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Die Verteilung von Kooperationsgewinnen in Wertschöpfungsnetzwerken

Title: Die Verteilung von Kooperationsgewinnen in Wertschöpfungsnetzwerken

Seminar Paper , 2002 , 35 Pages , Grade: 1

Autor:in: Josef Asanger (Author), Hannes Freinberger (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

Das zunehmende Interesse an Unternehmensnetzwerken wird vorwiegend auf
Veränderungen der Wettbewerbsbedingungen zurückgeführt. Darunter fallen etwa
die wachsende Geschwindigkeit des technologischen Wandels, die verstärkte
Internationalisierung, die größere Verfügbarkeit von Informationen und gestiegene
Kundenanforderungen. Die Organisationsform des Unternehmensnetzes ist
besonders geeignet, um im veränderten Wettbewerbsumfeld qualitativ hochwertige
Leistungen schnell und flexibel zu erstellen. Zur Erreichung von
Wettbewerbsvorteilen in Netzwerken trägt vor allem eine verbesserte logistische
Leistungserstellung bei. Der Forderung nach unternehmensübergreifender Integration
wurde neue Aufmerksamkeit durch das Konzept des Supply Chain Managements zu
teil. Durch Kooperation in Supply Chain Netzwerken ist es nicht nur möglich,
Kosten durch Synergieeffekte zu minimieren und Gewinne zu maximieren, sondern
auch neue Profite zu erschließen, welche ohne Zusammenarbeit nicht entstehen
könnten. Allerdings kommt es in der Regel zu einer Verteilungsproblematik des
zusätzlich generierten Gewinns.
Die Zielsetzung dieser Arbeit liegt daher nicht nur darin, zu zeigen, wie diese
Kooperationsgewinne entstehen können, sondern auch Methoden zu besprechen, wie
dieser Gewinn unter den Partnern fair verteilt werden kann.
Die vorliegende Arbeit ist in vier Hauptabschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt
dient der Erarbeitung der Grundlagen von Kooperation in Unternehmensnetzwerken
und der Wertschöpfung.
Im nächsten Teil behandeln wir die Entstehung von Kooperationsgewinnen. Es
werden sechs Vorteile der Kooperation besprochen, die ermöglichen, zusätzlichen
Profit zu erzielen.
Im Anschluss an dieses Kapitel liegt der Schwerpunkt bei der soziologischen
Spieltheorie. Sie liefert valide Methoden, um Gewinnentstehung und die Verteilungsproblematik zu erörtern. Weiters wird in diesem Abschnitt die
Grundvoraussetzung für jede Kooperation, das Vertrauen, kurz besprochen.
Das letzte Kapitel befasst sich mit dem quantitativen Modell zur Messung und
Aufteilung des durch die Kooperation erzielten Gewinns.
Abschließend widmet sich ein Exkurs der Problematik von Kooperation und
Gewinnverteilung in Wertschöpfungsnetzwerken unter der Berücksichtigung des
Wettbewerbsrechts.
Die Zusammenfassung und das Abstract schließen unsere Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Netzwerk

2.2 Netzwerk und Steuerung in der modernen Systemforschung

2.3 Supply Chain

2.4 Wertschöpfung

2.5 Wertschöpfungsnetzwerke

2.5.1 Porters Wertkette

2.5.2 Anwendung von Wertschöpfungsnetzwerken

2.5.2.1 Entwicklungspartnerschaften

2.5.2.2 Fertigungspartnerschaften

2.5.2.3 Logistikpartnerschaften

2.6 Kooperationen

2.6.1 Kooperationen im Allgemeinen

2.6.2 Kooperationen in Wertschöpfungsnetzwerken

3 Generierung von Kooperationsgewinnen

4 Verteilungsproblematik von Kooperationsgewinnen

4.1 Vertrauen

4.2 Spieltheorie

4.3 Verteilungsproblem nach der Spieltheorie

4.3.1 Gleichverteilung

4.3.2 Anteilsmäßige Verteilung

5 Quantitative Methode

5.1 Ausgangssituation

5.2 Solitär-Szenario

5.3 Partnerschaft-Szenario

6 Zusammenfassung

7 Abstract

Zielsetzung und Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung von Kooperationsgewinnen in Wertschöpfungsnetzwerken zu analysieren und Methoden für deren faire Verteilung zu erörtern. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Unternehmen durch Kooperation Synergieeffekte nutzen und den daraus resultierenden Profit unter den Partnern optimieren können.

  • Grundlagen von Unternehmensnetzwerken und Wertschöpfungsprozessen
  • Analyse der Vorteile von Kooperationen im Supply Chain Management
  • Anwendung der Spieltheorie zur Lösung von Verteilungsproblematiken
  • Mathematische Modellierung der Gewinnmaximierung in Solitär- und Partnerschaft-Szenarien
  • Exkurs zur wettbewerbsrechtlichen Zulässigkeit von vertikalen Kooperationen

Auszug aus dem Buch

4.3 Verteilungsproblem nach der Spieltheorie

Eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit birgt eine Ambivalenz in sich:

- Einerseits muss man sich bei einer Kooperation kollektiven Zielen unterordnen und die eigene Individualität aufgeben.

- Andererseits ist wiederum auf kollektiver Ebene ein Autonomiezuwachs gegeben.

