gründen für die Krise. Demnach hat sich insbesondere die Eigenkapitalausstattung der Banken als unzureichend erwiesen. Nach Basel II müssen Kreditinstitute ihre Risikoaktiva mit 8% Eigenkapital unterlegen, wobei eine Kernkapitalquote von 4 % ausreicht. Im Zuge der Finanzkrise wurde allerdings deutlich, dass die Eigenkapitalausstattung weder quantitativ noch qualitativ genügt, um Verluste angemessen zu decken. In dem Zusammenhang zeigte sich ebenfalls, dass Banken sowohl bilanziell als auch außerbilanziell eine unverhältnismäßig hohe Verschuldungsquote aufbauen konnten. Zudem stellte die Verknappung liquider Mittel ein großes Problem für die Bankhäuser in der Krise dar. Neben der unzureichenden Eigenkapitalausstattung und Mängeln bei der Verschuldungs- und Liquiditätsquote wurde auch deutlich, dass nicht alle Risiken einer Bank angemessen gedeckt waren. Kreditinstitute hielten vermehrt nicht gedeckte Risikoaktiva in ihren Handelsbüchern, bei denen es sich häufig um komplexe und zugleich illiquide Kreditprodukte handelte. Darüber hinaus wurden viele Risiken innerhalb und außerhalb der Bilanz erst gar nicht berücksichtigt.

Auch auf makroprudenzieller Ebene wurden erhebliche Schwachstellen der Basel II-Regelung erkenntlich. Demnach sorgte die enge Verflechtung innerhalb der Kreditbranche dafür, dass die Insolvenz systemrelevanter Banken selbst solide aufgestellte Kreditinstitute in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten bringen konnte. Als problematisch stellten sich ebenfalls prozyklische Tendenzen heraus. Demnach vergaben Banken in Zeiten des konjunkturellen Aufschwungs verstärkt Kredite. In Rezessionsphasen wurde die Kreditvergabepolitik hingegen eingeschränkt, da die Banken dann tendenziell mehr Eigenkapital für bonitätsschwache Kunden unterlegen mussten. Dies führte zu einer Verstärkung der vorherrschender konjunkturellen Lage. In wirtschaftlich guten Phasen drückt sich dies durch die Gefahr einer Kreditblase aus, während die Prozyklizität in einer Rezession noch weiter krisenverschärfend wirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert den Kontext der Finanzkrise 2007/2008 und leitet daraus die Notwendigkeit für eine umfassende Reform des Regulierungsrahmens ab.

2 Regulierungsbedarf in der Kreditwirtschaft: Hier werden die spezifischen Risiken im Bankensektor und die grundlegende Rolle sowie Arbeitsweise des Basler Ausschusses analysiert.

3 Überblick über aktuelle Regulierungsvorschriften: Dieses Kapitel behandelt das Basel II-Regelwerk, inklusive der Eigenkapitaldefinitionen und der Unterlegungsmethoden bei Kreditrisiken.

4 Basel III – Erhöhung der Eigenmittelanforderungen: Der Hauptteil beschreibt die fünf zentralen Reformmaßnahmen von Basel III und diskutiert die kontroversen Auswirkungen auf die Finanzbranche.

Schlüsselwörter

Basel III, Bankenregulierung, Eigenkapitalanforderungen, Finanzkrise, Basler Ausschuss, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Verschuldungsquote, Prozyklizität, Systemrelevanz, Bankenaufsicht, Kernkapital, Risikodeckung, Eigenmittel, Kapitalerhaltungspuffer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erhöhung der Eigenmittelanforderungen für Banken durch das Regelwerk Basel III als Reaktion auf die Finanzkrise 2007/2008.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Risikoanalyse im Bankensektor, die Schwächen von Basel II sowie die qualitativen und quantitativen Neuerungen von Basel III.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die neuen regulatorischen Anforderungen darzustellen und die Auswirkungen dieser Verschärfungen auf die Stabilität der Kreditwirtschaft zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung regulatorischer Berichte des Basler Ausschusses sowie fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Reformschritte wie die Verschuldungsquote, die Prozyklizitätsbegrenzung und die Behandlung systematischer Risiken detailliert erläutert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bankenregulierung, Eigenkapital, Risikodeckung und Basel III definieren.

Was genau ist das Problem der Prozyklizität in der Bankenregulierung?

Prozyklizität bedeutet, dass Banken in Aufschwungphasen zu viel Kredit gewähren und in Rezessionsphasen durch erhöhten Eigenkapitalbedarf die Kreditvergabe einschränken, was konjunkturelle Schwankungen verschärft.

Wie unterscheidet sich die Qualität des Eigenkapitals nach Basel III?

Basel III fokussiert sich auf eine quantitative und qualitative Stärkung, insbesondere durch die Erhöhung der harten Kernkapitalquote und striktere Kriterien für die Anrechenbarkeit von Kapitalklassen.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Basel III. Erhöhung der Eigenmittelanforderungen
Universidad
University of Applied Sciences Trier
Curso
Seminar Finanzmanagement
Calificación
1,7
Autor
Michael Fisch (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
19
No. de catálogo
V215958
ISBN (Ebook)
9783656445401
ISBN (Libro)
9783656446118
Idioma
Alemán
Etiqueta
Basel III Eigenkapitalanforderungen Basel II Bankenregulierung Haftendes Eigenkapital
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Fisch (Autor), 2011, Basel III. Erhöhung der Eigenmittelanforderungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215958
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  19  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint