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Homosexualität als Thema in der Jugendliteratur

Title: Homosexualität als Thema in der Jugendliteratur

Examination Thesis , 2002 , 133 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Bock (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Diese Arbeit macht die Struktur des Themas Homosexualität im Bereich der Jugendliteratur sichtbar. Nach allgemeinen Informationen zur Homosexualität und zum Coming-Out-Prozess (historische, soziale und psychologische Aspekte) wird der Frage nachgegangen, wie sich Homosexualität in der Geschichte der Jugendliteratur manifestiert hat. Dabei wird ein Bogen von den Anfängen der Jugendliteratur bis hin zu den ersten Jahren des neuen Jahrtausends geschlagen. Abschließend wird dargestellt, inwiefern Coming-Out-Romane in der Lage sind die sozialen und psychologischen Aspekte eines Outings aufzuarbeiten und dem jugendlichen Leser vor Augen zu führen. Zur Analyse sind dabei über 70 verschiedene Primärtexte untersucht worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HOMOSEXUALITÄT UND GESELLSCHAFT

2.1 GESCHICHTLICHER ABRISS ZUR HOMOSEXUALITÄT

2.1.1 Die Antike: Griechen und Römer

2.1.2 Das Mittelalter

2.1.3 Der Beginn der Neuzeit: Das 16. und 17. Jahrhundert

2.1.4 Von der Aufklärung bis zur Gründerzeit

2.1.5 Die Jahrhundertwende und die Weimarer Republik

2.1.6 Homosexualität im Nationalsozialismus

2.1.7 Die Bundesrepublik Deutschland nach 1945 bis zur Gegenwart

2.2 KONSTRUKTION VON HOMOSEXUALITÄT IN DER HEUTIGEN GESELLSCHAFT

2.2.1 Was ist Homosexualität?

2.2.2 Formen von Homosexualität

2.2.3 Liberalisierung versus Homophobie

2.2.4 Potentielle Existenz von Homosexualität in der Gesellschaft

3. HOMOSEXUALITÄT UND ENTWICKLUNG JUGENDLICHER

3.1 PUBERTÄT

3.2 ADOLESZENZ

3.2.1 Identitätsbildung

3.2.2 Aneignung der Geschlechterrolle

3.2.3 Aufbau und Aufnahme einer intimen Beziehung

3.3 SCHEITERN IN DER ADOLESZENZ

3.4 DER HOMOSEXUELLE BEWUSSTSEINSPROZESS - DAS COMING-OUT

4. HOMOSEXUALITÄT IN DER JUGENDLITERATUR

4.1 DIE HISTORISCHE EBENE

4.1.1 Die Anfänge

4.1.2 Beginn des 20. Jahrhunderts

4.1.3 Der Einfluss der Weimarer Republik

4.1.4 Der zweite Weltkrieg und die restaurativen 1950er und 1960er Jahre

4.1.5 Die Kehrtwende der 1970er Jahre

4.1.6 Die Etablierung des Themas Homosexualität - die 1980er Jahre

4.1.7 Der Trend setzt sich durch – die 1990er Jahre

4.1.8 Die Situation nach der Jahrtausendwende

4.2 DIE METHODISCHE EBENE

4.2.1 Homosexualität in Adoleszenzromanen und problemorientierter Jugendliteratur

4.2.1.1 Variante I: Homosexualität problematisiert dargestellt an Hauptcharakteren

4.2.1.2 Variante II: Homosexualität entproblematisiert dargestellt an Hauptcharakteren

4.2.1.3 Variante III: Homosexualität problematisiert dargestellt an Nebencharakteren

4.2.1.4 Variante IV: Homosexualität entproblematisiert dargestellt an Nebencharakteren

4.2.2 Homosexualität in kurzen Prosawerken der Jugendliteratur

4.2.3 Homosexualität im Kriminalroman für Jugendliche

4.2.4 Homosexualität im zeitgeschichtlichen Jugendroman

4.3 DIE STATISTISCHE EBENE

4.3.1 Homosexualität in der Jugendliteratur seit 1970

4.3.2 Darstellungsbereiche von Homosexualität in der Jugendliteratur

4.3.3 Quantitative Analyse von männlicher bzw. weiblicher Homosexualität

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Darstellung von Homosexualität in der Jugendliteratur vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Wandlungsprozesse und entwicklungspsychologischer Aspekte Jugendlicher. Ziel ist es zu klären, inwiefern sich das Thema seit 1991 enttabuisiert hat und ob Jugendbücher homosexuelle Identitätsfindung unterstützen können.

  • Historische Entwicklung der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Homosexualität.
  • Einfluss gesellschaftlicher Normen auf die Jugendliteratur und deren Protagonisten.
  • Psychologische Aspekte der Identitätsentwicklung und Coming-Out-Prozesse Jugendlicher.
  • Methodische Kategorisierung von Homosexualität in der Jugendliteratur anhand verschiedener Romantypen.
  • Statistische Aufarbeitung der Präsenz homosexueller Themen in der Literatur seit 1970.

Auszug aus dem Buch

Die Antike: Griechen und Römer

Wenn man Homosexualität in den Gesellschaftsstrukturen des antiken Griechenlands und des vorchristlichen, römischen Reiches näher betrachten möchte, so muss man sich lösen von den Kategorien ,Homosexualität’ und ,Heterosexualität’. Diese Kategorien waren in der uns bekannten Form damals nicht existent und wären wahrscheinlich nur partikular auffindbar gewesen. Dennoch finden sich eine Vielzahl von Quellen als Beleg, dass sowohl körperliche als auch emotionale Liebe zwischen zwei männlichen Personen fester Bestanteil des zwischenmenschlichen Handlungsrepertoire sein konnte. In ihrer spezifischen Ausgestaltung unterlag sie sozialen Auflagen, denn nicht jede Art gleichgeschlechtlicher Liebe wurde von der Gesellschaft akzeptiert.

Die am häufigsten auftretende Form von Homosexualität war die sogenannte ,Knabenliebe’. Während wir heute mit dem Wort ,Knabe’ ein nicht geschlechtsreifes Kind assoziieren, umfasste der Begriff früher vielmehr einen geschlechtsreifen Jungen im Alter zwischen 16 bis 20 Jahren. Für den Knaben fungierte der erwachsene Mann als eine Art Mentor, der speziell die Initialisierung des Heranwachsenden fördern sollte. Besonders im Bereich der Tugenden galt der Erwachsene als Vorbild (vgl. Campe, 1988, 15).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die Ausgangsthese von Manfred Berger zur Tabuisierung von Homosexualität in der Jugendliteratur und stellt die methodische Vorgehensweise der Arbeit vor.

HOMOSEXUALITÄT UND GESELLSCHAFT: Dieses Kapitel bietet einen geschichtlichen Abriss über die gesellschaftliche Wahrnehmung von Homosexualität von der Antike bis zur Gegenwart und analysiert aktuelle Konstruktionen.

HOMOSEXUALITÄT UND ENTWICKLUNG JUGENDLICHER: Hier werden entwicklungspsychologische Aspekte der Pubertät und Adoleszenz sowie die Bedeutung des Coming-Out-Prozesses für Jugendliche erläutert.

HOMOSEXUALITÄT IN DER JUGENDLITERATUR: Der Hauptteil analysiert das Thema auf historischer, methodischer und statistischer Ebene und untersucht die Darstellung in verschiedenen literarischen Gattungen.

FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, inwiefern die untersuchte Literatur den Anforderungen an Aufklärung und Identitätsfindung gerecht wird.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Jugendliteratur, Coming-Out, Identitätsbildung, Adoleszenz, Geschlechterrollen, gesellschaftliche Normen, historische Entwicklung, Coming-Out-Roman, Jugendbuch, Aufklärung, psychologische Entwicklung, Subkultur, Diskriminierung, Toleranz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung und den Wandel des Motivs Homosexualität in der Jugendliteratur von 1970 bis 2002 im gesellschaftlichen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische Entwicklung, die psychologische Adoleszenzphase und die methodische Einordnung, wie Homosexualität in verschiedenen literarischen Texten dargestellt wird.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, Bergers These von der Tabuisierung des Themas zu prüfen und zu analysieren, wie Jugendbücher Jugendliche bei der Identitätsfindung unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der historische Analysen mit entwicklungspsychologischen Modellen und statistischen Auswertungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Jugendliteratur und eine methodische Klassifizierung der Darstellung von Homosexualität, z.B. durch Coming-Out-Romane.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Homosexualität, Jugendliteratur, Identitätsbildung, Coming-Out, gesellschaftliche Normen und Adoleszenz.

Welche Rolle spielen Stufenmodelle wie das von Troiden in dieser Untersuchung?

Stufenmodelle dienen als theoretische Grundlage, um den Coming-Out-Prozess von Romanfiguren wie Jim in "Jim im Spiegel" auf seine Realitätsnähe zu überprüfen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "problematisierter" und "entproblematisierter" Darstellung wichtig?

Diese Unterscheidung hilft, die unterschiedlichen pädagogischen Wirkungen der Literatur zu verstehen: Entproblematisierte Darstellungen bieten oft identifikatorische Entlastung, während problematisierte den Coming-Out-Prozess explizit reflektieren.

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Details

Title
Homosexualität als Thema in der Jugendliteratur
College
Technical University of Braunschweig  (Niedersächsisches Landesprüfungsamt für Lehrämter)
Grade
2,0
Author
Oliver Bock (Author)
Publication Year
2002
Pages
133
Catalog Number
V21900
ISBN (eBook)
9783638253994
ISBN (Book)
9783640563951
Language
German
Tags
Homosexualität Jugendliteratur Schwule Literatur Queer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Bock (Author), 2002, Homosexualität als Thema in der Jugendliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21900
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