„Interkulturelles Marketing ist die Lösung des scheinbaren Dilemmas zwischen globalem Wettbewerb und nicht globalem Nachfrageverhalten. Interkulturelles Marketing versucht nationale Unterschiede zu berücksichtigen und nationale Gemeinsamkeiten auszunutzen1“.
E- Business ist längst zur unternehmerischen Normalität geworden und verspricht auch kleinen und mittleren Unternehmen Wettbewerbsvorteile. Die Bedeutung von Internet und E- Business für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung ist heute weltweit bekannt. Jedoch ist bei vielen unternehmen die anfängliche Internet- Euphorie schnell in Ernüchterung umgeschlagen, da oftmals die Erwartungen zu hoch waren oder einfach das nötige know - how zur Umsetzung fehlte. Diese Erfahrungen lassen noch viele, insbesondere deutsche Unternehmen vor einer intensiven Internetnutzung zurückschrecken. Das Wirtschaftsleben der heutigen Zeit ist gekennzeichnet durch globalen Wettbewerb, dem Faktor Zeit und den ständig steigenden Anforderungen der Kunden. Um dem gerecht zu werden, ist der elektronische Handel (E – Commerce) von großer Bedeutung. Mit Online- Shops versuchen Firmen Kunden zu jeder zeit und an nahezu jedem Ort aufzusuchen. Dabei werden die Unternehmen durch ihren Webauftritt automatisch zum Global Player. Doch zum Handel am globalen Markt gehört mehr, als das Darstellen des E- Produktangebotes in englischer Sprache. Was Unternehmen bei ihrem Webauftritt beachten sollten und insbesondere welchen speziellen Herausforderungen für den globalen elektronischen Handel zu bewältigen sind, ist Gegenstand dieser Arbeit. Zu beginn erfolgt eine kurze Begriffsdefinition zum „Internet“ und „E- Commerce“. Anschließend werden Rahmenbedingungen, Realisierungskonzepte sowie Problemfelder und Risiken des E- Commerce dargestellt. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten des interkulturellen Marktes, dem Schwerpunkt der Themenstellung. Den Abschluß bildet die Darstellung von Erfolgskonzepten.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Internet
2.2 E- Commerce
3. Der Webauftritt
3.1 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
3.2 Realisierung des Konzeptes
3.3 Problemfelder und Risikofaktoren des E – Commerce
4. Interkulturelles (E-) Marketing
4.1 Der Globale Markt
4.2 Umsetzung Internationaler Strategien
5. Erfolgskonzepte
5.1 Mercedes – Benz
5.2 Otto
6. Schlußbemerkung
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien für einen erfolgreichen globalen E-Commerce unter besonderer Berücksichtigung interkultureller Anforderungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine Anpassung an nationale Kulturen und Bedürfnisse langfristige Wettbewerbsvorteile im internationalen Online-Handel erlangen können.
- Grundlagen des E-Commerce und Internet-Ökonomie
- Strukturelle Voraussetzungen und Konzeption von Webauftritten
- Bedeutung interkulturellen Marketings im globalen Handel
- Risiken und Erfolgskriterien internationaler Internetstrategien
- Analyse von Best-Practice-Beispielen (Mercedes-Benz und Otto)
Auszug aus dem Buch
4.2. Umsetzung internationaler Strategien
Um global wettbewerbsfähig zu sein, reichen technische Innovationen, hohe Stückzahlen und günstige Produktion im Verbund mit Werbung, PR und Marketing häufig nicht mehr aus. Ganz entscheidend für den Erfolg ist ein funktionierendes Gesamtmanagement, das nicht nur multinationale sondern vor allem auch multikulturelle Begebenheiten berücksichtigt. Läßt die Globalisierung auch Menschen unterschiedlichster Herkunft näher zusammenwachsen, die nationalen Unterschiede in Denken, Fühlen und Handeln der Menschen verschwinden nicht. In China bedarf es einer anderen Marketing- Strategie als beispielsweise in Irland – eine barbusige Frau in der Duschgel-Werbung wird in Europa wohl kein großes Aufsehen erregen – in den USA oder gar muslimischen Ländern aber definitiv nicht ausgestrahlt werden. In Schweden ist beispielsweise Werbung, die sich direkt an Kinder richtet verboten. Daher muß die Devise heißen: Global denken, lokal handeln.
