Der Glaube an die Auferstehung Jesu - Der Gehalt der Auferstehungsbotschaft


Hausarbeit, 2003
11 Seiten, Note: gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B Quellen – biblische Zeugnisse
Paulinische Briefe
Apostelgeschichte
Evangelien

C Die Auferstehungsbotschaft
Beweisbarkeit der Auferstehung
Bedeutung der Auferweckung

D Leben mit dem Glauben an den Auferstandenen

E Schlusswort

Literaturverzeichnis

A Einleitung

„ Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und wer lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben “ ( Johannes 11,25-26 ).

Der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi ist Dreh- und Angelpunkt unseres Glaubens.

Zweifel und Unverständnis werden diesem Heilsgeschehen schon immer entgegen gebracht, dies hat ihren Anfang bei den Jüngern Jesu – „ Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht “ ( Johannes 20,25 ) – und findet seine Fortsetzung bei vielen Menschen aller nachfolgenden Zeitepochen.

Es ist über wenige Aussagen des christlichen Glaubens in den letzten beiden Jahrhunderten so erbittert gestritten worden wie über diese Auferstehung, die von Jesus Christus berichtet wird.

In einem langen Zeitraum davor haben Autoritäten und insbesondere die Lehre der Kirche – bis auf wenige Ausnahmen – es verhindert, dass dieses Thema kontrovers diskutiert werden konnte.

Ich will versuchen zu zeigen, was die Urkunde des christlichen Glaubens, die Bibel, darüber sagt, was Theologen und Philosophen der Neuzeit denken und worin der Gehalt der Auferstehungsbotschaft für uns Menschen liegt.

Wie wir die Ostererscheinungen erklären, das entscheidet sich daran, was in unseren Augen möglich oder eben nicht möglich ist.

B Quellen – biblische Zeugnisse

Die Briefe des Apostels Paulus

Die Botschaft von der Auferstehung des Christus hat zuerst der Apostel Paulus niedergeschrieben.

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Tod des Jesus von Nazaret schreibt Paulus seinen ersten Brief an die Korinther. In diesem Brief benennt Paulus einige Zeugen, denen Christus erschienen sei und die zum Teil noch lebten, noch gehört werden konnten.

Dieser Brief ist das älteste uns erhaltene Dokument:

„ Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe. Oder habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen?

Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und er ist begraben worden.

Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölfen.

Danach erschien er fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen.

Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.

Als letztem von allen erschien er auch mir, dem Unerwarteten, der Missgeburt ( Korinther 15, 1 – 8 ).

Gegenüber jenen Korinthern, die eine Totenauferstehung leugneten, verweist der Apostel auf den unbedingten Zusammenhang von Totenauferstehung und der Auferstehung Jesu Christi.

„ Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden “ ( Korinther 15,13 ).

Paulus geht an verschieden Stellen seiner Briefsammlung immer wieder auf dieses Ereignis ein.

Die Apostelgeschichte

Die Apostelgeschichte macht uns mit einem Christentum bekannt, das schon vor Abfassung der paulinischen Briefe und der Evangelien in christlicher Frühzeit z.b. in Jerusalem geblüht hat.

Geleitet wurde diese Gemeinde von den zwölf Aposteln. Sie sahen ihre besondere Berufung darin, Zeugen der Auferstehung zu sein. „ Einer von den Männern, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem von uns ging und in den Himmel aufgenommen, einer von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein “ ( Apostelgeschichte 1,21 – 22 ).

Sie empfanden sich als von Gott vorherbestimmte Zeugen:

„ Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen. Uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben “ ( Apostelgeschichte 1,40 –41 ).

Ihr apostolisches Hochgefühl wurzelte in dem klaren Wissen darum, dass nach dem Willen Gottes und Jesus Christus auf der Einmaligkeit ihres Ostererlebnisses, auf der Verlässlichkeit ihrer Sinne, ihres Urteils, ihres Entscheids der Glaube aller folgenden Generationen gründe, dass diese folgenden Generationen nicht selber sehen und urteilen würden, sondern ihrem Sehen und Urteilen vertrauen müssten “ ( Prof. Dr. K. Adam, Jesus Christus ).

Die Evangelien

Eine Generation nach Paulus, in der Zeit nach der Zerstörung von Jerusalem im Jahr Siebzig, setzt eine Sammelarbeit ein an den Erinnerungen der Augenzeugen, und ein verstärktes Interesse an da und dort weitergegebenen alten Niederschriften war geweckt.

Die Evangelien entstehen, die den Namen von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes tragen.

Für sie ist kennzeichnend, dass sie ganz anders von der Auferstehung Jesu berichten als Paulus das getan hat.

Es finden sich dort erstmals Geschichten über das leere Grab und die verschiedenen Erscheinungen

Die Ereignisse sind ausgemalt worden, aber in ihnen ist das Ursprüngliche noch sichtbar: Christus ist den auserwählten Menschen erschienen. Sie haben ihn gesehen und sie haben daraus den Mut gefasst, die erhaltenen Weisungen zu befolgen.

Mit den nachfolgenden – und ähnlichen – Texten in den Evangelien machten sie sich und anderen Mut, ihren Auftrag in Angriff zu nehmen.

„ Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist “

( Johannes 20,21 – 22 ).

„ Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man alle Völker, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden “ ( Lukas 24,46 – 47 ).

„ Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihm zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe “

( Johannes 21,17 ).

„ Darum geht zu allen Völkern, und macht allen Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt “

( Matthäus 28,19 – 20 ).

Diese alten, in den Evangelien aufgenommenen, Erzählungen mussten nach Ansicht der Verfasser und im Lichte der Tatsache, dass vier- oder fünf Jahrzehnte nach den Ereignissen vergangen sind nach den Verstehensmöglichkeiten damaliger Menschen aufgeschrieben und weitergegeben werden.

C Die Auferstehungsbotschaft

Die Beweisbarkeit der Auferstehung

Im Hintergrund unserer Fragen nach der Wirklichkeit des Auferstehungsphänomens in historischer Betrachtung und in dieser Zeit, erhebt sich die uralte Frage nach der Beweisbarkeit des göttlichen Eingreifens in die Geschichte.

Es wird auch hier immer der Unglaube gegen den Glauben stehen.

Dieses Phänomen der Beweisbarkeit treffen wir erstmals bei Paulus als dieser es für notwendig hielt, die Erscheinungen des Auferstandenen vor Kephas, dann vor den Zwölfen, hernach vor mehr als fünfhundert Jüngern – die zum Teil noch befragt werden können -, hernach vor Jakobus, dann vor den übrigen Aposteln, zuletzt vor ihm selbst im einzelnen aufzuzählen, so doch nur deshalb, weil er Jesu Auferstehung nicht nur als persönliches Heilserlebnis, sondern als geschichtliches Geschehnis, das nicht erlebt, sondern überliefert wird und das durch eine Reihe von Zeugen zu beglaubigen ist.

Hier sehen wir wie ernst es Paulus mit der Beweisbarkeit und Geschichtlichkeit des Auferstehungsvorganges genommen hat, denn es sind die Zeugnisse denen er mehr vertraut als dem eigenen Erlebnis vor Damaskus.

Er selber war ja kein Augenzeuge vom Tod Jesu noch von seiner Auferweckung am dritten Tag, so muss das Zeugnis der Zwölf für ihn entscheidend sein.

Auch in der Apostelgeschichte wird immer und immer wieder, die Zeugenschaft der Apostel hervorgehoben.

Sie sind danach „Zeugen der Auferstehung“ ( Apostelgeschichte 1,22 ).

Der Auferstandene selbst berief sie zu seinen Zeugen: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herab kommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde“

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Der Glaube an die Auferstehung Jesu - Der Gehalt der Auferstehungsbotschaft
Hochschule
Katholische Akademie Domschule Würzburg  (Theologie im Fernkurs)
Note
gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
11
Katalognummer
V21813
ISBN (eBook)
9783638253390
ISBN (Buch)
9783638747387
Dateigröße
495 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Glaube, Auferstehung, Jesu, Gehalt, Auferstehungsbotschaft
Arbeit zitieren
Alfons Holzer (Autor), 2003, Der Glaube an die Auferstehung Jesu - Der Gehalt der Auferstehungsbotschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21813

Kommentare

  • Gast am 17.8.2006

    Aufersteheung bei Johannes.

    Am Anfang der Arbeit wird der Satz zitiert:
    Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und wer lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.

    Hier zerbröselt Johannes doch den Auferstehungsglauben, so daß nichts mehr davon übrigbleibt als nur noch das Wort. Die Auferstehung erhält einen Kompagnon: das Leben, und in der Folge ist nur noch von ihm, dem Leben, die Rede - nicht mehr von der Auferstehung. Wer auf ewig nicht stirbt, kann beim besten Willen nicht auferstehen. Oder glaubt der Schreiber dem Johannes etwa nicht, daß er auf ewig nicht stirbt?

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