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Bilanzielle Behandlung von Pensionsverpflichtungen im internationalen Vergleich

Titel: Bilanzielle Behandlung von Pensionsverpflichtungen im internationalen Vergleich

Diplomarbeit , 2004 , 91 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Terwellen (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Die folgenden Ausführungen sollen die Rechnungslegung für Pensionsverpflichtungen nach HGB im Vergleich zu den zwei wichtigsten internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach US-GAAP und IAS darstellen. Zunächst wird ein kurzer Überblick über die Bedeutung der internationalen Rechnungslegung für die Unternehmen gegeben. Anschließend werden die drei Rechnungslegungen vorgestellt. Da weitgehende Ähnlichkeiten zwischen den Regelungen nach US-GAAP und IAS bestehen, beschränken sich die Ausführungen zu IAS nur auf wesentliche Unterschiede zu US-GAAP. Im Anschluss daran wird eine Darstellung der Rechnungslegungspraktiken für Pensionsverpflichtungen auf eine Auswahl von Unternehmen der Automobilindustrie durchgeführt. Dabei soll aufgezeigt werden, welche Risiken durch die unterschiedliche bilanzielle Behandlung von Pensionsverpflichtungen in den Jahresabschlüssen verborgen sind. Die teilweise komplizierten Bilanzierungs- und Bewertungspraktiken wären für einen externen Bilanzleser ohne die Kenntnis der zuvor dargestellten Rechnungslegungsvorschriften kaum nachvollziehbar. Abschließen wird diese Ausarbeitung mit einer kritischen Beurteilung der Standards, die auch bestehende nationale Beschränkungen im Hinblick auf eine internationale Anwendbarkeit berücksichtigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung der internationalen Rechnungslegung

3. Behandlung von Pensionsverpflichtungen nach deutschem Handels- und Steuerrecht

3.1 Grundlagen

3.1.1 Entwicklung

3.1.2 Formen von Pensionsverpflichtungen

3.1.2.1 Unmittelbare Pensionsverpflichtungen

3.1.2.2 Mittelbare Pensionsverpflichtungen

3.1.2.3 Ähnliche Verpflichtungen

3.2 Bilanzansatz

3.2.1 Handelsrecht

3.2.2 Steuerrecht

3.3 Bewertung

3.3.1 Grundsätzliche Erwägungen

3.3.2 Handelsrecht

3.3.2.1 Laufende Pensionszahlungen

3.3.2.2 Pensionsanwartschaften

3.3.3 Steuerrecht

3.3.4 Auflösung von Pensionsrückstellungen

3.4 Ausweis und Offenlegung

4. Behandlung von Pensionsverpflichtungen nach US-GAAP

4.1 Grundlagen

4.1.1 Entwicklung

4.1.2 Formen von Pensionsverpflichtungen

4.1.2.1 Beitragsorientierte Pensionspläne

4.1.2.2 Leistungsorientierte Pensionspläne

4.2 Bilanzansatz

4.3 Bewertung

4.3.1 Bewertung der Pensionsverpflichtungen

4.3.1.1 Rechnungsgrundlagen

4.3.1.2 Bewertungsmethode und Bewertungsgrößen

4.3.2 Bewertung des Pensionsfondsvermögens

4.3.3 Ermittlung des Nettopensionsaufwandes

4.3.3.1 Grundlagen

4.3.3.2 Erfolgskomponenten

4.3.3.2.1 Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand

4.3.3.2.2 Pensionsfondserträge bzw. -verluste

4.3.3.2.3 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

4.3.3.2.4 Planänderungen

4.3.3.2.5 Übergangssaldo auf SFAS No. 87

4.3.4 Ermittlung der Restschulden

4.4 Ausweis und Offenlegung

5. Behandlung von Pensionsverpflichtungen nach IAS

5.1 Grundlagen und Entwicklung

5.2 Bewertung

5.2.1 Rechnungsgrundlagen

5.2.2 Bewertung des Planvermögens

5.2.3 Ermittlung des Nettopensionsaufwandes

5.2.4 Ermittlung von Restschuld bzw. Restvermögen

5.3 Ausweis und Offenlegung

6. Analyse von Pensionsverpflichtungen ausgewählter Unternehmen

6.1 Allgemeines

6.2 Volkswagen AG

6.3 DaimlerChrysler AG

6.4 General Motors Corporation

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Pensionsverpflichtungen im internationalen Vergleich, um die Risiken aufzuzeigen, die durch unterschiedliche Rechnungslegungsstandards in Jahresabschlüssen verborgen bleiben. Ziel ist eine kritische Beurteilung der Standards nach HGB, US-GAAP und IAS sowie deren Auswirkungen auf die Bonität von Unternehmen.

  • Rechnungslegung für Pensionsverpflichtungen nach deutschem Handels- und Steuerrecht.
  • Analyse und Vergleich der Standards nach US-GAAP und IAS.
  • Untersuchung der Bilanzierungspraktiken bei ausgewählten Unternehmen der Automobilindustrie.
  • Kritische Würdigung der internationalen Standards im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit und Transparenz.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1 Unmittelbare Pensionsverpflichtungen

Bei unmittelbaren Pensionszusagen verpflichtet sich der Arbeitgeber durch eine Pensionszusage, seinem Arbeitnehmer direkt eine Pensionsleistung mit dem Beginn des Versorgungszeitpunktes zu zahlen. Dieser Versorgungszeitpunkt kann durch die Ereignisse Tod, Invalidität oder das Erreichen der festgelegten Altersgrenze ausgelöst werden.

