Die Regel der heiligen Klara von Assisi


Seminararbeit, 2003

25 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Das Leben der heiligen Klara von Assisi
2.1. Das Leben vor dem Ordensleben
2.2. Das Leben nach dem Übergang in das Kloster
2.3. Heiligsprechung- nach dem Tod Klaras

3. Die Schriften der heiligen Klara
3.1. Die Briefe
3.2. Das Testament
3.3 Die Regel der heiligen Klara
3.3.1 Entstehung der Regel
3.3.2 Inhalt der Regel

4. Zusammenfassung

5. Literatur

6. Anhang

1.Einleitung

In dem Proseminar „Papsttum und Bettelorden im 13. Jahrhundert“ wurden verschiedene Orden betrachtet. In dieser vorliegenden Hausarbeit soll ein weiterer Klosterorden genauer betrachtet werden. Dieser Klosterorden ist der Orden der heiligen Klara von Assisi. Es soll genauer geklärt werden, wie Klara ihr Leben der völligen Armut verschrieben hat und warum sie bis zu ihrem Tot für die Aufstellung ihre eigenen Regel gekämpft hat.

In diesem Zusammenhang soll das Leben der Klara genauer betrachtet werden. Es soll dargestellt werden, wie das Leben der heiligen Klara verlief. Wichtig für die Aufstellung der Ordensregel sind auch weitere Schriften der heiligen Klara von Assisi. Diese Schriften sollen Vorgestellt und erklärt werden. Jedoch habe ich in diesem Abschnitt, den Segen an die Selige Agnes an Prag weggelassen.

Ich möchte mit dieser Hausarbeit aufzeigen was die Gründe und Faktoren waren, warum Klara sich für ein Leben im Kloster entschieden hat und welche Umstände dazu führen, dass sie letztendlich als erste Frau eine eigene Regel aufstellte.

Hauptsächlich soll jedoch die Frage beantwortet werden, warum Klara eine eigene Regel aufstellte und nicht die schon existierende Regel annahm. Ich werde versuchen den Inhalt der Regel kurz zu umschreiben , jedoch werde ich nicht die Regel analysieren und interpretieren.

Ich habe zu Grundlage dieser Hausarbeit verschiedene Literatur verwendet, allerdings habe ich letztendlich nur 2 Bücher benutzt, da ich bemerkt habe, dass sich viele Bücher gleichen und inhaltlich manchmal sogar wortwörtlich ähneln.

Während der Recherche für diese Hausarbeit habe ich auch das Internet genutzt, ich war überrascht wie viel Homepages sich mit dem Thema der heiligen Klara beschäftigen, auch von ihnen habe ich einige genutzt um diese Hausarbeit zu schreiben.

2. Das Leben der heiligen Klara von Assisi

Möchte man die Ordensregel der heiligen Klara betrachten, muss man sich auch mit dem Leben der heiligen Klara beschäftigen. Ihr Leben vor der und auch während Klosterzeit sind entscheidend für den Inhalt der Regel.

Im folgenden sollen das Leben der heiligen Klara, vor dem Ordensleben, nach dem Übergang in das Kloster, sowie bis zur Heiligsprechung nach dem Tod Klara von Assisi betrachtet werden.

2.1. Das Leben vor dem Ordensleben

Klara wurde als älteste Tochter des Herzogs von Sasso- Rosso, am 16. Juli 1194 in Assisi Italien geboren. Ihr Vorname Klara bedeutet „die Leuchtende“. Sie stammte aus einer großen adeligen Familie, der Familie Offreduccio von Assisi.

Ihre Mutter hatte vor der Geburt Klaras einen Traum, der ihr zeigte, dass ein Licht von ihrem Kind ausgehen werde, das die christliche Welt erleuchten sollte.[1]

Ihre Kindheit verbrachte Klara in Assisi, sie lebte dort wohlbehütet und ohne finanzielle Nöte.

Über ihre Kindheit gibt es leider wenig Literatur, da sich ihr Glauben erst stark entwickelte, als sie auf Franziskus traf. Sie lauschte seinen Reden und wurde mehr und mehr zur Anhängerin des heiligen Franziskus von Assisi.

Im Alter von 18 Jahren wollten ihre Eltern sie standesgemäß verheiraten, aber durch ihren gestärkten Glauben und einer großen Verehrung Franziskus gegenüber, lehnte Klara dies vollkommen ab. So floh sie bei Nacht und Nebel aus ihrem Elternhaus in die Portiuncula Kirche unterhalb der Stadt Assisi.[2]

In der Kirche angekommen schnitt ihr Franziskus in einer feierlichen Zeremonie die Haare ab und gab ihr ein derbes Gewand. Klara legte bei Franziskus „ (...) das Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam ab.“[3]

Ihre Familie war von dieser Aktion Klaras nicht erfreut, sie versuchten sie zurück zur Familie zu holen, jedoch zeigte sie Ihnen ihren kahlen Kopf und machte so deutlich wie wichtig ihr dieser Schritt war. Ihre Familie akzeptierte dies, jedoch kam es zu großen Problemen als ihre Schwester Agnes ihr folgte, jetzt schreckten die Angehörigen auch vor Gewalt nicht mehr zurück. Jedoch schafften es Beide sich gegen diese Übergriffe zu behaupten, Franziskus gründete für Klara, Agnes und einige weitere Anhängerinnen, den „(...) zweiten Orden der armen Frauen“.[4] Dieser Orden war ein Zweig des Franziskaner Ordens.

Die „(...) Benediktiner von S. Angelo überließen ihnen das Kirchlein San Damiano, wo Klara als Äbtissin der sich rasch vermehrenden klösterlichen Gemeinschaft vorstand.“[5]

Nach einiger Zeit folgten Klara auch ihre andere Schwester Beatrice und die Mutter Hortulana in das Kloster San Damiano.

2.2. Das Leben nach dem Übergang in das Kloster

Nach dem Übertritt in das Kloster bekann für Klara der wichtigste Abschnitt ihres Lebens.

Gegen Ende des Jahres 1215 gewährte Papst Innozenz der III. für das Kloster San Damiano, das Privileg der Armut, somit wurde Klara zur Ordensleiterin im Kloster.

Klara war schon als Kind häufig krank, es wurde über sie gesagt, dass sie sehr zart in ihrer Art und auch Gesundheit war. 1224 erkrankte sie schwer, fortan war sie an ihr Bett gefesselt und erholte sich kaum noch von ihrer Krankheit. Jedoch lag Klara sehr viel an ihrem Orden, dass sie trotz ihrer Krankheit die Ordensleitung nicht abtrat..

Im Gegenteil zu dem heiligen Franziskus von Assisi wollte Klara ein Ordensleben in Klausur. Sie wollte ohne weltliche und materielle Absicherung im Kloster leben. Bis kurz vor ihrem Tod versuchte Klara diese Form des Ordensleben kirchlich anerkennen zu lassen, sie wollte ein Leben ich hochgradigster Armut leben. Dies versuchte Klara durch die „Regel der heiligen Klara“ deutlich zu machen.

Über das Leben der heiligen Klara im Kloster gibt es verschiedene Mythen zu berichten, so werden vor allem von vielen Wunderheilungen im Kloster, aber auch von einigen Heilungen in der Stadt gesprochen. Auch soll es mehrere spirituelle Erlebnisse im Kloster selber gegeben haben. So erfährt man, dass eine schwere, sehr große Holztür auf Klara gefallen sein sollte, diese sie aber nicht verletzte. Jedoch schafften es kaum 3 Männer diese Holztür zu tragen.[6]

In der Literatur spricht man von 14 Wunder innerhalb des Klosters, 9 außerhalb des Klosters, sowie von 8 Visionen.[7]

Auch eine weitere Begebenheit findet man, wenn man sich mit dem Leben der heiligen Klara im Kloster beschäftigt.

„Als 1240 und noch einmal 1241 die Assisi belagernden Sarazenen schon die Mauer ihres Klosters erstiegen hatten, ließ sich die schwer erkrankte Klara vor die Pforte tragen, hielt die Monstranz in ekstatischem Gebet empor und brachte die davon Erschreckten dazu, zu fliehen.“[8] Es wird deutlich das Klara eine große Spiritualität umgab.

1247 bekann Klara mit der Ausarbeitung ihrer eigenen Regel für ihren Orden.

Am 11. August 1253 stirbt Klara aufgrund ihrer schweren Erkrankung.

2.3. Heiligsprechung- nach dem Tod Klaras

Bereits 3 Jahre nach ihrem Tod, am 15.August, wurde Klara von Assisi durch Papst Alexander den IV. heilig gesprochen.

Im Jahr 1260 wurde ihr Leib nach Santa Klara in Assisi übertragen, hier befindet sich bis heute die Grabstätte der heiligen Klara von Assisi. Man sagt ihr Leichnam sei bis heute nicht verwest. 1263 gibt Papst Urban der IV. dem Orden den Namen der Heiligen Klara. 1283 teilt Papst Urban der IV. die Regel in zwei Gruppen, in die Klarissen und in die Urbanistinnen. 1288 erhält das Kloster San Damiano das Recht auf Grundbesitz.

1850 wurde ihr Leib aufgefunden und 1872 in der neuen Krypta von Santa Klara beigesetzt.[9] 1893 wurde das Original der Regel der heiligen Klara aufgefunden.[10]

Das Kloster San Damiano ist nahezu gleich bleibend erhalten. Das in dieser Kirche geweihte Wasser, das sogenannte Klara-Wasser soll bei Augenkrankheiten helfen, auch ist die heilige Klara von Assisi die Patronin der Augenkranken.

Der Orden der Klarissen fand rasch viele Anhänger, man bezeichnet ihn als Klarissen- oder als Franziskanerinnenorden.

1958 wurde Klara durch Papst Pius XII. zur Patronin des Fernsehens ernannt. Dies geschah aufgrund ihrer schon erwähnten „(...) (tele-)visionären Begabung.“[11] Ferner gilt Klara als

„ (...)Patronin von Assisi; der Wäscherinnen, der Stickerinnen, der Glaser sowie Glasmaler und Vergolder; der Blinden; der Telegrafen, Telefone und des Fernsehens sowie gegen Fieber und Augenleiden.“[12]

Klara von Assisi wurden tiefe Frömmigkeit und sehr große Geduld nachgesagt. Ihr Leben war voll und ganz auf das Kirchliche und Spirituelle ausgerichtet.

3. Die Schriften der heiligen Klara

Das wohl bekannteste Schriftwerk der Klara von Assisi ist ihre selbstverfasste Regel, weitere Schriftstücke sind das Testament und verschiedene Briefe, fünf davon sind erhalten. Das wären zum einen die 4 Briefe an die selige Agnes von Prag und ein Brief an Ermentrudis von Brügge. Das letzte bekannte Schriftstück ist „Der Segen der heiligen Klara für die selige Agnes von Prag“[13]

Im folgenden möchte ich nun die Briefe von Klara vorstellen und zum Abschluss dieses Kapitels soll eine genaue Betrachtung der Regel der Heiligen Klara folgen.

3.1. Die Briefe

Von Klara von Assisi sind fünf persönliche Briefe erhalten geblieben. Jedoch sind diese Briefe alles Antworten auf Briefe die an sie gerichtet waren. Die an sie gerichteten Briefe sind allerdings nicht mehr erhalten.

Bei den erhaltenen Antworten handelt es sich um vier Briefe an die selige Agnes von Prag und ein Brief an Ermentrudis von Brügge.

Agnes von Prag war die Tochter von König Ottokar I. von Böhmen und von Königin Konstanze von Ungarn. Als Kind war sie mit König Heinrich dem VII., dem Sohn von Kaiser Friedrich II., verlobt. Jedoch heiratete dieser später Margarete, die Tochter von Herzog Leopold von Österreich. Heinrich der III. von England soll später um ihre Hand angehalten haben, jedoch lehnte sie diese Verlobung ab.[14]

[...]


[1] Vgl. http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Klara_von_Assisi.htm

[2] Vgl. Ebenda.

[3] Vgl. http://santachiara.san-francesco.org/vita1_de.html

[4] Vgl. Ebenda.

[5] Ebenda.

[6] Vgl. Bartoli, Marco; Klara von Assisi- die Geschichte ihres Lebens. Aus dem Italienischen übertragen von Ancilla Röttger, Werl 1988, Dietrich- Coelde Verlag S.213

[7] Vgl. Ebenda. S. 211

[8] http://santachiara.san-francesco.org/vita1_de.html

[9] Vgl. http://santachiara.san-francesco.org/regola_de.html

[10] Vgl. Ebenda.

[11] http://santachiara.san-francesco.org/vita1_de.html

[12] http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Klara_von_Assisi.htm

[13] Vgl. Leben und Schriften der heiligen Klara; Franziskanische Quellschriften, Herausgegeben von den deutschen Franziskaner Band 2, Einführung, Übersetzung und Anmerkungen von Engelbert Grau, Erläuterungen von Lothar Hardick, Werl 1988 (6) (Auflage), Dietrich- Coelde Verlag S. 16 bis 25

[14] Vgl. Ebenda. S. 22f.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die Regel der heiligen Klara von Assisi
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Geschichte)
Veranstaltung
Seminar: Papsttum und Bettelorden im 13. Jahrhundert
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
25
Katalognummer
V21628
ISBN (eBook)
9783638252010
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regel, Klara, Assisi, Seminar, Papsttum, Bettelorden, Jahrhundert
Arbeit zitieren
Katharina Demuth (Autor), 2003, Die Regel der heiligen Klara von Assisi, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21628

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Regel der heiligen Klara von Assisi



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden