Mit der Themenstellung der vorliegenden Arbeit soll der zunehmenden Bedeutung und Aktualität von Events Rechnung getragen werden, insbesondere im Hinblick auf ihre Planung, Konzeption, Organsiation und Kontrolle. Das Ziel der Arbeit besteht darin, einen Leitfaden, das heißt eine Art Lehrbuch, zu entwickeln, um aus Nachfragersicht bedürfnisgerechte und aus Anbietersicht wirtschaftlich erfolgreiche Events zu entwickeln. Dabei gilt es, theoriegeleitet Anregungen für ein Praxisphänomen zu geben.
Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst das Phänomen Event näher beleuchtet. Es wird eine Begriffsbestimmung für Event, Eventmarketing, -sponsoring und -management geliefert. Dann wird durch das Aufzeigen der Eventgeschichte und den Veränderungen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die heutige Bedeutung der Eventbranche verdeutlicht. Im Anschluss erfolgt eine Eventanalyse im Hinblick auf
Eventarten, -zielsetzungen, -merkmale und -auswirkungen zum besseren Verständnis des Eventphänomens.
Erst auf dieser Grundlage können entsprechende Gestaltungsempfehlungen abgeleitet werden. Im zweiten Teil wird dazu übergegangen, konkrete Gestaltungsempfehlungen in bezug auf Planung, Konzeption und Kontrolle bei der Eventumsetzung zu liefern. Dieser Teil stellt den Schwerpunkt der Arbeit dar und beinhaltet daher neben strategischen Planungselementen
auch Aspekte der beruflichen Anforderungen an die Eventveranstalter bzw. -agenturen, sowie der konkreten Organisation hinsichtlich Location, Catering, Technik, Akteure und Marketing. Ferner werden Randbedingungen des Eventmanagements, wie beispielsweise Recht, Haftung und Versicherung sowie technische Hilfsmittel aufgezeigt.
Den Abschluss der Arbeit bildet eine Fallstudie, bei der wichtige, zuvor theoretisch behandelte Sachverhalte anhand eines praktischen Beispiels verdeutlicht werden. Diese Fallstudie basiert auf eigenen Erfahrungen der Autorin im Bereich Eventmanagement.
Hierbei handelt es sich um die Preisverleihung „Kinoprogrammprämienpreis“ der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Welt des Events
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Event
2.1.2 Eventmarketing
2.1.3 Eventsponsoring
2.1.3.1 Abgrenzung des Sponsorings zu sonstigen Förderungsmöglichkeiten
2.1.3.2 Arten des Sponsorings
2.1.3.3 Abgrenzung von Events und Eventmarketing zu Sponsoring
2.1.3.4 Vor- und Nachteile des Eventsponsoring
2.1.4 Gegenüberstellung der Eventperspektiven in Deutschland und in den USA
2.2 Die Geschichte des Events
2.3 Der Trend zum Event
2.3.1 Freizeit- und Erlebnisorientierung
2.3.2 Austauschbarkeit von Produkten und Dienstleistungen als Folge zunehmender Marksättigung
2.3.3 Zunehmender Kommunikationswettbewerb, Informationsüberlastung und Low-Involvment der Empfänger
2.3.4 Veränderter Medienstil
2.3.5 Zersplitterung der Märkte
2.4 Das Eventphänomen
2.4.1 Arten des Events
2.4.1.1 Größe von Events
2.4.1.2 Anlässe von Events
2.4.1.3 Häufigkeit von Events
2.4.1.4 Dauer von Events
2.4.2 Zielsetzungen des Events
2.4.3 Merkmale des Events
2.4.4 Auswirkungen des Events
3 Eventmanagement
3.1 Der Eventmarkt
3.1.1 Anbieter
3.1.2 Eventagentur
3.2 Eventmanagement als Projektmanagement
3.2.1 Integriertes Management
3.2.2 Eventübergreifendes Eventmanagement
3.2.3 Risikomanagement
3.3 Der Planungsprozess
3.4 Die Situationsanalyse
3.4.1 Determinanten des Eventveranstalters
3.4.2 Determinanten der Eventnachfrager
3.4.3 Determinanten des Eventangebotes
3.5 Die Zielvorgabe
3.6 Die Zielgruppenbestimmung
3.6.1 Aufteilung der Primärzielgruppe in potentielle Teilnehmergruppen
3.6.2 Auswahl der relevanten Teilnehmergruppen
3.6.3 Beschreibung der anzusprechenden Teilnehmer
3.7 Die Festlegung der Eventstrategie
3.8 Die Finanzierung von Events
3.8.1 Ermittlung des Eventbudgets
3.8.1.1 Vorkalkulation
3.8.1.2 Zwischenkalkulation
3.8.1.3 Nachkalkulation
3.8.2 Finanzierungsmöglichkeiten
3.9 Die Planung der Einzelmaßnahmen
3.9.1 Briefing
3.9.2 Eventidee
3.9.3 Eventkonzeption
3.9.3.1 Infotainment
3.9.3.2 Eventdramaturgie
3.9.3.3 Konzeptionsschema
3.9.4 Eventorganisation
3.9.4.1 Location
3.9.4.2 Catering
3.9.4.3 Technik
3.9.4.4 Akteure
3.9.4.5 Marketing des Events
3.10 Die Erfolgskontrolle
3.10.1 Prämissenkontrolle
3.10.2 Ablaufkontrolle
3.10.3 Ergebniskontrolle
3.10.4 Methoden der Erfolgskontrolle
3.10.5 Probleme der Erfolgskontrolle
3.11 Die Randbedingungen eines Events
3.11.1 Risiken
3.11.2 Recht
3.11.2.1 Rechtsbereiche
3.11.2.2 Rechtsbeziehungen
3.11.2.3 Rechtsgrundlagen
3.11.3 Haftung und Versicherungen
3.11.3.1 Haftung
3.11.3.2 Versicherungen
3.11.4 Vertragsgestaltung
3.11.5 Finanzen und Steuern
3.12 Die Hilfsmittel im Eventmanagement
4 Praxisbeispiel: Verleihung der Kinoprogrammprämien durch die MFG Filmförderung
4.1 Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg
4.2 Die Ausgangssituation
4.3 Die Organisation
4.4 Die Nachbereitung
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, einen Leitfaden für die professionelle Planung, Konzeption, Durchführung und Kontrolle von Events zu entwickeln, um sowohl bedürfnisgerechte als auch wirtschaftlich erfolgreiche Veranstaltungen zu ermöglichen.
- Grundlagen des Eventmanagements und Begriffsbestimmungen (Event, Marketing, Sponsoring).
- Analyse der historischen Entwicklung und aktuellen Trends im Bereich Eventmanagement.
- Detaillierte Darstellung des Planungsprozesses von der Situationsanalyse bis zur Erfolgskontrolle.
- Rechtliche und finanzielle Randbedingungen für die professionelle Eventumsetzung.
- Praktische Anwendung der theoretischen Erkenntnisse anhand der Preisverleihung „Kinoprogrammprämien“.
Auszug aus dem Buch
2.4.3 Merkmale des Events
Events weisen ähnliche Merkmale auf wie andere Dienstleistungen, insbesondere im touristischen Bereich. Diese Merkmale können zusammengefasst werden unter nachfolgenden Schlagworten und variieren in ihrer Intensität lediglich nach Eventart.
Einmaligkeit (Uniqueness)
Das Schlüsselelement aller Events ist ihre Einmaligkeit, d.h. Events sind eindeutig identifizierbar mit Erinnerungswert, einmalig, also individuell und einzigartig, d.h. positiv und herausragend.114 Einmaligkeit bedeutet jedoch nicht, dass ein Event nicht häufiger bzw. periodenhaft durchgeführt werden kann, allerdings sind Events nicht reproduzierbar. Denn die Teilnehmer, das Umfeld oder auch die Zuschauer sind jedes Mal anders und machen das Event einzigartig. Events folgen keiner Routine, auch wenn sie, wie z.B. die Olympische Spiele, periodisch wiederkehren. Alle Olympischen Spiele weisen Unterschiede auf, auch wenn das Format bzw. die Struktur ähnlich ist.115
Vergänglichkeit (Perishability)
Ein Event ist einmalig und kann nicht in derselben Art und Weise wiederholt werden. Ferner kann es weder verschoben noch nachgebessert werden und ist folglich vergänglich.116
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtung der wachsenden Bedeutung des Eventmarktes anhand von Branchenstudien sowie Definition des Zieles der Arbeit, einen Leitfaden für das Eventmanagement zu erstellen.
2 Die Welt des Events: Umfassende Begriffsbestimmungen, Erörterung der Eventgeschichte, Trends und Charakteristika des Eventphänomens.
3 Eventmanagement: Zentrale theoretische Erläuterungen zur Planung, Organisation, Finanzierung, Rechtssicherheit und Kontrolle von Events.
4 Praxisbeispiel: Verleihung der Kinoprogrammprämien durch die MFG Filmförderung: Anwendung des theoretischen Leitfadens auf eine konkrete Preisverleihung zur Überprüfung der Praxistauglichkeit.
5 Schlussbetrachtung: Resümee über die steigende Relevanz des Eventmanagements und die Notwendigkeit professioneller, theoriegeleiteter Planung.
Schlüsselwörter
Eventmanagement, Eventmarketing, Eventsponsoring, Eventplanung, Eventorganisation, Erfolgskontrolle, Infotainment, Eventdramaturgie, Zielgruppenbestimmung, Projektmanagement, Veranstaltungsrecht, Eventkalkulation, Erlebnismarketing, Eventstrategie, Kinoprogrammprämien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Umsetzung von professionellem Eventmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt unter anderem Begriffsabgrenzungen, die Rolle des Eventmarketings und -sponsorings, Planungsprozesse, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Finanzierung und Erfolgskontrolle von Veranstaltungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Leitfadens, der Veranstaltern hilft, bedürfnisgerechte und wirtschaftlich erfolgreiche Events professionell umzusetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturanalyse mit der Anwendung des entwickelten Leitfadens auf eine reale Fallstudie („Kinoprogrammprämien“).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Eventphänomen, eine detaillierte Erarbeitung des Eventmanagements als Projektmanagement und eine umfassende Darstellung der Planungsschritte von der Strategie bis zur Kontrolle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Eventmanagement, Eventkonzeption, Projektmanagement, Erfolgskontrolle und Eventmarketing beschreiben.
Welche spezifische Rolle spielt das Risikomanagement in der Arbeit?
Das Risikomanagement wird als essenzieller Teil des Eventmanagements definiert, der dazu dient, durch Identifikation, Analyse und Bewältigung von Risiken (finanziell, rechtlich, betrieblich) den reibungslosen Ablauf einer Veranstaltung zu sichern.
Wie wird das im Buch beschriebene Praxisbeispiel bewertet?
Das Praxisbeispiel der MFG-Preisverleihung dient als Test für die Brauchbarkeit des theoretischen Leitfadens und bestätigt, dass selbst bei strikten ministeriellen Vorgaben professionelle Planung (z.B. durch Ablaufkontrolle) und die Nutzung von Synergien für den Erfolg entscheidend sind.
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- Simone Nitsche (Author), 2003, Eventmanagement. Ein Leitfaden zur professionellen Umsetzung von Events, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21655