Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Argumente für und gegen die Einführung von Sozialstandards in der WTO

Title: Argumente für und gegen die Einführung von Sozialstandards in der WTO

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Kuhn (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Zuge wachsender Globalisierung können Interessenskonflikte zwischen verschiedenen Staaten, auftreten. Diese können auch dann in Erscheinung treten, wenn einzelne Länder auf die Ergreifung einzelner Maßnahmen verzichten. Dies betrifft u.a. die Sozialpolitik, deren Ziel es ist, die Wirtschaftssubjekte vor Risiken zu schützen und für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Um Verstöße gegen grundlegende Sozialnormen in anderen Ländern ahnden zu können, fordern einige Industrieländer die Einbeziehung sozialpolitischer Ziele in die Welthandelsordnung. Im Folgenden soll zunächst der Begriff „Sozialstandards“ definiert und die mit ihm verbundene zentrale Rolle der internationalen Arbeitsorganisation (ILO – International Labour Organisation) beschrieben werden. Als weiteres soll die politische Diskussion zur Einführung von Kernarbeitsnormen in der Welthandels Organisation (WTO – World Trade Organisation) in Form einer „Sozialklausel“ beleuchtet werden. Schließlich sollen nach der Betrachtung und Bewertung von Erfahrungen mit einer Sozialklausel ein Fazit gezogen und mögliche Alternativen aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialstandards

2.1 Was versteht man unter Sozialstandards?

2.2 Aktueller Umgang mit Sozialstandards (ILO)

2.3 Probleme in der Umsetzung

3. Sozialstandards und die WTO

3.1 Die WTO kommt ins Spiel

3.2 Argumente für die Einführung von SS in der WTO

3.2.1 WTO als Druckmittel

3.2.2 Unfairer Kostenvorteil durch „social dumping“

3.2.3 Verhinderung eines „race to bottom“

3.2.4 Wohlfahrtsverluste der Industrieländer

3.2.5 Entwicklungspolitische Gründe

3.2.6 Verhandlungspotential

3.3 Argumente gegen die Einführung von SS in der WTO

3.3.1 Die WTO ist das falsche Gremium

3.3.2 „Neuer Protektionismus“

3.3.3 Mangelnde Effektivität einer Sozialklausel

3.3.4 Verlust des komparativen Wettbewerbvorteils

4. Erfahrungen mit einer „Sozialklausel“

4.1 Die allgemeinen Präferenzsysteme

4.2 NAFTA

5. Schluss

5.1 Fazit

5.2 Alternativen

5.2.1 Stärkung der ILO

5.2.2 „Soziale Gütesiegel“ und „Verhaltenskodizes“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kontroverse Debatte um die Integration von Sozialstandards in das Regelwerk der Welthandelsorganisation (WTO). Ziel ist es, die Argumente der Befürworter und Gegner einer sogenannten "Sozialklausel" gegenüberzustellen, ihre praktische Umsetzbarkeit zu bewerten und alternative Ansätze zur Durchsetzung internationaler Arbeitsnormen zu prüfen.

  • Definition und historische Entwicklung von Sozialstandards
  • Analyse der Rolle der ILO und ihrer Instrumente
  • Pro- und Contra-Argumente zur Verankerung von Sozialklauseln in der WTO
  • Evaluation praktischer Erfahrungen (GSP, NAFTA)
  • Diskussion alternativer Instrumente wie Gütesiegel und Verhaltenskodizes

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Verhinderung eines „race to bottom“

Länder mit Sozialstandards, welche im direkten Konkurrenzkampf zu Ländern mit einer schlechteren sozialen Grundbasis stehen, sind aufgrund ihrer daraus folgenden höheren Lohnkosten schlechter gestellt. Um ausländische Investoren anzulocken, könnten diese versucht sein, durch die Abschaffung oder fortlaufende Minimierung ihrer Sozialstandards einen Ausgleich zu schaffen. Somit kann es zu einem regelrecht „ruinösen Wettlauf“ um die kostengünstigsten Konditionen kommen. Das bedeutet aber automatisch eine weitere Verschlechterung der sozialen Bedingungen der Arbeiter. Dieses Vorgehen ist unter dem Begriff „race to bottom“ bekannt geworden. Multinationale Konzerne (MNCs), welche damit drohen in ein anderes für sie günstigeres Land abzuwandern, verstärken diesen Druck zusätzlich. Um nicht in einen solchen Strudel zu gelangen, wäre eine durch Sanktionsdruck auferlegte Grundbasis an Sozialstandards, für alle ein geeignetes Mittel. Arbeitnehmer könnten vor einer sozialen Misere geschützt und auf sozialer Ebene bereits Erreichtes, erhalten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema Globalisierung und den daraus resultierenden Interessenskonflikten bei der Durchsetzung von Sozialstandards.

2. Sozialstandards: Definition der Begriffe und Beschreibung der Rolle der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie deren Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

3. Sozialstandards und die WTO: Zentrale Auseinandersetzung mit dem Für und Wider einer verbindlichen Sozialklausel im Welthandel, inklusive ökonomischer und politischer Argumentationsmuster.

4. Erfahrungen mit einer „Sozialklausel“: Analyse realer Beispiele wie dem General System of Preferences (GSP) und dem NAFTA-Abkommen zur Überprüfung der Wirksamkeit bestehender Klauseln.

5. Schluss: Zusammenfassende Bewertung der Debatte und Darstellung von Alternativen wie der Stärkung der ILO oder der Nutzung von Gütesiegeln.

Schlüsselwörter

Sozialstandards, Welthandelsorganisation, WTO, Sozialklausel, International Labour Organisation, ILO, Kernarbeitsnormen, Globalisierung, Sozialdumping, Protektionismus, NAFTA, Wettbewerbsvorteil, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Mindeststandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Debatte darüber, ob und wie internationale Sozialstandards durch die WTO (Welthandelsorganisation) abgesichert und durchgesetzt werden sollten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle der ILO, die ökonomischen Argumente für eine Sozialklausel im Welthandel, protektionistische Tendenzen sowie reale Erfahrungen mit bestehenden Abkommen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Abwägung der Argumente, ob eine Verankerung von Sozialstandards im WTO-Regelwerk sinnvoll und effektiv ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine theoretische und literaturgestützte Analyse, ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen wie NAFTA und dem GSP.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Argumente für (Druckmittel, Unfairer Wettbewerb) und gegen (falsches Gremium, Protektionismus) eine Sozialklausel sowie deren bisherige Wirksamkeit diskutiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Sozialklausel, Kernarbeitsnormen, Sozialdumping, Globalisierung und Wettbewerbsfähigkeit.

Warum wird die WTO als "falsches Gremium" bezeichnet?

Kritiker argumentieren, dass die WTO primär ein Handelsgremium ist und durch die Einbeziehung sozialpolitischer Ziele Gefahr liefe, ihre eigentliche ökonomische Zielsetzung zu verwässern.

Welche Alternativen zur Sozialklausel schlägt der Autor vor?

Es wird vorgeschlagen, die Rolle der ILO durch stärkere Öffentlichkeitsarbeit zu stärken sowie auf Instrumente wie soziale Gütesiegel und Verhaltenskodizes zu setzen, anstatt den Welthandel mit Sanktionen zu belasten.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Argumente für und gegen die Einführung von Sozialstandards in der WTO
College
Free University of Berlin  (John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien)
Course
Seminar US-Außenwirtschaftspolitik
Grade
1,7
Author
Michael Kuhn (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V21901
ISBN (eBook)
9783638254007
ISBN (Book)
9783638901413
Language
German
Tags
Argumente Einführung Sozialstandards Seminar US-Außenwirtschaftspolitik WTO World Trade Organization Wirtschaftspolitik Außenwirtschaft ILO International Labor Organization
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kuhn (Author), 2003, Argumente für und gegen die Einführung von Sozialstandards in der WTO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21901
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint