Schwerpunkte und Aufgaben der katholischen Soziallehre


Diplomarbeit, 2003

157 Seiten, Note: Sehr Gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 AUFGABEN DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE

2 ALLGEMEINE GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG ZUM BESSEREN VERSTÄNDNIS DER ENTSTEHUNG DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
2.1 NEUZEIT
2.2 FRANZÖSISCHE R EVOLUTION
2.3 INDUSTRIELLE R EVOLUTION
2.3.1 ERSTE PHASE DER INDUSTRIELLEN REVOLUTION
2.3.2 ZWEITE PHASE DER INDUSTRIELLEN REVOLUTION
2.3.3 DRITTE PHASE DER INDUSTRIELLEN REVOLUTION
2.4 HISTORISCHER BEGINN UND ENTSTEHUNG DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
2.4.1 RERUM NOVARUM
2.4.1.1 Die Eigentumsfrage
2.4.1.2 Der Anteil der Kirche an der Sozialreform
2.4.1.3 Die Aufgaben des Staates
2.4.1.4 Die Selbsthilfe der Arbeiterklasse
2.4.2 WÜRDIGUNG
2.4.3 QUADRAGESIMO ANNO
2.4.4 ZIELSETZUNG
2.4.5 ERÖRTERTE PROBLEME
2.4.6 PACEM IN TERRIS
2.4.7 CENTESIMUS ANNUS
2.4.7.1 Ost/West und Nord/Süd Gefälle
2.4.7.2 Industrieländer
2.4.7.3 Privateigentum und Familie
2.4.7.4 Allgemeiner öffentlicher Zuspruch und Kritik
2.4.8 ZUSAMMENFASSUNG DER PÄPSTLICHEN SOZIALENZYKLIKEN

3 SCHWERPUNKTE DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
3.1 BAUPLAN DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
3.1.1 BAUSTEINE UND PRINZIPIEN DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
3.1.1.1 Das Prinzip der Personalität (Menschenwürde)
3.1.1.2 Prinzip der Solidarität
3.1.1.3 Prinzip der Subsidiarität
3.1.1.4 Prinzip des Gemeinwohls
3.1.1.5 Option für die Armen

4 GERECHTIGKEIT
4.1 WAS BEDEUTET GERECHTIGKEIT?
4.2 JUGENDLICHE UND GERECHTIGKEIT
4.3 GESELLSCHAFT UND GERECHTIGKEIT

5 UNTERSUCHUNG

6 HYPOTHESE
6.1 UNTERSUCHUNGSDESIGN UND STICHPROBE
6.2 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
6.2.1 FRAGE 1: BEURTEILEN SIE FÜR SICH DIE FOLGENDEN BEREICHE/UMFELDER IN IHREM LEBEN?
6.2.2 FRAGE 2: WIE FÜHLEN SIE SICH IN DEN VERSCHIEDENEN SOZIALEN BEREICHEN /UMFELDERN?
6.2.3 FRAGE 3: WIE EMPFINDEN SIE „GERECHTIGKEIT“ IN DEN ANGEFÜHRTEN BEREICHEN?
6.2.4 FRAGE 4: WELCHE BEDEUTUNG HABEN FOLGENDE BEGRIFFE IN IHREM GERECHTIGKEITSEMPFINDEN?
6.2.5 FRAGE 5: WIE EMPFINDEN SIE „GERECHTIGKEIT“ IN DEN ANGEFÜHRTEN BEREICHEN?
6.2.6 FRAGE 6: FÜHLEN SIE SICH IN DEN ANGEFÜHRTEN BEREICHEN /UMFELDERN „GERECHT“ BEHANDELT?
6.2.7 FRAGE 7: WELCHE EINFLÜSSE IN FOLGENDEN BEREICHEN STÖREN SIE AM MEISTEN?
6.2.8 FRAGE 8: KREUZEN SIE FOLGENDE FRAGEN NACH DEN KRITERIEN VON 1 BIS 4 AN!
6.2.9 FRAGE 9: WÜRDEN SIE AUFGRUND „UNGERECHTIGKEITEN “ FOLGENDE BEREICHE AUFGEBEN?
6.2.10 FRAGE 10: WELCHER BEREICH HAT FÜR SIE DIE GRÖßTE BEDEUTUNG, WELCHER DIE GERINGSTE?
6.2.11 FRAGE 11: FRAGEN ZU IHREM ALTER!
6.2.12 FRAGE 12: WIEVIEL PERSONEN LEBEN IN IHREM HAUSHALT?
6.2.13 FRAGE 13: FRAGEN ZU IHRER PERSON!
6.3 HYPOTHESENPRÜFUNG
6.4 SCHLUSSFOLGERUNGEN UN D AUSBLICK

7 LITERATURVERZEICHNIS

8 INTERNETADRESSEN

9 ANHANG
9.1 FRAGEBOGEN

10 KURZFASSUNG DER DIPLOMARBEIT
10.1 AUFGABEN DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
10.2 GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
10.3 SCHWERPUNKTE DER KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE
10.4 WAS BEDEUTET GERECHTIGKEIT
10.5 JUGENDLICHE UND GERECHTIGKEIT
10.6 HYPOTHESE UND EMPIRIS CHE ZUSAMMENHÄNGE

Ehrenwörtliche Erklärung

Hiermit erkläre ich, Ing. Martin Tafner, Berufsschullehrer der Landesberufsschu-le Knittelfeld, ehrenwörtlich, die gegenwärtige Diplomarbeit ohne Mithilfe Dritter und nur mit den angegebenen Quellen und Hilfsmitteln angefertigt zu haben.

Alle Erläuterungen und Beschreibungen, wie Zitate und Vergleiche, welche aus den individuellen Quellen und Hilfsmitteln entnommen wurden, sind auch als solche gekennzeichnet.

Die gedanklichen Formulierungen, sowie die schriftlichen Inhalte dieser Arbeit, sind aufgrund meiner intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema und den Diskussionen mit den verschiedensten Menschen, bei denen ich Gehör fand, entstanden.

Diese Arbeit hat mit Gewissheit in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegen.

Die auf dem beigelegten Datenträger vorliegende Datei der Diplomarbeit stimmt mit der gedruckten Ausgabe überein.

Unterschrift

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Aufgaben der Katholischen Soziallehre

Abbildung 2 Waage

Abbildung 3 Augenbinde

Abbildung 4 Schwert

Abbildung 5 Beurteilung Arbe it/Beruf

Abbildung 6 Beurteilung Familie

Abbildung 7 Kreuztabelle Beurteilung Familie

Abbildung 8 Beurteilung Freunde/Bekannte

Abbildung 9 Beurteilung Berufsschule

Abbildung 10 Beurteilung Wirtschaft

Abbildung 11 Beurteilung Freizeit

Abbildung 12 Beurteilung Umwelt/Natur

Abbildung 13 Beurteilung Politik

Abbildung 14 Kreuztabelle Politik und Alter

Abbildung 15 Beurteilung Religion

Abbildung 16 Arbeit/Beruf - wie fühlen Sie sich

Abbildung 17 Familie - wie fühlen Sie sich

Abbildung 18 Freunde/Bekannte - wie fühlen Sie sich

Abbildung 19 Berufsschule - wie fühlen Sie sich

Abbildung 20 Wirtschaft - wie fühlen Sie sich

Abbildung 21 Freizeit - wie fühlen Sie sich

Abbildung 22 Umwelt/Natur - wie fühlen Sie sich

Abbildung 23 Politik - wie fühlen Sie sich

Abbildung 24 Religion - wie fühlen Sie sich

Abbildung 25 Gerechtigkeitsempfinden Arbeit/Beruf

Abbildung 26 Gerechtigkeitsempfinden Familie

Abbildung 27 Gerechtigkeitsempfinden Freunde/Bekannte

Abbildung 28 Gerechtigkeitsempfinden Berufsschule

Abbildung 29 Gerechtigkeitsempfinden Wirtschaft

Abbildung 30 Gerechtigkeitsempfinden Freizeit

Abbildung 31 Gerechtigkeitsempfinden Umwelt/Natur

Abbildung 32 Gerechtigkeitsempfinden Politik

Abbildung 33 Gerechtigkeitsempfinden Religion

Abbildung 34 Fairness im Bereich der Familie

Abbildung 35 Fairness im Bereich der Berufsschule

Abbildung 36 Fairness im Bereich des Berufes

Abbildung 37 Hausordnung in der Berufsschule

Abbildung 38 Sauberkeit am Arbeitsplatz

Abbildung 39 Mülltrennung im Privatbereich

Abbildung 40 Mülltrennung in der Berufsschule

Abbildung 41 Mülltrennung am Arbeitsplatz

Abbildung 42 Verlässlichkeit im Bereich der Familie

Abbildung 43 Verlässlichkeit im Bereich der Berufsschule

Abbildung 44 Verlässlichkeit im Bereich des Berufes

Abbildung 45 Meinungsfreiheit

Abbildung 46 Notengebung in der Berufsschule

Abbildung 47 Verständnis für Jugendliche

Abbildung 48 Finanzielle Gleichbehandlung im Beruf

Abbildung 49 Jugendschutzgesetz

Abbildung 50 Ausgrenzung von Minderheiten

Abbildung 51 Gerechtigkeit und Arbeit/Beruf

Abbildung 52 Gerechtigkeit und Familie

Abbildung 53 Gerechtigkeit und Freunde/Bekannte

Abbildung 54 Gerechtigkeit und Berufsschule

Abbildung 55 Gerechtigkeit und Wirtschaft

Abbildung 56 Gerechtigkeit und Freizeit

Abbildung 57 Gerechtigkeit und Umwelt/Natur

Abbildung 58 Gerechtigkeit und Politik

Abbildung 59 Gerechtigkeit und Religion

Abbildung 60 gerechte Behandlung bezüglich Arbeit/Beruf

Abbildung 61 gerechte Behandlung bezüglich Familie

Abbildung 62 gerechte Behandlung bezüglich Freunde/Bekannte

Abbildung 63 gerechte Behandlung bezüglich Berufsschule

Abbildung 64 gerechte Behandlung bezüglich Wirtschaft

Abbildung 65 gerechte Behandlung bezüglich Freizeit

Abbildung 66 gerechte Behandlung bezüglich Politik

Abbildung 67 gerechte Behandlung bezüglich Religion

Abbildung 68 störende Einflüsse bezüglich Arbeit/Beruf

Abbildung 69 störende Einflüsse bezüglich Familie

Abbildung 70 störende Einflüsse bezüglich Freunde/Bekannte

Abbildung 71 störende Einflüsse bezüglich Berufsschule

Abbildung 72 störende Einflüsse bezüglich Wirtschaft

Abbildung 73 störende Einflüsse bezüglich Freizeit

Abbildung 74 störende Einflüsse bezüglich Umwelt/Natur

Abbildung 75 störende Einflüsse bezüglich Politik

Abbildung 76 störende Einflüsse bezüglich Religion

Abbildung 77 Männer verdienen mehr als Frauen

Abbildung 78 Gerechter Lohn

Abbildung 79 Gerechtigkeit im Elternhaus

Abbildung 80 Gerechte Behandlung durch Familienmitglieder

Abbildung 81 Gerechte Behandlung in der Berufsschule

Abbildung 82 Gerechte Behandlung durch Freunde

Abbildung 83 Gerechte Behandlung durch Mitmenschen

Abbildung 84 Ausbeutung der Umwelt

Abbildung 85 Ausgrenzung von Schwachen und Minderheiten

Abbildung 86 Aufgabe von Arbeit/Beruf aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 87 Aufgabe von Familie aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 88 Aufgabe von Freunde/Bekannte aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 89 Aufgabe von Berufsschule aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 90 Aufgabe von Wirtschaft aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 91 Aufgabe von Freizeit aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 92 Aufgabe von Umwelt/Natur aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 93 Aufgabe von Religion aufgrund Ungerechtigkeiten

Abbildung 94 Bedeutung Arbeit/Beruf - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 95 Bedeutung Familie - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 96 Bedeutung Freunde/Bekannte - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 97 Bedeutung Berufsschule - von 1sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 98 Bedeutung Wirtschaft - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 99 Bedeutung Freizeit - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 100 Bedeutung Umwelt/Natur - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 101 Bedeutung Politik - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 102 Bedeutung Religion - von 1 sehr wichtig bis 9 nicht wichtig

Abbildung 103 Alter der Befragten

Abbildung 104 Personen im Haushalt

Abbildung 105 Männlich/Weiblich

Vorwort

Die Bearbeitung des Diplomarbeitsthemas, wie es sich mir von der Thematik offenbart, ist für mich und für die Gemeinschaft in der ich lebe, von großer Bedeutung. Viele der spannenden Inhalte und Prinzipien spiegeln sich in meiner beziehungsweise unserer unmittelbaren Umgebung wider. Mein Hauptinteresse an dem Thema bestand in der Aufarbeitung der Sichtweise der Institution Kirche, ihren Inhalten, dem allgemeinen Zusammenleben in der Gemeinschaft und übergeordnet das Zusammenleben in der Gesellschaft.

Als Kerninteresse verfolgte ich in meinen Untersuchungen, bei der Beleuc htung der ethischen Werte und der sich wandelten Sichtweisen der Gesellschaft, be-sonders den Wert der Gerechtigkeit. Mit diesem Wert steht oder fällt eine har-monische Gemeinschaft. Mit ihm steht oder fällt die Gesellschaft oder der Staat.

Ich danke allen Damen und Herren, die mir bei der Umsetzung meiner Gedan-ken behilflich waren und mich und meine Ideen schätzen gelernt haben. Mein Dank gilt vor allem meinem Erstbetreuer Herrn Mag. Dietmar Krausneker. Er war stets bereit meine eigenwilligen Handlungsweisen zu akzeptieren und war mir bei der Umsetzung der Arbeit überaus behilflich. Weiters bedanke ich mich bei Herrn Mag. Manfred Sturm, der mir ebenfalls bei der Entwicklung der Arbeit behilflich war. Ich bedanke mich auch bei all den Menschen, die mit mir und meiner eigenwilligen Person und meinen emotionalen Beteiligungen am Thema zurande kamen. Ich danke auch meiner Familie, die mit meiner Abwesenheit in diesem Studienjahr leben musste.

Ich danke für die Bereitschaft und Toleranz meiner Frau, meinen fast erwach-senen Söhne, mit ihrem niemals endenden Humor, bei der Bewältigung aller auftretenden Schwierigkeiten, nicht nur in diesem Studienjahr, sondern ich nut-ze diese Möglichkeit mich bei all denen zu bedanken, die meinen zweiten Bil-dungsweg bis hierher mitunterstützt und meine vergangenen zehn Jahre beglei-tet haben.

1 Aufgaben der Katholischen Soziallehre

Die Kirchen nehmen von sich aus eine parteipolitisch neutrale Stellung ein und sind von wirtschaftlichen, politischen und sozialen Systemen, nach eigener Ein-schätzung, unabhängig. Die Vergangenheit der Katholischen Kirche zeigt, dass sie aufgrund ihrer Eigenständigkeit und Unabhängigkeit die verschiedensten Systeme mit weltlichen Institutionen gelebt und die meisten davon überlebt hat. Die Katholische Kirche versucht die weltlichen Institutionen anzuerkennen, ihre Botschaft nach der Katholischen Soziallehre zu verkünden und zu leben. Die Katholische Kirche versucht weiters als tiefe Kernaufgabe, das diesseitige Heil des Menschen mit dem jenseitigen zu verknüpfen. Nicht als Zwang werden Heilsverkündigungen dem Menschen nähergebracht, sondern nach den weltli-chen Bedür fnissen, Lebensweisen und Lebensformen. Entscheidend ist, ob der Mensch nach seinem Gewissen lebt, oder ob er sich über Werte, Normen und Regeln der Kirche und im weiteren auch der der Gesellschaft hinwegsetzt.

Der Mensch als Einzelindividuum in der Familie, der Gesellschaft und im Beruf steht im Mittelpunkt der Katholischen Kirche. Seine gelebte Gerechtigkeit in den genannten sozialen Bereichen ist ein Anliegen der Gemeinschaft der Katholi-schen Kirche. Werden Abweichungen und Veränderungen sichtbar, so versuc ht die Kirche dort, wo Ungerechtigkeiten passieren, die Stimme zu erheben und den Dialog zu führen. Die Kirche sucht zugleich nach Lösungsansätzen, die einzelnen Menschen bei deren mannigfaltigen Problemen behilflich sind, damit sie bei sittlichen Handlungsweisen moralisch unterstützt werden. Diese Orien-tierungen gelten als ehrbar und edelmütig, können jedoch in verschieden Berei-chen und Institutionen nur sehr schwer eingehalten, beziehungsweise gelebt werden. Zu sehr verleiten politische, wirtschaftliche und auch soziale Sachlagen zu unrechtem Handeln. Die Kirche ist sich dessen bewusst und stellt hier nicht nur den Menschen in ihren Mittelpunkt, sondern übt darüber hinaus Kritik an gesellschaftlichen, politischen, wie sozialen Missständen. Die Katholische Kir-che geht auf die wandelnde Gesellschaft zu und bringt fundierte Grundsätze für mensche nwürdige Ordnung. Die Gebiete umfassen global jene von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat. Hier muss angemerkt werden, dass die Katholische Kirche darüber hinaus versucht, in politisches Tagesgeschehen nicht essentiell einzugreifen. Sie versucht durch Gespräch und Diskussion auf gegenständliche Probleme aufmerksam zu machen, ohne im Grundgedanken eine politische Grundhaltung oder Position einzune hmen. Als neutraler Betrachter verwehrt sie sich nicht Kritik einzubringen und im Sinne der Katholischen Soziallehre Stel-lung zu beziehen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Aufgaben der Katholischen Soziallehre Grundwerte

Johannes Schasching1 formuliert eine dreifache Aufgabe der Katholischen So-ziallehre:

Vorlegung von Grundsätzen für eine gerechte Wirtschafts- und Sozialord-nung.

Erhebung ihrer kritischen Stimme, wo in der Gemeinschaft die Menschenwürde verletzt wird.

Positive Mitwirkung, wo ihre Grundsätze in der Praxis verwirklicht werden.

Als wesentliche Inhalte der Katholischen Soziallehre nennt Ernst Leuninger2:

- Die Sozialverpflichtung des Eigentums.
- Chancen und soziale Gerechtigkeit.
- Wahrung der Rechte der Frau.
- Weltweite Verteilung von Wirtschaftsgütern und Ressourcen.
- Mitverantwortung und Mitbestimmung im Unternehmen.
- Der Interessenausgleich zwischen Kapital und Arbeit.
- Schutz der Familie.
- Eigentumsbildung in Arbeitnehmerhand.

Der Versuch der fortwährenden Anpassung auf veränderte gesellschaftliche Strukturen und Systeme ist ein sich evaluierender Prozess der Katholischen Kirche unter der Berücksichtung philosophischer oder empirischer Betrachtungsweisen. Die Ansätze in der Katholischen Soziallehre beruhen auf einer sozialen Botschaft, die die Katholischen Kirchen

„...auf der Grundlage des biblischen Ethos in wachsender Gemeinschaft im gesellschaftlichen Raum geltend machen, ist das Ergebnis der Reflexi-on über menschliche Erfahrungen in verschiedenen geschichtlichen Situa-tionen, Epochen und Kulturen. Die christliche Soziallehre ist daher kein abstraktes System vom Normen. Sie entspringt vielmehr der immer wieder neuen Reflexion auf die menschlichen Begebenheiten und Ereignisse im Wandel der Geschichte und in der Gegenwart, im Licht des christlichen Menschenbildes. Sie gibt keine technischen Lösungen und konkreten Handlungsanweisungen, sondern vermittelt Perspektiven, Wertorientie-rungen, Urteils- und Handlungskriterien. Sie hat sowohl prophetische, wie kritische, aber auch ermutigende, versöhnende und heilende Funktio-nen."3

Es wird durch diese Erläuterung der Katholischen Sozialehre eine moderne und aufgeschlossene Denkweise zu den individuellen Themen des Lebens und der Gesellschaft sichtbar. Der einzelne Mensch, der nach Möglichkeiten der Orien-tierung Suchende, findet sich in diesen Ansätzen. Der gläubige nach den Na-turwerten lebende Mensch schließt den Kreis zu den Geboten Gottes- und der Nächstenliebe. Es ist die Grundnorm, schreibt Ernst Leuninger4, in der sich das biblische Ethos als Gemeinschaftsethos auf den Begriff bringen lässt.

Die Aufgabe der Katholischen Soziallehre besteht im Wesentlichen darin, christ-lich denkende Menschen zu erfassen und ihnen, je nach deren familiären, ge-sellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen, Perspektiven und Aussichten zur Ent- und Weiterentwicklung zu bieten. Christen und Men-schen im christlichem Sinne müssen in hoch entwickelten Wirtschafts- und So-zialsystemen der westlichen Welt ebenso wie in unterentwickelten, oder diktato-risch geführten Ländern, Möglichkeiten der sozialgesellschaftlichen Entwicklung in der Katholischen Soziallehre finden und darüber hinaus im geistigen Inhalt der Soziallehre eine Erweiterung ihrer Persönlichkeit erfahren.

„...was sich aus der Offenbarung Go ttes und den Erkenntnissen der menschlichen Vernunft über die Ordnung der menschlichen Gesellschaft im Ganzen und in ihren Einzelbereichen an Grundsätzen entnehmen lässt. Praktische Vorschläge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme können sich an diesen Grundsätzen sicher orientieren.“5

2 Allgemeine geschichtliche Entwicklung zum besseren Verständnis der Entstehung der Katholischen Soziallehre

2.1 Neuzeit

Durch die Finsternis der realen politischen Wirklichkeit der letzten Jahrhunderte konnte sich eine Katholische Soziallehre nicht wirklich ausbreitend entfalten und dem Menschen in seiner Not und seinem Leid beistehen. Soziale Werke und Ideen waren nur schwer am Menschen praktisch umzusetzen, da sich die Kir-che politisch und sozial an den weltlichen Machthabern orientierte. Anhäufung von Gütern, Besitz und Reichtum und die gelenkte Zurückhaltung von Wissen in den unterschiedlichsten wissenschaftspolitischen Bereichen sicherten über vie-le Jahrhunderte die Machtstruktur der Kirche. Dennoch hat es innerhalb der Katholischen Kirche immer wieder Menschen gegeben, die die christlichen Wer-te im täglichen Leben umsetzten.

Einer der schillernsten und beispielgebensten Persönlichkeiten dieser Zeit ist Franziskus von Assisi (Francesco d`Assisi, Italiener, geb. 1181 oder 1182, gest. 3.10.1226, mit eigentlichem Namen Giovanni Bernardone). Der vor der Neuzeit (1500) in Assisi (Italien) lebende Heilige stammte aus wohl-habender, wenn nicht reicher italienischer Familie. Nach schwerer Krankheit und Bekehrungserlebnissen pflegte er Aussätzige und führte das Leben ei-nes Bettlers. Ab 1209 schlossen sich ihm einige Gefährten an. Er verpflich-tete sie als „Mindere Brüder“ zum Dienst an der Menschheit und der Kirche in Armut und Buße. 1212 gesellte sich durch die Bekehrung der adeligen Klara von Assisi eine Schwesterngemeinschaft hinzu. Über die eigenen Gemeinschaften hinaus zog Franziskus von Assisi Frauen und Männer in seinen Bann, die sich im Dritten Orden zusammenfanden. Franziskus von Assisi bewirkt ein neuartiges Denken in der Kirche. Ein Naturgefühl entsteht (Liebe zur Natur). Die positive Bewe rtung der Gesamtheit des Lebens kommt im „Buch der Natur“ zum Ausdruck und wird der Bibel zur Seite ge-stellt. Es wird ab diesem Zeitpunkt die Bibel nicht nur theoretisch gelernt, sondern das Werk Gottes und die Natur lieben und verstehen gelernt. Fran- ziskus von Assisi trat zu jener Zeit, als einziger Mann von Bedeutung, öffentlich gegen die Durchführung der Kreuzzüge auf.6

Franziskus von Assisi ist beispielgebend für den Mut selbsttätig Elemente, die sich auf die Gesellschaft und die Natur beziehen, zu erforschen. In seiner Per-son verkörpern sich die Individualität und Kreativität selbständig denkender Menschen. Er ist Symbol für Menschen, die im Alleingang den rechten Weg finden und gehen.

Mit Beginn der Neuzeit (1500), im Besonderen durch revolutionäre Entdeckungen, wird ein breiter neuer Horizont mit Perspektiven, die dem Menschen Schritt für Schritt die Aussicht freieren Denkens bescheren, ermöglicht.

Beispiele:

- Columbus; Entdeckung Amerikas (1492) - die Erde besitzt nun nach- weislich eine Kugelform.
- Galileo Galilei; Entdecker von Naturwissenschaften, Anomalie des Was- sers.
- Kepler, Kopernikus; nicht die Erde ist Mittelpunkt unseres Sonnensys- tem, sondern die Sonne.
- Gutenberg; Erfindung des Buchdruckes - Lesen und Schreiben wird vie- len Menschen zugänglich.
- Michelangelo; Künstler, Maler - Fresken in der Sixtinischen Kapelle.
- Martin Luther; Reformator und Pädagoge; seine Abhandlungen über Rethorik sind bis heute gültig.

Starke Zurückhaltung der Kirche und konservative Denkweisen der Denker und Philosophen dieser mächtigen Institution verhindern ein rasches Vorwärtsschreiten neuer Ideen im Sinne sozialerem Handeln gegenüber menschlichen Bedürfnissen und dem Menschsein im Besonderen.

Hier darf eine Einseitigkeit der Betrachtungsweisen nicht erfolgen, da die Institution der Kirche immer aufgeschlossen neuen Ideen gegenüber gestanden ist. Die Diskussionen verfolgen zu jener Zeit zwei unterschiedliche Strömungen. Einerseits offen in wissenschaftliche Zielrichtungen, wie der Erforschung der Anatomie des Menschen, oder der Gestirne und Umlaufbahnen und die dazu notwendige mathematische Beweisführung. Andererseits duldet die Kirche kei-ne Querverbindungen zu ideologischen Themen, welche die Autorität der mäch-tigen Institution in Frage stellt.

Beispiel:

„Kopernikus ... der tatkräftigen Unterstützung einer Reihe von Kardinälen, einschließlich des zukünftigen Papstes Urban VIII. und der führenden Ast-ronomen der Jesuiten. Bis zu dem verhängnisvollem Jahr 1616 (Gerichts-prozess gegen Galilei) war die Erörterung des kopernikanischen Systems (Sonne, nicht die Erde ist Mittelpunkt des Universums) nicht nur erlaubt, sondern wurde von ihnen sogar gefördert - unter der einzigen Bedingung, dass sich die Diskussion auf das rein Wissenschaftliche beschränke und nicht gegen die Theologie verstoße. Ein Brief des Kardinals Dini an Galilei aus dem Jahr 1615 umriss die Sachlage kurz und eindeutig: >Man darf ungehindert alles schreiben, solange man außerhalb der Sakristei bleibt<.“7

Hier wird verdeutlicht, dass die Katholische Kirche in allen geschichtlichen Ab-schnitten eine breite Basis für kreative Auseinandersetzungen offen lässt, so-lange ihre Machtstruktur nicht gefährdet scheint. Stetige Weiterentwicklung der Gerechtigkeit für die Ideen des einzelnen Menschen und wieder starke Einbrü-che, die in Vernichtung und Ausbeutung enden, beschreiben die vergangene Zeit der Kirche und den Versuch, Gerechtigkeit an der Menschheit zu üben.

In dieser Zeit gelangt die Kolonialisierung der eroberten Welt durch weltliche Herrscher und die Aufteilung der Erde durch die Kirche zum Höhepunkt. Die Missionstätigkeiten, die Versklavung der Bevölkerung in den unendlichen Weiten der Erdkugel, dauern viele Jahrhunderte an. Diesem Abschnitt der Ge- schichte (Neuzeit; 1500) ist der Aufbruch der Kirche und der Gesellschaft zuzuordnen. Ein neues Verständnis zum Menschsein wird geboren.

Der Weg zu einer übersichtlicheren und differenzierteren Betrachtungsweise der sozialen und zwischenmenschlichen Grundbedürfnisse ist weit. Durch die Komplexität und Vielschichtigkeit der gesellschaftlichen Strukturen dauert es viele Jahrhunderte, um Veränderungen herbeizuführen.

Nicht die Macht ist der Mittelpunkt allen Seins, sondern der Mensch.

2.2 Französische Revolution

Mit dem Jahre 1776 und der Erringung der Unabhängigkeit Amerikas werden neuartige Ideale und Ideen in die Welt hinausgetragen. Vorausgegangen ist der Freiheit Amerikas ein blutiger Bürgerkrieg, der viele Opfer fordert. Durch die Unterstützung und Mithilfe Frankreichs wird die Absetzung der Kolonialherrschaft Großbrita nniens in Amerika möglich.

Auswirkungen auf die Gesellschaft:

- Freiheit
- Gleichheit
- Brüderlichkeit

Dies sind die neuen Gedanken in den Köpfen der Menschen, die von Amerika nach Europa aus dem Befreiungskrieg von 1776 zurückkehren.

Dem Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen der amerikanischen Siedler gegenüber der Imperialmacht Großbritannien ist es zu verdanken, dass die neuen Ideale in die Welt hinausgetragen werden.

Die Menschen in Europa werden folgend auf ihr eigenes Leid und ihre Not auf-merksam. Die Ausbeutung der Bevölkerung durch machthungrige Imperialisten führen im ausgehenden 18. Jahrhundert zu einem überaus starken Ungleich-gewicht zwischen armen und reichen Menschen. Die geringe Anzahl reicher Menschen, wie Angehörige von Königshäusern, Adelige, Großgrundbesitzer, Geschäftsleute, führen ein extravagantes Leben auf Kosten der Gesamtheit der Bevölkerung. Die breite Bevölkerung besteht überwiegend aus Bauern und Ta-gelöhnern. Steuerbelastungen in übergroßem Ausmaß führen in die Verar-mung. Hungersnöte, Krankheiten, Ausbruch von Seuchen sind die Folgeer-scheinung.

Das Unverständnis und die Überheblichkeit der Reichen und Herrschenden gegenüber der Bevölkerung von Frankreich kommt im Ausspruch Maria Antoi-nettes, der Tochter Maria Theresias und Frau Ludwig XVI. von Frankreich, zum Ausdruck: >die Menschen sollen Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben<. Die Ignoranz der Mächtigen und das Elend des Volkes führen unweigerlich in die Französische Revolution von 1789. Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit bringen Bürgerkriegszustand und langjähriges Morden. Die Wirren der Franzö-sischen Revolution, die Entmachtung der Monarchie, die Suche nach Schuldi-gen, die gerechte Bestrafung im Sinne des damaligen Umschwunges und der neuen Gedanken, befördern viele Menschen vom Leben zum Tode. Die be-rühmteste Erfindung jener Zeit, die der Zuführung der „gerechten Strafe“ dient ist die Guillotine, ein mit einem Fallbeil arbeitendes Hinrichtungsgerät.

Die Französische Revolution ist der Beginn einer weitreichenden gesellschaftli-chen Veränderung. Ein Neubeginn und Erneuerung von gesellschaftlichen Strukturen werden möglich. Sozialere Wege für das Menschsein eröffnen sich.

Darauf folgende Veränderungen führen in gesellschaftspolitischen Bereichen zur Veränderung in demokratische Regierungs- und Staatsformen.

„Die Französische Revolution hatte wesentlichen Einfluss auf das Verhältnis der Kirche zur modernen Welt und damit auch die später ausformulierte Katholische Soziallehre. Sie wirft ein erhellendes Licht auf die untersuchte Thematik. Der systematische Blickwinkel, unter dem ich das Verhältnis der Kirche zur Demokratie analysiere, ist dabei die Diskrepanz von Tat und Wort. Die Option, die ich zur Lösung dieses Problems vorschlage, ist die „Demokratisierung“ der Kirche.“8

Am 11. Juni 1789 wird die Deklaration der Menschenrechte unterschrieben.

Entscheidende Artikel der Deklaration der Menschenrechte vom 26. August 1789 für die demokratische Weiterentwicklung sind:

„Artikel 1

Die Menschen sind frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es. Die gesellschaftlichen Unterschiede dürfen nur im gemeinen Nutzen be-gründet sein.

Artikel 2

Der Ursprung aller Souveränität liegt wesenhaft in der Nation. Keine Körperschaft und kein einzelner darf eine Gewalt ausüben, die nicht ausdrücklich von ihr ausgeht.

Artikel 3

Das Gesetz ist der Ausdruck des allgemeinen Willens. Alle Bürger sind berechtigt, persönlich oder durch ihre Vertreter an einer Gestaltung mit-zuwirken. Es soll für alle das gleich sein, mag es nun beschützen oder be-strafen. Da alle Bürger in seinen Augen gleich sind, können sie nach ihrer Fähigkeit gleichermaßen zu allen öffentlichen Würden, Stellen und Ämtern zugelassen werden, ohne anderen Unterschied als den ihrer Tugenden und ihrer Talente.“9

- Zu Artikel 1

Der Mensch ist grundsätzlich von Geburt aus gleich und frei. Es gibt keine Privi-legien von Geburt her. Im Dienste der Allgemeinheit werden jedoch Unterschie-de von Gesetz wegen erlaubt. Dies wäre z. B. bei der Belegung von öffentlichen Ämtern der Fall.

In diesem Bereich werden sehr wohl Privilegien an Personen vergeben, die sich von denen der Allgemeinheit markant unterscheiden; Diplomaten genießen weitgehend Immunität.

- Zu Artikel 2

Ohne Körperschaften und Einzelpersonen ist kein politisches Handeln in einem Staat möglich.

- Zu Artikel 3

In diesem Artikel wird ein erstes Ziel verdeutlicht. Es wird die Gewaltentrennung formuliert, die die Grundlage einer Demokratie ausmacht. Gesetzgebung, Re-gierung und Gerichtsbarkeit werden getrennt und als unabhängig erklärt. In die-sem Artikel wird der Fortschritt der damaligen Zeit überaus deutlich sichtbar. Der Wert des Menschen wird in Funktionen festgelegt. Dem Individuum kommt zunehmend mehr Bedeutung zu. Der einzelne Mensch wird ab diesem Zeit-punkt immer mehr der Mittelpunkt aller Überlegungen und Handlungen in der Gesellschaft.

2.3 Industrielle Revolution

Nach den industriellen Veränderungen in den vergangenen zweihundert Jahren wird deutlich, dass mit den technischen Errungenschaften ein Ausverkauf der Ressourcen unserer Erde stattfindet. Ein Umdenken wird für die Zukunft not-wendig.10

2.3.1 Erste Phase der Industriellen Revolution

Die Industrielle Revolution beginnt im 19.Jahrhundert aufgrund der ungerechten Verteilung von Energie und Kapital. Eigentümer, Großgrundbesitzer und Adelige besitzen als kleiner Anteil der Bevölkerung das erwirtschaftete Kapital. Gerechte Umverteilung ist nicht gewollt und politisch nicht durchführbar.

Arbeiter organisieren sich, gründen Gewerkschaften und beginnen eine lang andauernde Revolution, die zu stetigen Verbesserungen der sozialen, sowie gesundheitlichen Verhältnisse führen.

2.3.2 Zweite Phase der Industriellen Revolution

Im zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts gelangt die Industrielle Revolution an ihre Höhepunkte. Umverteilung des Kapitals wird möglich. Soziale Errungen-schaften erhöhen den Lebensstandard. Die Aufgabe der Industriellen Revoluti-on besteht ab diesem Zeitpunkt in der Überwindung des Engpasses an Information und Bildung. Durch diese Veränderungen wird die Steigerung der Güter und das Angebot an Dienstleistungen im Hinblick auf die Gestaltung eines erfüllten Lebens erhöht.

2.3.3 Dritte Phase der Industriellen Revolution

In der derzeitigen Zusammensetzung unserer Wirtschaft und ihrer ideologi-schen Ansätze in der westlichen Welt besteht die Gefahr der Verselbständigung der organisatorischen, politischen und technischen Apparate. Freie Marktwirt-schaft ist Wettkampf. Durch die Ablehnung der Gemeinnützigkeit der wirtschaft-lichen Institutionen kommt es zu ineffizienten und einseitigen Überangeboten, die künstlich über mediale, wie werbewirksame Methoden an den Kunden ge-bracht we rden.

Die daraus folgende Entwicklung führt nicht in ein erfülltes Leben für die Menschheit, sondern in einen Wettlauf um den Abbau der Ressourcen unserer Erde. Die Energie und das Kapital unseres Planeten wird zeitlich gesehen er-schöpft.

Die kommende Industrielle Revolution muss unter Berücksichtigung einer kur z-fristigen, einer mittelfristigen und einer langfristigen Sichtweise erfolgen:

- Behüten und Bewahren; heißt die Verhinderung des Schlechterwerdens der gegenständlichen Situation (Symptombehandlung)
- Heilen; heißt die Überwindung und Bewältigung der die Krise verursa- chenden Faktoren (Ursachenbehandlung).
- Erneuern; heißt ein neues Verständnis für die Entwicklung und der sich in ihr entfaltenden menschlichen Existenz (Präventivbehandlung).

2.4 Historischer Beginn und Entstehung der Katholi- schen Soziallehre

Die neuzeitliche Entwicklung der Katholischen Soziallehre, oder auch Sozial-ethik genannt, beginnt mit der industriellen Veränderung in den Jahren des 19. Jahrhunderts.11 Dieser Zeitabschnitt ist in der Ära der Industriellen Revolution angesiedelt.

Diese geschichtliche Phase bringt unterschiedliche gesellschaftliche Probleme zu Tage, sodass soziale Institutionen dieses Abschnitts aufgerufen sind, sich der Fragen, welche die technischen Veränderungen und Errungenschaften her-vorbringen, anzunehmen. Die stark wachsenden Industriegesellschaften in Mit-teleuropa und Nordamerika entzweien die Gesellschaft in höchster Ausdehnung und das Gefälle zwischen Reich und Arm wächst in unüberschaubarem Aus-maß. Die menschlichen Bedingungen und die Nöte des Alltags der arbeitenden Bevölkerung führen zu großen Missständen und unbegreiflichem Leid.

Gründungen von Gewerkschaften, aufgrund von Protesten und Druck der Arbei-ter, führen zu stetigen Veränderungen. Netze von Sozialstrukturen werden kon-tinuierlich geknüpft. Diese Veränderungen verbessern die Bedingungen der Belegschaft von Industrieunternehmen. Hygiene- und Gesundheitsbedingungen finden in der Gründung von Krankenhäusern ihre stetige Verbesserung. Wis-senschaftliche Entdeckungen in der Medizin bringen nicht nur punktuelle, son-dern bleibende und steigende Fortschritte für die Volksgesundheit. Die Errich-tung von Wohnungen für Industriearbeiter sorgt für weitere Steigerungen im Wohlbefinden des einzelnen Menschen, der Familie und der Gesellschaft.

Dieser Abschnitt in der Entwicklungsgeschichte der Gesellschaft bringt neue Gedanken und Strömungen in verschiedene wissenschaftliche Bereiche. Vertie-fungen in soziologische Strukturen sorgen für weitere Veränderungen in der gemeinnützigen Zusammenstellung der Gesellschaft. Durch die Auseinander-setzung mit dem Individuum, der Familie und deren Verknüpfungen, kommt es zu neuen Philosophien und Erkenntnissen, die zu radikalen Umgestaltungen führen.

- Die Umverteilung der erarbeitenden wirtschaftlichen Güter,
- die Gleichwertigkeit und Aufwertung der einzelnen Persönlichkeit,üdie Würdigung der erbrachten Leistungen im Bereich der Arbeit,
- die ersten gedanklichen Schritte zur Gleichbehandlung und Gleichstel- lung der Frau,
- die Ideen von Chancengleichheit in der Ausbildung und im Fortschreiten des Menschen, bringen eine Neugestaltung der politischen Ebenen und Strukturen. Demokratisierungen in den jeweiligen Ländern schreiten weiter. Revolutionen führen über sozial hochgestellte Ideale in kommunistische Diktaturen:

„Karl Heinrich Marx, geboren am 5. 5.1818, in Trier, gestorben in London, am 14. 3.1883, war deutscher Philosoph und Nationalökonom. Einer jüdi-schen, 1824 zum Protestantismus übergetretenen Familie entstammend, arbeitete Marx nach dem Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte 1842/43 (bis zu ihrem Verbot) als Mitarbeiter und Redak-teur bei der Rheinischen Zeitung. In seinen letzten Lebensjahren fand Marx seine Anerkennung als führender Vertreter des wissenschaftlichen Sozialismus (Marxismus).“12

Karl Marx erstellt Zukunftsentwürfe und versteht den Kommunismus;

„...als positive Aufhebung des Privateigentums, als menschliche Selbstent-fremdung und darum als wirkliche Aneignung des menschlichen Wesens durch und für den Menschen, die die wahrhafte Auflösung des Wider-streits zwischen dem Menschen und der Natur und mit dem Menschen sei. Damit will Marx damals kein Ziel der menschlichen Entwicklung be-schreiben, sondern die wirkliche Bewegung, die den jetzigen Zustand auf-hebt.“13

Karl Marx gilt mit seinen Lehren und wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber im Wesentlichen mit seinen Idealen, als Begründer des Kommunismus. Er sah in seinem Weltbild durch Beobachtungen und Studien, seinem politischen Engagement und durch die immer wieder aufkeimenden Revolten seiner Zeit, wie dem Bürgerkrieg in Frankreich (1871), dass nur eine gesamtheitliche Veränderung der politischen, wie gesellschaftlichen Struktur, eine Verbesserung der Verhältnisse in der Gesellschaft herbeiführen kann.

„In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer ma-teriellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktions-verhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewusstseinsformen entsprechen. Die Produktionsphase des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politi-schen und geistigen Lebensprozess überhaupt. Es ist nicht das Bewusst-sein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt. Auf einer bestimmten Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, in- nerhalb sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Pro- duktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um.“14

Für Wolfgang Mantl15 verdeutlicht Karl Marx nicht nur die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft durch unternehmerisches Wirken, sondern weist gleichzeitig auf materielle Vereinnahmung des Einzelnen hin, die seiner Meinung nach Widersprüche im gesamtgesellschaftlichen Dasein bewirkt und die Gesellschaft in seiner sozialen Zusammensetzung verändert.

Der Name Karl Marx, die Sozialisierung und der Kommunismus stehen im direkten Zusammenhang großer Veränderungen und Revolutionen im ausgehe n-dem 19. Jahrhundert und Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Übernahme der Ideale, aber auch die gesteckten Ziele zur Gründung einer besseren Gesellschaft in einem neuen Staat mobilisieren die Menschen.

In dieser Situation findet sich die Kirche im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder. Arbeiter wenden sich verstärkt von der Kirche als Institution und Macht-gebilde ab. Ab dieser Phase sieht sich die Kirche gefordert und aufgerufen, die Probleme und Anliegen der arbeitenden Bevölkerung anzunehmen, wissen-schaftlich aufzuarbeiten und zu beleuchten, um mit entsprechenden Ideen und Leitbildern an der Gemeinschaft der Gesellschaft, im Sinne der Inhalte der Kir-che, zu bauen.

Marx provoziert mit seinen Idealen, vor allem mit seinen revolutionären Gedanken, die politisch und wirtschaftlich regierende Klasse und fo rdert die großen weltlichen und kirchlichen Institutionen heraus.

Hier ist auch anzumerken, dass ohne Gegensätzlichkeiten, Widersprüche n und Provokationen in politischen, wirtschaftlichen, wie gesellschaftlichen Bereichen generell keine Veränderungen möglich werden. So muss auch jene Kritik Geltung haben, dass ohne Karl Marx, dem Sozialismus und dem Kommunismus, eine Weiter- und Neuentwicklung der christlichen Soziallehre der Kirche nicht möglich geworden wäre.

2.4.1 Rerum Novarum

Papst Leo XIII.16 behielt es sich in seinem Pontifikat (1878 - 1903) vor, zu den neuen sozialgesellschaftlichen Strömungen Stellung zu beziehen. Annäherung der Kirche an staatliche Demokratien waren die ersten Schritte. Grundsatzideen wie Gleichheit und Freiheit, die der Französischen Revolution entsprangen, wurden abgelehnt, da sie dem grundsätzlichen und hierarchischen Denken und Wirken der Kirche nicht entsprachen. Mit der Herausgabe der ersten großen Sozialenzyklika „Rerum Novarum“, das zur Lösung der sozialen Frage beitra-gen soll, beginnt eine neue Ära für die Katholische Soziallehre. Mit „Rerum No-varum“ veröffentlicht Papst Leo XIII. am 15.5.1891 das entscheidende Schrei-ben, worin die Kirche in offizieller Mission auf die Anliegen der Arbeiter eingeht und versucht, die sozialen Nöte der einkommensschwachen Menschen jener Zeit aufzuzeigen, um unterstützend wie karitativ entgegenzutreten. Der Papst beschreibt in dieser Enzyklika die primären Fragen und will Wege zur Lösung der neuen gesamtgesellschaftlichen Inhalte aufzeigen.

Ein entscheidender Faktor für das Entfernen des Menschen von der Kirche der damaligen Zeit ist, dass der Sozialismus konkrete Lösungsvorschläge für den einzelnen Menschen in der Gemeinschaft und der Gesellschaft schafft:

- Gewerkschaften binden den Menschen an sich (Sicherheit, Anerken- nung, Selbstverwirklichung).
- Unternehmungen verwirklichen Ideen wie:
- Essen in Großküchen (Grundbedürfnisse), Ø Sicherung der Arbeitsplätze (Sicherheit),
- Verbesserung der allgemeinen Gesundheit durch Gründung von Werksspitälern (Grundbedürfnissen).

Die schrittweisen Veränderungen bewirken Besserungen der Lebensbedingun- gen arbeitender Menschen.

„Rerum Novarum verbindet eine durchaus scharfe Kritik der damals herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse mit einer ebenso scharfen antisozialistischen Position.“17

„Der Geist der Neuerung der seit langem durch die Völker geht, musste, nachdem er auf dem politischen Gebiete seine verderblichen Wirkungen entfaltet hatte, folgerichtig auch das volkswirtschaftliche Gebiet ergrei-fen.“18

„In der Umwälzung des vorigen Jahrhunderts wurden die alten Genossen-schaften der arbeitenden Klassen zerstört, keine neuen Einrichtungen tra-ten zum Ersatz ein, das öffentliche und staatliche Leben entkleidete sich zudem mehr und mehr der christlichen Sitte und Anschauung, und so ge-schah es, dass die Arbeiter allmählich der Herzlosigkeit reicher Besitzer und der ungezügelten Habgier der Konkurrenz isoliert und schutzlos über-antwortet wurden. Ein gieriger Wucher kam hinzu, um das Übel zu ver-größern, und wenn auch die Kirche zum öfteren dem Wunder das Urteil gesprochen, fährt dennoch Habgier und Gewinnsucht fort, denselben un-ter einer Maske auszuüben.“19

Die Grundhaltung Papst Leo XIII. in jenem Schreiben fand nicht nur Anhänger, sondern führte auch zu Protesten, vor allem unter den besitzenden Zeitgenossen. In der Auslegung der Enzyklika kommt es zu Missverständnissen, sowie Fehlschlüssen, die unter dem Thema der Eigentumsfrage in der Enzyklika „Rerum Novarum“ zu suchen sind.20

Die Enzyklika „Rerum Novarum“ umfasst folgende Inhalte:

- Die Eigentumsfrage
- Der Anteil der Kirche an der SozialreformüDie Aufgaben des Staates
- Die Selbsthilfe des Arbeiterstaates

2.4.1.1 Die Eigentumsfrage

Eigentum, kurz definiert, stellt ein umfassendes und weitreichendes Herrschaftsrecht dar, das einer Person über eine Sache eingeräumt wird. Möglich werden diese Regelungen durch die Festlegungen der Menschenrechte nach der Französischen Revolution.21

Gegensätzlich zum bürgerlichen Begriff des Sachrechts we rden in unserer Zeit weitere Eigentumsbegriffe notwendig. Dazu zählen Vermögensrechte, Mitgliedschaftsrechte, Güte rrechte oder Autorenrechte. Im sozialrechtlichen Sinn wird das Pensionsrecht und das Recht auf Rente mit in die Diskussion des Begriffs des Eigentums genommen.

Eigentum bildet sich in jener Art und Weise, indem nicht gebrauchtes oder verbrauchtes Einkommen als Rücklagen angesammelt werden. Dies gilt ebenso für Produktionsfakto ren oder Sachgüter.

Eigentum kann weiters durch Übernahme oder in Form von Geschenken den Eigentümer wechseln.

Am Beginn der Enzyklika tritt Papst Leo XIII. scharf gegen die von den Sozialisten verbreitete Behauptung auf, „...der private Besitz müsse aufhören, um einer Gemeinschaft der Güter Platz zu machen“.22

Papst Leo XIII. ist gezwungen die Institution des Eigentums grundsätzlich zu verteidigen, da Karl Marx das Eigentum zum Hauptgegenstand seines Begrif-fes, seines Denkens, gemacht hatte. Die von Marx geforderte Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln (z. B. Grund und Boden, Kapital) sollte zugleich die Aufhebung der Klassengegensätze sein. Marx hatte den Kampf-platz bestimmt, er hatte die Waffen gewählt. Papst Leo XIII. ließ sich auf diese Auseinandersetzung ein. Bedauerlich in dieser Auseinandersetzung war, dass sich seit jener Zeit die Eigentumsfrage in den Dokumenten der Katholischen Kirche im Vordergrund befand, so dass der Eindruck entsteht, die Kirche stehe rein auf der Seite der Reichen. Arbeiter hingegen müssen sich mit schönen Worten begnügen. Der Papst sieht aber im persönlichen Eigentum die Basis für „...friedliches und ruhiges Zusammenleben“23 und unterstreicht das Recht des Arbeiters auf gerechten Lohn, Eigentum zu erwerben und zu besitzen. Dies, so der Papst, ist ein Naturrecht und stehe dem Menschen zu. Dem Arbeiter soll ermöglicht werden, für sich selbst und für seine Familie zu sorgen und vorzusorgen, indem er einen Teil seines Lohnes für den Erwerb von Eigentum, etwa eines Grundstückes verwendet, das er selbst bear-beitet und nutzt. Das bedeutet für den Arbeiter, dass er seinen Lohn nicht nur als Konsument verwenden kann, sondern auch Investitionstätigkeiten durch-führt. Ebenso kann er Mitbesitzer von Produktionsmitteln werden.

Die Sorgen des Papstes gehen in die Richtung, dass durch Übernahme von Verantwortung durch den Staat Eigenschaften wie Strebsamkeit und Fleiß verloren gehen und die Quellen des Wohlstandes versiegen. Papst Leo XIII. sieht im Besitz von Privateigentum einen unentbehrlichen Ordnungsfaktor des Gesellschaftslebens. Die Gleichheit aber würde zu einer Entwürdigung aller führen.24

2.4.1.2 Der Anteil der Kirche an der Sozialreform

Die Kirche selbst wird vom Papst zur Deckung der neuen Grundbedürfnisse eingesetzt. Die Kirche besinnt sich seiner aus dem Naturrecht gewonnenen Wahrheiten und differenziert diese in alle menschlichen Lebensordnungen in der sie Gültigkeit besitzen. Der soziale Bereich der arbeitenden Menschen ist ab dieser Zeit ein dringender Themenschwerpunkt in der Katholischen Sozial-lehre. Die Enzyklika „Rerum Novarum“ bestreitet einen neuen Weg. Die Arbei-terfrage unter den Bedingungen der kapitalistischen Wirtschaft schafft neue Ebenen bei der Bearbeitung sozialtheologischer Überlegungen. Die Kirche setzt neue Maßstäbe im Hinblick auf soziale Bereiche, die zwischenmenschliche Umgangsformen betreffen.25

Die Kirche sieht, anders als der Sozialismus, keine unversöhnlichen Gegensätze zwischen den beiden Klassen der Gesellschaft, den Besitzenden und den Besitzlosen, da beide aufeinander angewiesen sind.

„Sowenig das Kapital ohne die Arbeit, sowenig kann die Arbeit ohne das Kapital bestehen“.26

Arbeitgeber und Arbeitne hmer sind einander verpflichtet. Die Verpflichtung der Arbeiter besteht in williger und treuer Pflichterfüllung, der Arbeitgeber wiederum hat jene Arbeitsbedingungen zu schaffen, die die Würde des Arbeiters nicht untergraben und verletzen. Er hat vor allem für einen weitgehend gerechten Lohn zu sorgen, der die Arbeitsleistung des Arbeiters abdeckt.

Die Kirche lehrt den gerechten Umgang mit:

- Reichtum
- Sinn der Arbeit
- Wert der Arbeit
- Mühe und Leid im Zusammenhang mit Arbeit

Als weitere Aufgabe sieht die Kirche ihre Lehre in der Umsetzung der sozialen Aktion, indem sie Einrichtungen schafft, die der öffentlichen Wohlfahrt dienen. Weiters ist die Kirche um die Anhebung des Bildungsstandes breiter Volkskreise bemüht. Sie versucht Überzeugungen zu wecken, die die Rettung der menschlichen Gesellschaft beinhaltet und zwar im Sinne der christlichen Wiederherstellung des privaten und öffentlichen Lebens. Durch karitative Einrichtungen versucht die Kirche den materiellen Notstand unter den Arbeitern zu lindern, um ausgewogene Sozialverhältnisse zu schaffen.

2.4.1.3 Die Aufgaben des Staates

Da die Belange der sozialen Frage nicht allein Domäne der Kirche sein können, ruft Papst Leo XIII27. den Staat auf, er verpflichtet ihn ausdrücklich, sich an der Sozialreform zu beteiligen. Damit trifft er die liberalen Staatsformen, die in ihren kapitalistischen Denkformen keine Sozialpolitik betreiben.

- Pro: Kritik kommt aus den eigenen Reihen der kirchlichen Insti tution. Verschiedene Würdenträger sehen im karitativen Wirken der damaligen Zeit ein ausreichendes Maß an so-zialem Eingreifen in die Gesellschaft durch die Kirche.
- Contra: Würdenträger der Katholischen Kirche halten ein Eingreifen des Staates und Umsetzen von Maßnahmen für unerläss-lich. Für Valentin Zsifkovits steckt Papst Leo XIII. die Grenzen ab indem er betont:

„... dass der Einzelmensch und die Familie älter als der Staat sind und unabhängig vom Staate ihre innewohnenden Rechte und Pflichten haben, die der Staat nicht anzutasten hat. Der Staat hat vielmehr jene Maßnahmen zu treffen, die das Gemeinwohl verwirklichen.“28

So sollen die Einrichtungen der staatlichen Gesetzgebung und Verwa ltung dem Nutzen aller Klassen der Bevölkerung, insbesondere der Arbeiter, dienen. Der Staat hat den materiellen Wohlstand aller Bürger zu sichern und darüber zu wachen, dass die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden. Die Arbeitsbedingungen haben den körperlichen und geistigen Fähigkeiten des einzelnen Arbeiters zu entsprechen, vor allem der arbeitenden Kinder und Frauen:

- Gerechter, den Lebensunterhalt sichernder Lohn.
- Wahrung des Rechtes auf persönlichen Besitz.
- Abstellung von Missständen im Wirtschaftsleben.
- Gerechte Verteilung der Lasten (Steuern).

Mit diesen Maßnahmen sollen jene Ursachen abgestellt werden, die die Arbei-ter zu Streik veranlassen. Im Koalitionsrecht sieht der Papst ebenfalls einen starken Nachholbedarf der staatlichen Institutionen, da er in der Koalitionsfrei-heit ein Menschenrecht sieht, dessen Grundlage das Naturrecht des Menschen darstellt, indem dieser Haltungen und Stellungen einnimmt, die er frei für sich beansprucht.

Ist der materielle Wohlstand, ein wesentliches Grundbedürfnis, gesichert, hat der Arbeiter die Möglichkeit, seine entsprechenden Anliegen in Vereinigungen zu artikulieren.

Der Staat kann die höheren Werte des Gemeinwohls sichern:

- Pflege von Rechtschaffenheit und Tugend.
- Sorge für ein geregeltes Familienleben nach den göttlichen Geboten.
- Sicherung der pflichtgemäßen Sonntagsruhe.

„An den Staat richtet sich auch die Mahnung, seine Maßnahmen niemals ohne Bindung an die Ordnung der sittlichen Werte und der menschlichen Grundrechte zu treffen.“29

2.4.1.4 Die Selbsthilfe d er Arbeiterklasse

Die Bildung von Arbeitervereinigungen und den solidarischen Zusammen-schluss der Arbeiter untereinander haben die Arbeiter selbst zu treffen und zu entscheiden. Ebenfalls die Bildung von Arbeitervereinen. Papst Leo XIII. weiß, dass die Macht der Kirche aufgrund ihrer übernatürlichen Botschaft und Sendung begrenzt ist, und dass die Macht des Staates gefährlich we r-den kann.30 Nur die Selbsthilfe der Arbeiter kann zu einer Lösung der sozialen Frage beitragen. Lobend erwähnt der Papst die im Raume der Katholischen Kirche entstandenen Vereinigungen und ihr Wirken unter der Arbeiterschaft, mit dem Bestreben, die leibliche und geistige Lage der Arbeiter zu heben und zu fördern. Das religiöse Element muss die Grundlage aller Einrichtun-gen dieser Vereine werden. Aus dem Text der Enzyklika ist nicht klar zu er-sehen ob der Papst an eine einzige Organisation dachte, in der alle Angele-genheiten der Arbeiter zusammengefasst und bearbeitet werden sollten. Zu vermuten ist, dass er nach dem damaligen Stand der Erkenntnis selbst noch keine klare Vorstellung haben konnte und sich daher auch nicht berufen sah, sich dazu sachkundig zu äußern. Da der religiöse Geist für diese Ver-einigungen bestimmend sein sollte, liegt die Spekulation nahe, dass der Papst an den Zusammenschluss Katholischer Arbeiter dachte. Da die Arbei-terschaft natürlicherweise aus unterschiedlichen christlichen Bekenntnissen besteht, kam es zu Kontroversen und Streitigkeiten. Klärung dieser Unstim-migkeiten räumen erst spätere Enzykliken aus.

2.4.2 Würdigung

Das große Verdienst Papst Leo XIII. ist es, in „Rerum Novarum“ auf die we-sentlichen gesellschaftspolitischen Probleme seiner Zeit entschieden auf-merksam gemacht zu haben. Durch die von ihm aufgestellten Möglichkeiten zur Änderung der politischen und sozialen Verhältnisse hat er der Katholi-schen Kirche den Einstieg in die industrielle Gesellschaft ermöglicht.31

Zusammenfassend wird festgehalten, dass mit der Herausgabe von Rerum Novarum (1891) ein erstes Sozialrundschreiben in der Geschichte der Kir-che erfolgte. Diese Sendung verstand sich als selbstbewusstes „Sofortpro-gramm“, doch schon „Quadragesimo anno“ (1931), eine weitere Sozialver-kündigung, war um eine systematische Rückkoppelung sowohl auf den Glauben, wie auch auf die Vernunft, bemüht. Die grundlegende Vergewisse-rung auf das Selbstverständnis der Kirche in politischen und sozialen Belan-gen geschah am II. Vatikanischen Konzil, besonders in der Pastoralkonstitu-tion „Gaudium et spes“ (1965).32

Um einen weiteren geschichtlichen Bogen der Katholischen Soziallehre in unsere heutige gesellschaftliche Konstellation zu spannen, ist es notwendig, die aufbauenden Schritte aufzuzeigen:

- politische Veränderungen am Übergang ins 20. Jahrhundert,üder 1. Weltkrieg (1914 - 1918),
- der Zusammenbruch der Monarchie in Österreich,
- die Neuordnung der geographischen Grenzen,
- politische Neugruppierungen bringen rasante Veränderungen.

Die unterschiedlichen ökonomischen Entwicklungsformen und die politischen, wie die wirtschaftlichen Gegensätze zwischen Amerika und Europa, führen in politisches, soziales und gesellschaftliches Chaos. Auf der einen Seite leitet Henry Ford die industriellen Veränderungen (Fließbandarbeit, Massenprodukti-on) ein, andererseits liegt die Industrie- und Agrarwirtschaft im zerbrochenen Österreich (Monarchie zerfällt) danieder. Zum Unterschied zu späteren eskalie-renden Auseinandersetzungen werden im Zuge des 1. Weltkrieges (stellungs-orientierte kriegerische Auseinandersetzung) kaum Städte, Bauwerke und An-lagen vernichtet. Ende der 20er Jahre führen wirtschaftliche Krisen innerhalb regionaler Grenzen und ökonomische Fehlentwicklungen weltweit in eine Welt-wirtschaftskrise (1929).

Die Katholische Kirche vermag mit Weitsichtigkeit, Wissenschaft und intuiti vem Handeln durch Papst Pius XI. eine weitere Sozialenzyklika unter der Bezeichnung „Quadragesimo anno“, was soviel bedeutet wie „im vierzigsten Jahre“, hervorzubringen.

2.4.3 Quadragesimo anno

Die Enzyklika „Quadragesimo anno“ wurde am 15.5.1931 (auf den Tag genau wie „Rerum Novarum“; nach 40 Jahren) mit der Unterschrift des Papstes versehen und an alle Katholischen Bischöfe, sowie an die „Katholiken des Erdkreises“ adressiert, der Öffentlichkeit vorgelegt.33

In folgenden Punkten wird versucht, die wesentlichsten Inhalte des 2. Sozial-rundschreibens zusammenzufassen, um die geschichtliche Weiterentwicklung aufzuzeigen.

2.4.4 Zielsetzung

Am Anfang des Schriftstückes wird Rückschau auf „Rerum Novarum“ gehal-ten. Der Wirkungen des vormaligen Schrittes (vorhergegangene Sozialenzy-klika) wird positiv gewürdigt.34 Weiters versucht das Schreiben die aktuellen Streitpunkte auf Grundsätze von zeitloser Gültigkeit zurückzusetzen, um den Widersprüchen von vornherein zu begegnen. Streitpunkte sollen vermeiden werden. Darüber hinaus wagt sich der Text an eigene Aktionsräume heran. Es ist nicht beabsichtigt, eine wissenschaftliche, argumentative Analyse vor-zulegen. Kritik, Anregung und Mahnung überwiegen. Zur Kernaussage wird die Forderung nach gesellschaftlicher Ordnung, ihrer Wiederherstellung und ihrer Vollendung nach den Normen des Evangeliums.

2.4.5 Erörterte Probleme

Aus den verschiedenen durchsuchten Schriften geht hervor, dass in der 2.35 Sozialenzyklika „Quadragesimo anno“ nicht mehr jene Kraft spürbar wird, die von der Sozialenzyklika „Rerum Novarum“ ausgeht. Interessant ist dabei jener wesentliche Aspekt, dass mit dem ersten Scheiben die entscheidende Hürde geschafft ist, die es zu überwinden galt.

- Die Brücke zur Industriegesellschaft ist geschlagen.üDie Revolution bereits vollzogen.
- Der Kommunismus in Russland, der Sowjetunion, existiert.

Der Arbeiter erkennt die Unterschiede der sozialpolitischen Idealvorstellungen zur tatsächlich regierenden Wirklichkeit und ist bereit, sich über persönliches Interesse politisch zu engagieren und weiterzuentwickeln. Medial werden in der breiten Öffentlichkeit immer ausgedehntere Möglichkeiten offenbar, um Informa-tionen zu erhalten. Die bestehende Gefahr äußert sich ab diesem geschichtli-chen Abschnitt in der Form, da Wahrheit von Unwahrheit sehr schwer zu unter-scheiden sind. Der „Kalte Krieg“ zwischen Russland und den USA lassen diese Fronten verschwimmen, da öffentlich konträre Mitteilungen zu den tatsächlich durchgeführten Handlungen ausgesendet werden. Der einzelne mündige und handlungsfähige Mensch ist aufgerufen, sich sein individuelles Weltbild selb-ständig zu schaffen und sich zu orientieren.

- Möglichkeiten sich politisch, wie gesellschaftlich zu orientieren bestehen. § Grundbedürfnisse des Lebens sind keine unbedingte Bedrohung. An diese Erkenntnisse knüpft nun die Sozialverkündigung an. Die Arbeiterbewegung der letzten Jahre war machtvoll angewachsen, auch die Katholische Arbeiterbewegung war stärker geworden, „...wenngleich an zahlenmäßiger Stärke derzeit leider von den sozialistischen und kommunistischen Organisationen noch übertroffen“36, ließen doch einige Korrekturen möglich erscheinen.

Im Hinblick auf die Mitbestimmung der Arbeitenden in der Wirtschaft wurden nun Projekte gewürdigt, die Lohnabhängige zu Mitbestimmung, Mitbesitz oder Mitverwaltung und aber auch zu Gewinnbeteiligung aufrief. Ebenso sah sich die 2. Sozialenzyklika veranlasst, auf Nöte der Arbeiter weiter und eingehender, auch gegen einen Ansturm der politisch- weltlichen Mächte, aufmerksam zu machen. Auch die Aufforderung von „sich zur Wehr setzen“37 verdeutlicht die Unterstützung der Kirche gegenüber der Arbeiterschaft. Im Sinne von Recht und Gerechtigkeit wird das Angehören von gemischten Gewerkschaften mög-lich und von der Katholischen Kirche befürwortet, wenn ihren katholischen Mit-gliedern die volle Freiheit gewährleistet wird. Trotz dieses Lösungsvorschlages blieb die Abneigung gegen die sozialistische Arbeiterbewegung aufrecht. Diffe-renziert hingegen werden sozialistische und kommunistische Bewegungen be-trachtet. Unterschied macht es jedoch keinen, da beide Strömungen aus der Sicht der Kirche widerchristliche Grundlagen vertreten.

2.4.6 Pacem in terris

Eine echte Hinwendung zur modernen Welt und ein wirklich positiver Zu-gang zur Demokratie vollzog sich erst unter Papst Johannes XXIII38. (1958 -1963). Die bedeutendste Enzyklika für diese neue Haltung ist „Pacem in ter-ris“ (11.April 1963). Dieser Schritt machte die Diskrepanz von Wort und Tat im Hinblick auf die Demokratie erst recht deutlich. Wie Leo XIII. und Pius XI. geht Johannes XXIII. davon aus, dass sich alle Autorität von Gott ableitet. Ähnlich seinen Vorgängern sieht er darin keinen Widerspruch zu einer de-mokratischen Regierungsform.

Neues in seiner Haltung zeigt sich vor allem in jenen Gedanken, die auf demokratische Regierungsformen aufbauen.

Die Meinungsfreiheit und die Gleichheit der Menschen in ihrer natürlichen Würde, ein Prinzip, das zu den Fundamenten einer demokratischen Denkweise gehört, ist für Johannes XXIII. selbstverständlich. Tolerante Haltungen in ihren Grundüberlegungen gehören weiters zu neuen Gedankengebilden der Katholischen Kirche.

Irrender und Irrtum wird vom philosophischen Standpunkt her unterschied-lich behandelt. Bis zu dieser Zeit versuchte die Katholische Kirche Irrende zur Umkehr und zur Wahrheit zu zwingen. Für Johannes XXIII. verliert der Irrende nie die Fähigkeit, sich vom Irrtum frei zu machen. Als Konsequenz daraus folgt, dass Katholiken auch mit Menschen und Bewegungen zusam-menarbeiten dürfen, die vom Standpunkt her irrtümlichen Theorien (immer aus der Perspektive der Katholischen Kirche betrachtet) folgen.

Daraus lässt sich eine grundsätzlich positive Einstellung zur modernen Welt ableiten, in der nicht nur Katholiken, sondern auch viele andere Menschen leben, die versuchen ihr Bestes zu geben. Eine positive Haltung zum Pluralismus zeigt sich auch darin, dass mit „Pacem in terris“ erstmals in einer Enzyklika nicht nur die Katholiken angesprochen we rden, sondern „Alle Menschen guten Willens“ (Johannes XIII.).

Johannes XXIII. stand nicht nur der Demokratie als Staatsform positiv gegenüber, sondern trat auch im Bereich der Wirtschaft für Demokratisierung und für die Mitbestimmung der Arbeiter ein.39

Durch das Auftreten Johannes XXIII. wird wieder jene Kraft spürbar die not-wendig ist, um große und nachhaltige Veränderungen möglich zu machen. Freiheit und Gleichheit der Person und die Annäherung, sowie Ableitung der Deklaration der Mensche nrechte, bringen dem Menschen wieder Hoffung auf eine bessere Zukunft.

[...]


1 Vgl. Schasching, Johannes: Christliche Soziallehre, ÖGB Bildung, S. 3.

2 Vgl. Leuninger, Ernst: Gerechtigkeit schafft Frieden, S. 7f.

3 Ebenda, S7.

4 Vgl. Leuninger, Ernst: Gerechtigkeit schafft Frieden, S. 8f.

5 Baur, Andreas/Plöger Wilhelm: Botschaft des Glaubens, S. 274.

6 Vgl. http//www.heiligenlexikon.de/FranziskusvonAssisi.htm.

7 Koestler, Arthur: Die Nachtwandler, S. 363.

8 Palaver, Wolfgang: Einleitung, S. 17.

9 http://www.jura.uni-sb.de/BIJUS/constitution58/decl1789.htm.

10 Vgl. Gaspari/Millendorfer: Die Industriegesellschaft in der prägbaren Phase, S. 41ff.

11 Vgl. Geyer/Fink/Luger: Durch die Vergangenheit zur Gegenwart, S.246ff.

12 Marx, Karl, in: LexiROM, Version 2.0.

13 Ableitinger, Alfred: Kommunismus, kommunistische Parteien, in: Katholischen Soziallexikon, Sp. 1446.

14 Krenn, Kurt: Mensch, in: Katholisches Soziallexikon, Sp. 1798f.

15 Vgl. Mantl, Wolfgang: Marx, in: Katholisches Soziallexikon, Sp. 1720ff.

16 Vgl. Liebmann, Maximilian: Leo XIII., in: Katholisches Soziallexikon, Sp. 1647ff.

17 Steger, Gerhard: Die Katholische Soziallehre und die Arbeiterbewegung, in: 100 Jahre Katho- lische Soziallehre, S. 108.

18 Papst Leo XIII.: Rerum Novarum Nr. 1.

19 Ebenda, Nr. 2.

20 Vgl. Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2456ff.

21 Vgl. Müller, Heinz: Eigentum, Sp. 502ff.

22 Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2458f.

23 Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2458.

24 Vgl. Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2458f.

25 Vgl. Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2460f.

26 Ebenda, Sp. 2460.

27 Vgl. Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2461f.

28 Ebenda, Sp. 2460.

29 Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2460.

30 Vgl. Zsifkovits, Valentin: Rerum Novarum, Sp. 2460f.

31 Vgl. ebenda.

32 Vgl. Reisinger, Ferdinand: Engagierte Aufdringlichkeit, S. 79ff.

33 Vgl. Wallraff, Hermann Josef: Quadragesimo anno, in: Katholisches Soziallexikon, Sp. 2307.

34 Vgl. ebenda, Sp. 2307.

35 Vgl. Steger, Gerhard: Die Katholische Soziallehre und die Arbeiterbewegung, S. 113.

36 Papst Pius XI.: Quadragesimo anno Nr. 36.

37 Papst Pius XI.: Quadragesimo anno Nr. 35.

38 Vgl. Zsifkovits, Valentin: Pacem in Terris, Sp. 2039ff.

39 Vgl. Palaver, Wolfgang: Die Diskrepanz von Wort und Tat in der Katholischen Soziallehre am Beispiel von Kirche und Demokratie, Seite 46f.

Ende der Leseprobe aus 157 Seiten

Details

Titel
Schwerpunkte und Aufgaben der katholischen Soziallehre
Hochschule
Pädagogische Akademie des Bundes in der Steiermark  (Pädagogik)
Veranstaltung
Religionswissenschaften
Note
Sehr Gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
157
Katalognummer
V21917
ISBN (eBook)
9783638254113
ISBN (Buch)
9783638698399
Dateigröße
1214 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ausbildung zum Diplompädagogen (Dipl. Päd.) an der Berufspädagogischen Akademie in Graz. Hauptthema "Katholische Soziallehre" Untertitel "Die Schwerpunkte und Aufgaben der Katholischen Soziallehre unter besonderer Berücksichtigung des Wertes der Gerechtigkeit für Jugendliche an Berufsschulen". Nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Thema im Literaturbereich, umfasst die Arbeit im Kern einen ausführlichen empirischen Teil.
Schlagworte
Schwerpunkte, Aufgaben, Soziallehre, Religionswissenschaften
Arbeit zitieren
Dipl. Päd. Ing. Martin Tafner (Autor), 2003, Schwerpunkte und Aufgaben der katholischen Soziallehre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21917

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