Ein Anspruch auf Pensionsleistungen bzw. eine rechtliche Verpflichtung des Arbeitgebers kann sich aber auch ohne Vorliegen einer sog. Direktzusage aus der betrieblichen Übung oder dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz ableiten lassen. Der Arbeitgeber erbringt die zugesagten Pensionsleistungen unmittelbar aus dem Betriebsvermögen. Dieser trägt somit das versicherungstechnische Risiko des vorzeitigen Eintritts des Versorgungsfalles sowie die laufende Belastung durch Pensionszahlungen bei Eintritt des Versorgungsfalles. Der Arbeitgeber hat aber durch Abschluss einer sog. Rückdeckversicherung die Möglichkeit, die zukünftige Liquiditätsbelastung für die laufenden Versorgungszahlungen auf einen Dritten zu übertragen. Eine Versicherungsgesellschaft übernimmt dann das Risiko und die Erfüllung der Pensionsleistung gegen Zahlung von laufenden Prämien vor Eintritt des Versorgungsfalles. Kennzeichnend hierbei ist, dass der Pensionsberechtigte weiterhin nur einen Anspruch gegenüber dem Arbeitgeber hat. Der Forderungsanspruch aus den Leistungen der Rückdeckversicherung verbleibt beim Arbeitgeber.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung und die Herausforderungen durch internationale Harmonisierung der Rechnungslegung.

2. Die Bedeutung der internationalen Rechnungslegung: Analysiert den Einfluss der Globalisierung auf den Kapitalbedarf und die Notwendigkeit standardisierter Jahresabschlüsse.

3. Behandlung von Pensionsverpflichtungen nach deutschem Handels- und Steuerrecht: Beschreibt die historische Entwicklung, die verschiedenen Formen sowie die spezifischen Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach HGB und Steuerrecht.

4. Behandlung von Pensionsverpflichtungen nach US-GAAP: Untersucht die detaillierten Standards des FASB, insbesondere die Bewertungsmethoden für leistungsorientierte Pläne und die Ermittlung des Nettopensionsaufwandes.

5. Behandlung von Pensionsverpflichtungen nach IAS: Vergleicht die IAS-Vorschriften mit den US-GAAP-Regelungen und hebt die spezifischen Anforderungen an die Bewertung und Offenlegung hervor.

6. Analyse von Pensionsverpflichtungen ausgewählter Unternehmen: Untersucht die praktische Anwendung der Rechnungslegungsstandards am Beispiel von Volkswagen AG, DaimlerChrysler AG und General Motors Corporation.

7. Fazit und Ausblick: Kritisiert die bestehenden Bilanzierungspraktiken und bewertet die zukünftige Entwicklung im Hinblick auf eine internationale Vergleichbarkeit.

Schlüsselwörter

Pensionsverpflichtungen, betriebliche Altersversorgung, HGB, US-GAAP, IAS, Pensionsrückstellungen, Pensionsfonds, Bilanzierung, Nettopensionsaufwand, Anwartschaftsbarwert, versicherungsmathematische Gewinne, Verluste, delayed recognition, Rechnungslegung, Kapitalmärkte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Pensionsverpflichtungen und vergleicht dabei die deutschen Vorschriften (HGB) mit den internationalen Standards nach US-GAAP und IAS.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die verschiedenen Finanzierungswege von Pensionen, die Methoden zur Bewertung von Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten sowie die unterschiedlichen Anforderungen an den Ausweis im Jahresabschluss.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Rechnungslegungsregeln die Bilanzkennzahlen beeinflussen und welche Risiken sich daraus für Investoren und Unternehmen ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Standardanalyse sowie auf eine empirische Untersuchung der Geschäftsberichte von drei großen Automobilunternehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung der Rechnungslegungsvorschriften nach HGB, US-GAAP und IAS, gefolgt von einer konkreten Analyse der Bilanzierungspraxis bei Volkswagen, DaimlerChrysler und General Motors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Pensionsverpflichtungen, betriebliche Altersversorgung, HGB, US-GAAP, IAS sowie spezifische Bilanzierungskonzepte wie die Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwert.

Welche Bedeutung hat das "delayed recognition"-Prinzip in dieser Arbeit?

Dieses Prinzip beschreibt die glättende Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten über mehrere Perioden, was laut Autor dazu führen kann, dass die tatsächliche finanzielle Belastung aus Pensionszusagen in der GuV nur verzögert oder unvollständig abgebildet wird.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Ratingagenturen?

Der Autor stellt fest, dass Ratingagenturen wie Standard & Poor’s Pensionsrückstellungen zunehmend als Fremdkapital betrachten, was zu einer Herabstufung der Bonität und damit zu höheren Kreditkosten für Unternehmen mit hohen Pensionslasten führen kann.

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Details

Titel
Bilanzielle Behandlung von Pensionsverpflichtungen im internationalen Vergleich
Hochschule
Hochschule Bremen  (Fachbereich Wirtschaft)
Note
1,7
Autor
Christian Terwellen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
91
Katalognummer
V22044
ISBN (eBook)
9783638254878
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanzielle Behandlung Pensionsverpflichtungen Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Terwellen (Autor:in), 2004, Bilanzielle Behandlung von Pensionsverpflichtungen im internationalen Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22044
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Leseprobe aus  91  Seiten
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