„(...) Nur das Unternehmen, das auf nationale Kulturen und Traditionen baut, das sich auf die jeweiligen Märkte einstellt, wird langfristig Erfolg haben15.“
Wenn es darum geht die Beziehung zu den Verbrauchern zu gestalten, ist eine lokale Ansprache unerläßlich. Für den E – Commerce bedeutet dies im Business – to – Consumer – Bereich, die Berücksichtigung besonderer kultureller „Spielregeln“. So ist die Standardsprache im Business – to – Business Bereich zwar Englisch, im Online- Handel sprechen jedoch 1/3 aller Nutzer eine andere Sprache. Und diese Nutzer werden vor Einkäufen per Internet zurückschrecken, wenn Sie nicht in ihrer Landessprache angesprochen werden.
„ Viele unterschätzen die abschreckende Wirkung, wenn jemand das Gefühl hat, ich verstehe das nicht 16.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Einführung in die Problematik des interkulturellen Marketings und die Bedeutung des E-Commerce im heutigen globalen Wettbewerb.
2. Begriffsdefinitionen: Klärung der grundlegenden Fachbegriffe Internet und E-Commerce als Basis für die weitere Untersuchung.
3. Der Webauftritt: Darlegung der notwendigen Voraussetzungen, technischen Planungen und Risikofaktoren für einen erfolgreichen E-Commerce-Auftritt.
4. Interkulturelles (E-) Marketing: Untersuchung der globalen Marktbedingungen und der Notwendigkeit, Strategien kulturell anzupassen, um Kunden erfolgreich anzusprechen.
5. Erfolgskonzepte: Analyse der Praxisbeispiele von Mercedes-Benz und dem Otto-Konzern hinsichtlich ihrer internationalen Internetstrategien.
6. Schlußbemerkung: Fazit zur Notwendigkeit eines kundenorientierten Managements, das kulturelle Unterschiede in einer globalisierten Internet-Ökonomie integriert.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und elektronischen Ressourcen.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Internet, interkulturelles Marketing, Globalisierung, Webauftritt, Kundenorientierung, Strategie, CRM, Multichannel, Geschäftsprozess, Lokalisierung, Unternehmenserfolg, Internet-Ökonomie, digitale Transformation, Wettbewerbsvorteile.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für Unternehmen, die ihre Geschäftsaktivitäten über das Internet international ausweiten wollen, und betont dabei die Notwendigkeit von interkulturellem Marketing.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des elektronischen Handels, die Anforderungen an Webauftritte, kulturelle Differenzen im globalen Markt und strategische Erfolgskonzepte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine Verbindung von globaler Präsenz und lokaler kultureller Anpassung im E-Commerce langfristig erfolgreich sein können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Untersuchung von Fallbeispielen renommierter Unternehmen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition technischer Grundlagen, die strategische Planung des Webauftritts, die Bewältigung interkultureller Marketinganforderungen und die Vorstellung von Best-Practice-Beispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind E-Commerce, interkulturelles Marketing, Globalisierung, Kundenorientierung und digitale Strategie.
Wie spielt das "Content-Management" eine Rolle für Mercedes-Benz?
Mercedes-Benz nutzt ein Content-Management-System, um durch eine Masterversion individualisierte und marktkonforme Microsites in verschiedenen Sprachen und für diverse Länder zu verwalten.
Welche Faktoren machen laut der Arbeit den Erfolg des Otto-Konzerns aus?
Der Erfolg von Otto basiert auf einer strategisch durchdachten Internetpräsenz, kontinuierlicher technologischer Innovation und einer starken Kundenorientierung innerhalb eines Multichannel-Ansatzes.
- Quote paper
- Ina Neumann (Author), 2003, Interkultureller E-Commerce: Voraussetzungen, Realisierung und Problemfelder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21822