Dies hat zur Folge, dass die Kooperationspartner in Netzwerken bei der Auswahl ihrer Handlungsalternativen nicht nur ihre eigenen Interessen, sondern auch die ihrer Partner berücksichtigen müssen. Das bedeutet, dass eine freiwillige wechselseitige Ziel- und Mittelverflechtung der Kooperationspartner gegeben ist. Dieses Phänomen zieht sich durch allen Ebenen der kooperativen Zusammenarbeit, von der Auswahl der Partner bis zur Aufteilung des durch die Kooperation entstandenen Gewinns.

Eine Grundvoraussetzung der Kooperation ist, dass jedes Unternehmen im Netzwerk durch die Zusammenarbeit einen höheren Gewinn erzielen kann als ohne sie. Wenn alle Akteure von den guten Absichten der Partner, den erwarteten Vorteilen und der nachhaltigen Stabilität der Kooperationsbeziehung überzeugt sind, könnten die Kooperationsgewinne auch ungleich verteilt sein, ohne die Interaktion zu gefährden. Die Win-Win Beziehung bleibt ja weiterhin bestehen. Spätestens wenn sich der Anteil am zusätzlichen Kooperationsgewinn gegen Null nähert, wird der Partner die Bereitschaft zur Zusammenarbeit aufkündigen. Zu bedenken ist auch, dass Erträge aus Kooperationen nicht immer direkt in monetären Einheiten messbar sind. Wie zum Beispiel der unter Kapitel 3 erwähnte erhöhte Leistungsanreiz oder der Wert von Informationen. Mit Hilfe von Opportunitätskosten (z.B. interne/externe nicht kooperative Informationsbeschaffung) kann diesen Profiten ein Geldwert zugewiesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Unternehmensnetzwerken und die Problematik der Gewinnverteilung bei Kooperationen ein.

2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Begriffsdefinitionen zu Netzwerken, Supply Chains, Wertschöpfung und Kooperationen erläutert.

3 Generierung von Kooperationsgewinnen: In diesem Kapitel werden sechs spezifische Vorteile der Kooperation zur Leistungssteigerung und Gewinnmaximierung vorgestellt.

4 Verteilungsproblematik von Kooperationsgewinnen: Der Fokus liegt hier auf soziologischen und spieltheoretischen Ansätzen zur fairen Aufteilung von erzielten Gewinnen.

5 Quantitative Methode: Anhand mathematischer Modelle für das Solitär- und das Partnerschaft-Szenario wird die Profitverteilung demonstriert.

6 Zusammenfassung: Die Kernaussagen zur Bedeutung von Kooperationen, Spieltheorie und Gewinnverteilung werden hier abschließend zusammengefasst.

7 Abstract: Eine englischsprachige Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse der Seminararbeit.

Schlüsselwörter

Supply Chain Management, Kooperationsgewinne, Wertschöpfungsnetzwerke, Spieltheorie, Gewinnverteilung, Vertrauen, Win-Win Situation, Systemtheorie, Rational Choice, Wettbewerbsvorteile, Produktionsnetzwerke, Outsourcing, mathematisches Modell, Markttransparenz, vertikale Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen in Wertschöpfungsnetzwerken kooperieren können, um zusätzliche Gewinne zu generieren, und beleuchtet die Herausforderung, diese Gewinne fair unter den Beteiligten aufzuteilen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen das Supply Chain Management, die Anwendung der soziologischen Spieltheorie auf wirtschaftliche Beziehungen und die mathematische Modellierung von Gewinnoptimierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kooperationsgewinne entstehen und welche Methoden – wie die Gleichverteilung oder die anteilsmäßige Verteilung – existieren, um diese Gewinne gerecht zu verteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Grundlagen aus der Systemtheorie mit einem quantitativen mathematischen Modell, um die ökonomischen Auswirkungen von Kooperation gegenüber Nicht-Kooperation zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vorteile der Kooperation, die spieltheoretische Fundierung (insbesondere das Versicherungsspiel der Hirschjagd) sowie die mathematische Herleitung der Gewinnaufteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Supply Chain Management, Kooperationsgewinne, Spieltheorie, Gewinnverteilung, Wertschöpfungsnetzwerke und vertikale Kooperation.

Warum ist Vertrauen für das Modell so wichtig?

Vertrauen ist laut der Arbeit eine notwendige Voraussetzung, um Komplexität zu reduzieren und langfristige Kooperationen zu stabilisieren, da ohne Vertrauen die Gefahr des Ausstiegs zur kurzfristigen Gewinnmaximierung besteht.

Was beschreibt das Partnerschaft-Szenario im Vergleich zum Solitär-Szenario?

Das Partnerschaft-Szenario beschreibt eine koordinierte Vorgehensweise, bei der beide Parteien über alle Informationen verfügen, was zu einer Win-Win Situation führt, während das Solitär-Szenario von isolierten Entscheidungen mit Informationsdefiziten ausgeht.

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Details

Title
Die Verteilung von Kooperationsgewinnen in Wertschöpfungsnetzwerken
College
Vienna University of Economics and Business  (Transportwirtschaft und Logistik)
Course
Seminar aus Transportwirtschaft und Logistik
Grade
1
Authors
Josef Asanger (Author), Hannes Freinberger (Author)
Publication Year
2002
Pages
35
Catalog Number
V21967
ISBN (eBook)
9783638254410
Language
German
Tags
Verteilung Kooperationsgewinnen Wertschöpfungsnetzwerken Seminar Transportwirtschaft Logistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josef Asanger (Author), Hannes Freinberger (Author), 2002, Die Verteilung von Kooperationsgewinnen in Wertschöpfungsnetzwerken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21967
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